Vorbild und Beruf. Wie Vorbilder die Berufswahl von Jugendlichen beeinflussen


Hausarbeit, 2018

27 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Berufswahl und Berufsorientierung
1.1. Berufswahl und Berufswahlorientierung
1.2. Kriterien und Einflüsse
1.3. Gender-Aspekt
1.4. Prozess der Berufswahlorientierung
1.5. Verantwortung der Schule

2. Vorbild und Beruf
2.1. „Vorbild“ – Definition
2.2. Psychologische Bezugnahmen
2.2.1. Psychoanalytische Entwicklungstheorien
2.2.2. Lerntheorien
2.3. Vorbilder Jugendlicher
2.3.1. Familienangehörige
2.3.2. Bezugsgruppen (insbesondere Peer-Groups)
2.3.3. Lehrkräfte

3. Fazit

Literaturverzeichnis

Einleitung

Ob wie „Prinzessin Leia“ selbstbewusst auf Rachefeldzug, „Kapitän Kirk“ neugierig auf Entdeckungsreisen durchs All, gemütlich in den Tag hinein schlemmend wie „Winnie Pooh der Bär“ oder doch nur zum großen Bruder beziehungsweise zur Lieblingsschwester auf sehen. Wenn es um die Wahl eines Rollenvorbildes geht, überlegen Kinder nicht lang herum, sondern entscheiden sich leicht unter den unzähligen Möglichkeiten. Besonders deutlich wird dies im Fußballballstadion, da wo besonders glückliche Nachwuchsfußballer mit ihren Idolen auf das Feld einlaufen dürfen. Die Auserwählten können ihr Glück kaum fassen und die Zuschauer sind gerührt. Das ist er, der Höhepunkt im Leben eines Kindes, das davon träumt eines Tages im selben Stadion zu kicken wie sein Idol. Völlig beflügelt von diesem Spektakel, werden diese Kinder in ihren kleinen Vereinen fortan noch härter für ihren Traum kämpfen.

Dieses Phänomen kennen nicht nur Kinder, sondern auch junge Erwachsene. Besonders im Zusammenhang der späteren Berufswahl, ist das „Vorbild“ ein nicht zu vernachlässigender Faktor. Inwiefern Vorbilder die spätere Berufswahl von Jugendlichen beeinflussen soll im Rahmen dieser Arbeit dargestellt werden.

Hierzu wird zunächst der theoretische Hintergrund mit Begriffen wie der Berufswahlorientierung und der Berufswahl selbst sowie Kriterien, die die Berufswahl beeinflussen können dargelegt. Im Zuge dessen soll, diesen Punkt abschließend, der Prozess der Berufswahlorientierung vorgestellt werden.

Im zweiten Teil der Arbeit wird genauer auf die „Vorbilder“ eingegangen. Dazu wird eine Definition zu diesem Begriff formuliert, Bezug zu psychologischen Theorien genommen sowie verschiedene Vorbilder tiefergehend betrachtet.

Im Punkt drei, welcher auch das Fazit darstellt, wird nach einem Zusammenhang von Berufswahl und Vorbild gesucht und schließlich ein Ergebnis formuliert.

1. Berufswahl und Berufsorientierung

In der heutigen Zeit ist das Thema der Berufsorientierung schon vor Beginn der Grundschulzeit allgegenwärtig und bleibt es bei den meisten Menschen auch während ihres gesamten Arbeitslebens. Hierin ist auch der wesentliche Wandel der Bedeutung der Berufswahl während der letzten Dekaden zu sehen (vgl. Famulla 2007, S. 1).

Folgend soll der Begriff der Berufswahl und Berufswahlorientierung beleuchtet und genauer darauf eingegangen werden wie diese in der heutigen Zeit stattfinden. Anschließend sollen mögliche Merkmale und Kriterien vorgestellt werden, die die Entscheidung für einen Beruf beeinflussen. Da die Thematik der Berufswahl keine Geschlechtsspezifikation erfährt, soll in diesem Zusammenhang auch auf den Gender-Aspekt eingegangen werden. Zudem wird betrachtet welche Rolle die Schulen im Berufswahlorientierungsprozess einnehmen sowie Aufgaben und Ziele des Prozesses selbst erläutert.

