Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Pédagogie - Divers

Summerhill und der Gedanke der Freiheit in der Erziehung

Titre: Summerhill und der Gedanke der Freiheit in der Erziehung

Dossier / Travail de Séminaire , 2009 , 13 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Juliane Werner (Auteur)

Pédagogie - Divers
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Gegründet wurde die Schule Summerhill im Jahr 1921. Sie liegt in dem Dorf Leiston 150 km von London entfernt. Begonnen hat Summerhill dabei zunächst als Experiment. Jetzt ist es eine Schule, die beweist, das, eine Erziehung zur Freiheit möglich ist. Dabei steht der Grundsatz im Vordergrund die Einrichtung der Schule kindgerecht zu machen und nicht die Kinder schulgerecht zu erziehen. Dementsprechend verzichtet Summerhill auf jegliche Mittel der Beeinflussung und Lenkung von Verhalten und Ansichten der Kinder. Es gibt in der Schule keine Disziplinarmaßnahmen, keine ethische und religiösen Ansichten seitens der Lehrer. Die Einschulung findet dabei frühestens im Alter von 5 Jahren statt. Es kommen aber auch noch 15jährige Kinder nach Summerhill. Dabei bleiben die Schüler allgemein bis zu ihrem 16. Lebensjahr in der Einrichtung. Die Kinder werden dabei in Summerhill zunächst in drei Altersgruppen eingeteilt. Die erste Gruppe bilden die 5-7jährigen, die zweite Gruppe die 8-10jährigen und die dritte Gruppe bilden die 11-15jährigen Kinder und Jugendlichen. Die Schüler sind dabei nach Altersgruppen untergebracht. Jeder Gruppe steht dabei eine Hausmutter zur Verfügung. Einzelzimmer gibt es dabei nur selten und auch nur für die älteren Schüler. Die jüngeren Schüler schlafen zu dritt oder zu viert in einem Raum. Dabei sind sie weitgehend keinen Regeln unterworfen. Einen Zwang zum Aufräumen des Zimmers gibt es nicht und die Schüler können anziehen was sie wollen. Auch die Teilnahme am Unterricht ist freiwillig. Die Inhalte dessen richten sich dabei gewöhnlich nach dem Alter der Kinder. Der Gedanke der hier dahinter steht sagt aus, dass wenn ein Kind etwas lernen möchte, dass es den Gegenstand des Interesses dann auch lernt. Die Rolle des Lehrers als Autoritätsperson gibt es faktisch in Summerhill nicht. Die Lehrer stellen sich mit den Schüler auf eine Stufe. Es gilt das gleiche Recht für alle in Summerhill.

Die Frage, die hier aufgeworfen wird, ist die Frage nach dem pädagogischen Konzept welches sich hinter diesen Rahmenbedingungen Summerhills verbirgt. Welche Erziehungsnormen liegen dem Konzept zugrunde und in welcher Art und Weise ist der Gedanke der Freiheit in Summerhill zu verstehen? Aber auch die Frage nach der Deckungsgleichheit des Konzepts mit unseren heutigen gesellschaftlichen Erziehungszielen darf man in diesem Punkt nicht vergessen. Dies werde ich im nächsten Abschnitt erläutern.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Ein Bild von Summerhill

2. Erziehungsziele und deren Wandel

3. Summerhill und der Gedanke der Freiheit in der Erziehung

4. Die Erziehungsnormen von Summerhill und antiautoritärer Erziehung

5. Was wird aus den Summerhill-Absolventen?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das pädagogische Konzept der Schule Summerhill im Hinblick auf den Gedanken der Freiheit. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie antiautoritäre Erziehungsnormen definiert werden, wie sie in der Praxis Anwendung finden und inwieweit sie mit den Anforderungen einer modernen gesellschaftlichen Teilhabe vereinbar sind.

  • Historische und konzeptionelle Grundlagen der Schule Summerhill
  • Die Bedeutung von Freiheit und Autonomie in der kindlichen Entwicklung
  • Einfluss psychoanalytischer Theorien (insb. Sigmund Freud) auf das Summerhill-Modell
  • Kritische Reflexion der Vereinbarkeit von antiautoritärer Erziehung und gesellschaftlicher Leistungsorientierung
  • Lebensperspektiven von Absolventen der Summerhill-Schule

Auszug aus dem Buch

3. Summerhill und der Gedanke der Freiheit in der Erziehung

Unsere Kinder benötigen um sich an den gesellschaftlichen Wandel anpassen zu können dynamische Verhaltensweisen um sich an Veränderungen anpassen zu können. Ein pathologische Gehorsam ist nicht länger notwendig und so gibt es auch keine Kontinuität in den Verhaltensweisen mehr. Vielmehr ist die Freiheit zur Zielvorstellung der Gesellschaft geworden, dennoch ist eine Erziehung zur Freiheit in vielen Fällen noch nicht gegeben. (vgl. Bönner, S. 19)

