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Charakterisierung des Ödipus in Carl Orffs "Oedipus der Tyrann" und Werkvergleich mit "Antigonae" anhand der Tiresiasszene

Título: Charakterisierung des Ödipus in Carl Orffs "Oedipus der Tyrann" und Werkvergleich mit "Antigonae" anhand der Tiresiasszene

Trabajo Escrito , 2017 , 26 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Michael Bock (Autor)

Musicología - Otras
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Carl Orffs Vertonung von "Oedipus der Tyrann" ist eine Weiterentwicklung von "Antigonae" (1949). In "Oedipus der Tyrann" wird der Deklamationsstil auf die Spitze getrieben. Was im Vergleich der beiden Werke seltsam anmutet ist die Reihenfolge der thebanischen Trilogie. In dem Werk von Sophokles findet sich Antigone im letzten Teil und König Ödipus im ersten Teil. Orff vertonte zuerst Antigonae, dann, zehn Jahre später, Oedipus der Tyrann.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorzeichen im Zusammenhang mit der Charakterentwicklung des Ödipus’

2.1 Erläuterung der Symbole in Tabelle I.

2.2 Tonartliche Entwicklung des Ödipus’

2.3 Interpretation der Vorzeichnung

3. Werkvergleich am Beispiel der Szene des Tiresias’

3.1 Begründung der Szenenwahl

3.2 Vergleich und Analyse

3.3 Zusammenfassung

4. Abschluss

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit analysiert die musikalische Struktur von Carl Orffs „Oedipus der Tyrann“ unter besonderer Berücksichtigung der tonartlichen Veränderungen und deren Korrelation mit der Charakterentwicklung des Protagonisten sowie dem dramaturgischen Verlauf. Zentral ist dabei der Vergleich der Werkkonzeption mit „Antigonae“, um die musikalische Verwandtschaft beider Tragödien aufzuzeigen.

  • Analyse der Generalvorzeichnungen als Ausdruck innerer Zustände und Schicksalsentwicklungen der Charaktere.
  • Untersuchung des Deklamationsstils und dessen Verschärfung in „Oedipus der Tyrann“.
  • Vergleichende Analyse der Schlüsselszene des Tiresias in „Oedipus der Tyrann“ und „Antigonae“.
  • Interpretation der instrumentalen Symbolik und der Verwendung archaischer Topoi in Orffs Musiktheater.

Auszug aus dem Buch

2.1 Erläuterung der Symbole in Tabelle I.

Die Veränderung der Generalvorzeichnung einzelner Rollen steht in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der Handlung und der inneren Einstellung der Protagonisten. Besonders Ödipus’ Entwicklung wird mit teils abrupten Veränderungen der Tonarten entfaltet. Nachdem Ödipus sich die Augen ausgestochen hatte, fällt seine Tonart auf fünf b ab. Seine Stimme kehrt erst am Ende des Stücks zu der anfänglichen Tonart zurück. Orff zeichnet die Charakterentwicklung des Ödipus’ ab, indem er die Rahmentonart unverändert belässt und es im Werk zu Veränderungen kommt.

Die Generalvorzeichnung ist in der Tabelle I. im Anhang abgebildet. Ein in türkis farblich gekennzeichnetes „-“ in der Tabelle bedeutet, dass es sich an dieser Stelle um rhythmisiertes Sprechen handelt. Ein rotes „S“ bezeichnet, dass die jeweilige Rolle wie in einem Melodram spricht. Die Zahlen geben die Anzahl der Vorzeichen an. Beispielsweise „-“ (Minus) steht für eine b-Vorzeichnung, „+“ (Plus) für #-Vorzeichnung. „0“ bedeutet, dass hier keine Vorzeichen vorkommen.

Die Vorzeichnungen können auch kombiniert werden, wie beispielsweise „-1 -2 +1 -1“ vorkommen, das bedeutet, dass es polytonal ist und sich aus ein b, zwei b, ein # und ein b zusammensetzt. Diese zusammengesetzten Tonarten kommen ausschließlich in der Instrumenten-Spalte vor. „(T)“ steht für die Trompete. Ein dicker Querstrich durch alle Spalten bedeutet, dass hier ein Teil endet, dadurch wird die Szeneneinteilung visualisiert. Die Tabelle beschreibt folglich die Art des Vortrags einer jeden Rolle. Mit der unterschiedlichen Vorzeichnung soll die Entwicklung des Charakters der Beteiligten beschrieben werden. Die Tabelle im Anhang ermöglicht einen exaktere Übersicht als die Kurztabelle von Rösch, in welcher die Tonarten für die einzelnen Teile zusammengefasst werden, ohne auf die Ziffern Bezug zu nehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zwiespältige Rezeption von „Oedipus der Tyrann“ bei der Uraufführung und ordnet das Werk als Weiterentwicklung von „Antigonae“ im Kontext der Hölderlin-Rezeption ein.

