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Internetwahlen. Kann die Einführung der Internetwahl den Trend der rückläufigen Wahlbeteiligung stoppen?

Titel: Internetwahlen. Kann die Einführung der Internetwahl den Trend der rückläufigen
Wahlbeteiligung stoppen?

Bachelorarbeit , 2016 , 47 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Marius Faust (Autor:in)

Soziologie - Politik, Majoritäten, Minoritäten
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Bundesrepublik Deutschland unterliegt seit Jahren dem Trend einer rückläufigen Wahlbeteiligung. Die Europawahl sowie die Wahlen in einigen Ländern erreichen teilweise nicht einmal mehr eine Wahlbeteiligung von 50 Prozent. Einige Wissenschaftler und hier speziell Politikwissenschaftler fordern ein Entgegensteuern der Politik, um diesen Trend zu stoppen. Aus diesen Grundüberlegungen heraus entstand die Forschungsfrage dieser Bachelorarbeit. Neben der sinkenden Wahlbeteiligung spielen die Entwicklung der Gesellschaft und das Wahlverhalten einzelner Gruppen eine zentrale Rolle. Unsere Gesellschaft entwickelt sich zunehmend hin zu einer Informations- und Wissensgesellschaft. In fast allen Bereichen der Gesellschaft sind Informations- und Kommunikationstechnologien zu finden. Fast jeder Deutsche verfügt über einen Internetzugang und nutzt diesen auch regelmäßig. Darüber hinaus entstehen ständig neue Technologien, die weitgehend unseren Alltag erleichtern, aber auch bestimmen. Dem einzelnen Individuum wird in Zeiten der Globalisierung eine immer stärkere berufliche und private Flexibilität und Mobilität abgefordert. Aus der Verknüpfung dieser Thematik ergibt sich eine Forschungsrelevanz aus den folgenden drei Faktoren: sinkende Wahlbeteiligung, Omnipräsenz des Internets und sozialer Wandel der Bevölkerung.

Hinsichtlich der Forschungsrelevanz lässt sich somit folgende Forschungsfrage formulieren: „Kann die Einführung der Internetwahl den Trend der rückläufigen Wahlbeteiligung stoppen?“

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gliederung

3. Wahlen und Wahlbeteiligung

3.1 Politische Partizipation

3.2 Wahlbeteiligung in der Bundesrepublik Deutschland seit 1949

3.2.1 Wahlbeteiligung bei Bundestagswahlen in der Bundesrepublik

3.2.2 Wahlbeteiligung bei Landtagswahlen in der Bundesrepublik

3.2.3 Wahlbeteiligung bei Europawahlen in der Bundesrepublik

3.2.4 Wahlbeteiligung der Bundesrepublik im internationalen Vergleich

4. Der Nichtwähler

4.1 Soziologische Ansatz

4.2 Sozialpsychologischer Ansatz

4.3 Rationalistischer Ansatz

4.4 Nichtwählerkategorien

4.5 Ungültige Stimmenabgabe

4.6 Zwischenfazit und Ergebnis zur Nichtwählerforschung

5. Internetwahlen

5.1 „Elektronische Demokratie“

5.2 Formen von E-Voting

5.3 Chancen, Möglichkeiten und Vorteile einer Internetwahl

5.4 Sicherheit, Risiken und Nachteile einer Internetwahl

5.5 Rechtliche Zulässigkeit einer Internetwahl

5.6 Internetwahlen im Fallbeispiel: Estland

6. Fazit

7. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Forschungsfrage, ob die Einführung von Internetwahlen als Instrument dienen kann, den Trend sinkender Wahlbeteiligung in der Bundesrepublik Deutschland effektiv zu stoppen und umzukehren.

  • Analyse der Wahlbeteiligung und Partizipation in der Bundesrepublik Deutschland
  • Wissenschaftliche theoretische Fundierung des Phänomens der Nichtwahl
  • Definition, Chancen und Risiken von E-Voting und Internetwahlen
  • Rechtliche Rahmenbedingungen und Herausforderungen für digitale Wahlen
  • Fallstudie Estland als Praxisbeispiel für internetbasierte Wahlen

Auszug aus dem Buch

5.4 Sicherheit, Risiken und Nachteile einer Internetwahl

Das wohl größte Problem bei der Einführung von Internetwahlen ist die technische Umsetzung. Am 22.06.2007 forderten Gregor Gysi, Oskar Lafontaine und die Fraktion DIE LINKE die Bundesregierung auf, jeglichen Einsatz von Wahlcomputern gesetzlich auszuschließen. Der schriftliche Antrag liefert dazu folgende Begründung:

„Wahlcomputer und Internetwahl ermöglichen es, Wahlen zu manipulieren. Diese Manipulationsmöglichkeiten lassen sich nicht mit hinreichender Zuverlässigkeit verhindern. Wahlen per Computer oder Internet sind weder nachvollziehbar noch überprüfbar. Dies belegen technische Untersuchungen wie zum Beispiel der 2007 vom Chaos Computer Club veröffentlichte Bericht 'Beschreibung und Auswertung der Untersuchungen an NEDAP Wahlcomputern'. Eine allgemeine, unmittelbare, freie, gleiche und geheime Wahl ist mit der Stimmabgabe per Wahlcomputer oder Internet nicht vereinbar.“