Das freie Kind ist nach A.S. Neill, das Kind, welches nach seinen eigenen Gesetzen leben dürfe. Das schließe jedoch mit ein, dass man die menschliche Natur als gut befindet und sich von dem Gedanken der Erbsünde distanziert bzw. diesen Gedanken verneint. Dabei betont er, dass wahrscheinlich noch niemand ein völlig autonomes Kind gesehen hat, da jedes Kind der Erziehung seiner Eltern, seiner Lehrer und der Gesellschaft unterstehen würde. Zusammengefasst heißt das, man könne sich der Erziehung und der Sozialisation nicht entziehen.(vgl. A.S. Neill, S. 113ff) Dabei betont Neill: „Leben nach eigenen Gesetzen. Das ist das Recht des Kleinkindes auf freie Entfaltung, ohne äußere Autorität in seelischen und körperlich Dingen.“ (A.S. Neill, S. 115)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Ein Bild von Summerhill: Einführung in die Geschichte und die organisatorischen Rahmenbedingungen der 1921 gegründeten Schule, die auf Freiwilligkeit und dem Verzicht auf autoritäre Lenkung basiert.

2. Erziehungsziele und deren Wandel: Analyse des gesellschaftlichen Wandels und dessen Einfluss auf Familienstrukturen sowie die daraus resultierende Notwendigkeit, Erziehung neu zu denken.

3. Summerhill und der Gedanke der Freiheit in der Erziehung: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Freiheitsbegriff bei A.S. Neill und die Verknüpfung der kindlichen Entwicklung mit dem Bedürfnis nach Autonomie.

4. Die Erziehungsnormen von Summerhill und antiautoritärer Erziehung: Untersuchung der methodischen Umsetzung antiautoritärer Prinzipien unter Einbeziehung tiefenpsychologischer Erkenntnisse von Sigmund Freud.

5. Was wird aus den Summerhill-Absolventen?: Kritische Reflexion über die Zukunftsfähigkeit des Konzepts und das Spannungsfeld zwischen persönlicher Entfaltung und den Anforderungen einer leistungsorientierten Gesellschaft.

Schlüsselwörter

Summerhill, A.S. Neill, antiautoritäre Erziehung, Freiheit, Erziehung, Kindheit, Sozialisation, Pädagogik, Sigmund Freud, Triebtheorie, Autonomie, Selbstregulierung, Gesellschaftlicher Wandel, Schule, Erziehungskonzept.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das pädagogische Modell der Schule Summerhill und beleuchtet, wie der „Gedanke der Freiheit“ als zentrales Erziehungsprinzip theoretisch begründet und praktisch umgesetzt wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die antiautoritäre Pädagogik, die psychologischen Grundlagen der kindlichen Entwicklung nach Neill und Freud sowie die Frage nach der gesellschaftlichen Relevanz dieser Erziehungsform.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das Konzept der Erziehung zur Freiheit zu durchdringen, die zugrundeliegenden Normen zu identifizieren und diese kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch orientierte wissenschaftliche Arbeit, die auf Literaturanalyse, der Reflexion pädagogischer Konzepte und dem Rückgriff auf tiefenpsychologische Theorien basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Schulstruktur, die historische Einordnung von Erziehungszielen, die theoretische Herleitung des Freiheitsgedankens sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der gesellschaftlichen Perspektive.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Summerhill, Freiheit, antiautoritäre Erziehung, Autonomie, Pädagogik und das Spannungsfeld zwischen Individuum und Gesellschaft.

Wie definiert A.S. Neill den Begriff des „freien Kindes“?

Ein freies Kind ist für Neill ein Individuum, das nach seinen eigenen Gesetzen leben darf, basierend auf der Annahme, dass die menschliche Natur im Kern gut ist.

Wie steht die Arbeit zur Vereinbarkeit von Freiheit und kapitalistischer Ellenbogenmentalität?

Die Arbeit äußert Zweifel, ob eine reine Erziehung zur Freiheit ausreicht, um in einer durch Disziplin und Leistung geprägten kapitalistischen Gesellschaft zu bestehen, und regt eine Diskussion über grundlegende Bildungsstandards an.

Fin de l'extrait de 13 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Summerhill und der Gedanke der Freiheit in der Erziehung
Université
Free University of Berlin
Note
2,0
Auteur
Juliane Werner (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
13
N° de catalogue
V437201
ISBN (ebook)
9783668778122
ISBN (Livre)
9783668778139
Langue
allemand
mots-clé
summerhill gedanke freiheit erziehung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Juliane Werner (Auteur), 2009, Summerhill und der Gedanke der Freiheit in der Erziehung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/437201
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  13  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint