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Erfolgreicher Unterricht in Sprachlernklassen. Die Vermittlung von grammatikalischen Strukturen für eine heterogene Schülerschaft

Lokale Präpositionen

Titre: Erfolgreicher Unterricht in Sprachlernklassen. Die Vermittlung von grammatikalischen Strukturen für eine heterogene Schülerschaft

Dossier / Travail , 2015 , 23 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Marlene Schulze (Auteur)

Didactique de l'Allemand - L'allemand en tant que langue étrangère
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Momentan kann man kaum Nachrichten verfolgen, ohne mit Informationen über Flucht und Migration in Berührung zu kommen. Viele Menschen machen sich auf den Weg in die Bundesrepublik Deutschland und flüchten bzw. emigrieren aus ihrem Herkunftsland. Unter ihnen sind sehr viele Kinder und Jugendliche. Hier angekommen, haben sie (je nach Bundesland) das Recht oder sogar die Pflicht, zur Schule zu gehen, auch, solange sie keinen Aufenthaltstitel haben. Haben sie den, sind sie auf jeden Fall schulpflichtig.

Angesichts des verstärkten Zuzugs in den vergangenen Jahren hat sich das Anfang der 70er Jahre entwickelte Konzept der „internationalen Vorbereitungsklassen“ (IVK) extrem verbreitet: In vielen Bundesländern werden Kinder, die ohne Deutschkenntnisse in das Schulsystem eintreten, vorerst in diesen Klassen unterrichtet, mit dem primären Ziel, zunächst die Unterrichts- und Landessprache des Landes zu erwerben: Deutsch.

Da ein Großteil dieser Klassen nicht im Vorhinein bestand, sind in den letzten drei Jahren in den Bundesländern, die dieses Konzept nutzen, viele solcher Sprachlernlassen entstanden. Im Seminar „Deutsch für Seiteneinsteiger“ wurden der Alltag, die Konzeption, aber auch Herausforderungen in einer solchen Sprachlernklasse im Bundesland Niedersachsen diskutiert.

Diese Hausarbeit konzentriert sich, ausgehend vom Seminar, auf die Konzeption von Sprachlernklassen: Die Fragestellung bezieht sich auf Vermittlung von grammatikalischen Strukturen in Sprachlernklassen. Dazu wird zuerst die spezielle Situation in diesen Klassen dargestellt, um darauf aufbauend die Vermittlung von Grammatik in diesen Klassen zu erörtern. Es werden verschiedene Methoden, Grammatik in den Unterricht einzubetten, dargestellt und diese mit der Situation in solchen Klassen in Bezug gesetzt und auf ihre Realisierbarkeit hin überprüft.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Der Forschungsstand

2. Termini: Deutsch als Zweitsprache (DaZ) versus Deutsch als Fremdsprache (DaF)

3. Die spezielle Situation in Sprachlernklassen

3.1. Historie und Konzept

3.2. Die Ausgangslage in Sprachlernklassen

3.3. Entstehende Herausforderungen im Lernstand und Lernfortschritt

4. Die Vermittlung grammatikalischer Strukturen

4.1. Was ist Grammatik?

4.2. Grammatikalische Zugänge in der DaZ-Didaktik

4.3. Der gesteuerte Spracherwerb: notwendig oder überflüssig?

4.4. Realisierbarkeit der Konzepte in der Unterrichtspraxis

4.5. Spezielle Wichtigkeit für Sprachlernklassen

5. Anwendungsbeispiel: Lokale Präpositionen

5.1. Definition des Lernfelds der Präpositionen

5.2. Schwierigkeiten beim Erwerb der lokalen Präpositionen

5.2.1. Spezielle Schwierigkeit der SuS mit Türkisch als Muttersprache beim Erwerb der lokalen Präpositionen

5.3. Erfolgreiche Vermittlung und Erwerbsstrategien lokaler Präpositionen

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Vermittlung grammatikalischer Strukturen in heterogenen Sprachlernklassen. Ziel ist es, unter Berücksichtigung der spezifischen Bedingungen wie hoher Fluktuation und unterschiedlicher Sprachniveaus, Handlungsmöglichkeiten für einen gelingenden Unterricht aufzuzeigen, wobei die Verwendung lokaler Präpositionen als exemplarisches Anwendungsfeld dient.

