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Die sein/haben + zu + Infinitiv Konstruktionen in "Newen Zeitungen" des 16. und 17. Jahrhunderts

Título: Die sein/haben + zu + Infinitiv Konstruktionen in "Newen Zeitungen" des 16. und 17. Jahrhunderts

Tesis de Maestría , 2004 , 154 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Marzena Cichocki (Autor)

Filología alemana - Otros
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Das Hauptanliegen der vorliegenden Arbeit besteht in der Darstellung bisher wenig beachteter "sein/ haben+ zu"+ Infinitiv Konstruktionen, die als modale Konstruktionen betrachtet werden. Ich habe gerade diese Konstruktionen für meine Untersuchung ausgewählt, weil sie eine Sonderstellung im Vergleich mit den anderen Verben, die die Modalität kennzeichnen, einnehmen.

Die Notwendigkeit für die Erstellung eines eigenen Korpus ergab sich allerdings aus meinem umfassenderen Ansatz, für den übliche Ausgangspunkte und Fragestellungen durchweg zu einseitig ausgerichtet waren. Ich beschränke mich in der Untersuchung der "sein/ haben+ zu"+ Infinitiv- Konstruktionen nicht nur auf den Bereich der deutschen Gegenwartssprache, sondern greife in der Analyse auf Belege aus früheren Sprachepochen zurück. Damit soll gezeigt werden, dass die Existenz dieser Konstruktionen keine rein gegenwartssprachliche Erscheinung des Deutschen ist, sondern schon wesentlich früher eine Rolle in der Sprachverwendung gespielt hat.

Die vorliegende Arbeit besteht aus drei Teilen. In den ersten zwei Teilen wird zunächst der theoretische Rahmen errichtet, auf den sich dann die praktische Analyse stützen kann. Die Aufgabenstellung ist somit eine dreifache: Einerseits soll die Arbeit den Gebrauch der "sein/ haben+ zu"+ Infinitiv- Konstruktionen in der Gegenwartssprache darstellen, um aufzuzeigen, welche Bedeutungen den Konstruktionen zukommen. Andererseits ist ein Beitrag zur Geschichte und Entstehung der Neuen Zeitungen beabsichtigt, da sie das eigentliche Untersuchungskorpus bilden.

Etwas anders stellt sich die Lage im funktionalen Teil der Untersuchung dar, in welchem die Bedeutung der "sein/ haben+ zu"+ Infinitiv- Konstruktionen der deutschen Schriftsprache des 16. und 17. Jahrhunderts im Mittelpunkt der Betrachtung steht. Im folgenden werde ich die theoretischen und systematischen Untersuchungen zum Gebrauch dieser Konstruktionen im Deutschen mit einer empirisch- historischen Analyse dieser Gefüge in Neuen Zeitungen konfrontieren.

In meiner Arbeit konzentriere ich mich darauf, eine erste Grundlage zu schaffen und der Frage der Regelhaftigkeit in Form und Gebrauch der "sein/ haben+ zu"+ Infinitiv- Konstruktionen nicht nur in der Gegenwartssprache, sondern auch in der deutschen Schriftsprache des 16. und 17. Jahrhunderts nachzugehen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

