Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
1.1 Einleitung
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit
2. Ökonomische Grundlagen
2.1 Shareholder-Value Ansatz
2.1.1 Unternehmensbewertung nach DCF-Verfahren
2.1.2 Unternehmensbewertung nach Ertragswertmethode
2.2 Prinzipal-Agent-Theorie
2.2.1 Informationsasymmetrien
2.2.2 Agency Kosten
2.2.3 Lösungsansätze
3. Vorstandsvergütungssysteme
3.1 Normative Grundlagen
3.1.1 Angemessenheit
3.1.2 Nachhaltigkeit
3.1.3 Einfluss des Deutschen Corporate Governance Kodex
3.2 Struktur der Vergütung
3.2.1 Festvergütung, Nebenleistungen und Versorgungszusagen
3.2.2 Kurzfristige variable Vergütung
3.2.3 Langfristige variable Vergütung
3.3 Entlohnungsformen
3.3.1 Reelle Vergütungsformen
3.3.2 Virtuelle Vergütungsformen
3.3.3 Bonusbank
4. Bemessungsgrundlagen variabler Vergütungsbestandteile
4.1 Anforderungen an Kennzahlen zur Einbindung in Anreizsysteme
4.2 Traditionelle Kennzahlen
4.2.1 Absolute und relative ergebnisorientierte Kennzahlen
4.2.2 Free Cash Flow (FCF)
4.2.3 Return on Capital Employed (ROCE)
4.3 Wertorientierte Kennzahlen
4.3.1 ROCE-Spread
4.3.2 Residualgewinne (EVA, EBITaC)
4.4 Aktienkurs
4.5 Zusammenfassender Überblick
5. Anforderungen an ein wertorientiertes Vergütungssystem
6. Vorstandsvergütungssysteme in den DAX 30 Unternehmen
6.1 Ziel und Eingrenzung der Analyse
6.2 Allgemeine Vergütungsentwicklung im Betrachtungszeitraum
6.3 Short Term Incentives
6.3.1 Gesamtentwicklung
6.3.2 Bemessungsgrundlagen
6.3.3 Korrelation
6.4 Deferrals
6.5 Long Term Incentives
6.5.1 Gesamtentwicklung
6.5.2 Formen der LTI
6.6 Zusammenfassender Überblick der Vergütungssysteme
7. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, zu analysieren, ob die Vergütungsstrukturen der untersuchten DAX 30-Unternehmen den Kriterien eines wertorientierten Vergütungssystems entsprechen, das im Einklang mit den Interessen der Shareholder steht.
- Analyse der ökonomischen und normativen Rahmenbedingungen der Vorstandsvergütung.
- Untersuchung verschiedener Bemessungsgrundlagen wie traditioneller Kennzahlen und wertorientierter Ansätze.
- Evaluation der Vergütungssysteme hinsichtlich ihrer Anreizwirkung und Nachhaltigkeit.
- Empirische Analyse der Vergütungspraxis in DAX 30-Unternehmen für den Zeitraum 2014 bis 2016.
- Identifikation von Verbesserungspotenzialen zur besseren Interessenharmonisierung zwischen Management und Anteilseignern.
Auszug aus dem Buch
2.1 Shareholder-Value Ansatz
Die wertorientierte Unternehmensführung folgt primär dem Ziel der nachhaltigen Unternehmenswertsteigerung im Sinne der Eigentümer. Eine erste Diskussion um den wertorientierten Ansatz wurde 1986 durch Rappaport initiiert, der den Begriff „Value“ weiter eingrenzte und als „Shareholder Value“ spezifizierte. Der Shareholder-Value Ansatz rückt die Anteilseigner eines Unternehmens und deren Ziel der Mehrung ihres Vermögens in den Fokus der Unternehmenssteuerung. Der Shareholder Value als Marktwert des Eigenkapitals ergibt sich aus der Subtraktion des Marktwerts des verzinslichen Fremdkapitals vom Marktwert des Gesamtkapitals. Hieraus ergibt sich ein wesentliches Grundprinzip des Shareholder-Value Konzepts. Alle Unternehmensentscheidungen sollten sich danach ausrichten, inwiefern diese Auswirkungen auf den Unternehmenswert haben. Des Weiteren sollte eine wertorientierte Unternehmensführung im Sinne der Shareholder kein kurzfristiges Anliegen darstellen, sondern an langfristige Interessen wie eine beständige Einkommensquelle geknüpft sein.
