Die vorliegende Arbeit behandelt die empirische Sozialforschung im Themenfeld der Verwaltungswissenschaft. Dabei wird auf den Gegenstand der empirischen Sozialforschung eingegangen und die zwei bedeutenden Formen der empirischen Sozialforschung, namentlich die quantitative und die qualitative Sozialforschung, beleuchtet. Hierzu erläutert der Verfasser dieser Arbeit entsprechende Methoden, die in jeweils der beiden Felder zum Einsatz kommen. Zu guter Letzt wird sich mit den Einsatzmöglichkeiten der erwähnten empirischen Methoden beschäftigt. Allen voran wird eruiert, welche Bedeutung jene für die Verwaltungswissenschaft haben und wie diese in der Praxis eingesetzt werden können.
Inhaltsverzeichnis
Gegenstand der empirischen Sozialforschung
Formen und Methoden der empirischen Sozialforschung
Quantitative Sozialforschung
Qualitative Sozialforschung
Einsatzmöglichkeiten
Bedeutung und Verwendung in der Verwaltungswissenschaft
Praktischer Einsatz von empirischen Methoden in der Verwaltung
Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung und Anwendung empirischer Forschungsmethoden im Kontext der Verwaltungswissenschaft. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie quantitative und qualitative Verfahren zur Erkenntnisgewinnung, Problemanalyse und Prozessoptimierung innerhalb öffentlicher Verwaltungen beitragen können.
- Grundlagen und Definitionen der empirischen Sozialforschung
- Differenzierung zwischen quantitativen und qualitativen Forschungsansätzen
- Relevanz empirischer Methoden für die verwaltungswissenschaftliche Forschung
- Analyse des praktischen Einsatzes in Mikro- und Makroebenen der Verwaltung
- Bedeutung der empirischen Daten für Planung und Entscheidungsprozesse
Auszug aus dem Buch
Qualitative Sozialforschung
Während sich die quantitative Forschung auf Theorien stützt und diese versucht zu überprüfen, zu widerlegen oder auch beizubehalten, ergibt sich bei der qualitativen Forschung die Theorie erst innerhalb des Forschungsprozesses bzw. kann sich jederzeit abhängig von der Einstellung oder den Maßstäben des Forschers ändern. Sie konzentriert sich auf kleinere Stichproben. Die Datenerhebung erfolgt interpretativ mittels detaillierter Analysen. Dabei nimmt sie sich die konkrete Beschreibung des Forschungsgegenstandes als Ziel, indem der Forscher seinen Blick nach „innen“ richtet. In der Sozialwissenschaft steht das Subjekt – in dem Fall der Mensch und dazu seine Wahrnehmung der Alltagswelt im Mittelpunkt der Forschung. Daneben spielen die Kommunikation und die Interaktion zwischen Forschern und zu Erforschendem eine besondere Rolle.
Deshalb ist meist die Bearbeitung eines konkreten Einzelfalls üblich. Daraus ergeben sich mehrere unterschiedliche Methoden der qualitativen Sozialforschung wie z.B. einzelne Fallstudien, qualitative Interviews, Gruppenuntersuchungen, teilnehmende Beobachtungen, die Dokumentenanalyse etc. Wichtig ist dabei sich offen dem Forschungsprozess zu nähern – diese Herangehensweise beschreibt das Prinzip der Offenheit nach Lamnek. Sie setzt voraus, dass insbesondere mit dem Erforschenden oder auch den Forschungssubjekten, Methoden, den Daten und der Situation an sich offen umgegangen werden soll. Weiterhin stellt Flick dar, dass: „Qualitative Forschung [...] nach den Bedeutungen, die mit bestimmten Phänomenen verknüpft sind, oder nach Prozessen, die den Umgang damit zeigen [fragt].“ Wir wissen nun über die theorie- und praxisgebundene Charakteristika der quantitativen und qualitativen Sozialforschung Bescheid – zumal vorweg auch exemplarische Untersuchungsmuster aufgezählt wurden. Jetzt bleiben die Fragen offen, wo und wie sich die Formen der empirischen Sozialforschung etabliert haben. An dieser Stelle fällt die Verwaltungswissenschaft ins Augenmerk.
