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Laura Mulvey. Visuelle Lust und narratives Kino

Título: Laura Mulvey. Visuelle Lust und narratives Kino

Trabajo Escrito , 2017 , 11 Páginas

Autor:in: Sarah Boussard (Autor)

Filmología
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Was, wenn das Kino, das wir lieben, auf einer tief verwurzelten, unbewussten Unterdrückung basiert? Diese Frage steht im Zentrum einer aufschlussreichen Reise durch die feministische Filmtheorie, die sich intensiv mit Laura Mulveys bahnbrechendem Essay "Visuelle Lust und narratives Kino" auseinandersetzt. Tauchen Sie ein in eine Welt, in der die Psychoanalyse von Freud auf die glitzernde Oberfläche Hollywoods trifft und ein erschreckendes Bild patriarchalischer Strukturen offenbart. Entdecken Sie, wie das klassische Hollywood-Kino, vermeintlich eine Quelle der Unterhaltung, unbewusst Mechanismen der Skopophilie und des Voyeurismus nutzt, um die Frau zu objektivieren und ihre Rolle auf eine passive, sexualisierte Figur zu reduzieren. Anhand von aufschlussreichen Analysen, die von den Theorien von Mulvey inspiriert sind, wird die verborgene Macht des "phallozentrischen Blicks" aufgedeckt und die subtile, aber wirkungsvolle Art und Weise enthüllt, wie er unsere Wahrnehmung von Geschlecht und Macht im Film prägt. Diese tiefgreifende Untersuchung fordert nicht nur dazu auf, die Konventionen des Mainstream-Kinos zu hinterfragen, sondern eröffnet auch den Blick für das transformative Potenzial alternativer Kinoformate, die sich bemühen, eine neue visuelle Sprache zu entwickeln, die frei von patriarchalen Vorurteilen ist. Begleiten Sie uns auf dieser intellektuellen Entdeckungsreise, die die Grundfesten unserer cineastischen Erfahrungen erschüttert und neue Perspektiven auf die Darstellung von Frauen, die Konstruktion von Begehren und die verborgenen Ideologien des Kinos eröffnet. Lassen Sie sich fesseln von der Analyse lustbringender Strukturen im Film, von der Rolle des Spiegelmoments und der Illusion, und erkennen Sie, wie tiefgreifend das Kino unser Unterbewusstsein beeinflusst. Erforschen Sie die kritische Auseinandersetzung mit dem klassischen Hollywood-Kino und dessen inhärenten patriarchalen Strukturen, die systematisch die Frauenrolle im Film marginalisieren und sexualisieren. Diese Arbeit ist ein Muss für alle, die sich für feministische Filmtheorie, Psychoanalyse und die verborgenen Botschaften des Kinos interessieren.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Das Grundgerüst

2.2 Bedeutung für das Kino

2.3 Lustbringende Strukturen

2.3.1 Skopophilie

2.3.2 Spiegelmoment / Spiegelstadium

2.3.3 Illusion und Konflikt der lustbringenden Strukturen

2.4 Die Rolle der Frau im Film

2.4.1 Am Beispiel Passwort: Swordfish (2001)

3. Schluss

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Faszination des klassischen Hollywood-Kinos unter Anwendung der feministischen Filmtheorie von Laura Mulvey. Ziel ist es, mithilfe psychoanalytischer Ansätze die Mechanismen der Unterdrückung und Sexualisierung der Frau im Film aufzudecken und zu analysieren, inwieweit diese Strukturen in unterschiedlichen Jahrzehnten präsent geblieben sind.

  • Analyse der psychoanalytischen Methodik nach Freud und Lacan im filmtheoretischen Kontext.
  • Untersuchung der Konzepte Skopophilie und Voyeurismus als lustbringende Strukturen.
  • Erläuterung des Spiegelmoments und der Identifikationsprozesse durch das Publikum.
  • Kritische Beleuchtung der Rolle der Frau als Objekt im phallozentrischen Weltbild.
  • Anwendung der Thesen auf Filmbeispiele wie "Der Pate", "Captain America" und "Passwort: Swordfish".

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Skopophilie

Nach Freuds Theorie sind die Triebe eines Menschen unabhängig von seinen erogenen Zonen zu betrachten. Auch ohne eine körperliche Stimulation kann körperliche Erregung stattfinden. Diese Lust und Erregung geschieht auch durch das Betrachten eines menschlichen Körpers, wie es innerhalb eines narrativen Films üblich ist. „Mulvey versucht in ihrem feministischen Konzept die Prävalenz der Maskulinität im Kino und die Lust am Schauen unter Zuhilfenahme der Psychoanalyse zu erörtern.“ Der Mensch wird hier vom Subjekt zum Objekt und betrachtet. Die „skopophilische“ lustbringende Struktur den Menschen als Objekt zu betrachten hängt eng mit der Trennung der erotischen Identität des Subjekts vom Objekt ab. Es handelt sich hierbei um eine Funktion der Sexualtriebe (der Libido).

Skopophilie hängt eng zusammen mit dem Konzept des Voyeurismus. Das Betrachten des Privaten/Verborgenen kann eine Befriedigung auslösen. Das voyeuristische am Film wird durch den Kontrast der Lichtverhältnisse zwischen Zuschauerraum und Leinwand und der mechanischen Art des Filmens verstärkt. Durch die quasi unsichtbare Kamera, der sogenannten vierten Wand zum Zuschauerraum, die im narrativen kinematographischen Raum nicht durchbrochen wird entsteht eine „hermetisch abgeschlossene Welt“. Der Einblick in diese normalerweise unzugängliche Welt ist ein fester Bestandteil dieser lustbringenden Struktur und erschafft so die „Illusion der voyeuristischen Distanziertheit“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in Laura Mulveys Essay "Visuelle Lust und narratives Kino" ein und definiert das Ziel der Hausarbeit, ihre Thesen mittels Psychoanalyse auf moderne Filmbeispiele anzuwenden.