1.1. Berufswahl und Berufswahlorientierung

Berufswahl

Die Berufswahl ist „[…] ein erster Schritt in eine Welt, die weiterhin von Fort- und Weiterbildungen, vom lebenslangen Lernen, von verpassten Möglichkeiten, neuen Chancen und fortwährenden Entscheidungen geprägt sein wird. Berufswahl ist so gesehen weder einmalig noch abgeschlossen“. (Famulla 2008-2, S. 2).

Sie meint die vorläufige Wahl eines Berufes durch den Ausschluss anderer Berufe. Betrachtet man den gesamten Berufsorientierungsprozess macht sie einen Hauptteil dessen aus. Dabei handelt es sich um einen individuellen und flexiblen Prozess (vgl. Famulla 2007, S. 5).

Junge Erwachsene beschäftigen sich mit der Thematik der ersten/eigenen Berufswahl in der Regel erst gegen Ende ihrer schulischen Laufbahn. Schnell wird deutlich, dass kaum noch universell gültige Berufsbilder existieren, sondern nur Arbeitsplätze mit spezifischen Qualifikationsprofilen. Ein ständiger Lernprozess und Wechsel der Tätigkeiten ist kein Ausnahmezustand mehr. Die rasante Entwicklung im technischen und ökonomischen Bereich, erschwert die Berufswahl zunehmend. Da der stetige Wandel, eine ebenso stetige Anpassung an neue Aufgabenbereiche verlangt (vgl. Schreier 2006).

Der Orientierungsprozess stellt eine Art Abstimmungsprozess zwischen Individuum und der Arbeits- und Berufswelt dar. Wobei das Individuum eigene Wünsche, Ziele, Interessen und Fähigkeiten mit den Bedürfnissen und Anforderungen des Arbeitsmarktes auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen versucht. Da die Berufswahl einen großen Teil des Orientierungsprozesses ausmacht, kann sie nicht von all dem losgelöst betrachtet werden (vgl. Famulla 2007, S.1)

„In der Literatur wird die Berufswahl in fünf Schritte untergliedert: 1.Selbsterkennen, 2. Informationen über die Berufswelt sammeln, 3. Gegenüberstellen von Selbsterkenntnis und gewonnener Information, 4. Eingrenzen der Wahlalternativen und 5. Berufsorientierung“. (vgl. Schreier 2006)

Berufswahlorientierung

Orientierung an sich meint, dass sich ein Individuum zunächst einen Gesamtüberblick verschafft und versucht seinen individuellen Standort zu bestimmen (vgl. Schreier 2006).

Weiterhin kann ihr die Bedeutung zugetragen werden, sich in seinem Verhalten nach jemandem zu richten u.a. an Vorbildern. Weiterhin ist orientieren „[…] unterrichten, in Kenntnis setzen [sowie] über etwas Auskünfte einholen, sich informieren […]“. (Gräber-Seißinger 2008, S. 927)

Aus seiner Wortherkunft abgeleitet bedeutet der Begriff „orientieren“, sich anhand der Himmelsrichtungen auszurichten und seinen eigenen Standpunkt dadurch zu bestimmen, in dem man sich an festen Größen ausrichtet (vgl. Oram 2007, S.18).

Hinsichtlich des Berufs nimmt die Berufsorientierung das gesamte Leben eines jungen Erwachsenen ein: „Berufsorientierung und Lebensplanung sind keine rein kognitiven Vorgänge. Es handelt sich um einen vielschichtigen Prozeß [sic!], bei dem Mädchen und Jungen in ihrer ganzen Persönlichkeit betroffen sind und auch als solche, Raum haben müssen. Sie sollen lernen, sich selbst mit ihren persönlichen, familiären, beruflichen, sozialen Wünschen und Zielen in den Mittelpunkt ihrer Berufs- und Lebensplanung zu stellen“. (Hoffmann 1997, S. 63)

Womit die Berufsorientierung ein Prozess des Lernens ist, welcher informell (alltägliches Leben) und formell (organisierte Lernumgebungen) stattfindet (vgl. Schreier 2006).

Der Prozess der Berufswahl bzw. Berufsorientierung wird beispielsweise durch bestimmte Schulfächer vorbereitet (Hoffmann 1997, S. 7).