I. Die Konstruktionen sein / haben + zu + Infinitiv in der Gegenwartssprache

1. Einleitung

2. Zum Wesen des Infinitivs

2.1 Historische Betrachtung des Infinitivs

2.2 Modale Infinitivkonstruktionen: sein und haben + zu

3. Die modale Relation bei sein + zu

3.1 Konkurrenzformen

3.1.1 Möglichkeit

3.1.1.1 Weitere Konkurrenzformen: sich lassen, –bar und –lich Ableitung

3.1.2 Notwendigkeit

3.1.3 Negierte Aussagen

3.1.4 Das Gerundivum

4. Modale Passivumschreibungen

5. Die modale Relation bei haben + zu

5.1 Konkurrenzformen

5.1.1 Notwendigkeit

5.1.2 Möglichkeit

5.1.3 Negierte Aussagen

6. Wechselseitiges Verhältnis zwischen sein + zu und haben + zu

7. Ambiguität der sein- und haben- Fügung

8. Modaler Infinitiv mit einem anderen Abhängigkeitsstatus

9. Zusammenfassung

II. Neue Zeitung als eine der öffentlichen Kommunikationsformen im 16. und 17. Jahrhundert

1. Einleitung

2. Zeitung heute

3. Die Entstehung der Zeitung aus dem brieflichen Verkehr

3. 1 Brief und geschriebene Zeitung

4. Flugblatt und Flugschrift

5. Zum Begriff Zeitung

6. Neue Zeitungen

6.1 Äußeres Erscheinungsbild

6.2 Inhalt

6.3 Produzenten und Druckorte

6.4 Zeitungsmerkmale

6.5 Die Sprache

7. Zusammenfassung

III. Die sein/ haben+ zu+ Infinitiv- Konstruktionen in Neuen Zeitungen des 16. und 17. Jahrhunderts

1. Einleitung

2. Druckorte und Produzenten

3. Das zu untersuchende Korpus

4. Sein + zu + Infinitiv

4.1 Zu den häufigsten sein+ zu+ Infinitiv Kombinationen

4.2 Konstruktionen mit potentialer Modalität

4.3 Konstruktionen mit adhortativer Modalität

5. Haben + zu + Infinitiv

5.1 Zu den häufigsten haben+ zu+ Infinitiv Kombinationen

5.2 Konstruktionen mit adhortativer Modalität

5.3 Konstruktionen mit potentialer Modalität

6. Gerundivkonstruktionen

7. Analyseergebnisse

Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Konstruktionen "sein/haben + zu + Infinitiv" unter modal-grammatischen Gesichtspunkten. Das primäre Forschungsziel ist die Darstellung der Gebrauchsweise und Bedeutung dieser Konstruktionen in der deutschen Gegenwartssprache im Vergleich zu deren Verwendung in "Neuen Zeitungen" des 16. und 17. Jahrhunderts.

  • Modale Infinitivkonstruktionen (sein/haben + zu + Infinitiv)
  • Entwicklung des Zeitungswesens im 16. und 17. Jahrhundert
  • Historische Sprachgeschichte des Frühneuhochdeutschen
  • Analyse von Korpusdaten (Neuen Zeitungen)
  • Semantik und Syntax modaler Infinitivgefüge

Auszug aus dem Buch

Die sein/ haben+ zu+ Infinitiv- Konstruktionen in Neuen Zeitungen des 16. und 17. Jahrhunderts

Das 16. und 17. Jahrhundert stellt sich aus sprachgeschichtlicher Perspektive als eine höchst interessante Übergangszeit dar, in der aus zahlreichen, voneinander stark abweichenden Schreibdialekten durch einen Ausgleichsprozess auf allen Sprachebenen, von der Orthographie bis zur Satzgestaltung, die Grundlagen für die jetzige Schriftsprache gelegt wurden.

Textlinguistisch sind hier besonders Neue Zeitungen von Interesse: Denn die Zeitungstexte stellen keine homogene Textsorte dar, sondern setzen sich aus einer Reihe unterschiedlicher Textsorten zusammen. Es herrschen in der damaligen Zeit uneinheitliche Textsorten und thematisches Durcheinander vor.

Wie im zweiten Teil der Arbeit erwähnt wurde, hat die Zeitungssprache seit dem 16. Jahrhundert einen großen Einfluss auf die historische Entwicklung der deutschen Sprache ausgeübt, deshalb dienen Beispielsätze aus Neuen Zeitungen des 16. und 17. Jahrhunderts als Grundlage meiner empirischen Untersuchung.

Die nähere Zielsetzung dieser Analyse ist die Untersuchung der sein/ haben+ zu+ Infinitiv- Konstruktionen und ihre Verwendungsweise in den Texten der Neuen Zeitungen zwischen 1518 und 1739.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Problematik und Verwendung der modalen Infinitivkonstruktionen in der deutschen Gegenwartssprache.

2. Zum Wesen des Infinitivs: Dieses Kapitel gibt einen wissenschaftsgeschichtlichen Überblick über die Nominalformen und das System der infiniten Verbformen.

3. Die modale Relation bei sein + zu: Hier werden die verschiedenen Konkurrenzformen, modalen Bedeutungen und negierten Aussagen der "sein + zu"-Konstruktion detailliert analysiert.

4. Modale Passivumschreibungen: Das Kapitel behandelt verschiedene Möglichkeiten der Passivumschreibung, die einen Modalfaktor aufweisen.

