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Entstaatlichte virtuelle Geldsysteme als Alternative zu Zentralbankgeld

Hayek´s Parallelwährungssystem

Titre: Entstaatlichte virtuelle Geldsysteme als Alternative zu Zentralbankgeld

Thèse de Master , 2018 , 105 Pages , Note: 1,0

Autor:in: M.A. Michael Beniers (Auteur)

Economie politique - Théorie et Politique monetaire
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Potential digitaler kryptographischer Währungen und nimmt dazu direkten Bezug auf das Modell des Parallelwährungssystems von Hayek. Genauer wird versucht werden, sein zur damaligen Zeit utopisches Konzept mit den heutigen technologischen Möglichkeiten umzusetzen. Die primäre Fragestellung hierbei ist: Wie lässt sich Hayeks Modell der entstaatlichten Parallelwährungen durch Einsatz moderner digitaler Kryptowährungssysteme in ein funktionierendes entstaatlichtes Modell umwandeln? Eine darin enthaltene Fragestellung ist, ob sich die Hürden aus Hayeks Modell mit den heutigen technischen Möglichkeiten überwinden lassen.

Als Einstieg in das Thema wird die derzeitige Situation des Zentralbankwesens beleuchtet. In Kapitel zwei wird dazu die Geschichte des Geldes und wichtiger Währungssysteme umrissen, um darüber auf die aktuell bestehenden Geldarten und ihrer Funktionen und Eigenschaften hinzuleiten. Im Anschluss wird das bestehende zentralstaatliche Geldsystem am Beispiel des Eurosystems vorgestellt. Zusätzlich werden dort wichtige Konzepte der Geldschöpfung und Geldwertstabilität erläutert. Das vierte Kapitel stellt Hayeks entstaatlichten Gegenentwurf eines Parallelwährungssystems dar, der die konzeptionelle Grundlage für das später entwickelte Modell kryptographischer Parallelwährungen bildet. Dazu werden seine Kritikpunkte am staatlichen System zusammengefasst und sein neu entwickeltes Modell wird beschrieben. Für das Verständnis der allgemeinen Funktionsweise und Umsetzung von Kryptowährungssystemen werden die wichtigsten technischen Verfahren in Kapitel fünf erklärt. Zusätzlich wird anhand des wertmäßig größten Kryptowährungssystems, dem Bitcoin, sowohl die Nutzung einer solchen Währung als auch die Kritik an einem solchen System erläutert. Auf dieses Wissen aufbauend werden alle vorgestellten Konzepte zu einem neu entwickelten Modell kryptographischer Parallelwährungen zusammengeführt. Beginnend mit der Entwicklung eines angepassten Grundmodells, entsprechend Hayeks Vorstellungen, werden danach die größten Hürden aufgezeigt und zu überwinden versucht. Darauffolgend werden die Übergangsphase und die langfristigen volkswirtschaftlichen Folgen dieses Modells skizziert, um dann die Erläuterung notwendiger Anpassungsmaßnahmen und die Kritik am vorgestellten Modell zu betrachten. Abschließend wird innerhalb des Fazits ein kurzer Rückblick gegeben und die primäre Fragestellung beantwortet.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einführende Diskussion