„In diesem Sinne gehört zur Berufsorientierung, sich für eine erste Stufe in seiner Berufsbiographie entscheiden zu können und darüber hinaus zu einer permanenten Erweiterung und Vertiefung der einmal erworbenen fachlichen und überfachlichen Kompetenzen, im Sinne eines lebensbegleitenden Lernens, befähigt zu sein. Dabei spielt der Gedanke der Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit schon in der Phase der Berufswahl, beim Entwerfen einer eigenen Arbeits- und Berufsbiographie ebenso wie bei den ersten praktischen Schritten in Richtung auf die Arbeitswelt (z.B. Betriebspraktikum), eine entscheidende Rolle“. (Famulla 2008-1, S.40)

Sowohl Mädchen als auch Jungen entwickeln im Laufe der Berufsorientierung ihre Identität. Junge Erwachsene identifizieren sich nicht selten mit weiblichen und männlichen Vorbildern aus ihrem direkten Umfeld. Diese gebildeten Identitäten nehmen häufig Einfluss auf die Berufswahl junger Erwachsener. Im 2. Kapitel werde ich genaueren Bezug zu den Vorbildern nehmen. Berufsorientierung bedeutet zudem, vermittelt zu bekommen welche Anforderungen, Inhalte, Entlohnung und Aufstiegsmöglichkeiten in einem Beruf zu erwarten sind. In einschlägiger Literatur findet man für den Begriff der Berufsorientierung auch hin und wieder den Begriff der Berufsfindung. Sie beschreibt einen Prozess, bei dem es um Entscheidungen bezüglich der Bildung und Schullaufbahn geht, welche durch den Arbeits- bzw. Ausbildungsmarkt sowie dem individuellen Umfeld beeinflusst werden (vgl. Hoffmann 1997, S. 6ff).

Wie bereits erwähnt wird der Gender-Aspekt isoliert in einem eigenen Abschnitt 1.3. angesprochen. Die verschiedenen Begriffe: Berufswahl, Berufsorientierung und Berufsfindung beschreiben alle den Prozess, welchen alle jungen Erwachsenen durchlaufen müssen bevor sie den Übergang zur Berufswelt/zum Studium wagen. Da offenbar eine Ähnlichkeit unter ihnen besteht, werden sie fortan als Synonyme verwendet. Selbiges gilt für die Begriffe junge Erwachsene, Jugendliche sowie junge Frauen und Männer.

1.2. Kriterien und Einflüsse

Von Bedeutung für den zukünftigen Beruf eines jungen Erwachsenen sind sein zu erwartender Schulabschluss, seine Interessen sowie seine persönlichen Erwartungen die er an diesen stellt. Hierbei können endogene und exogene Faktoren unterschieden werden. Wobei die endogenen die individuellen (Charakter, Eignung, Kenntnisse und Fähigkeiten u. ä.) und die exogenen die äußeren, von der Gesellschaft beeinflussten Faktoren (bspw.: ökonomische Gegebenheiten und soziale Bindungen) meinen. Exogene Faktoren beschreiben auch gesellschaftliche Werte, welche durch Peer-Groups, die Schule oder das Elternhaus geprägt werden (vgl. Golisch 2002, S. 7).

Nicht zu vernachlässigen sind außerdem die Motive mit denen junge Erwachsene ihren Beruf wählen. So sind zum Beispiel finanzielle Unabhängigkeit, Freude/Spaß am Beruf sowie ein gewisses Maß an persönlichem Interesse für diesen aufeinander abzustimmen. Das soziale Ausmaß eines Berufes nimmt besonders bei jungen Frauen eine wichtige Rolle ein (vgl. Hoffmann 1997, S. 12).

Zwar handelt es sich bei der Berufswahl um eine persönliche Entscheidung, doch wird diese sowohl unbewusst als auch bewusst von Personen beeinflusst. Auch das nähere soziale Umfeld, Familie und Freunde sowie einfach Menschen, die den gewünschten Beruf schon ausüben oder professionelle Berufsberater können bei der Berufswahl wegweisend sein (vgl. Meier 2012, S. 12).

Da Kinder nicht selten ihre eigenen Eltern als Vorbild für ihre Berufswahl wählen, soll im zweiten Kapitel, unter den „Familienangehörigen“, dieser Aspekt besonders betrachtet werden. Um eine erfolgreiche Berufswahl zu ermöglichen, müssen sowohl eigene Fähigkeiten und Interessen sowie die individuellen Möglichkeiten auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt realistisch bewertet werden (vgl. Schreier 2006).

