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Kalte Kriege und Rüstungskontrolle

Título: Kalte Kriege und Rüstungskontrolle

Estudio Científico , 2018 , 198 Páginas

Autor:in: Lutz Vogt (Autor)

Política - Generalidades y teorías de la política internacional
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Rüstungskontrolle als Instrument der auswärtigen Politik erlangte ein besonderes Gewicht im 20. Jahrhundert, nachdem die Kernwaffen den Krieg als ein gewaltsames Mittel der Politik zwischen Nuklearmächten zu einem selbstmörderischen Unterfangen werden ließen. Die nuklearen Zauberlehrlinge suchten im gegenseitigen Überlebensinteresse nach Wegen und Methoden, wie sie die Geister, die bereits aus ihren Flaschen entwichen waren, wieder einfangen konnten.

Im Ausgang des vergangenen Jahrhunderts wurde immer klarer, dass auch ein konventioneller Waffengang in Europa als ein gemeinsamer Weg in den Untergang enden würde.

Soweit Politiker ihre Verantwortung gegenüber den eigenen Nationen fühlten und entsprechend handelten, schickten die Koalitionen beider Supermächte ihre Diplomaten und Militärs an Verhandlungstische und balancierten ihre Sicherheitsinteressen auch mittels Rüstungskontrollverträgen aus. Sie umfassten dabei nukleare wie konventionelle Waffen. Die gegenseitigen Handlungen sollten berechenbar gestaltet werden, um Mindestmaß an gegenseitigem Vertrauen aufzubauen.

Das vorliegende Buch widmet sich wichtigen Rahmenbedingungen dieser Verhandlungen in den letzten 60 Jahren und den dabei ausgehandelten Verträgen. Es zeigt auch die Risiken, die entstehen, wenn heutzutage in immer mehr Bereichen, die Ausbalancierung von Sicherheit und der Aufbau von Vertrauen von wichtigen Akteuren in den internationalen Beziehungen verweigert wird.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Kalte Kriege und Rüstungskontrolle

Teil 1

Vorwort

Im letzten Jahrzehnt des 1. Kalten Krieges

Rahmenvereinbarungen der Rüstungskontrolle zwischen den Nuklearmächten im 1. Kalten Krieg

Das Madrider KSZE-Treffen und europäische Rüstungskontrolle

Umsetzung der Stockholmer Vereinbarungen durch die DDR

Die Durchführung von Manöverbeobachtungen durch Vertreter der DDR im Ausland

Die Sicherstellung von Manöverbeobachtungen auf dem Territorium der DDR

Die Sicherstellung von Inspektionen auf dem Territorium der DDR

Die Durchführung von Inspektionen durch die DDR

Resümee

Die DDR und der INF-Vertrag

Raketenkomplexe kürzerer Reichweite (OKA) auf DDR-Territorium

Epilog und 2+4-Vertrag

Kalte Kriege und Rüstungskontrolle

Teil 2

Nach dem Krieg ist vor dem Krieg?

Globale und europäische Ordnung nach dem 1. Kalten Krieg

Sein oder Nicht-Sein und Haben oder Nicht-Haben.

Proliferation und globale Politik.

Weltraumrüstung, Raketen- und Satellitenabwehr

Prompt Global Strike (PGS), Hyperschallkomplexe

Rüstungskontrolle?

Rüstung als Innovationsmotor der Wirtschaft

Neues und Altes und zur kontrollierten Rüstung

New START

China – der „dritte Mann“

New START und die nukleare Nichtweiterverbreitung

Die Zukunft des INF-Vertrages

Nachkriegsordnungen in Europa, KSZE und OSZE - Echo aus ferner Vergangenheit

Die Zukunft des Krieges - Gefahren durch Bits und Bytes, Cyberkriege, „künstliche Intelligenz“ und elektromagnetische Waffen

Bild Teil:

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit analysiert die historische Rolle der Rüstungskontrolle während des 1. Kalten Krieges, insbesondere aus der Perspektive der DDR, sowie die Transformation dieser Mechanismen im Hinblick auf aktuelle globale Sicherheitsstrukturen im 21. Jahrhundert.

  • Rüstungskontrollpolitik während des 1. Kalten Krieges
  • Umsetzung des Stockholmer Dokuments und der INF-Verträge
  • Die Rolle der DDR und der NVA in der internationalen Verifikationspraxis
  • Transformation der globalen Sicherheitsarchitektur nach dem Kalten Krieg
  • Neue technologische Herausforderungen: Hyperschallwaffen, Weltraumrüstung und Cyber-Kriegsführung

Auszug aus dem Buch

Die Sicherstellung von Manöverbeobachtungen auf dem Territorium der DDR

Manöver der Warschauer-Vertrags-Armeen mit Beteiligung von KSZE-Manöverbeobachtern fanden in der DDR zwischen 1987 und 1989 statt. Der jährliche Manöverplan für KSZE-Beobachter wurde dem MfAA übergeben. Durch das Außenministerium erfolgte die Notifizierung aller militärischen Aktivitäten von Warschauer Vertrags Armeen auf dem Territorium der DDR an die anderen KSZE-Staaten.

