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Biographieforschung und narratives Interview

Eine Erhebungsform der qualitativen Sozialforschung in der Kurzdarstellung

Titre: Biographieforschung und narratives Interview

Essai Scientifique , 2018 , 8 Pages , Note: keine Note nur Teilnahme

Autor:in: Bachelor of Arts Stephan Walk (Auteur)

Travail Social
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die überblickshafte Kurzdarstellung liefert einen Einblick in eine qualitative Methode der Sozialforschung zur Erhebung von Verbaldaten, die das Wie und damit das Erleben des Biographieträgers in den Blick nimmt. Es wird zunächst darauf eingegangen, was Biographieforschung eigentlich ist und im Anschluss daran wird dem Leser, dass narrative Interview als Erhebungsinstrument vorgestellt und in einem daran anschließenden Abschnitt die Erhebungssituation beschrieben.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Was ist Biographieforschung?

2. Das narrative Interview als Erhebungsinstrument

3. Zur Erhebung von Verbaldaten mit dem narrativen Interview

4. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit erläutert die theoretischen Grundlagen der Biographieforschung und analysiert das narrative Interview als zentrales Erhebungsinstrument zur Rekonstruktion lebensgeschichtlicher Prozesse und individueller Deutungsmuster.

  • Biographieforschung als qualitativer Forschungsansatz
  • Das narrative Interview als prozessanalytisches Verfahren
  • Erhebung und Rekonstruktion von Verbaldaten
  • Methodik der Gesprächsführung und Erzählaufforderung
  • Umgang mit Ereignisverstrickungen und Erfahrungsaufschichtung

Auszug aus dem Buch

2. Das narrative Interview als Erhebungsinstrument

Eine forschende Fragestellung, die nicht darauf ausgerichtet ist, Begründungszusammenhänge, also dasjenige zu beleuchten, was auf das Warum eine Antwort erteilt, sondern sich für das subjektive ,,Wie“ und demnach für das Erleben eines Biographieträgers interessiert (vgl. Gisela, Jakob,2010:222) benötigt eine Methode der Datenerhebung welche Primärdaten erfasst, deren Analyse auf die zeitlichen Verhältnisse, und die sachliche Abfolge, der von ihnen repräsentierten lebensgeschichtlichen Prozesse zurückschließen lässt (vgl. Fritz, Schütze,2016:56). Ein derartiges prozessanalytisches Verfahren ist das narrative Interview, welches einen Einblick in die Geschichte sozialer und biologischer Prozesse (vgl. Gisela, Jakob,2010:221), aus der subjektiven Sicht des Einzelnen gewährt, u.a. in die Bewältigung von Lebensphasen oder die Prozessierung der eigenen Biographie durch Institutionen der Öffentlichkeit bzw. in das Coping mit gesellschaftlichen Umwandlungsprozessen (vgl. Gisela, Jakob,2010:222), und damit über die punktuelle Erfassung eines Ereignisses hinausgehend ist (vgl. Gisela, Jakob, 2010: 221). Entsprechend schreibt Schütze:

,,Das autobiographische narrative Interview erzeugt Datentexte, welche die Ereignisverstrickungen und die lebensgeschichtliche Erfahrungsaufschichtung des Biographieträgers so lückenlos reproduzieren, wie das im Rahmen systematische sozialwissenschaftlicher Forschung überhaupt nur möglich ist. Nicht nur der „äußerliche“ Ereignisablauf, sondern auch die ,,inneren“ Reaktionen, die Erfahrungen des Biographieträgers mit den Ereignissen und ihre interpretative Verarbeitung in Deutungsmustern, gelangen zur eingehenden Darstellung.“ (Fritz, Schütze,2016:57).

Lebensgeschichten, Ausschnitte und biografische Ereignisse entstehen im Kontext gesellschaftlicher und institutioneller Rahmenbedingungen und der darin interagierenden Individuen und Gruppen, was sie zu sozialen Prozessen macht, als die sie untersucht werden Durch die eingehende Analyse werden soziale Rahmen (z.B. Beziehungen auf der Mikroebene, Institutionen auf der Mesoebene, Gesetze, politische Entscheidungen oder kulturelle Gepflogenheiten auf der Makroebene) und kollektiv historische Abläufe (z.B. Ermordung von über 6 Millionen Juden in der Zeit des Nationalsozialismus), in ihren Auswirkungen auf die Lebensführung und die Biographie des Einzelnen sichtbar.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Was ist Biographieforschung?: Dieses Kapitel führt in den qualitativen Forschungsansatz ein, der darauf abzielt, Lebensgeschichten und subjektive Sinnkonstruktionen durch die Rekonstruktion individueller Erfahrungen zu verstehen.

