Diese Arbeit stellt eine Zusammenfassung des Proseminars "Einführung in die Literaturwissenschaft" dar. Folgende Themen werden behandelt: Literaturepochen mit Beispielen sowie literarische Gattungen.
Inhaltsverzeichnis
Barock (1575 – 1770, ca. 17Jhd.)
Beispiel: An die Welt v. Andreas Gryphius
Sonett
Aufklärung (18.Jhd)
Drama
Beispiel: Nathan der Weise v. Gotthold Ephraim Lessing
Sturm & Drang (1765 – 1785, Strömung während d. Aufklärung)
Beispiel: Auf dem See v. Johann Wolfgang von Goethe
Romantik (Wende 18./19.Jhd.)
Beispiel: Mondnacht v. Joseph von Eichendorff
Biedermeier (1815 – 1848)
Beispiel: Der arme Spielmann v. Franz Grillparzer
Erzählperspektiven
Bürgerl. / Poet. Realismus (ca. 1850 – Jahrhundertwende)
Beispiel: Effi Briest v. Theodor Fontane
Verfilmung: Fontane Effi Briest v. Rainer Werner Fassbinder
Nachkriegszeit (späteres 20.Jhd)
Beispiel: Wien: Heldenplatz v. Ernst Jandl
Beispiel: Von Ewigkeit zu Ewigkeit v. Elfriede Jelinek
Strukturale Semantik
Literarische Gattungen
Lyrik
Drama
Erzählende Prosa
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Diese Einführung in die Literaturwissenschaft bietet einen strukturierten Überblick über zentrale literarische Epochen vom Barock bis zur Nachkriegszeit sowie grundlegende methodische Ansätze der Textanalyse. Das Ziel ist die Vermittlung literarhistorischer Kontexte sowie analytischer Werkzeuge zur Untersuchung von Gattungen, Erzählperspektiven und sprachlicher Semantik.
- Historischer Kontext und Merkmale bedeutender Epochen (Barock, Aufklärung, Sturm & Drang, Romantik, Biedermeier, Realismus, Nachkriegszeit).
- Analysebeispiele kanonischer Werke zur praktischen Anwendung literaturwissenschaftlicher Begriffe.
- Einführung in die Dramentheorie und Struktur des aristotelischen Dramas.
- Grundlagen der strukturalen Semantik und der Erzähltheorie.
- Systematische Einordnung literarischer Gattungen (Lyrik, Drama, Epik).
Auszug aus dem Buch
Biedermeier (1815 – 1848)
Beginn m. Ende d. napoleon. Kriege, Wr. Kongress, Ordnung Europas
Polizeistaat, Spitzelwesen, Denunziantentum, keine Meinungsfreiheit, keine Versammlungsfreiheit – Zensur!
Fabeln, Metaphern, Allegorienspiele, Improvisation (Nestroy: im Skript anders als auf d. Bühne) um Zensur zu umgehen
Beidermeier-Möbel, Bilder (Waldmüller)
scheinbare Idylle, Rückzug, Hausmusik
Fürst Metternich als Staatskanzler
Vormärz: Revolution im März 1848
Zusammenfassung der Kapitel
Barock (1575 – 1770, ca. 17Jhd.): Das Kapitel thematisiert die normative Ästhetik, den gelehrten Dichter (poeta doctus) und die zentralen Motive wie memento mori und vanitas.
Beispiel: An die Welt v. Andreas Gryphius: Hier wird anhand des Sonetts die antithetische Struktur, die Intertextualität und der Einsatz rhetorischer Figuren im Kontext des 30-jährigen Krieges analysiert.
Sonett: Erläuterung der formalen Struktur des Sonetts bestehend aus zwei Quartetten und zwei Terzetten, dem Alexandriner sowie dem Reimschema.
Aufklärung (18.Jhd): Fokus auf Vernunft, den Menschen als Mittelpunkt, Immanuel Kant und die kritische Auseinandersetzung mit der Kirche sowie die Forderung nach Religionsfreiheit.
Drama: Darstellung der Struktur des aristotelischen Dramas, der Akte von der Exposition bis zur Katastrophe sowie zentraler Begriffe wie Katharsis und Anagnorisis.
Beispiel: Nathan der Weise v. Gotthold Ephraim Lessing: Analyse des Dramas mit Fokus auf die Ringparabel, den historischen Hintergrund des Toleranzgedankens und die Umgehung der Zensur.
Sturm & Drang (1765 – 1785, Strömung während d. Aufklärung): Behandlung der Genie-Ästhetik, des Naturverständnisses und der Abgrenzung zur rationalistischen Aufklärung.
Beispiel: Auf dem See v. Johann Wolfgang von Goethe: Analyse der strophischen Struktur und des biografischen Kontextes der Schweiz-Reise Goethes.