Die erste dieser Übungen unter Leitung des damaligen Oberkommandierenden der GSSD, Armeegeneral Belikow, fand vom 25. bis 28. März 1987 im Mittelabschnitt der DDR statt. Das letzte derartige Manöver mit Einheiten der GSSD und der NVA wurde vom 16. bis 20. Mai 1989 im Raum zwischen Magdeburg, Neustrelitz und Brandenburg durchgeführt. Die für den Frühsommer 1990 angekündigte Übung der Schweriner 8. MSD wurde von der DDR-Regierung abgesetzt, die KSZE-Staaten entsprechend informiert. Nicht informiert wurden jedoch in dieser „Zeit der Wirren“ der zuständige Militärbezirk 5 in Neubrandenburg und die hauptsächlich betroffene 8. Mot.Schützen-Division. Die zuständigen Stäbe planten die Übung so lange, bis sie durch Zufall erfuhren, dass es nur noch eine sinnentleerte Fingerübung war.

Zusammenfassung der Kapitel

Im letzten Jahrzehnt des 1. Kalten Krieges: Beschreibung der Zuspitzung des Kalten Krieges und der sich wandelnden strategischen Bedingungen zwischen den Blöcken.

Die DDR und der INF-Vertrag: Analyse der Auswirkungen der INF-Vereinbarungen auf die sowjetischen Raketenbestände und die Rolle der DDR in diesem Prozess.

Die Zukunft des Krieges - Gefahren durch Bits und Bytes, Cyberkriege, „künstliche Intelligenz“ und elektromagnetische Waffen: Untersuchung moderner, nicht-nuklearer Bedrohungen und deren Bedeutung für die zukünftige Rüstungskontrolle.

Schlüsselwörter

Rüstungskontrolle, Kalter Krieg, DDR, NVA, KSZE, INF-Vertrag, Nuklearmächte, Abrüstung, Verifikation, Manöverbeobachtung, Cyberkrieg, Hyperschallwaffen, Weltraumrüstung, 2+4-Vertrag, Sicherheitspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet die Geschichte der Rüstungskontrolle in der Endphase des 1. Kalten Krieges und zieht Parallelen sowie Unterschiede zur aktuellen globalen Sicherheitslage.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Der Fokus liegt auf der Umsetzung von Rüstungskontrollverträgen (Stockholmer Dokument, INF, KSE, 2+4-Vertrag), den Verifikationsmechanismen in der DDR und der modernen Entwicklung von Militärtechnologien.

Welches ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Rüstungskontrolle historisch als Instrument der Politik eingesetzt wurde und welche Herausforderungen durch neue, technologisch fortgeschrittene Waffensysteme entstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden historischen Analyse, gestützt durch die diplomatische Erfahrung des Autors, der als ehemaliger Leiter des Sektors Abrüstung im MfAA der DDR tätig war.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden unter anderem die Umsetzung der Stockholmer Vereinbarungen, Inspektionen auf DDR-Territorium, der INF-Vertrag und die technologische Transformation der modernen Kriegsführung analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Rüstungskontrolle, Verifikation, Kalter Krieg, Nukleare Abschreckung, Weltraumrüstung, Cyber-Bedrohungen und politische Sicherheit.

Wie war die Zusammenarbeit zwischen NVA und Außenministerium bei Inspektionen?

Nach anfänglichem Misstrauen entwickelte sich eine beidseitig fruchtbare und professionelle Zusammenarbeit zwischen MfNV und MfAA bei der Sicherstellung der Inspektionen.

Warum wird die Rüstungskontrolle heute als komplexer angesehen?

Aufgrund technologischer Fortschritte wie KI, Hyperschallwaffen und Cyber-Bedrohungen ist eine rein quantitative Rüstungskontrolle kaum noch praktikabel, da diese Waffen oft nicht durch klassische Definitionen erfasst werden.

Final del extracto de 198 páginas  - subir

Detalles

Título
Kalte Kriege und Rüstungskontrolle
Autor
Lutz Vogt (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
198
No. de catálogo
V437645
ISBN (Ebook)
9783668784444
ISBN (Libro)
9783668784451
Idioma
Alemán
Etiqueta
Konventionelle und nukleare Rüstungskontrolle START-Verträge INF-Vertrag KSZE VSBM Stockholmer Vereinbarungen Madrider Treffen NPT Kernwaffen strategische Waffen Russlands der USA und Chinas Cyberkrieg Clausewitz 2+4-Vertrag Warschauer Vertrag Untergang der UdSSR Promt Global Strike Weltraumwaffen neuartige Waffen Elektromagnetische Waffen Manöverbeobachtungen NVA GSSD taktische Kernwaffen
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Citar trabajo
Lutz Vogt (Autor), 2018, Kalte Kriege und Rüstungskontrolle, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/437645
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