2. Hauptteil: Der Hauptteil erläutert das theoretische Fundament der psychoanalytischen Filmtheorie, untersucht die Mechanismen der filmischen Faszination und analysiert die fragmentierte, passive Rolle der Frau im Vergleich zum aktiven männlichen Blick.

2.1 Das Grundgerüst: Dieses Kapitel stellt die psychoanalytische Methodik nach Sigmund Freud vor und erläutert den "phallozentrischen" Zugang der Filmtheorie, der die patriarchalische Ordnung im Unbewussten thematisiert.

2.2 Bedeutung für das Kino: Hier wird untersucht, wie das Kino als Repräsentationssystem die gesellschaftliche Ordnung spiegelt und warum die Faszination des Kinos eng mit der Manipulation visueller Lust verknüpft ist.

2.3 Lustbringende Strukturen: Dieses Kapitel analysiert die psychologischen Pfeiler der filmischen Faszination, die auf dem Betrachten als Lustquelle beruhen.

2.3.1 Skopophilie: Diese Unterkapitel befasst sich mit der Definition der Skopophilie und ihrer engen Verknüpfung mit voyeuristischen Mustern im narrativen Film.

2.3.2 Spiegelmoment / Spiegelstadium: Hier wird der Prozess der Identifikation des Zuschauers mit den Protagonisten anhand des lacanschen Spiegelstadiums und des Starsystems erörtert.

2.3.3 Illusion und Konflikt der lustbringenden Strukturen: Dieses Kapitel analysiert den Widerspruch zwischen der Objektifizierung (Skopophilie) und der Identifikation (Spiegelmoment) und zeigt Lösungsansätze wie Sadismus oder Fetischisierung auf.

2.4 Die Rolle der Frau im Film: Hier wird die strukturelle Unterordnung der Frau als passives Objekt des männlichen Blickes dargestellt, die oft nur als Auslöser für männliche Handlungen dient.

2.4.1 Am Beispiel Passwort: Swordfish (2001): Dieses Unterkapitel verdeutlicht die theoretischen Ansätze anhand der Entmystifizierung und objektifizierenden Darstellung der Figur der Ginger Knowles.

3. Schluss: Der Schlussteil fasst die Relevanz von Mulveys Theorie zusammen und diskutiert kritisch, dass sich die Grundstrukturen des Hollywood-Kinos trotz feministischer Kritik über Jahrzehnte hinweg kaum verändert haben.

Schlüsselwörter

Laura Mulvey, Feministische Filmtheorie, Psychoanalyse, Phallozentrismus, Skopophilie, Voyeurismus, Spiegelstadium, Identifikation, Hollywood-Kino, Patriarchat, Gender, Objekthaftigkeit, Narzissmus, Kastrationsangst, Filmgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung von Laura Mulveys feministischer Filmtheorie aus dem Jahr 1975 auf klassische und moderne Hollywood-Filme, um patriarchale Strukturen im Kino aufzudecken.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Psychoanalyse nach Freud und Lacan, dem männlichen Blick (Male Gaze), voyeuristischen Strukturen und der spezifischen Darstellung von Frauen als Objekte im Film.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin mit dieser Untersuchung?

Ziel ist es, die Zerstörung der Unterdrückung des weiblichen Geschlechts im Hollywood-Film zu thematisieren und aufzuzeigen, wie filmische Codes zur Aufrechterhaltung patriarchaler Ideologien dienen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die psychoanalytische Methodik, insbesondere die Konzepte der Skopophilie, des Spiegelstadiums und des Kastrationskomplexes, um die psychologische Faszination des Kinos zu erklären.

Welche Aspekte werden im Hauptteil vertieft behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der psychoanalytischen Grundlagen, die Analyse der lustbringenden Strukturen des Films und die konkrete Anwendung auf die Rolle der Frau in verschiedenen Filmbeispielen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die wichtigsten Begriffe sind feministische Filmtheorie, Phallozentrismus, Voyeurismus, Spiegelstadium und patriarchales Unbewusstes.

Wie wird das Konzept des "Spiegelmoments" in der Arbeit erklärt?

Das Spiegelmoment beschreibt den Prozess, bei dem sich der Zuschauer mit einem idealisierten Protagonisten auf der Leinwand identifiziert, was zur Narzissmus-Bildung und einem Gefühl der Omnipotenz führt.

Welche Rolle spielt der Film "Passwort: Swordfish" im Rahmen der Argumentation?

Er dient als konkretes Beispiel, um die Entmystifizierung der Frau und die weiterhin bestehende Unterordnung des weiblichen Charakters unter die Handlungsgewalt des männlichen Protagonisten zu illustrieren.

Warum kommt die Arbeit zu dem Schluss, dass das Hollywood-Kino sich kaum verändert hat?

Trotz feministischer Kritik zeigen Beispiele wie "Captain America" aus dem Jahr 2011, dass weibliche Rollen oft immer noch als rein unterstützende oder objektifizierende Elemente fungieren, die dem ideologischen Konzept des Patriarchats folgen.

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Detalles

Título
Laura Mulvey. Visuelle Lust und narratives Kino
Universidad
Karlsruhe Institute of Technology (KIT)
Autor
Sarah Boussard (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
11
No. de catálogo
V437209
ISBN (Ebook)
9783668782488
ISBN (Libro)
9783668782495
Idioma
Alemán
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sarah Boussard (Autor), 2017, Laura Mulvey. Visuelle Lust und narratives Kino, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/437209
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