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Verschiedene Theorien zur Staatstätigkeitsforschung und ihre Anwendung auf die rot-grüne Koalition 1998-2002

Titel: Verschiedene Theorien zur Staatstätigkeitsforschung und ihre Anwendung auf die rot-grüne Koalition 1998-2002

Hausarbeit , 2017 , 14 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Alexander Engel (Autor:in)

Politik - Grundlagen und Allgemeines
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit möchte ich anhand von verschiedenen Theorien über die Entstehung von Policies und den Zusammenhang dieser mit der ideologischen Ausrichtung einer Partei aufklären. Zunächst werden dabei die verschiedenen Theorien ausführlich und allgemein erklärt. Die Theorien auf die ich mich in dieser Arbeit beziehen werde lauten: Parteiendifferenzthese, Machtressourcentheorie, Theorie der sozioökonomischen Determination, die Politik-Erblast These sowie der politisch-institutionalistische Theorie. Dabei wird vor allem die Parteiendifferenzthese im Vordergrund stehen, ihr ist der längste Teil des dritten Kapitels gewidmet. Zunächst allerdings möchte ich eine kurze Einführung in Anthony Downs Theorie des rationalen politischen Menschen eingehen, da sie überhaupt erst begründet, wie es zu Parteiendifferenzen kommt und nach welchen Gesichtspunkten Politik gemacht wird. Abschließend soll die rot-grüne Regierungszeit zwischen 1998 und 2002 herangezogen werden, um zu überprüfen ob die Parteiendifferenz im Kabinett Schröder gegenüber der letzten Regierungszeit Helmut Kohls festzustellen ist. Dabei wird sich auch auf die vorangegangenen Theorien bezogen und in Einklang mit der ersten Regierungszeit Rot-Grüns gebracht. Führende Autoren für meine Werke waren unter anderem Reimut Zohlnhöfer, Tobias Ostheim, Georg Wenzelburger sowie Klaus von Beyme. Die These dieser Arbeit ist, dass das Kabinett Schröder I keinen Politikwechsel herbeiführte. Ob, und wenn ja warum nicht, dieser Politikwechsel verwehrt blieb, soll anhand der vorgelegten Theorien erläutert werden. Beginnen werde ich die Arbeit mit der sozioökonomischen Schule.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Rational-Choice-Theori

2.1 Einführung in die Theori

2.2 Die Bedeutung des Medianwähler

3. Die sozioökonomische Schule

4. Machtressourcentheorie

5. Institutionalistische Schule

6. Politik-Erbe Theorie

7. Parteiendifferenzthese

8. Die Bedeutung von Vote- und Policyseekin

9. Einordnung und Bewertung der rot-grünen Policies nach den vorgestellten Theorie

10. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern verschiedene politikwissenschaftliche Theorien zur Staatstätigkeitsforschung geeignet sind, die politische Ausrichtung und die Entscheidungen der ersten rot-grünen Regierungskoalition unter Gerhard Schröder zwischen 1998 und 2002 zu erklären, wobei die zentrale Forschungsfrage lautet, ob das Kabinett Schröder I tatsächlich einen Politikwechsel herbeiführte.

  • Analyse theoretischer Ansätze zur Politikentstehung (Rational-Choice, Parteiendifferenz, Machtressourcen etc.)
  • Untersuchung des Spannungsfeldes zwischen Vote-Seeking und Policy-Seeking
  • Bewertung von Sozial- und Finanzpolitik der Ära Schröder im Vergleich zur Ära Kohl
  • Überprüfung der Anwendbarkeit klassischer Staatstätigkeitstheorien auf eine spezifische Koalitionskonstellation

Auszug aus dem Buch

Die Sozioökonomische Schule

Die sozioökonomische Schule ist der älteste Theoriestrang der vergleichenden Wohlfahrtsstaatsforschung (Schmidt/Ostheim: 2007: 29). Einer der bekanntesten Vertreter dieser Theorieschule ist Karl Marx, der im Kapitalismus eine selbstzerstörerische Kraft ausmacht. Mit der Festlegung von geregelten Arbeitszeiten in Fabriken war eine Problemlösung erzielt worden, allerdings sei diese widersprüchlich und systemgefährdend, so Marx (Marx: Kap. 8: zitierte nach Schmidt/Ostheim: 2007: 31).

Ein weiterer Anhänger dieser Schule ist Adolph Wagner, der das Gesetz der steigenden Sozialausgaben verfasste. Er sagte dazu, dass die Staatskosten immer weiter steigen werden, denn je komplexer eine Gesellschaft wird und je mehr Innovationen sie hervorbringt, umso mehr erwartet sie, dass die Rechts- und Sozialordnung gut ist (Schmidt/Ostheim: 2007: 32).

Der letzte nun vorgestellte Anhänger der sozioökonomischen Schule ist Harold Wilensky der davon ausging, dass ein Staat mit einer hohen ökonomischen Leistungsfähigkeit auch mehr in eine hohe Wohlfahrtsstaatlichkeit investiert. Demnach hänge die Entwicklung von Sozialleistungen stark von der wirtschaftlichen Stärke des Gesamtstaats ab,sowie der Anzahl von Rentner im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung (Schmidt/Ostheim: 2007: 33).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Thematik und die Forschungsfrage, ob die Regierung Schröder I einen Politikwechsel vollzog.