Das Wahlsystem muss stabil und darf nicht manipulierbar sein, sonst ist die Wahl als ungültig zu betrachten. Technisches Versagen kann auf drei Gebieten Probleme bereiten: Stabilität, Anonymität und Sicherheit. Zunächst ist die Stabilität der Systeme zu benennen, die eine stabile Internetverbindung zu den Wahlservern gewährleistet und dafür sorgen muss, dass beispielsweise im Falle eines Stromausfalls kein Datenverlust erfolgt. Des Weiteren ist für absolute Anonymität bei der Stimmenabgabe zu sorgen, damit der Grundsatz der geheimen Wahl eingehalten ist. Es ist also ein absolut sicheres System einzurichten, dass es Hackern nicht ermöglicht, Wahlinformationen einzusehen, zu verändern oder zu löschen. Inwieweit diese technischen Probleme eine Einführung von internetbasierenden Wahlen verhindern oder aufgrund deren Lösung befördern, „ist in erster Linie von der zukünftigen Entwicklung der allgemeinen elektronischen Sicherheits- und im speziellen der digitalen Verschlüsselungstechnologie abhängig“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Problems der sinkenden Wahlbeteiligung und Ableitung der Forschungsfrage nach der Eignung der Internetwahl als Gegenmaßnahme.

2. Gliederung: Detaillierte Darstellung des methodischen Aufbaus der Arbeit und der thematischen Abfolge der Kapitel.

3. Wahlen und Wahlbeteiligung: Untersuchung der Funktionen demokratischer Wahlen und historische Analyse der Wahlbeteiligung in Deutschland seit 1949 im Vergleich.

4. Der Nichtwähler: Theoretische Einbettung der Nichtwahl durch soziologische, sozialpsychologische und rationalistische Ansätze sowie Kategorisierung von Nichtwählern.

5. Internetwahlen: Definition der elektronischen Demokratie und E-Voting sowie kontroverse Diskussion der Chancen, Sicherheitsrisiken und rechtlichen Aspekte anhand des Beispiels Estland.

6. Fazit: Zusammenführung der Ergebnisse und Beantwortung der Forschungsfrage unter Berücksichtigung der theoretischen und praktischen Erkenntnisse.

7. Zusammenfassung: Abschließender Überblick über die Kernargumente und das Gesamtergebnis der Untersuchung.

Schlüsselwörter

Internetwahl, Wahlbeteiligung, E-Voting, Nichtwähler, Demokratie, Wahlrecht, Politikwissenschaft, Wahlforschung, elektronische Demokratie, Estland, politische Partizipation, Rational-Choice, Wahlparadoxon, Stimmabgabe, Wahlsysteme.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, ob die Implementierung von Internetwahlen ein geeignetes Mittel darstellt, um dem Trend der rückläufigen Wahlbeteiligung in der Bundesrepublik Deutschland entgegenzuwirken.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung des Wahlverhaltens, den theoretischen Gründen für Nichtwahl, den technischen Möglichkeiten von E-Voting und einer rechtlichen sowie praktischen Bewertung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage lautet: „Kann die Einführung der Internetwahl den Trend der rückläufigen Wahlbeteiligung stoppen?“

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Untersuchung, die auf der Analyse bestehender wissenschaftlicher Theorien (soziologisch, sozialpsychologisch, rationalistisch) und der Auswertung von Studien und Fallbeispielen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Einordnung der Nichtwähler, den Definitionen und Chancen von Internetwahlen sowie einer detaillierten Analyse des estnischen Fallbeispiels.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Internetwahl, Wahlbeteiligung, Nichtwähler, E-Voting, politische Partizipation und elektronische Demokratie.

Warum ist das Fallbeispiel Estland so wichtig für die Arbeit?

Estland dient als weltweit erstes Beispiel für ein Land, das Internetwahlen mit verbindlichem Ergebnis flächendeckend eingeführt hat und somit reale empirische Daten zur Nutzerakzeptanz liefert.

Welche Rolle spielen Sicherheitsbedenken bei Internetwahlen?

Sicherheitsbedenken, wie die Manipulierbarkeit der Systeme oder die Gefährdung der Anonymität, bilden das zentrale Gegenargument zur Einführung von Online-Wahlen.

Ende der Leseprobe aus 47 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Internetwahlen. Kann die Einführung der Internetwahl den Trend der rückläufigen Wahlbeteiligung stoppen?
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover
Note
1,3
Autor
Marius Faust (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
47
Katalognummer
V437397
ISBN (eBook)
9783668787186
ISBN (Buch)
9783668787193
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wahlen Politik Internet Wahlbeteiligung Deutschland BRD
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marius Faust (Autor:in), 2016, Internetwahlen. Kann die Einführung der Internetwahl den Trend der rückläufigen Wahlbeteiligung stoppen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/437397
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Leseprobe aus  47  Seiten
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