Zusammenfassung der Kapitel
Gegenstand der empirischen Sozialforschung: Dieses Kapitel definiert Forschung als systematische Form der Erkenntnisgewinnung und führt in die Grundlagen der empirischen Sozialforschung als datengestützte Untersuchungsmethode ein.
Formen und Methoden der empirischen Sozialforschung: Hier werden die zwei grundlegenden Forschungswege – quantitativ und qualitativ – gegenübergestellt, wobei der Fokus auf ihren unterschiedlichen logischen Ansätzen und Zielsetzungen liegt.
Quantitative Sozialforschung: Dieser Abschnitt erläutert, wie durch objektive Messungen, standardisierte Befragungen und statistische Erhebungen Hypothesen geprüft und wissenschaftliche Phänomene operationalisiert werden.
Qualitative Sozialforschung: Das Kapitel beschreibt den interpretativen Ansatz der qualitativen Forschung, der durch Offenheit und die detaillierte Analyse individueller Fälle geprägt ist.
Einsatzmöglichkeiten: Hier wird der allgemeine Nutzen der empirischen Sozialforschung als wissenschaftliches Fundament über die Sozialwissenschaften hinaus beleuchtet.
Bedeutung und Verwendung in der Verwaltungswissenschaft: Dieses Kapitel verdeutlicht die enge Verknüpfung der Verwaltungswissenschaft mit sozialwissenschaftlichen Methoden zur Aufgabenplanung und -kontrolle im öffentlichen Sektor.
Praktischer Einsatz von empirischen Methoden in der Verwaltung: Der Fokus liegt hier auf der praktischen Anwendung von Mikro- und Makro-Analysen sowie Fallstudien zur Optimierung von Verwaltungsprozessen und Entscheidungsfindungen.
Fazit: Das Kapitel fasst zusammen, dass eine harmonische Verbindung quantitativer und qualitativer Methoden für die moderne Verwaltungsforschung essentiell ist, um gesellschaftliche Herausforderungen fundiert anzugehen.
Schlüsselwörter
Empirische Sozialforschung, Verwaltungswissenschaft, Quantitative Forschung, Qualitative Forschung, Datenerhebung, Fallstudien, Verwaltungsforschung, Entscheidungsfindung, Sozialwissenschaft, Operationalisierung, Interpretative Analyse, Prozessoptimierung, Sozialpolitische Planung, Methodenmix, Forschungsprozess.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle und Bedeutung empirischer Sozialforschung innerhalb der Verwaltungswissenschaft und zeigt auf, wie diese Methoden zur fundierten Erkenntnisgewinnung eingesetzt werden.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der empirischen Forschung, der Vergleich zwischen quantitativen und qualitativen Methoden sowie deren spezifische Anwendung in den verschiedenen Ebenen öffentlicher Verwaltungen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine fundierte Anwendung empirischer Methoden die Qualität von Planungsprozessen, die Entscheidungsfindung und das Verständnis von Verwaltungsabläufen verbessert werden können.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die theoretische Definitionen der Sozialforschung mit praxisrelevanten Ansätzen der Verwaltungswissenschaft verknüpft.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die Begriffe der Sozialforschung definiert, danach die quantitativen und qualitativen Ansätze detailliert differenziert und abschließend deren praktischer Nutzen für Management- und Führungsaufgaben in der Verwaltung diskutiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören empirische Sozialforschung, Verwaltungswissenschaft, quantitative und qualitative Methoden, Fallstudien und Verwaltungsoptimierung.
Wie unterscheidet sich der Ansatz der Fallstudie von der quantitativen Datenerhebung in der Verwaltung?
Während die quantitative Forschung auf statistische Standardisierung und Generalisierbarkeit abzielt, dient die Fallstudie dazu, spezifische Phänomene des Verwaltungsalltags tiefergehend und interpretativ zu erforschen.
Warum ist das "Prinzip der Offenheit" für die qualitative Forschung laut Lamnek von Bedeutung?
Dieses Prinzip besagt, dass Forscher dem Untersuchungsobjekt und dem Forschungsprozess mit einer grundlegenden Unvoreingenommenheit begegnen sollen, um Bedeutungszusammenhänge, die sich erst im Prozess ergeben, erfassen zu können.
- Quote paper
- Nick Phuong Nguyen (Author), 2016, Formen der empirischen Sozialforschung im Themenfeld der Verwaltungswissenschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/437597