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Sozialisation im Kontext der Institution Schule

Titre: Sozialisation im Kontext der Institution Schule

Dossier / Travail , 2009 , 13 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Juliane Werner (Auteur)

Sociologie - Enfants et Adolescence
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„Leben nach eigenen Gesetzen. Das ist das Recht des Kleinkindes auf freie Entfaltung, ohne äußere Autorität in seelischen und körperliche Dingen.“

Neill bezieht sich in diesem Zitat auf das Recht nach Autonomie und Freiheit des Kindes in dem, wie es sich entwickelt, was es tun und denken möchte. Der Begründer der Schule Summerhill und deren „Pädagogik vom Kinde aus“ erkannte zunächst jedoch, dass wahrscheinlich noch niemand ein völlig autonomes Kind gesehen hat, da jedes Kind der Erziehung seiner Eltern, seiner Lehrer und der Gesellschaft unterstehen würde. Ein völlig freie Entfaltung scheint dementsprechend fast nicht möglich zu sein, da das Individuum in seiner Entwicklung durch Erziehungs- und Sozialisationsprozesse beeinflusst wird. Man kann Sozialisation, als einen Prozess der Entstehung und Entwicklung der Persönlichkeit verstehen, der in wechselseitiger Abhängigkeit mit der gesellschaftlich vermittelten sozialen und materiellen Umwelt steht. Dabei befasst sich die Sozialisation vor allem damit, wie der Mensch sich zu einem gesellschaftsfähigen Subjekt entwickelt mit Hinblick auf die Gesamtheit aller Umweltbedingungen, die auf die Persönlichkeitsentwicklung Einfluss haben.

In dieser Arbeit konzentriere ich mich jedoch primär auf die Auswirkungen der Sozialisation in der Schule in Bezug auf deren Bedeutung für die gesellschaftliche Ebene und auf deren Bedeutung für die Persönlichkeitsentwicklung des Individuums. Im Anschluss gehe ich auf Problematiken ein, die sich im Kontext der schulischen Sozialisationsprozesse ergeben.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Schulische Sozialisation und ihre Bedeutung für die Gesellschaft

3. Schulische Sozialisation und ihre Bedeutung für die Persönlichkeitsentwicklung

4. Problematiken im schulischen Sozialisationsprozess

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Schule als zentrale Sozialisationsinstanz und analysiert deren Auswirkungen auf die gesellschaftliche Integration sowie die individuelle Identitätsentwicklung von Kindern und Jugendlichen unter Berücksichtigung herrschender Selektionsmechanismen.

  • Strukturfunktionale Ansätze zur sozialen Integration durch das Schulsystem
  • Wechselwirkung zwischen schulischen Kommunikationsprozessen und Identitätsbildung
  • Einfluss von Leistungsbewertung und Selektionsdruck auf das Schülerverhalten
  • Bedeutung der familialen Herkunft für den schulischen Erfolg und Lernstrategien
  • Herausforderungen durch Diskrepanzen zwischen schulischen Erwartungen und subjektiven Bedürfnissen

Auszug aus dem Buch

Schulische Sozialisation und ihre Bedeutung für die Persönlichkeitsentwicklung

Ein Ansatz der sich mit der Bedeutung der schulischen Sozialisation für die Identitätsbildung und damit auch für die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes befasst ist der interaktionistische Ansatz. Im Zuge des schulischen Kontextes stellt sich hierbei die Frage, wie die schulischen Kommunikationsprozesse die Identitätsbildung beeinflussen. Der Schwerpunkt dieser Theorie liegt dabei eher auf der mikrosozialen Ebene, d.h. auf der Interaktion zwischen den einzelnen Subjekten. Dieser Ansatz geht also von der Teilnehmerperspektive aus.