2. Evolution des geldbasierten Zahlungsverkehrs

2.1. Geschichte des Geldes und seiner Nutzung

2.1.1. Vom Tauschhandel zur Banknote

2.1.2. Vom Goldstandard zur Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion

2.1.3. Vom Buchgeld zum elektronischen Geld

2.1.4. Virtuelle Währungen als moderner Vertreter von Geld

2.2. Funktionen und Eigenschaften des Geldes

3. Das zentralstaatliche Geldsystem am Beispiel des Eurosystems

3.1. Gründe für eine staatliche Zentralbank

3.2. Aufbau, Aufgaben und Ziele der EZB im Eurosystem

3.2.1. Aufbau des Eurosystems

3.2.2. Aufgaben und Ziele der EZB

3.2.3. Unabhängigkeit der EZB

3.3. Geldschöpfung im Eurosystem

3.3.1. Geldmengendefinition

3.3.2. Geldschöpfung durch die Zentralbank

3.3.3. Giralgeldschöpfung durch die Geschäftsbanken

3.4. Die stabilitätsorientierte geldpolitische Strategie des Eurosystems

3.4.1. Das Konzept der Geldwertstabilität

3.4.2. Die Zwei-Säulen-Strategie der EZB

3.4.3. Quantitätstheorie

3.4.4. Geldpolitische Instrumente der EZB

4. Das entstaatlichte Geld: Konzept nach Hayek

4.1. Hayek und die „Entnationalisierung des Geldes“

4.1.1. Kritik am staatlichen System

4.1.2. Umsetzung eines entstaatlichten Systems

4.2. Hayeks Idee als Utopie des 20. Jahrhunderts

5. Kryptowährungen als moderner digitaler Vertreter von Geld

5.1. Allgemeine Funktionsweise

5.2. Eigenschaften dezentraler Kryptowährungssysteme

5.3. Technische Umsetzung

5.3.1. Peer-to-Peer-Netzwerk

5.3.2. Hash-Funktion

5.3.3. Private Key, Public Key und Public Address

5.3.4. Digitale Signaturen

5.3.5. Blockchain

5.3.6. Geldschöpfung im dezentralen Kryptowährungssystem

5.4. Verwahrung

5.5. Bitcoin als Initiator von Kryptowährungen

5.5.1. Durchführung einer Transaktion im Bitcoin-System

5.5.2. Kritik am Bitcoin-System

6. Kryptographische Parallelwährungen als entstaatlichte Alternative

6.1. Entwicklung des Grundmodells nach Hayek

6.2. Hürden des Modells

6.2.1. Geldwertstabilität

6.2.1.1. Geldsystem 1: Hybrides Adaptiv-Modell

6.2.1.2. Geldsystem 2: Dezentrales Adaptiv-Modell

6.2.2. Vertrauen in entstaatlichte Währungen

6.2.3. Nutzbarkeit und praktische Umsetzung

6.2.4. Gesetzlicher Rahmen

6.3. Übergangsphase

6.4. Langfristige volkswirtschaftliche Auswirkungen

6.5. Weitere Entwicklungen und notwendige Anpassungen

6.6. Kritik am Modell

7. Fazit und Forschungsausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial digitaler kryptographischer Währungen, das Modell der entstaatlichten Parallelwährungen von F.A. von Hayek in ein modernes, funktionierendes System zu überführen. Dabei wird analysiert, wie technologische Hürden, die Hayeks Konzept zu seiner Zeit als utopisch erscheinen ließen, durch moderne Kryptowährungssysteme überwunden werden können.

  • Analyse des bestehenden zentralstaatlichen Geldsystems am Beispiel des Eurosystems.
  • Aufarbeitung des theoretischen Konzepts entstaatlichter Parallelwährungen nach Friedrich von Hayek.
  • Technische Grundlagen und Funktionsweise von dezentralen Kryptowährungen wie Bitcoin.
  • Entwicklung und kritische Würdigung eines angepassten, entstaatlichten Modells auf Basis kryptographischer Parallelwährungen.
  • Diskussion volkswirtschaftlicher Auswirkungen und regulatorischer Rahmenbedingungen.

Auszug aus dem Buch

1. Einführende Diskussion

“For in every country of the world, I believe, the avarice and injustice of princes and sovereign states, abusing the confidence of their subjects, have by degrees diminished the real quantity of metal, which had been originally contained in their coins.”