  • Konzeption und Herausforderungen von Sprachlernklassen in Deutschland.
  • Didaktische Ansätze zur Vermittlung von Grammatik im Kontext von Deutsch als Zweitsprache (DaZ).
  • Die Relevanz gesteuerter Sprachförderung für den Lernfortschritt.
  • Analyse der Schwierigkeiten beim Erwerb lokaler Präpositionen.
  • Methodische Gestaltungsmöglichkeiten für heterogene Lerngruppen.

Auszug aus dem Buch

5.2. Schwierigkeiten beim Erwerb der lokalen Präpositionen

„Präpositionen gelten als schwer zu lernender Bereich beim Erwerb einer zweiten Sprache“ (Grießhaber 2007: 371). In Untersuchungen hat sich zudem herausgestellt, dass Präpositionen mit der vollkommen richtigen Verwendung „nur allmählich und mit vielen Schwierigkeiten erworben werden“ (Harnisch 1993: 320). Dies hat verschiedene Gründe: Zunächst erfordern sie eine spezielle syntaktische Struktur und die korrekte Deklination der Nationalgruppe. Die Entscheidung für den richtigen Kasus macht es (gerade bei den Wechselpräpositionen) noch schwieriger.

Zudem sorgt ihr Bedeutungsinhalt ebenso für Schwierigkeiten: lokale Präpositionen sind an ein spezifisches Raumkonzept gebunden, welches von dem Raumkonzept anderer Sprachen abweichen kann (vgl. Becker 1994: 78). Zudem kann die „Unterscheidung zwischen lokativer und direktiver Bedeutung für DaZ-Lernende schwierig sein“ (vgl. Lütke 2011: 104).

Man kann Präpositionen auch nicht 1:1 übersetzen, da sie je nach Kontext ihre Bedeutung variieren und ähnliche Kontexte oft unterschiedliche Präpositionen erfordern (bspw. in die Bäckerei gehen, aber zum Bäcker gehen). Zur richtigen Verwendung ist also ein sehr tiefgehendes sprachliches Wissen erforderlich, so dass in dem Beispiel „in“ bei einer Bewegung in einen geschlossenen Raum verwendet wird, „der Bäcker“ aber strenggenommen eine Person ist und deshalb „zum“ verwendet werden muss.

Zusätzlich verschmelzen einige der häufigsten Präpositionen (in, an, auf) mit dem Artikel (in dem → im; zu dem → zum) (vgl. Lütke 2011:105).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die aktuelle Situation der Sprachlernklassen ein und erläutert die Fragestellung zur Rolle der Grammatikvermittlung in einem heterogenen Umfeld.

2. Termini: Deutsch als Zweitsprache (DaZ) versus Deutsch als Fremdsprache (DaF): Das Kapitel arbeitet die Unterschiede zwischen DaZ und DaF heraus und verdeutlicht, warum die Erwerbsbedingungen in Sprachlernklassen eine eigene didaktische Herangehensweise erfordern.

3. Die spezielle Situation in Sprachlernklassen: Hier werden die historische Entwicklung, die Heterogenität der Schülerschaft sowie die daraus resultierenden Herausforderungen für den Lernfortschritt in Sprachlernklassen detailliert analysiert.

4. Die Vermittlung grammatikalischer Strukturen: Es erfolgt eine Auseinandersetzung mit verschiedenen didaktischen Ansätzen, der Notwendigkeit des gesteuerten Spracherwerbs sowie der praktischen Umsetzbarkeit in der Schule.

