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Rekonstruktion und Evaluation von Immanuel Kants Kritik am ontologischen Gottesbeweis René Descartes’

Titre: Rekonstruktion und Evaluation von Immanuel Kants Kritik am ontologischen Gottesbeweis René Descartes’

Dossier / Travail , 2018 , 9 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Daniel Zimmermann (Auteur)

Philosophie - Philosophie au XVIIe et XVIIIe siècle
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Kann die Existenz Gottes bewiesen werden? René Descartes zufolge ist diese Frage zu bejahen. So stellt er in seinen Meditationes de prima philosophia einen ontologischen Gottesbeweis vor, der Gottes Existenz in dessen Begriffsdefinition begründet sieht.
Immanuel Kant dagegen negiert den cartesianischen Beweis und formuliert im Rahmen seiner Kritik der reinen Vernunf die „Unmöglichkeit eines ontologischen Beweises vom Dasein Gottes“.
Dieser Widerstreit bildet das Thema meiner Arbeit und ihr liegen zwei Bestrebungen zum Grunde: Einerseits und zunächst die Rekonstruktion von René Descartes ontologischem Gottesbeweis in Kapitel 2, sowie Immanuel Kants Kritik an diesem in Kapitel 3.
Andererseits die Beantwortung der Frage: Ist Kants Kritik am ontologischen Gottesbeweis überzeugend? Mittel zu diesem Zweck ist eine Evaluation der kantischen Kritik am ontologischen Gottesbeweis in Kapitel 4, in deren Rahmen ich Einwände vorbringen und diskutieren werde, um schließlich in Kapitel 5 zu dem Fazit zu gelangen, dass Kants Kritik logisch stichhaltig ist und überzeugt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 René Descartes’ ontologischer Gottesbeweis

2.1 Gottesbeweis durch die Definition von Gott

2.2 Das Dreieck als Analogie zu Gott

3 Immanuel Kants Kritik am ontologischen Gottesbeweis

3.1 Wider Descartes’ Analogie

3.2 ,Gott existiert’ als synthetischer oder analytischer Satz

3.3 Sein – logisches oder reales Prädikat

4 Evaluation der kantischen Kritik

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit dem ontologischen Gottesbeweis von René Descartes auseinander und untersucht Immanuel Kants Widerlegung dieses Arguments. Das primäre Ziel ist die Rekonstruktion beider Positionen sowie eine anschließende Evaluation, ob Kants Kritik als logisch stichhaltig und überzeugend bewertet werden kann.

  • Rekonstruktion des ontologischen Gottesbeweises nach Descartes.
  • Analyse von Kants Einwänden gegen die cartesianische Argumentation.
  • Untersuchung des Status der Existenz als (reales) Prädikat.
  • Diskussion über die analytische oder synthetische Natur von Existenzialsätzen.
  • Kritische Würdigung der Überzeugungskraft von Kants Kritik.

Auszug aus dem Buch

3.3 Sein – logisches oder reales Prädikat

Nach Kant begründet sich die Falschheit des ontologischen Gottesbeweises in einer "Verwechslung eines logischen Prädikats mit einem realen (d.i. der Bestimmung eines Dinges)" (KrV, A 598). Während alles als logisches Prädikat dienen kann, da „die Logik (…) von allem Inhalte [abstrahiert]“ (KrV, A 598), fügt ein jedes reale Prädikat, d.i. eine Bestimmung, etwas zum Gegenstand hinzu und vergrößert diesen.

Der Satz ,Gott ist allmächtig’ setzt das Prädikat der Allmacht in Relation zum Subjekt Gott. Das „ist“ bildet kein weiteres Prädikat, sondern lediglich die Copula, d.i. das Bindeglied des Urteils. In Form von ,ist allmächtig’ liegt hier ein reales Prädikat vor, denn es bestimmt das Wesen Gottes.

Dagegen setzt der Satz ,Gott ist’ gar kein Prädikat. Hier kommt nichts zum Gegenstand hinzu. Es wird lediglich „das Subjekt an sich selbst mit allen seinen Prädikaten und zwar den Gegenstand in Beziehung auf meinen Begriff" (KrV, A 599) gesetzt. Das ,ist’, welches ,existiert’ bedeutet, bestimmt Gott nicht, sondern setzt nur das Subjekt.