Diese mahnenden Worte schrieb der berühmte Ökonom ADAM SMITH bereits in seinem im Jahr 1776 erschienen Buch „An Inquire into the Nature and Causes of the Wealth of Nations“ nieder, welches bis heute zu den einflussreichsten ökonomischen Werken gehört. Damit wollte er auf einen herrschaftlichen Machtmissbrauch innerhalb des Geldwesens aufmerksam machen, der sich in der Geschichte des Menschen stetig wiederhole. Die Herrschenden nutzen ihr selbst gegebenes Monopolrecht in der Gelderstellung aus, um ihren Reichtum zu mehren, während die Bevölkerung den Preis der Inflation und Deflation zahlen müsse. Trotzdem gab es seitdem nur selten Zweifel an einem durch die Obrigkeiten kontrollierten System. Auch in der jüngeren Vergangenheit Europas ist das Zentralbankwesen in der Gesellschaft immer gleichbedeutend gewesen mit der Ausgabe und Verwaltung der geltenden Währungen. Obwohl die Geschichte häufiger die Probleme eines staatlichen Geldwesens aufzeigte und gleichzeitig die anderen Marktbereiche immer liberaler gestaltet wurden, ist für die meisten Individuen der Staat weiterhin der einzig mögliche Emittent einer Währung geblieben.

Dennoch wurden im Laufe der Zeit einige Ideen von Kritikern des staatlichen Geldmonopols entwickelt, die den potentiellen Missbrauch dieser Macht beenden sollten, um so eine neue Währung für das Volk zu kreieren. Zu den größten Gegnern des staatlichen Geldmonopols zählte der Ökonom FRIEDRICH VON HAYEK. In seinem Werk „Denationalisation of money“ aus den 1970er Jahren kritisiert er deutlich genau dieses stetig währende staatliche Geldmonopol und beschreibt ein potentielles Modell in Form von Parallelwährungen, das eine revolutionäre liberale Alternative dazu darstellen könne. Da er besonders vor einer weiteren Machtkonzentration durch den Zusammenschluss verschiedener Zentralbanken zu einem Währungsraum mit supranationaler Zentralbank warnte, ist sein Werk, im Hinblick auf das bestehende Eurosystem in der EU, heute aktueller denn je. Dennoch war eine Umsetzung seines Konzepts aufgrund verschiedener Hürden zum damaligen Zeitpunkt kaum vorstellbar.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführende Diskussion: Diese Einleitung thematisiert die historische Kritik am staatlichen Geldmonopol und führt die Forschungsfrage ein, wie moderne Kryptowährungen dazu beitragen können, Hayeks Konzept der Parallelwährungen praktisch umsetzbar zu machen.

2. Evolution des geldbasierten Zahlungsverkehrs: Dieses Kapitel skizziert die geschichtliche Entwicklung des Geldes vom Tauschhandel über den Goldstandard bis hin zu modernen Fiat- und virtuellen Währungen sowie deren Funktionen und Eigenschaften.

3. Das zentralstaatliche Geldsystem am Beispiel des Eurosystems: Hier werden die Gründe für staatliche Zentralbanken erörtert und die Funktionsweise sowie die geldpolitische Strategie der Europäischen Zentralbank (EZB) detailliert analysiert.

4. Das entstaatlichte Geld: Konzept nach Hayek: Dieses Kapitel stellt Friedrich von Hayeks liberale Kritik am staatlichen Notenmonopol dar und erläutert seinen theoretischen Gegenentwurf eines Systems konkurrierender Parallelwährungen.

5. Kryptowährungen als moderner digitaler Vertreter von Geld: Hier werden die technischen Grundlagen wie Blockchain, Mining und Kryptographie erklärt, die es ermöglichen, ein dezentrales, vertrauensbasiertes Geldsystem ohne zentrale Instanz zu betreiben.

6. Kryptographische Parallelwährungen als entstaatlichte Alternative: Das Kernkapitel verbindet Hayeks theoretisches Modell mit technologischen Möglichkeiten, diskutiert Hürden wie Geldwertstabilität und Vertrauen und entwickelt zwei Ansätze für entstaatlichte Währungsmodelle.