5. Anwendungsbeispiel: Lokale Präpositionen: Dieses Kapitel veranschaulicht anhand des Lernfelds der lokalen Präpositionen die theoretischen Erkenntnisse und diskutiert spezifische Erwerbsprobleme sowie erfolgreiche Vermittlungsstrategien.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die Möglichkeiten sowie Grenzen einer effektiven Unterrichtsgestaltung unter den schwierigen Rahmenbedingungen einer Sprachlernklasse.

Schlüsselwörter

Sprachlernklasse, Deutsch als Zweitsprache, DaZ, Grammatikvermittlung, Heterogenität, Sprachförderung, lokale Präpositionen, bildungssprache, Spracherwerb, Fokus-on-Form, Binnendifferenzierung, Sprachbewusstheit, Fluktuation, Didaktik, Regelunterricht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der didaktischen Gestaltung von Sprachlernklassen für Seiteneinsteiger und untersucht speziell, wie grammatikalische Strukturen in einem heterogenen Lernumfeld effektiv vermittelt werden können.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören die Rahmenbedingungen in Sprachlernklassen, der Vergleich zwischen DaZ- und DaF-Ansätzen, die Bedeutung systematischer Grammatikförderung sowie die methodische Umsetzung in der Unterrichtspraxis.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der zentralen Frage nach: „Gelingender Unterricht in Sprachlernklassen: Welche Rolle spielt die Vermittlung von grammatikalischen Strukturen für eine heterogene Schülerschaft?“

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer literaturgestützten Analyse, die durch Eindrücke aus der Hospitation sowie Unterrichtserfahrungen in einer Sprachlernklasse ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung grammatikalischer Ansätze in der DaZ-Didaktik und eine praktische Anwendung dieser Theorie am Beispiel der lokalen Präpositionen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Sprachlernklasse, DaZ, Heterogenität, Grammatikvermittlung, lokale Präpositionen und Binnendifferenzierung.

Welche spezifischen Schwierigkeiten ergeben sich bei der Vermittlung lokaler Präpositionen?

Lokale Präpositionen sind an komplexe, sprachenspezifische Raumkonzepte gebunden, erfordern die korrekte Entscheidung für Kasus und variieren in ihrer Verwendung stark nach dem Kontext, was sie für Lernende sehr herausfordernd macht.

Warum wird im Anwendungsbeispiel besonders auf Lernende mit Türkisch als Muttersprache eingegangen?

Da das Türkische lokale Beziehungen systematisch anders als das Deutsche ausdrückt, treten hier für diese Gruppe spezifische Schwierigkeiten auf, die ein gezieltes didaktisches Eingehen erfordern.

Welche Empfehlung gibt die Autorin für die Unterrichtspraxis?

Die Autorin plädiert für eine Mischung aus impliziten und expliziten Methoden, um Lernenden durch basales Metawissen zu helfen, selbstständige Sprachlernkompetenz zu entwickeln.

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Résumé des informations

Titre
Erfolgreicher Unterricht in Sprachlernklassen. Die Vermittlung von grammatikalischen Strukturen für eine heterogene Schülerschaft
Sous-titre
Lokale Präpositionen
Université
University of Osnabrück  (Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien)
Cours
Deutsch für Seiteneinsteiger
Note
1,7
Auteur
Marlene Schulze (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
23
N° de catalogue
V437359
ISBN (ebook)
9783668782327
ISBN (Livre)
9783668782334
Langue
allemand
mots-clé
Germanistik Deutsch als Fremdsprache Deutsch als Zweitsprache DaF DaZ Seiteneinsteiger Vorklasse Grammatik Präpositionen Didaktik Unterricht Unterrichtsentwicklung Unterrichtsplanung Lehramt Integrationskurse Sprachvermittlung Migration Integration Sprachlernklasse
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Marlene Schulze (Auteur), 2015, Erfolgreicher Unterricht in Sprachlernklassen. Die Vermittlung von grammatikalischen Strukturen für eine heterogene Schülerschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/437359
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