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Der Einfluss von außerschulischen Lernorten mit starker emotionaler Wirkung auf die Motivation von Schülern

Titel: Der Einfluss von außerschulischen Lernorten mit starker emotionaler Wirkung auf die Motivation von Schülern

Hausarbeit , 2018 , 15 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Christopher Horn (Autor:in)

Pädagogik - Schulpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Betrachtet man die aktuellen medialen Möglichkeiten von Schülerinnen und Schülern, so fällt es den Lehrpersonen in der heutigen Zeit immer schwerer, diese für die Inhalte des Unterrichts zu begeistern oder anders gesagt: zu Motivieren. Selten besteht die Möglichkeit, innerhalb eines Schulgebäudes für einen Überraschungseffekt oder ein Staunen zu sorgen, denn Filme und Bilder zu Themen des Unterrichts zu erhalten erfordert meist nur einen Suchbegriff und ein paar Klicks mit der Maus des Computers. Dies stellt Lehrerinnen und Lehrer vor eine große Herausforderung, sind doch gerade diese Effekte so förderlich für ihren Unterricht.

Aus diesem Grund ist es notwendig, Medien zu verwenden, die Schülerinnen und Schüler nicht eigenständig substituieren können, wie zum Beispiel einen außerschulischen Lernort. Denn erinnert man sich an die eigene Schulzeit, so sind es doch gerade Ausflüge und Exkursionen, die einem in guter Erinnerung geblieben sind.

Will man verstehen, warum die Effektivität eines Lernorts außerhalb des Schulgebäudes so groß ist, so ist die Betrachtung des motivationalen Aspekts erforderlich. Dazu wird im Rahmen dieser Arbeit zunächst die Selbstbestimmungstheorie nach Deci & Ryan betrachtet. Mit Einbezug der psychologischen Basisbedürfnisse und der unterschiedlichen Arten von Motivation soll sich der Thematik aus theoretischer Sicht genähert und eine Basis für die Interpretation des Schülerinterviews gelegt werden. Wie die Motivation der Exkursionsteilnehmer beobachtet werden kann, soll durch die genaue Aufschlüsselung des Fragenkatalogs aus dem Interview ermittelt werden.

Im Anschluss daran soll explizit auf das Konstrukt des außerschulischen Lernens eingegangen werden. Nach theoretischer Betrachtung des gemeinen außerschulischen Lernortes soll dann die Besonderheit der Gedenkstätte, die diesen Beobachtungen zugrunde liegt hervorgehoben werden. Es handelt sich bei dem von mir gewählten Lernort um die Gedenkstätte des Konzentrationslagers Buchenwald in der Nähe von Weimar. Es soll überprüft werden, ob die teilweise auftretenden emotionalen Belastungen einer solchen Gedenkstätte einen Einfluss auf die Lernmotivation der Schülerinnen und Schüler hat.

Des Weiteren kann zum Vergleich des Lernverhaltens auf persönliche Erfahrungen mit der Klasse im Regelunterricht zurückgegriffen werden. Abschließend werden die Ergebnisse ausgewertet und ein Fazit zur Eignung einer solchen Gedenkstätte als außerschulischer Lernort gezogen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DIE SELBSTBESTIMMUNGSTHEORIE DER MOTIVATION

2.1. PSYCHOLOGISCHE BASISBEDÜRFNISSE DES MENSCHEN

2.2. ARTEN DER MOTIVATION

2.3. MOTIVATION BEOBACHTEN – FRAGESTELLUNGEN IM SCHÜLERINTERVIEW

3. AUßERSCHULISCHES LERNEN – VORTEILE, HERAUSFORDERUNG UND GRENZEN

3.1. DER EINFLUSS VON EMOTIONEN AUF DIE LERNMOTIVATION DER SCHÜLER

3.2. ERGEBNISSE DES INTERVIEWS

4. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss von außerschulischen Lernorten mit starker emotionaler Wirkung, insbesondere der Gedenkstätte des Konzentrationslagers Buchenwald, auf die Motivation von Schülern. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei darauf, wie sich der Besuch eines solch emotional belastenden Ortes auf die Lernmotivation auswirkt und welche Rolle die Vorbereitung sowie die unterschiedlichen Arten der Regulation von Motivation nach der Selbstbestimmungstheorie dabei spielen.

  • Selbstbestimmungstheorie der Motivation nach Deci & Ryan
  • Psychologische Basisbedürfnisse: Kompetenz, Autonomie und soziale Eingebundenheit
  • Unterscheidung zwischen intrinsischer, extrinsischer Motivation und Amotivation
  • Potenziale und Herausforderungen außerschulischen Lernens
  • Einfluss von Emotionen auf Lernprozesse und Schülermotivation

Auszug aus dem Buch

3. Außerschulisches Lernen – Vorteile, Herausforderung und Grenzen

Außerschulische Lernorte weisen für Lehrpersonen ein großes Maß an Potential auf, stellen diese aber gleichzeitig vor einige Herausforderungen und stoßen in bestimmten Aspekten auch an ihre Grenzen. Die grundlegende Idee hinter einem Lernort, der sich außerhalb der üblichen Räumlichkeiten des Schulgebäudes befindet, ist es den Schülerinnen und Schülern Erfahrungen und Eindrücke zu vermitteln, die sie andernfalls nicht hätten erleben können (Karpa, Lübbecke, & Adam, 2015). Als außerschulischer Lernort zählt dabei all das, was sich außerhalb eines Schulgebäudes befindet, was eine entsprechende Eignung aufweist. So kann zum Beispiel neben den eigens dafür konzipierten Lernlaboren auch ein landwirtschaftlicher Betrieb als Lernort genutzt werden. Gerade für Schülerinnen und Schüler, die aus einer urbanen Region stammen und auf privater Ebene nie mit der Landwirtschaft in Kontakt getreten sind stellt ein Besuch auf einem solchen Hof eine besondere Erfahrung dar, die nicht durch Methoden und Medien im Unterricht ersetzt werden kann. Allerdings ist es obligatorisch, dass der Besuch eines außerschulischen Lernortes im Unterricht vorbereitet und auch nachbereitet wird (Karpa et al., 2015). Andernfalls könnte der „Ausflug“ dorthin einen Freizeitcharakter entwickeln, sodass die Exkursion nicht den gewünschten Effekt für den Unterricht aufweist. Die durch den Besuch eines außerschulischen Lernorts gemachten Primärerfahrungen bilden eine Grundlage für weiteres Wissen und die Entwicklung von Kompetenzen (Karpa et al., 2015).