Zudem werden die jungen Erwachsenen durch die Vielzahl an Möglichkeiten, welche alle zu einer anderen Konsequenz, führen stark verunsichert. Da die Anzahl an Möglichkeiten mit all ihren Folgen nicht einsehbar ist, ist das fällen einer Entscheidung nicht selten schwierig (vgl. Hellberg 2009, S. 41ff).

In dem Prozess der Berufsfindung erhalten junge Erwachsene die Möglichkeit sich selbst weiterzuentwickeln und selbst zu finden. Dabei ist es die Aufgabe der Berufswahlorientierung ihnen nahezulegen, dass berufliche Fähigkeiten nicht geschlechtsspezifisch sind (vgl. Hoffmann 1997, S. 49).

Mit diesem abschließenden Gedanken wird fortlaufend an die Bedeutung des Gender-Aspektes bei der Berufswahl angeknüpft.

1.3. Gender-Aspekt

Übersetzt man das englische „Gender Studies“ erhält man den Begriff der „Geschlechterforschung“, welcher im Grunde schon die Bedeutung selbigen preisgibt. Es ist eine Disziplin die sich, im deutschsprachigen Raum seit den 1980er Jahren, „[…] mit den Unterschieden zwischen den Geschlechtern beschäftigt“. (Böhm 2005, S. 241)

Als Gender wird das Geschlecht bezeichnet, welches hier als soziokulturelles Konstrukt der Sexualität zu verstehen ist. Da es durch kulturelle Faktoren zustande kam, handelt es sich bei ihm um ein flexibles/variables Konstrukt, worin gesellschaftliche Rollenzuordnungen abgegrenzt werden. Die Geschlechterforschung legt ein besonderes Augenmerk auf die Untersuchung der Differenzierungsprozesse zwischen den Geschlechtern, dabei zielen sie auf eine Änderung der gesellschaftlichen Geschlechterbeziehungen ab (vgl. Böhm 2005, S. 241).

Bei Kindern erfolgen von Kindestagen an, eine dem Geschlecht entsprechende, Sozialisation und eine differenzierte Erziehung. Die in der Familie vorgelebten Rollenbilder für Männer und Frauen, stellen die Basis für eine geschlechtsspezifische Arbeitsteilung sowohl in Familie als auch im Beruf dar (vgl. Deibl 1994, S.36f.).

„Als Kind identifizieren Buben sich mit dem Vater, Mädchen mit der Mutter, also jeweils mit dem gleichgeschlechtlichen Elternteil. Man lernt seine Rolle dadurch, indem man die Erwartungen der Eltern an das ´rollentypische` Verhalten erfüllt und daher von ihnen belohnt bzw., wenn das nicht der Fall ist, bestraft wird“. (Deibl 1994, S.37)

Auch bei der Wahl und Bereitstellung von Spielsachen zeigt sich, dass Mädchen und Jungen unterschiedlich sozialisiert werden. Wo die Aktivität von Mädchen eher passiv gehalten und auf Mitmenschlichkeit ausgelegt wird (durch Puppen o. ä.), werden Jungen automatisch auf ein technisches Verständnis gedrillt (durch Videospiele oder Bausysteme). Solche geschlechtsspezifischen Sozialisationen sind auch im Sport und anderen Bereichen zu beobachten, doch soll an dieser Stelle nicht zu weit ausgeholt werden. Es wird deutlich genug, dass Geschlechterrollen einen hohen Einfluss auf die Berufswahl haben. Denn Kinder lernen bereits in jungen Jahren welchem Geschlecht sie angehören und welche Erwartungen sie, auf dessen Grundlage, zu erfüllen haben. Somit fällt auch die Berufswahl meist auf Berufe, die in ihren geforderten Eigenschaften den jeweiligen Geschlechtern entsprechen. Feminine Eigenschaften wären zum Beispiel: emotional, gehorsam, mitfühlend, anpassungsfähig und personenbezogen. Wohingegen mit: gefühlskalt, hart, ehrgeizig, sachlich und aktiv maskuline Eigenschaften beschrieben werden. Bevor eine junge Frau einen Beruf ergreift wägt sie ab, ob er ihr Zufriedenheit und Unabhängigkeit verschaffen kann. Zudem ist es jungen Frauen wichtig Freude an ihrem Beruf zu haben, was nur mit der Vereinbarkeit von eigenen Interessen und Anforderungen des Berufs möglich ist (vgl. Hoose und Vorholt 1994, S. 16ff).