Daher folgert Kant: „Sein ist offenbar kein reales Prädikat“ (KrV, A 598), also keine reale Eigenschaft und die Existenz eines Begriffs ist nicht aus diesem selbst ableitbar. Zwar ist die Möglichkeit der Existenz im Begriff enthalten, doch durch Vorstellung des Begriffs "als schlechterdings notwendig" (vgl. KrV, A 596) tritt zur Möglichkeit nicht auch noch Realität hinzu. Aus dem Inhalt einer Vorstellung kann nicht auf deren Existenz geschlossen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit führt in den Widerstreit zwischen Descartes' Gottesbeweis und Kants Kritik ein und skizziert das methodische Vorgehen der Untersuchung.

2 René Descartes’ ontologischer Gottesbeweis: Dieses Kapitel rekonstruiert Descartes' Beweis, der die Existenz Gottes direkt aus dessen Definition als vollkommenstes Wesen ableitet.

3 Immanuel Kants Kritik am ontologischen Gottesbeweis: Hier werden Kants zentrale Argumente gegen Descartes dargestellt, insbesondere seine Kritik am Analogieschluss und an der Behandlung der Existenz als Prädikat.

4 Evaluation der kantischen Kritik: Die kritische Reflexion prüft Kants Einwände auf ihre Plausibilität und diskutiert aktuelle philosophische Bezüge wie den Existenzquantor nach Frege.

5 Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Ergebnis, dass Kants Kritik logisch stichhaltig ist und Descartes' ontologischer Beweis nicht haltbar bleibt.

Schlüsselwörter

Gottesbeweis, René Descartes, Immanuel Kant, Ontologie, Existenz, Prädikat, Kritik der reinen Vernunft, Meditationes de prima philosophia, Analytische Sätze, Synthetische Sätze, Logik, Metaphysik, Seiendes, Vollkommenheit, Erkenntnistheorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den ontologischen Gottesbeweis von Descartes und die darauf folgende, berühmte Kritik durch Immanuel Kant.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die philosophische Begründung der Existenz Gottes, die Struktur von Urteilen sowie die Unterscheidung zwischen logischen und realen Prädikaten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Beweiskraft von Descartes' Argumenten zu prüfen und zu beurteilen, ob Kants Widerlegung logisch überzeugt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine philosophische Rekonstruktion und eine anschließende kritische Evaluation der Primärquellen von Descartes und Kant durchgeführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung von Descartes' Gottesbeweis sowie die detaillierte Analyse der kantischen Kritikpunkte, inklusive des Beispiels der "hundert Taler".

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere: ontologischer Gottesbeweis, Existenz als Prädikat, synthetische Urteile und die Trennung von Wesen und Existenz.

Warum hält Kant die Existenz für kein reales Prädikat?

Laut Kant fügt das bloße "Existieren" einem Begriff keine inhaltliche Bestimmung hinzu; es setzt das Subjekt lediglich in Bezug zur Wirklichkeit, erweitert aber nicht dessen Wesen.

Wie illustriert Kant die Unzulänglichkeit des Beweises?

Kant nutzt das Beispiel von hundert Talern: Die bloße Vorstellung von hundert Talern ist inhaltlich identisch mit hundert realen Talern; die Existenz selbst ist keine Eigenschaft, die den Inhalt der Vorstellung verändert.

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Résumé des informations

Titre
Rekonstruktion und Evaluation von Immanuel Kants Kritik am ontologischen Gottesbeweis René Descartes’
Université
University of Tubingen  (Philosophisches Seminar)
Note
1,0
Auteur
Daniel Zimmermann (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
9
N° de catalogue
V437391
ISBN (ebook)
9783668794177
ISBN (Livre)
9783668794184
Langue
allemand
mots-clé
Kant ontologischer Gottesbeweis Descartes Gottesbeweis
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Daniel Zimmermann (Auteur), 2018, Rekonstruktion und Evaluation von Immanuel Kants Kritik am ontologischen Gottesbeweis René Descartes’, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/437391
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