In diesem Zusammenhang beschäftigt sich diese Sichtweise mit der Identitätsbildung, die durch die tägliche Interaktion zwischen Schülern und Lehrpersonal beeinflusst wird. Dieser Ansatz lehnt sich dabei stark an die Theorie des symbolischen Interaktionismus, welcher im Kern den Kommunikationsprozess zwischen Subjekten als einen gesellschaftlichen Prozess bezeichnet aus dem sich die Identität entwickelt. Als Basisvoraussetzung für diesen Prozess wird die gemeinsame Sprache gesehen, die ein gemeinsames Symbolsystem darstellt und durch die Verständigung, sprich Kommunikation erst möglich wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Einleitung in die Thematik der Sozialisation unter Bezugnahme auf A.S. Neill und Definition der Zielsetzung der Arbeit.

2. Schulische Sozialisation und ihre Bedeutung für die Gesellschaft: Analyse der Schule als Subsystem zur Integration und Selektion unter Anwendung strukturfunktionaler Ansätze.

3. Schulische Sozialisation und ihre Bedeutung für die Persönlichkeitsentwicklung: Untersuchung der Identitätsbildung durch interaktionistische Prozesse und den Einfluss von Leistungsanforderungen im Unterricht.

4. Problematiken im schulischen Sozialisationsprozess: Diskussion der Auswirkungen von Bildungsungleichheit, familialer Herkunft und der Arbeitsmarktsituation auf den Schulerfolg.

Schlüsselwörter

Schulische Sozialisation, Identitätsbildung, Interaktionismus, Selektionsprinzip, Rollenhandeln, Leistungserwartung, Bildungsungleichheit, Sozialisationstheorie, Pädagogik, Schulerfolg, Familiensozialisation, Kommunikation, Leistungsbewertung, Strukturfunktionalismus, Anpassung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Einfluss der Schule auf die Sozialisation von Kindern und Jugendlichen und beleuchtet dabei sowohl gesellschaftliche Integrationsfunktionen als auch die individuelle Persönlichkeitsentwicklung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Rolle der Schule bei der gesellschaftlichen Selektion, die Identitätsentwicklung durch Interaktion im Unterricht sowie der Einfluss der familiären Herkunft auf das schulische Lernverhalten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie schulische Strukturen, Leistungserwartungen und Kommunikation die Identität des Individuums formen und welche Problematiken dabei, insbesondere bei sozial benachteiligten Gruppen, entstehen.

Welche wissenschaftlichen Ansätze werden verwendet?

Es werden vor allem der strukturfunktionale Ansatz (u.a. Parsons) zur Analyse der Makroebene und der interaktionistische Ansatz (symbolischer Interaktionismus) zur Analyse der Mikroebene angewendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der gesellschaftlichen Funktionen der Schule (Selektion/Integration) und die psychologische Ebene der Identitätsbildung, gefolgt von einer kritischen Analyse der Schwierigkeiten beim Umgang mit schulischen Anforderungen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sozialisation, Selektionsprinzip, Interaktion, Rollenhandeln, Chancengleichheit und bildungsbezogene Benachteiligung.

Wie beeinflusst die Lehrperson die Identität der Schüler?

Durch die Bewertung der Schülerleistung und individuelle Verhaltenserwartungen setzt der Lehrer institutionelle Vorgaben durch, an die sich die Schüler anpassen müssen, was oft zu Konflikten mit deren subjektiven Bedürfnissen führt.

Warum spielt die familiäre Herkunft eine entscheidende Rolle?

Die Familie vermittelt grundlegende Sprachstile und Lernstrategien, die darüber entscheiden, wie gut ein Kind die Anforderungen der Schule erfüllen kann, was wiederum den Schulerfolg und die spätere Berufswahl maßgeblich prägt.

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Résumé des informations

Titre
Sozialisation im Kontext der Institution Schule
Université
Free University of Berlin
Note
1,7
Auteur
Juliane Werner (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
13
N° de catalogue
V437214
ISBN (ebook)
9783668774520
ISBN (Livre)
9783668774537
Langue
allemand
mots-clé
sozialisation kontext institution schule
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Juliane Werner (Auteur), 2009, Sozialisation im Kontext der Institution Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/437214
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Extrait de  13  pages
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