Auch die eigene Familie bzw. Familienplanung ist für junge Frauen ein bedeutender Aspekt, der in den Berufswahlprozess mit einbezogen wird. Häufig passen sie ihre Wahl zugunsten der Familie bzw. Familienplanung an. Obwohl es für Frauen zahlreiche Chancen auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt gibt, auch in technischen Berufen Fuß zu fassen, gehen junge Frauen überwiegend tradierten Berufsmodellen nach. Hierbei ist der Einfluss durch das soziale Umfeld nicht unbedeutend. Denn Familie, Freunde und auch Lehrer raten jungen Frauen häufig von männerdominierten Berufen ab. Die Angst davor keinen Anschluss zu finden und/oder seine Fähigkeiten stets unter Beweis stellen zu müssen ist noch fest verankert (vgl. Glaser 2004, S. 498).

„Mangelndes Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten und unzureichende Transparenz über Berufs- und Karrieremöglichkeiten [sic!] für Frauen in diesen Bereichen erschweren die Entscheidungen und führen letztendlich wieder zur ´traditionellen` Berufswahl“. (Glaser 2004, S. 500)

Hieraus ergeben sich Aufgaben und Ziele für den Prozess der Berufswahlorientierung.

1.4. Prozess der Berufswahlorientierung

Aufgaben und Ziele

Eine Kernaufgabe der Berufswahlorientierung ist es, die Zukunft schon in der Gegenwart greifbar zu machen. Junge Erwachsene benötigen Hilfe bei der Bewältigung der umfangreichen Prozesse der Berufswahl und Berufswahlorientierung. An dieser Stelle tritt die Berufswahl. Denn ihre Aufgabe ist es, jungen Erwachsenen während dieser Zeit zur Seite zu stehen, ihnen Möglichkeiten aufzuzeigen und den Übergang zum Beruf/Studium zu erleichtern (vgl. Famulla 2007, S. 2).

Dabei strebt die Berufswahl folgende Ziele an: die Entwicklung einer Persönlichkeit, Verbesserung der Teilnahme an gesellschaftlichen Prozessen sowie Maßnahmen zu ergreifen, die die jungen Erwachsenen auf die spätere Arbeitswelt vorbereiten (vgl. Famulla 2008-1, S. 40f).

Auch das Berücksichtigen der aktuellen Arbeitsmarktsituation, ist Aufgabe der Berufsorientierung. „Mit einer Berufsausbildung hat man nicht mehr >>ausgelernt<<. Die Normalbiographie umfasst heute Abbrüche, Neuanfänge, Umorientierungen ebenso wie Erwerbslosigkeiten und Familienzeiten, Zeiten der Selbstständigkeit und Weiterbildung“. (Lumpe 2009, S. 8)

Junge Erwachsene müssen sich durch die Berufsorientierung „[…] für eine lebenslange Orientierung in der Arbeitswelt qualifizieren […]“. (Famulla 2007, S. 68)

Da der Berufswahlprozess dicht mit der Entwicklung der Persönlichkeit und Lebensplanung einhergeht, stellt er für die jungen Erwachsenen eine besondere Herausforderung dar. Somit erwerben junge Erwachsene im Laufe des Berufswahlprozesses individuelle und soziale Kompetenzen. Diese führen dazu, dass sie sich eigenverantwortlich und sachkundig einen Beruf wählen können, welcher ihrer Persönlichkeit entspricht (vgl. Famulla 2007, S. 1).

[...]

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten

Details

Titel
Vorbild und Beruf. Wie Vorbilder die Berufswahl von Jugendlichen beeinflussen
Hochschule
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg  (Institut 1: Bildung, Beruf und Medien)
Note
1,7
Autor
Jahr
2018
Seiten
27
Katalognummer
V437526
ISBN (eBook)
9783668776272
ISBN (Buch)
9783668776289
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Vorbild, Idole, Jugendliche, Berufswahl, Berufswunsch, Beruf, Vorbiler von Jugendlichen
Arbeit zitieren
Garima Singh Uttam (Autor:in), 2018, Vorbild und Beruf. Wie Vorbilder die Berufswahl von Jugendlichen beeinflussen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/437526

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