Gegenstand dieser Arbeit soll es sein, die gesundheitlichen Folgen für Mitarbeiter durch den digitalen Wandel von Arbeitsprozessen näher darzustellen. Im Vordergrund der Diskussion steht dabei die Volkskrankheit Burnout. Es soll untersucht werden, wie das Gesundheitsmanagement in der HR-Abteilung von Energieversorgungsunternehmen ausgestaltet werden muss, um psychische Erkrankungen von Beschäftigten frühzeitig zu erkennen und diese durch prophylaktische Maßnahmen vorzubeugen.
Dazu soll zunächst die Bedeutung der Digitalisierung für das Arbeitsleben allgemein erläutert werden. Anschließend wird anhand des Energiesektors erörtert, wie sich der digitale Fortschritt auf die HR-Abteilung auswirkt. Es folgt eine Darstellung der gesundheitlichen Folgen von Digitalisierung, vor allem von Burnout, was mithilfe von statistischen Daten der DAK und des BMAS analysiert wird. Hieran schließen sich Ausführungen über vorsorgliche Maßnahmen im Rahmen des Gesundheitsmanagements an. Abschließend sollen die Ergebnisse in einem Fazit zusammengefasst werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Digitale Arbeitsprozesse in der Energiebranche
2.1 Bedeutung der Digitalisierung
2.2 Auswirkungen auf die HR-Arbeit
3 Digitalisierung und Gesundheit
3.1 Burnout
3.2 Ursachen
3.3 Einfluss der digitalen Arbeitsprozesse
4 Prophylaxe von Burnout
4.1 Gesundheitsmanagement im HR
4.2 Emotionsarbeit in der Praxis
4.3 Maßnahmen durch die Mitarbeiter selbst
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die gesundheitlichen Folgen des digitalen Wandels von Arbeitsprozessen für Mitarbeiter, wobei der Fokus auf dem Krankheitsbild Burnout in Energieversorgungsunternehmen liegt, um Strategien für ein präventives Gesundheitsmanagement in der HR-Abteilung abzuleiten.
- Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt und HR-Prozesse
- Zusammenhang zwischen digitaler Transformation und psychischen Belastungen
- Prävention und betriebliches Gesundheitsmanagement bei Burnout-Gefährdung
- Fallbeispiel zur Einführung neuer Software-Tools im Energiebereich
- Eigenverantwortung und Bewältigungsstrategien für Mitarbeiter
Auszug aus dem Buch
4.2 Emotionsarbeit in der Praxis
In den Jahren 2015 und 2016 wurde in einem mittelständischen Unternehmens innerhalb eines Energieunternehmens eine neue Software eingeführt, die es ermöglichen soll interne Prozesse zu vereinfachen. So soll beispielsweise der Reisekostenabrechnungsprozess digitalisiert und somit vereinfacht werden, einerseits für die Mitarbeiter, andererseits aber auch für die HR-Abteilung, die so einen geringern Aufwand haben sollte. Zudem wurde ein Customer-Relationship-Management-System (CRM) eingeführt, mit der gesamte Kundenkontakt ganzheitlich transparent dargestellt werden sollte, so dass eine höhere Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit gewährleistet ist und die Arbeit effizient gestaltet werden kann.
Für die Einführung des Reisekostentools war Seitens der Personalabteilung detaillierte Vor- und Nachbereitung nötig. Der Prozess startete damit, dass die Mitarbeiter der HR Abteilung Schulungen des Reisekostentools besuchten und sich einen umfassenden Kenntnisstand aneigneten, damit den Mitarbeitern alle Fragen kompetent beantwortet werden konnten. Darüber hinaus wurde eine Bestandsaufnahme durchgeführt. Wie sehen die Gegebenheiten bei den Mitarbeitern vor Ort aus? Es musste sichergestellt werden, dass jeder Mitarbeiter Zugriff zu einem Computer, Notebook oder Tablett hat. Mitarbeiter mit einer langen Betriebszugehörigkeit standen der Neuerung sehr skeptisch gegenüber, da sie seit vielen Jahren ihre Reisekostenabrechnungen händisch in Vordrucke eintragen konnten und nicht die Notwendigkeit für eine Änderung sahen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle mediale und politische Diskussion zur Digitalisierung und definiert die Zielsetzung der Arbeit, die gesundheitlichen Folgen des digitalen Wandels und die Rolle des Gesundheitsmanagements zu untersuchen.
