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Schlampe, Hure oder Heilige. Das Frauenbild im Deutschrap

Título: Schlampe, Hure oder Heilige. Das Frauenbild im Deutschrap

Tesis (Bachelor) , 2018 , 61 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Melanie Heinisch (Autor)

Filología alemana - Otros
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Die Arbeit setzt sich mit Frauenbildern und Feminismus im Deutschrap auseinander. Obwohl inzwischen schon viele Frauen als Rapperinnen aktiv sind, verstärken Rapper wie Favorite mit ihren Aussagen die vorherrschende Männlichkeit im Rap. Sind Frauen als Wettbewerbspartner nicht relevant, so sind sie aber ein wichtiger Bestandteil in Musik und Musikvideos: Sie fungieren als sexuelle Projektionsfläche, sind schmückendes Beiwerk in Videos, der betrügende Feind und werden mit vorwiegend negativen Aspekten in Verbindung gebracht.

Doch wie werden Frauen zu passiven Objekten degradiert? Warum sind sie in den meisten Fällen die bösen Gegenspielerinnen? Gibt es auch Frauen, die positiv von der deutschen Rap-Szene benannt werden?

Erfolgreiche Musikerinnen im Deutschrap sind selten anzutreffen und verzeichnen noch seltener nennenswerte Erfolge im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen. Wie positionieren sich diese weiblichen Rapper in der deutschen Rap-Szene? Reagieren und interagieren sie mit den Vorwürfen ihrer männlichen Kollegen? Oder spielen sie gegebenenfalls mit? Diese wissenschaftliche Arbeit soll sich mit diesen beiden Aspekten auseinandersetzen: Der geläufigen Meinung über Frauen in dieser Szene und ihre Reaktionen und Verhaltensweisen in einer überwiegend männlich dominierten Musiksparte.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ursprünge des Hip-Hop und seine Elemente

2.1 Graffiti

2.2 Breakdance

2.3 DJing

2.4 Rap

2.4.1 Conscious-Rap

2.4.2 Gangster-Rap

3. Female MCs

4. Rap in der Bundesrepublik Deutschland

4.1 Einmal über den großen Teich

4.2 Lokalität als Faktor – Der Einfluss des amerikanischen Militärs

4.3 Rap wird salonfähig

4.4 Gangsterrap – Made in Germany

5. Männlichkeit und Weiblichkeit

5.1 Hegemoniale Männlichkeit nach Connell

5.2 Der Habitus im Feld Hip-Hop

5.3 Zusammenfassung der Männlichkeitskonstrukte

5.4 Perzeption der Frau im Deutschrap – Ein Fallbeispiel

5.5 Die Stereotypen

5.5.1 Die Mutter

5.5.2 Die schlechte Frau

5.5.3 Die eine unter 1000 – Die Heilige

6. Rap aus weiblicher Sicht

6.1 Die Vorreiterinnen

6.2 Die Rapperin von der Stange

6.3 Eine neue Generation wehrt sich

7. „Du nichts, Ich Mann“

7.1 Die männliche Sicht

7.2 Die weibliche Sicht

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit untersucht das Frauenbild im Deutschrap, indem sie die Darstellung von Frauen als Objekte einer männlich dominierten Szene analysiert. Zentral ist dabei die Frage, wie sich die Wahrnehmung und Rolle der Frau zwischen den Stereotypen von „Mutter“, „schlechter Frau“ und „Heiliger“ bewegt und welche Mechanismen der Männlichkeitskonstruktion diesem Bild zugrunde liegen.

  • Historische Entwicklung des Hip-Hop und dessen Einflüsse auf den Deutschrap.
  • Analyse der Männlichkeitskonstrukte nach Connell und Bourdieu im Kontext der Rap-Kultur.
  • Untersuchung der Stereotypisierung von Frauen (Mutter, Hure, Heilige) in Songtexten.
  • Betrachtung von Rap aus weiblicher Sicht und der Widerstand gegen männlich dominierte Narrative.
  • Analyse des Songs „Du nichts, Ich Mann“ als Fallbeispiel für die Geschlechterdebatte.

Auszug aus dem Buch

2. Ursprünge des Hip-Hop

Zum Ende der 1960er Jahre hat sich auf den Straßen der New Yorker Ghettos Harlem und Bronx eine noch nie dagewesene Musikkultur entwickelt, die sich global und lokal im Laufe der Jahre großer Beliebtheit erfreute: der Hip-Hop. Die Bronx, die während der 1950er Jahre als gut situiertes Arbeiterviertel gegolten hat, wurde durch den Bau der vierspurigen Cross Bronx Expressway Autobahn zu einem Paradebeispiel des postmodernen Ghettos in Zeiten der Urbanisierung, auch wenn das traditionelle Ghetto einen gesonderten Wohnort für Juden im Italien des 16. Jahrhunderts beschreibt. Dennoch haben das genuine, demnach das traditionelle, und das postmoderne Ghetto die gleiche Semantik: Es beschreibt „Orte, die durch xenophobe Ausgrenzung, soziale Benachteiligung, Überwachung und Kulmination sozialer Probleme ihren Bewohnern kaum Lebensperspektiven oder gar Überlebenschancen bieten.“

Diese Perspektiven und Chancen sind mit dem Abriss vieler Gebäude verschwunden und haben simultan zu Verlust von Arbeitsplätzen, sozialen, ökonomischen und politischen Missständen geführt. Dies hat eine Abwanderung der gut situierten Mittelschicht zur Folge gehabt. Zurückblieben die sozial schwächsten der Gesellschaft, in diesem Fall die afroamerikanische und hispanische Bevölkerung New Yorks. Dieser Prozess steht stellvertretend für viele moderne Ghettos in der urbanisierten Welt und kann beliebig auf jedes innerstädtische Ghetto angewandt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des Frauenbildes im Deutschrap ein, erläutert die Relevanz der Untersuchung und umreißt den methodischen Aufbau der Arbeit.

