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Die Risiko-Abbildung in der Kostenrechnung

Titre: Die Risiko-Abbildung in der Kostenrechnung

Élaboration , 2015 , 15 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Fabian Kremer (Auteur)

Gestion d'entreprise - Controlle de gestion
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Résumé Extrait Résumé des informations

Wie an aktuellen Entwicklungen weltweit, etwa den sinkenden Ölpreisen oder dem VW-Abgas-Skandal, zu erkennen ist, bringt jedes unternehmerische Handeln unausweichlich Risiken mit sich. Dass solche Risiken eine Gefahr für Unternehmen und Investoren darstellen wurde bereits vom Gesetzgeber erkannt, der mit dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz, kurz KonTraG, die Verpflichtung zur Einführung eines Risikomanagements durchgesetzt hat. In der Literatur wird dabei gefordert, dass das Risikomanagement in die Prozesse des Unternehmens integriert und nicht als isolierte Insellösung gesehen wird. Deshalb wird, um auch zukünftig entscheidungsorientierte Informationen für das Management liefern zu können, eine stärkere Verzahnung des Controlling mit dem Risikomanagement im Bereich der Kostenrechnung verlangt. Dies führt zu einem Abgang von der bisherigen Vorgehensweise der einwertigen hin zu einer mehrwertigen Planung und damit der Schaffung zusätzlicher Transparenz über das Risiko der Geschäftstätigkeit. Ziel dieser Arbeit ist dabei das Aufzeigen möglicher Ansatzpunkte für eine Risiko-Abbildung in der Kostenrechnung.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Notwendigkeit der Risiko-Abbildung in der Kostenrechnung

2. Grundlegendes zur Risiko-Abbildung in der Kostenrechnung

3. Möglichkeiten der Risiko-Abbildung in der Kostenrechnung

3.1 Grenzen der Risiko-Abbildung durch Wagniskosten

3.2 Einsatz von Simulationen zu Planungszwecken

3.3 Einsatz von Simulationen zu Steuerungszwecken

4. Weitere betriebliche Anwendungsgebiete der Simulationstechnik

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Integration von Risikomanagement in das interne Rechnungswesen, um die traditionelle, einwertige Planung durch eine mehrwertige, risiko-orientierte Perspektive zu ersetzen. Ziel ist es, Ansatzpunkte für eine effektive Risiko-Abbildung in der Kostenrechnung aufzuzeigen und die Überlegenheit stochastischer Simulationsmethoden gegenüber pauschalen Ansätzen wie kalkulatorischen Wagniskosten zu demonstrieren.

  • Notwendigkeit der Risiko-Abbildung in der Kostenrechnung
  • Kritik an traditionellen kalkulatorischen Wagniskosten
  • Einsatz von stochastischen Simulationen zur Entscheidungsunterstützung
  • Simulation als Instrument zur Planung und Steuerung
  • Erweiterte Anwendungsgebiete der Simulationstechnik

Auszug aus dem Buch

3.1 Grenzen der Risiko-Abbildung durch Wagniskosten

Im Zusammenhang mit der Risiko-Abbildung in der Kostenrechnung trifft man unweigerlich in der Literatur auf den Vorschlag zum Ansatz kalkulatorischer Wagniskosten im Rahmen der Kostenartenrechnung.4) Als kalkulatorische Wagnisse werden dabei nicht versicherte, kalkulierbare Einzelrisiken verstanden.1) Diese werden vom nicht kalkulierbaren, allgemeinen Unternehmerwagnis abgegrenzt, dessen Deckung sich aus dem Gewinn ergeben muss.2) Der Ansatz von kalkulatorischen Wagnissen stellt also eine Art Versicherungsprämie für selbst übernommene Risiken dar. Grundidee ist dabei nicht die zeitlich korrekte Erfassung der Kosten, sondern eine Verteilung der möglichen Kosten über den Zeitablauf, da der Zeitpunkt des Kostenanfalls nicht richtig geschätzt werden kann. Die Auszahlungen sollen sich also auf längere Sicht wieder ausgleichen.3)

Typischerweise werden die Wagnisse dabei in verschiedene Arten untergliedert, etwa für Schwankungen in den Beständen oder Mehrkosten in der Produktion. Der Ausfall einer Maschine etwa kann im Bereich des Anlagenwagnisses eingeordnet werden. Als Konsequenz können sich höhere Personalkosten, Materialkosten durch Ausschuss, Energiekosten usw. ergeben, die im Anlagenwagnis einkalkuliert werden müssten. Daran ist zu erkennen, dass Wagniskosten eine Art Sammeltopf aus anderen Kostenarten bilden. Altenburger definiert Wagniskosten sogar als unsichere Teile übriger primärer Kostenarten.4) Problematisch ist hierbei, dass primäre Kostenarten jetzt in unsichere und sichere Teile aufgeteilt werden müssten, damit eine Zuordnung zur primären Kostenart oder zu den Wagniskosten erfolgen kann. Es entsteht also ein Abgrenzungsproblem zwischen sicheren und unsicheren Kostenanteilen.5) Zudem sorgt der Sammeltopfcharakter der Kosten für eine höhere Intransparenz. Mit der zunehmenden Internationalisierung von Unternehmen kommt es auch zu einer Zunahme von Risiken, etwa über Mengen-, Preis- oder Währungsschwankungen, was sich in einer Erweiterung der Wagniskosten auswirken würde.6) Dies führt zu einer undifferenzierten, pauschalen Risikoberücksichtigung durch eine Aufblähung der Wagniskosten, die durch einen Kumulationseffekt weit über die eigentlichen Gefahren hinausgehen dürfte.1)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Notwendigkeit der Risiko-Abbildung in der Kostenrechnung: Das Kapitel erläutert, warum Risikomanagement aus Compliance-Gründen und zur Verbesserung der Informationsqualität stärker in das Controlling und die Kostenrechnung integriert werden muss.