2. Das narrative Interview als Erhebungsinstrument: Hier wird das narrative Interview als prozessanalytisches Verfahren vorgestellt, das Einblicke in die zeitliche und sachliche Abfolge lebensgeschichtlicher Prozesse ermöglicht.

3. Zur Erhebung von Verbaldaten mit dem narrativen Interview: Dieser Abschnitt beschreibt die praktische Durchführung der Befragung, unterteilt in Erzählaufforderung, Haupterzählung und Nachfragephase.

4. Bibliographie: Ein Verzeichnis der verwendeten Quellen und Literatur zur biographischen Forschung und zum narrativen Interview.

Schlüsselwörter

Biographieforschung, Narratives Interview, Qualitative Sozialforschung, Lebensgeschichte, Sinnkonstruktion, Prozessanalyse, Autobiographische Erzählung, Erhebungsmethode, Ereignisverstrickungen, Deutungsmuster, Erfahrungsaufschichtung, Sozialforschung, Erziehungswissenschaft, Rekonstruktion, Interviewtechnik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Grundlagen der Biographieforschung und dem Einsatz narrativer Interviews als Methode zur Erhebung lebensgeschichtlicher Daten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Rekonstruktion von Lebensläufen, die Analyse subjektiver Wirklichkeiten und die methodische Vorgehensweise bei der Generierung narrativer Texte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel besteht darin aufzuzeigen, wie durch narrative Interviews komplexe lebensgeschichtliche Prozesse und individuelle Deutungsmuster für die sozialwissenschaftliche Forschung erschlossen werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Verwendet wird das narrative Interview als qualitatives Erhebungsverfahren, das auf die Offenheit gegenüber dem Erzählfluss des Interviewten setzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretische Einordnung der Biographieforschung sowie detailliert die drei Phasen des narrativen Interviews: Aufforderung, Haupterzählung und Nachfragephase.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Biographieforschung, narratives Interview, Sinnkonstruktion, Deutungsmuster und Ereignisverstrickungen stehen im Zentrum der Arbeit.

Wie unterscheidet sich das narrative Interview von konventionellen Interviews?

Im Gegensatz zu standardisierten Befragungen verzichtet das narrative Interview auf starre Fragen und fördert stattdessen freies Erzählen, um die Strukturierung der Lebensgeschichte dem Erzähler zu überlassen.

Welche Rolle spielt die „Nachfragephase“ im Interviewprozess?

Die Nachfragephase dient dazu, nach Abschluss der Haupterzählung Themen zu vertiefen, die zuvor möglicherweise nur gestreift oder durch Vagheiten im Erzählfluss noch nicht vollständig erschlossen wurden.

Warum ist die „Eigendynamik“ der Erzählung für Forscher von Bedeutung?

Die Eigendynamik sorgt dafür, dass sich der Erzähler tief in seine Erfahrungsabläufe verstrickt, wodurch Aspekte sichtbar werden, die in regulären Gesprächen aufgrund von Scham oder Konventionen oft ausgeblendet bleiben.

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Résumé des informations

Titre
Biographieforschung und narratives Interview
Sous-titre
Eine Erhebungsform der qualitativen Sozialforschung in der Kurzdarstellung
Université
Munich University of Applied Sciences  (Fakultät 11 angewandte Forschung in der Sozialen Arbeit)
Cours
Qualitative Forschungsstrategien I
Note
keine Note nur Teilnahme
Auteur
Bachelor of Arts Stephan Walk (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
8
N° de catalogue
V437154
ISBN (ebook)
9783668773318
Langue
allemand
mots-clé
Biographieforschung Narratives Interview Erhebung von Verbaldaten Erhebungsformen Verbaldatenerhebung Lebensgeschichte Lebenslauf Methode qualitative Sozialforschung Fritz Schütze Erhebungsinstrument qualitative Sozialforschung Erhebungsinstrument empirische Sozialforschung Interviewform Gisela Jakob Erleben des Biographieträgers Subjektorientiertheit Subjektbezogenheit Subjekt Erhebungsmethode
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Bachelor of Arts Stephan Walk (Auteur), 2018, Biographieforschung und narratives Interview, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/437154
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Extrait de  8  pages
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