2. Ursprünge des Hip-Hop und seine Elemente: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entstehung des Hip-Hop in den New Yorker Ghettos nach und definiert die vier Kernelemente Graffiti, Breakdance, DJing und Rap.

3. Female MCs: Hier wird die Rolle von Rapperinnen in der amerikanischen Hip-Hop-Geschichte beleuchtet und ihre meist untergeordnete Position in einer maskulinen Kultur analysiert.

4. Rap in der Bundesrepublik Deutschland: Es wird die Adaption des Hip-Hop in Deutschland beschrieben, beeinflusst durch lokale Gegebenheiten und das US-amerikanische Militär, sowie die Professionalisierung durch Labels wie Aggro Berlin.

5. Männlichkeit und Weiblichkeit: Theoretische Konzepte von Connell und Bourdieu werden genutzt, um Männlichkeitskonstrukte und die daraus resultierende Objektifizierung von Frauen im Hip-Hop wissenschaftlich zu fundieren.

6. Rap aus weiblicher Sicht: Dieses Kapitel untersucht, wie Rapperinnen sich innerhalb der Szene positionieren, von der Adaption männlicher Rollen bis hin zur bewussten Gegenbewegung.

7. „Du nichts, Ich Mann“: Anhand des kontroversen Songs erfolgt eine detaillierte Analyse der männlichen Perspektive auf Frauenfeindlichkeit und der weiblichen Reaktion darauf durch SXTN.

8. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und resümiert, dass Frauen im Rap-Business zwar an Sichtbarkeit gewonnen haben, aber oft noch in traditionellen männlich geprägten Strukturen gefangen bleiben.

Schlüsselwörter

Deutschrap, Hip-Hop, Männlichkeitskonstruktion, Frauenbild, Stereotypen, Aggro Berlin, SXTN, Geschlechterrollen, Objektifizierung, Migration, Subkultur, Patriarchat, Conscious-Rap, Gangster-Rap, Feminismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Frauenbild im Deutschrap und analysiert, wie Rapperinnen in der männlich dominierten Szene dargestellt werden und wie sie selbst auf diese Zuschreibungen reagieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Geschichte des Hip-Hop, soziologische Männlichkeitskonstruktionen, die Stereotypisierung der Frau als Mutter, Hure oder Heilige sowie die Entwicklung weiblicher Rapper.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Frauenbild im Deutschrap durch männliche Dominanz geprägt ist und welche Rolle gesellschaftliche Faktoren sowie mediale Inszenierungen dabei spielen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse soziologischer Konzepte (insb. Connell und Bourdieu) und kombiniert diese mit einer interpretativen Analyse von Songtexten und Medienberichten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historischen Hintergründe, die theoretische Rahmung der Männlichkeit, die Analyse der spezifischen Frauenbilder und die Untersuchung konkreter Beispiele wie SXTN oder King Orgasmus One.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Deutschrap, Geschlechterrollen, Männlichkeitskonstruktion, Stereotypen, Objektifizierung und Subkultur beschreiben.

Wie unterscheidet sich die Rolle der "Mutter" von der der "schlechten Frau" in den untersuchten Rap-Texten?

Während die Mutter im Rap oft idealisiert und als Symbol für Schutz und Moral verehrt wird, wird die "schlechte Frau" als materialistisch, untreu und sexuell verfügbar dargestellt, was ihre gesellschaftliche Abwertung unterstreicht.

Welche Bedeutung hat das Label Aggro Berlin für das untersuchte Frauenbild?

Aggro Berlin wird als ein maßgeblicher Faktor analysiert, der durch gezielte Marketingstrategien und die Zuspitzung von Geschlechterklischees das Bild der Frau als sexuelles Objekt stark kommerzialisiert und gefestigt hat.

Inwiefern stellt die Gruppe SXTN eine neue Form des Widerstands dar?

SXTN nutzt Ironie und Provokation, um die männlichen Klischees des Gangster-Raps aufzugreifen und umzudrehen, womit sie die Absurdität der männlichen Vorherrschaft offenlegen.

Final del extracto de 61 páginas  - subir

Detalles

Título
Schlampe, Hure oder Heilige. Das Frauenbild im Deutschrap
Universidad
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"
Calificación
1,3
Autor
Melanie Heinisch (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
61
No. de catálogo
V437389
ISBN (Ebook)
9783668831995
ISBN (Libro)
9783668832008
Idioma
Alemán
Etiqueta
Hip-Hop Frauen Rap
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Melanie Heinisch (Autor), 2018, Schlampe, Hure oder Heilige. Das Frauenbild im Deutschrap, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/437389
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