Der Shareholder Value Ansatz als oberste Leitmaxime der Unternehmen wird dadurch begründet, dass es aus Investorensicht eine Vielzahl von alternativen Anlagemöglichkeiten gibt und die Unternehmen somit um das Kapital der Aktionäre konkurrieren. „Große Aktiengesellschaften aus aller Welt stehen daher um die knappe Ressource Eigenkapital miteinander in unmittelbarer Konkurrenz.“ Ein Investor wird sich für das Unternehmen entscheiden, das seinem investierten Kapital den größten Wertzuwachs verspricht. Dies geschieht dann, wenn neben den Ansprüchen der anderen Stakeholder auch über die Eigenkapitalkosten hinaus ein Residualwert erwirtschaftet wird. Die Diskussion um den Shareholder Value als primäres Unternehmensziel wird zudem dadurch forciert, dass die Zunahme von sogenannten „Corporate Raidern“ zusätzlichen Druck der Anteilseigner auf das Management der kapitalmarktorientierten Unternehmen aufbaut.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Dieses Kapitel motiviert die Relevanz der Vorstandsvergütung im DAX 30 und definiert das Ziel sowie den strukturellen Aufbau der Arbeit.
2. Ökonomische Grundlagen: Hier werden der Shareholder-Value-Ansatz und die Prinzipal-Agent-Theorie als theoretische Basis für die Ausgestaltung von Anreizsystemen erläutert.
3. Vorstandsvergütungssysteme: Dieses Kapitel behandelt die normativen Rahmenbedingungen sowie die verschiedenen Strukturkomponenten und Entlohnungsformen variabler Vergütung.
4. Bemessungsgrundlagen variabler Vergütungsbestandteile: Hier werden unterschiedliche Kennzahlen hinsichtlich ihrer Eignung als Bemessungsgrundlage für Anreizsysteme kritisch analysiert und gegenübergestellt.
5. Anforderungen an ein wertorientiertes Vergütungssystem: Das Kapitel leitet auf Basis der Theorie die Anforderungen ab, denen ein Vergütungssystem gerecht werden muss, um Shareholder-Interessen zu wahren.
6. Vorstandsvergütungssysteme in den DAX 30 Unternehmen: Dies ist der empirische Hauptteil, der die Vergütungssysteme der DAX 30-Auswahl anhand der zuvor definierten Kriterien analysiert.
7. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und identifiziert Entwicklungstrends sowie Verbesserungspotenziale für eine wertorientierte Vorstandsvergütung.
Schlüsselwörter
Vorstandsvergütung, DAX 30, Shareholder-Value, Prinzipal-Agent-Theorie, Anreizsysteme, Wertorientierung, Short Term Incentives, Long Term Incentives, Deferrals, Bonusbank, Leistungsbemessung, Kennzahlen, Unternehmensführung, Nachhaltigkeit, Kapitalmarkt.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, inwiefern die Vergütungssysteme der Vorstände in DAX 30-Unternehmen wertorientiert gestaltet sind und den Interessen der Anteilseigner (Shareholder) entsprechen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen umfassen die ökonomischen Grundlagen der Unternehmensführung, die Prinzipal-Agent-Theorie, regulatorische Anforderungen (DCGK, AktG) sowie die kritische Analyse verschiedener Kennzahlen zur Erfolgsmessung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, herauszufinden, ob die Vergütungsstruktur der untersuchten Unternehmen ein Anreizsystem schafft, das nachhaltiges, wertsteigerndes Verhalten im Sinne der Shareholder fördert.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturanalyse und einer empirischen Analyse der Vergütungsberichte ausgewählter DAX 30-Unternehmen für den Zeitraum 2014 bis 2016.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die normativen und ökonomischen Grundlagen dargelegt, gefolgt von einer detaillierten Analyse der Bemessungsgrundlagen (STI/LTI) und schließlich der empirischen Untersuchung der tatsächlichen Vergütungspraktiken.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Vorstandsvergütung, Shareholder-Value, Anreizsysteme, Nachhaltigkeit und verschiedene leistungsorientierte Kennzahlen wie EVA, ROCE oder FCF.
Welche Rolle spielen Deferrals für die Vergütungsstruktur?
Deferrals dienen als Bonus-Malus-Regelung, um kurzfristige Erfolgsoptimierung zu vermeiden und das Management zu nachhaltigem Handeln zu motivieren, indem Zahlungen aufgeschoben und an künftige Kennzahlen geknüpft werden.
Warum schneiden traditionelle Ergebniskennzahlen in der Analyse oft schlecht ab?
Traditionelle Kennzahlen sind oft anfällig für bilanzpolitische Manipulationen und bilden den eigentlichen Wertbeitrag für Anteilseigner nur unzureichend ab, da sie den Kapitaleinsatz häufig nicht berücksichtigen.
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- Ronja Gehse (Autor), 2018, Wertorientierte Vorstandsvergütungssysteme in den DAX 30 Unternehmen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/437258