2. Vorzeichen im Zusammenhang mit der Charakterentwicklung des Ödipus’: Dieses Kapitel analysiert, wie Orff durch wechselnde Generalvorzeichnungen die innere Entwicklung des Ödipus, von der Ahnung bis zur Selbsterkenntnis, musikalisch darstellt.

3. Werkvergleich am Beispiel der Szene des Tiresias’: Hier wird die Tiresias-Szene in „Oedipus“ und „Antigonae“ hinsichtlich Instrumentation, Deklamation und musikalischer Dissonanzen vergleichend analysiert, um die „Schwesterwerk“-Beziehung der Tragödien zu belegen.

4. Abschluss: Das abschließende Kapitel resümiert Orffs konsequente Weiterentwicklung seines Stils in der griechischen Tragödie, die in späteren Werken wie „Prometheus“ weitergeführt wurde.

Schlüsselwörter

Carl Orff, Oedipus der Tyrann, Antigonae, Musiktheater, Tonartliche Entwicklung, Generalvorzeichnung, Deklamationsstil, Tiresias, Sophokles, Friedrich Hölderlin, Charakterentwicklung, Dissonanz, griechische Tragödie, Werkanalyse, Instrumentation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der musikalischen Analyse von Carl Orffs Oper „Oedipus der Tyrann“ und untersucht, wie Orff durch musikalische Mittel wie Tonarten und Vorzeichen psychologische Prozesse der Charaktere abbildet.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die tonartliche Symbolik, der Vergleich zu „Antigonae“ als sogenanntes Schwesterwerk sowie die Analyse des speziellen Deklamationsstils, den Orff in seinen Antikendramen anwendet.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Orff durch bewusste tonartliche Gestaltung und instrumentale Kopplungen die Handlung und die innere Entwicklung der Protagonisten, insbesondere des Ödipus, musikalisch expliziert.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine werkanalytische Arbeit, die Partiturstudien mit dem Vergleich von „Oedipus der Tyrann“ und „Antigonae“ verbindet und dabei auf musikwissenschaftliche Fachliteratur zurückgreift.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Bedeutung der Generalvorzeichen für die Charakterentwicklung des Ödipus und einem detaillierten Szenenvergleich der Tiresias-Auftritte in den beiden untersuchten Werken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselwörter wie Carl Orff, Oedipus, Tonartliche Entwicklung, Deklamationsstil und Griechische Tragödie fassen den Inhalt präzise zusammen.

Warum spielt die Figur des Tiresias eine zentrale Rolle für den Vergleich der beiden Werke?

Da Orff lediglich „Antigonae“ und „Oedipus“ vertont hat und die anderen Rollen in den jeweiligen Werken unterschiedliche funktionale Rollen einnehmen, bietet die Tiresias-Szene die einzige direkte Vergleichsmöglichkeit der musikalischen Behandlung gleicher dramatischer Situationen.

Wie deutet der Autor die Verwendung von Vorzeichen im Zusammenhang mit der Erkenntnis des Ödipus?

Der Autor argumentiert, dass Orff die Tonarten nutzt, um psychologische Zustände zu markieren: Beispielsweise signalisiert die „Erkenntnistonart“ (fünf b) den Moment, in dem Ödipus seine Schuld erkennt und das göttliche Schicksal akzeptiert.

Final del extracto de 26 páginas  - subir

Detalles

Título
Charakterisierung des Ödipus in Carl Orffs "Oedipus der Tyrann" und Werkvergleich mit "Antigonae" anhand der Tiresiasszene
Universidad
University of Tubingen
Curso
Carl Orff: Das kleine und das große Welttheater
Calificación
1,7
Autor
Michael Bock (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
26
No. de catálogo
V438016
ISBN (Ebook)
9783668785038
ISBN (Libro)
9783668785045
Idioma
Alemán
Etiqueta
charakterisierung ödipus carl orffs oedipus tyrann werkvergleich antigonae tiresiasszene
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Michael Bock (Autor), 2017, Charakterisierung des Ödipus in Carl Orffs "Oedipus der Tyrann" und Werkvergleich mit "Antigonae" anhand der Tiresiasszene, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/438016
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