Romantik (Wende 18./19.Jhd.): Fokus auf die nationale Bedeutung des Volkes, die Sehnsucht nach der Natur als Gegenentwurf zur Industrialisierung und das kulturelle Erbe.
Beispiel: Mondnacht v. Joseph von Eichendorff: Untersuchung der volksliedhaften Struktur, der Personifizierung der Natur und des Motivs der Sehnsucht.
Biedermeier (1815 – 1848): Beleuchtung der Zeit der Restauration, geprägt durch Polizeistaat, Zensur und den Rückzug in die private Idylle.
Beispiel: Der arme Spielmann v. Franz Grillparzer: Analyse der erzählerischen Struktur, der Semantik der Wasser-Metaphorik und der soziologischen Positionierung des Künstlers.
Erzählperspektiven: Definition und Unterscheidung zwischen auktorialem, Ich-Erzähler und personalem Erzählen.
Bürgerl. / Poet. Realismus (ca. 1850 – Jahrhundertwende): Untersuchung der symbolischen Ebene in einer vordergründig realistischen Schreibweise bei zunehmender Annäherung von Bürgertum und Adel.
Beispiel: Effi Briest v. Theodor Fontane: Detaillierte semantische Analyse von Symbolik, Pflanzen- und Lichtmotiven sowie der gesellschaftlichen Rolle der Frau.
Verfilmung: Fontane Effi Briest v. Rainer Werner Fassbinder: Diskussion der filmischen Umsetzung und der gezielten Verfremdungseffekte.
Nachkriegszeit (späteres 20.Jhd): Einblick in die Gruppe 47, die Entstehung des Hörspiels und die experimentellen Sprachspiele der Wiener Gruppe.
Beispiel: Wien: Heldenplatz v. Ernst Jandl: Analyse der lautmalerischen Sprache und der historischen Konnotationen im Text.
Beispiel: Von Ewigkeit zu Ewigkeit v. Elfriede Jelinek: Interpretation des Essays als Auseinandersetzung mit politischen Missständen und der Verwendung von Emblem-Strukturen.
Strukturale Semantik: Zusammenfassung der terminologischen Grundlagen wie Kohärenz, Sem, Lexem, Klassem und Isotopie.
Literarische Gattungen: Systematische Übersicht der Merkmale von Lyrik, Drama und erzählender Prosa (Epik).
Schlüsselwörter
Literaturwissenschaft, Epochen, Barock, Aufklärung, Romantik, Realismus, Sonett, Drama, Erzähltheorie, Semantik, Intertextualität, Metapher, Motiv, Gattung, Epik
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Ziel dieses Dokuments?
Das Dokument dient als Einführung in die Literaturwissenschaft und bietet eine kompakte Zusammenfassung wichtiger Epochen, Gattungen und methodischer Analyseinstrumente.
Welche literarischen Epochen werden behandelt?
Es deckt ein Spektrum vom Barock über Aufklärung, Sturm & Drang, Romantik und Biedermeier bis hin zum Realismus und der Nachkriegszeit ab.
Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?
Zentral sind die historische Einordnung, formale Aspekte von Gedichten, die Dramentheorie, Erzählperspektiven sowie die strukturalistische Textanalyse.
Wie werden die literarischen Epochen untersucht?
Jede Epoche wird durch zentrale Merkmale sowie ein konkretes Textbeispiel und dessen Analyse (z.B. Fontanes Effi Briest) detailliert vorgestellt.
Was wird im Bereich der Erzähltheorie vermittelt?
Es werden verschiedene Erzählperspektiven (auktorial, Ich-Erzähler, personal) und grundlegende Gattungsbegriffe der Epik erläutert.
Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?
Der Fokus liegt auf der werkimmanenten Analyse, der strukturalen Semantik (Sem, Lexem, Isotopie) und dem Verständnis von Intertextualität.
Was unterscheidet das „aristotelische Drama“ von anderen Formen?
Das aristotelische Drama folgt der klassischen 5-Akt-Struktur mit einem festen Spannungsbogen und dem Ziel der Katharsis.
Warum ist das Verständnis der „Semantik“ für diese Arbeit wichtig?
Die strukturale Semantik ermöglicht es, über die bloße Inhaltsangabe hinaus Bedeutungsebenen wie Isotopien zu erschließen und so tiefere symbolische Strukturen in Texten freizulegen.
Wie wird mit dem Begriff der Intertextualität umgegangen?
Die Arbeit definiert Intertextualität als Bezugnahme auf andere Texte oder Mythen, die den Assoziationsraum innerhalb eines Werkes erheblich erweitern kann.
Welche Rolle spielt die „Zensur“ in den behandelten Epochen?
Besonders im Biedermeier wird Zensur als gesellschaftlicher Druckfaktor identifiziert, der Autoren dazu zwang, durch Metaphern und Allegorien verschlüsselt zu schreiben.
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- Bianca Lehner (Autor), 2013, Einführung in die Literaturwissenschaft, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/437798