2 Digitale Arbeitsprozesse in der Energiebranche: Dieses Kapitel erläutert die allgemeine Bedeutung der Digitalisierung und analysiert die spezifischen Auswirkungen neuer Technologien auf das HR-Aufgabenfeld innerhalb von Energieversorgungsunternehmen.
3 Digitalisierung und Gesundheit: Hier wird das Krankheitsbild Burnout sowie dessen Ursachen analysiert und der statistische Zusammenhang zwischen zunehmenden digitalen Arbeitsprozessen und psychischen Belastungen von Arbeitnehmern beleuchtet.
4 Prophylaxe von Burnout: Dieses Kapitel stellt konkrete Maßnahmen des Gesundheitsmanagements vor, diskutiert die praktische Emotionsarbeit bei Software-Einführungen und gibt Handlungsempfehlungen für die Eigenverantwortung der Mitarbeiter.
5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass kein zwingender direkter Kausalzusammenhang zwischen Digitalisierung und Burnout nachweisbar ist, betont jedoch die Notwendigkeit proaktiver betrieblicher Gesundheitsregelungen.
Schlüsselwörter
Digitalisierung, Burnout, Energiebranche, Gesundheitsmanagement, HR-Abteilung, psychische Erkrankungen, Emotionsarbeit, Arbeitsbelastung, Prävention, Stressbewältigung, digitale Arbeitsprozesse, Smart Meter, Unternehmenskultur, betriebliche Gesundheit, Gesundheitsvorsorge
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen digitaler Arbeitsprozesse auf die Gesundheit von Mitarbeitern in Energieversorgungsunternehmen und zeigt präventive Ansätze für die Personalabteilung auf.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind Digitalisierung in der Energiebranche, die Entstehung und Prävention von Burnout, die Rolle des betrieblichen Gesundheitsmanagements sowie Strategien zur Bewältigung von technischem Wandel.
Welches Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist es, Möglichkeiten des Gesundheitsmanagements in HR-Abteilungen zu definieren, um psychische Erkrankungen wie Burnout durch den digitalen Wandel frühzeitig zu erkennen und vorzubeugen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Auswertung statistischer Daten von Krankenkassen (BKK, DAK) und offiziellen Berichten (BMAS) zur Digitalisierung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Bedeutung der Digitalisierung, gesundheitliche Folgen wie Burnout, spezifische Praxisbeispiele zur Software-Einführung und Maßnahmen zur Eigenverantwortung der Mitarbeiter.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Digitalisierung, Burnout, Gesundheitsmanagement, Emotionsarbeit und Prävention am Arbeitsplatz.
Warum ist die HR-Abteilung bei Software-Einführungen gefordert?
Die Personalabteilung muss bei der Einführung neuer Tools "Emotionsarbeit" leisten, um Widerstände abzubauen, Ängste der Mitarbeiter ernst zu nehmen und notwendige Schulungen fachgerecht zu begleiten.
Was bedeutet die "ständige Erreichbarkeit" im Kontext der Arbeit?
Durch mobile Endgeräte verschwimmen Arbeits- und Privatleben, was den Stresslevel erhöht und die Notwendigkeit klarer medialer Ruhezeiten unterstreicht.
Welche Rolle spielt die Führungskraft bei der Burnout-Prävention?
Führungskräfte haben eine essenzielle Vorbildfunktion, indem sie Wertschätzung vermitteln, feste Pausenzeiten einhalten und auf eine gesunde Arbeitskultur achten.
- Citation du texte
- Lisa Schnaus (Auteur), 2018, Arbeitsprozesse in der Transformation. Gesundheitliche Folgen und Vorsorge für die Mitarbeiter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/437184