2. Grundlegendes zur Risiko-Abbildung in der Kostenrechnung: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Entscheidungstheorie unter Sicherheit und Unsicherheit beleuchtet und die Rolle des Rechnungswesens als Instrument der Entscheidungsunterstützung definiert.

3. Möglichkeiten der Risiko-Abbildung in der Kostenrechnung: Dieses Kapitel vergleicht den klassischen, pauschalen Ansatz der kalkulatorischen Wagnisse kritisch mit modernen Simulationsverfahren.

3.1 Grenzen der Risiko-Abbildung durch Wagniskosten: Es wird dargelegt, warum Wagniskosten als Sammeltopf intransparent sind und als entscheidungslogisch unzureichend für moderne Anforderungen abgelehnt werden sollten.

3.2 Einsatz von Simulationen zu Planungszwecken: Dieses Kapitel zeigt, wie stochastische Methoden statt deterministischer Durchschnittswerte dazu dienen, Zielgrößenverteilungen für bessere Entscheidungen zu generieren.

3.3 Einsatz von Simulationen zu Steuerungszwecken: Hier wird erläutert, wie Simulationen bei der Budgetierung helfen, um Vorgabewerte zu ermitteln und Einsparpotenziale sowie Budgetrisiken transparent zu machen.

4. Weitere betriebliche Anwendungsgebiete der Simulationstechnik: Das abschließende Kapitel zeigt auf, dass das Simulationsvorgehen über die Kostenrechnung hinaus auch in der Investitionsrechnung, Unternehmensbewertung und im Bankwesen als Risiko-Instrument essenziell ist.

Schlüsselwörter

Risiko-Abbildung, Kostenrechnung, Risikomanagement, Controlling, Simulation, Entscheidungsunterstützung, Plankostenrechnung, Wagniskosten, Unsicherheit, Stochastik, Budgetierung, Deckungsbeitrag, Entscheidungslogik, Kostenplanung, Wahrscheinlichkeitsverteilung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der methodischen Einbindung von Risiken in die Kostenrechnung, um die Qualität unternehmerischer Entscheidungen unter unsicheren Rahmenbedingungen zu verbessern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die Abgrenzung von Risiken im internen Rechnungswesen, die Kritik an traditionellen kalkulatorischen Wagnissen sowie der Einsatz moderner Simulationsverfahren.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, die Notwendigkeit einer mehrwertigen Planung zu begründen und aufzuzeigen, wie durch Simulationstechniken eine transparentere Risiko-Abbildung erfolgen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse entscheidungstheoretischer Ansätze und kontrastiert diese mit praxisorientierten Modellen der stochastischen Simulation.

Welche Inhalte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Risiko-Abbildung, eine kritische Würdigung der Wagniskosten sowie eine detaillierte Darstellung des Einsatzes von Simulationen zur Planung und Budgetierung.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Typische Begriffe sind Risiko-Abbildung, Kostenrechnung, Simulation, Controlling, Unsicherheit und stochastische Planung.

Warum wird der traditionelle Ansatz der kalkulatorischen Wagnisse kritisch betrachtet?

Der Autor argumentiert, dass Wagniskosten als "Sammeltopf" zu intransparent sind, zu einer Aufblähung führen und die tatsächliche Risikostruktur nicht entscheidungslogisch korrekt abbilden.

Wie unterstützen Simulationen konkret die Steuerung von Verantwortungsbereichen?

Simulationen erlauben es, anstelle eines starren Budgetwertes eine Verteilung der Kosten darzustellen, was die Identifikation von Einsparpotenzialen sowie die Einschätzung des Budgetüberschreitungsrisikos ermöglicht.

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Résumé des informations

Titre
Die Risiko-Abbildung in der Kostenrechnung
Université
University of Hohenheim
Note
1,3
Auteur
Fabian Kremer (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
15
N° de catalogue
V437758
ISBN (ebook)
9783668779792
ISBN (Livre)
9783668779808
Langue
allemand
mots-clé
Kostenrechnung Simulation Risiko Preisgrenze Kalkulation Unsicherheit
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Fabian Kremer (Auteur), 2015, Die Risiko-Abbildung in der Kostenrechnung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/437758
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Extrait de  15  pages
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