Rational-Choice-Theori: Erläuterung der ökonomischen Logik hinter politischen Entscheidungen und der Bedeutung des Medianwählers.

Die sozioökonomische Schule: Darstellung der ältesten Theorieschule, die Sozialstaatlichkeit primär durch ökonomische Stärke und gesellschaftliche Entwicklung erklärt.

Machtressourcentheorie: Analyse des Einflusses gesellschaftlicher Gruppen, insbesondere Gewerkschaften, auf den politischen Prozess.

Institutionalistische Schule: Untersuchung der Rolle politischer Institutionen und Veto-Spieler bei der Umsetzung von Policies.

Politik-Erbe Theorie: Erläuterung der Pfadabhängigkeit politischer Entscheidungen durch die Hinterlassenschaften früherer Regierungen.

Parteiendifferenzthese: Analyse des Zusammenhangs zwischen der ideologischen Ausrichtung einer Partei und der von ihr betriebenen Politik.

Die Bedeutung von Vote- und Policyseekin: Diskussion des strategischen Dilemmas zwischen kurzfristiger Stimmenmaximierung und der Verfolgung eigener politischer Ziele.

Einordnung und Bewertung der rot-grünen Policies nach den vorgestellten Theorie: Anwendung der theoretischen Konzepte auf die konkreten Entscheidungen der Regierung Schröder I.

Fazit: Zusammenfassende Einschätzung, dass die Parteiendifferenz zwischen Rot-Grün und der Vorgängerregierung eher gering war.

Schlüsselwörter

Staatstätigkeit, Politik-Analyse, Rot-Grüne Koalition, Parteiendifferenzthese, Rational-Choice, Machtressourcentheorie, Institutionalismus, Politik-Erbe, Agenda 2010, Gerhard Schröder, Wahlverhalten, Sozialpolitik, Finanzpolitik, Veto-Spieler, Policy-Seeking

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Regierungszeit der rot-grünen Koalition (1998-2002) unter Anwendung verschiedener politikwissenschaftlicher Theorien, um zu prüfen, ob ein tatsächlicher Politikwechsel stattfand.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Konzepte der Staatstätigkeitsforschung sowie die Analyse der rot-grünen Sozial- und Finanzpolitik, inklusive der Rolle von Gewerkschaften und institutionellen Veto-Spielern.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale These lautet, dass das Kabinett Schröder I trotz des historischen Regierungswechsels keinen substanziellen Politikwechsel herbeiführte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es wird eine theoretisch geleitete Analyse vorgenommen, bei der verschiedene politikwissenschaftliche Theorien (z.B. Rational-Choice, Machtressourcen-, Politik-Erbe-Theorie) auf empirische Daten der Regierungszeit 1998-2002 angewandt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung in die genannten Schulen der Politikwissenschaft und die anschließende Anwendung dieser Theorien auf die tatsächlichen politischen Entscheidungen der Regierung Schröder.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Staatstätigkeitsforschung, Parteiendifferenz, Vote-Seeking, Policy-Seeking und institutionelle Veto-Spieler geprägt.

Wie bewertet der Autor die Rolle der Gewerkschaften unter der rot-grünen Regierung?

Der Autor zeigt auf, dass die Regierung Schröder trotz Erfüllung gewerkschaftlicher Wünsche zu Beginn ihrer Amtszeit mit einem ambivalenten Verhältnis zur Gewerkschaftsbasis zu kämpfen hatte.

Inwiefern beeinflussten Veto-Spieler die Politik der Ära Schröder?

Besonders der Bundesrat wird als zentraler institutioneller Veto-Spieler identifiziert, der die Regierung dazu zwang, Gesetzesentwürfe anzupassen oder in der Folge des Regierungswechsels in Hessen zu manövrieren.

Warum war der Regierungswechsel 1998 laut Einleitung von besonderer Bedeutung?

Es handelte sich um das erstmalige Ereignis einer Koalition, bei der keiner der beiden Partner zuvor Regierungsverantwortung auf Bundesebene innehatte, was hohe Erwartungen an einen Politikwechsel schürte.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Verschiedene Theorien zur Staatstätigkeitsforschung und ihre Anwendung auf die rot-grüne Koalition 1998-2002
Hochschule
Technische Universität Darmstadt
Note
1,7
Autor
Alexander Engel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
14
Katalognummer
V437207
ISBN (eBook)
9783668777781
ISBN (Buch)
9783668777798
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Staat Theorien Staatstätigkeit Forschung Rot-Grün Koalition Deutschland
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexander Engel (Autor:in), 2017, Verschiedene Theorien zur Staatstätigkeitsforschung und ihre Anwendung auf die rot-grüne Koalition 1998-2002, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/437207
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Leseprobe aus  14  Seiten
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