5. Die modale Relation bei haben + zu: Dieses Kapitel befasst sich mit der aktiven Konstruktion, deren Konkurrenzformen und der primären Bedeutung der Notwendigkeit.

6. Wechselseitiges Verhältnis zwischen sein + zu und haben + zu: Hier wird das Konkurrenzverhältnis der beiden Fügungen untereinander in spezifischen Funktionsbereichen untersucht.

7. Ambiguität der sein- und haben- Fügung: Dieses Kapitel analysiert die Mehrdeutigkeit der Konstruktionen, wenn der Kontext keine eindeutige Entscheidung zwischen Möglichkeit und Notwendigkeit zulässt.

8. Modaler Infinitiv mit einem anderen Abhängigkeitsstatus: Hier werden Verwendungsweisen betrachtet, die nicht zum eigentlichen modalen Infinitiv gezählt werden, da sie eine attributive Funktion besitzen.

9. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung führt die wesentlichen Ergebnisse zur modalen Funktion, zum passivischen bzw. aktivischen Charakter und zur syntaktischen Einbettung der Konstruktionen zusammen.

Schlüsselwörter

Modaler Infinitiv, sein + zu, haben + zu, Neue Zeitungen, Sprachgeschichte, Frühneuhochdeutsch, Modalität, Notwendigkeit, Möglichkeit, Syntax, Sprachwandel, Zeitungswesen, Gerundivum, Passivumschreibung, Textsorte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Magisterarbeit untersucht die modalen Infinitivkonstruktionen mit "sein" und "haben" in Kombination mit "zu + Infinitiv" und analysiert deren Gebrauch und Bedeutungswandel vom 16. bis zum 17. Jahrhundert in den sogenannten "Neuen Zeitungen".

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die historische Sprachwissenschaft, die Syntax des Frühneuhochdeutschen, die Entwicklung des frühen Zeitungswesens als Kommunikationsmedium sowie die formale und semantische Analyse der modalen Infinitivfügungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie diese Konstruktionen als modale Ausdrucksmittel in der Gegenwartssprache sowie in der historischen Schriftsprache des 16. und 17. Jahrhunderts fungieren und ob sich der Gebrauch über diesen Zeitraum verändert hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine empirisch-historische Analyse, bei der ein eigens erstelltes Textkorpus von 123 "Neuen Zeitungen" (1518–1739) ausgewertet wird, um Häufigkeiten und syntaktische Merkmale der Konstruktionen zu belegen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst der theoretische Rahmen und der Charakter des Infinitivs erörtert. Anschließend erfolgt die Untersuchung der Konstruktionen in Neuen Zeitungen unter Berücksichtigung von Druckorten, Produzenten, Textsorten und modalen Ausprägungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Modaler Infinitiv, Frühneuhochdeutsch, Sprachwandel, Neue Zeitungen, Modalität, Syntax, Notwendigkeit und Möglichkeit.

Welche Rolle spielt das "Gerundivum" in der Analyse?

Das Gerundivum wird als eine eng mit den untersuchten Konstruktionen zusammenhängende Form analysiert, die als Konkurrenzform zum Passiv und als attributives Mittel zur Satzverkürzung dient.

Warum sind die "Neuen Zeitungen" als Korpus so bedeutend?

Sie sind bedeutende sprachliche Dokumente, die Einblicke in die sich entwickelnde neuhochdeutsche Schriftsprache geben und aufgrund ihres breiten Leserkreises als Instanz für sprachliche Normierung und Vereinheitlichung fungierten.

Final del extracto de 154 páginas  - subir

Detalles

Título
Die sein/haben + zu + Infinitiv Konstruktionen in "Newen Zeitungen" des 16. und 17. Jahrhunderts
Universidad
University of Hannover  (Germanistik: Deutsche Literatur- und Sprachwissenschaft)
Calificación
1
Autor
Marzena Cichocki (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
154
No. de catálogo
V437776
ISBN (Ebook)
9783668782808
ISBN (Libro)
9783668782815
Idioma
Alemán
Etiqueta
Modalität modale Infinitivkonstruktionen die Enstehung der Zeitung aus dem brieflichen Verkehr öffentliche Kommunikationsformen im 16. und 17. Jahrhundert
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Marzena Cichocki (Autor), 2004, Die sein/haben + zu + Infinitiv Konstruktionen in "Newen Zeitungen" des 16. und 17. Jahrhunderts, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/437776
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