7. Fazit und Forschungsausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die praktische Umsetzbarkeit eines auf Hayeks Konzept basierenden, entstaatlichten kryptographischen Geldsystems, das trotz theoretischer Vorteile in der aktuellen Praxis als unwahrscheinlich gilt.

Schlüsselwörter

Geldwesen, Zentralbank, Eurosystem, Friedrich von Hayek, Parallelwährungen, Kryptowährungen, Bitcoin, Blockchain, Geldwertstabilität, Entstaatlichung, Dezentralisierung, Mining, Geldmenge, digitale Währung, Finanzmarkt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die theoretische Möglichkeit, ein von staatlichen Zentralbanken unabhängiges, entstaatlichtes Geldsystem zu schaffen, indem Friedrich von Hayeks Konzept konkurrierender Parallelwährungen mit modernen digitalen Kryptowährungstechnologien verknüpft wird.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Geschichte und Funktionen des Geldes, die Rolle staatlicher Zentralbanken am Beispiel des Eurosystems, die Theorie entstaatlichter Währungen sowie die technische Funktionsweise von Kryptowährungen und Blockchain-Technologien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Forschungsfrage ist, wie sich Hayeks utopisches Modell der entstaatlichten Parallelwährungen durch den Einsatz moderner Kryptowährungssysteme in ein funktionierendes, praktisches Modell umwandeln lässt und ob sich dabei die historischen Hürden überwinden lassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse bestehender ökonomischer Theorien sowie technischer Konzepte und führt eine explorative Modellbildung durch, um zu prüfen, ob und wie Hayeks Ansätze technologisch in ein entstaatlichtes System integriert werden können.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des zentralstaatlichen Eurosystems, die theoretische Grundlage nach Hayek, eine technische Einführung in die Welt der Kryptowährungen und die abschließende Konzeption eines stabilen kryptographischen Währungsmodells.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Geldmonopol, Entstaatlichung, Hayek, Bitcoin, Blockchain, Preisstabilität, dezentrale Finanzsysteme und Parallelwährungen charakterisieren.

Was unterscheidet das „Hybride Adaptiv-Modell“ vom „Dezentralen Adaptiv-Modell“?

Das hybride Modell wird von Unternehmen emittiert und gesteuert, wobei ein Teil der Verwaltung dezentral abläuft. Das dezentrale Modell nach Ametrano hingegen funktioniert vollständig ohne eine emittierende Instanz und steuert die Geldmenge rein algorithmisch durch Anpassungen innerhalb der Wallets der Nutzer.

Warum wird die Volatilität heutiger Kryptowährungen als Hindernis angesehen?

Hohe Wertschwankungen verhindern, dass Währungen ihre Hauptfunktionen als Tauschmittel und Wertaufbewahrungsmittel erfüllen können. Da für ein funktionierendes Geldsystem Stabilität essenziell ist, müssen Kryptowährungen Mechanismen entwickeln, die das Angebot elastisch an die Nachfrage anpassen, um diese Volatilität zu minimieren.

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Résumé des informations

Titre
Entstaatlichte virtuelle Geldsysteme als Alternative zu Zentralbankgeld
Sous-titre
Hayek´s Parallelwährungssystem
Université
University of Göttingen  (Internationale und Monetäre Ökonomik)
Note
1,0
Auteur
M.A. Michael Beniers (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
105
N° de catalogue
V437296
ISBN (ebook)
9783668783607
ISBN (Livre)
9783668783614
Langue
allemand
mots-clé
entstaatlicht virtuell Geldsysteme Alternative Krypto Kryptowährungen Hayek Parallelwährungssystem Parallelwährungen Bitcoin Blockchain Ethereum Geldschöpfung digitales Geld Kryptowährungssysteme Geldsystem
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
M.A. Michael Beniers (Auteur), 2018, Entstaatlichte virtuelle Geldsysteme als Alternative zu Zentralbankgeld, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/437296
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Extrait de  105  pages
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