Ein weiterer großer Vorteil ist die Möglichkeit einer problemorientierten Unterrichtsgestaltung in Verbindung mit einem außerschulischen Lernort. Unter Problemorientierung versteht man dabei eine Aufgabe zu stellen die praktisch anhand der Gegebenheiten des Lernortes gelöst werden kann und somit deren Nutzen für die Schülerinnen und Schüler hervorgehoben werden kann (Karpa et al., 2015). Dies steht in einem deutlichen Kontrast zur Lösung einer Mathematikaufgabe, deren Bearbeitung für die Schüler nur wenig Sinn ergibt. Nutzt man allerdings seine mathematischen Fähigkeiten für die Berechnung der Höhe eines Gebäudes oder ähnlichem, so ist dieser Aufgabe ein Sinn gegeben und die Schülerinnen und Schüler erkennen, warum es sinnvoll ist ihre mathematischen Kompetenzen weiterzuentwickeln. Solche Erfahrungen könnten gleichzeitig einen positiven Effekt auf das zukünftige Verhalten im Regelunterricht haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Diese Einleitung skizziert die Schwierigkeit, Schüler im heutigen Unterricht zu motivieren, und begründet die Relevanz außerschulischer Lernorte sowie das Ziel der Arbeit, deren motivationalen Aspekte anhand der Selbstbestimmungstheorie zu untersuchen.

2. DIE SELBSTBESTIMMUNGSTHEORIE DER MOTIVATION: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen der Selbstbestimmungstheorie nach Deci & Ryan erläutert, wobei insbesondere die psychologischen Basisbedürfnisse und die verschiedenen qualitativen Arten der Motivation detailliert dargelegt werden.

3. AUßERSCHULISCHES LERNEN – VORTEILE, HERAUSFORDERUNG UND GRENZEN: Das Kapitel analysiert das pädagogische Potenzial sowie die praktischen Hürden außerschulischer Lernorte, beleuchtet den speziellen Einfluss emotionaler Erfahrungen auf das Lernen und präsentiert die empirischen Ergebnisse der Schülerinterviews.

4. FAZIT: Das Fazit fasst zusammen, dass Gedenkstätten als Lernorte zwar effektiv sein können, jedoch eine sorgfältige Vorbereitung durch die Lehrperson zwingend erforderlich ist, um die Belastungen und Risiken für die Schüler abzufedern.

Schlüsselwörter

Motivation, Selbstbestimmungstheorie, außerschulisches Lernen, Schülerinterview, Emotionen, Lernmotivation, Buchenwald, Gedenkstätte, Autonomie, Kompetenz, soziale Eingebundenheit, extrinsische Motivation, intrinsische Motivation, Unterrichtsgestaltung, Pädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht, wie sich der Besuch von außerschulischen Lernorten mit starker emotionaler Wirkung, speziell der Gedenkstätte Buchenwald, auf die Motivation von Schülern auswirkt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Motivationspsychologie, insbesondere die Selbstbestimmungstheorie nach Deci & Ryan, sowie die Anwendung dieser Theorie auf das pädagogische Konzept des außerschulischen Lernens.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel besteht darin, herauszufinden, ob und wie verschiedene Formen der Motivation bei einer Exkursion an einen emotional belastenden Ort auftreten und wie eine Lehrperson dies durch Vorbereitung steuern kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse sowie auf die qualitative Auswertung von Schülerinterviews, die im Vorfeld eines Exkursionsbesuchs konzipiert wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der motivationstheoretischen Grundlagen, eine Analyse der Chancen und Herausforderungen des außerschulischen Lernens sowie die konkrete Auswertung von Schülerinterviews bezüglich ihrer Motivation während des Gedenkstättenbesuchs.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Motivation, Selbstbestimmungstheorie, außerschulisches Lernen, Schülerinterview, Emotionen und Lernmotivation.

Welche Rolle spielen negative Emotionen an Lernorten wie Buchenwald?

Die Arbeit zeigt, dass obwohl man früher von einem positiven Effekt positiver Emotionen ausging, auch negative Emotionen eine lernförderliche emotionale Aktivierung bewirken können, sofern die Schüler entsprechend auf die Belastung vorbereitet werden.

Wie beeinflusst die Art der schulischen Vorbereitung das Schülerverhalten?

Die Untersuchung macht deutlich, dass die Vorbereitung, etwa durch die Ankündigung von benoteten Aufgaben, die Art der Motivation der Schüler signifikant beeinflusst – in diesem Fall hin zu einer extern regulierten, aber fokussierten Aufmerksamkeit.

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Details

Titel
Der Einfluss von außerschulischen Lernorten mit starker emotionaler Wirkung auf die Motivation von Schülern
Hochschule
Universität Koblenz-Landau
Note
1,3
Autor
Christopher Horn (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
15
Katalognummer
V438035
ISBN (eBook)
9783668785359
ISBN (Buch)
9783668785366
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Selbstbestimmungstheorie außerschulische Lernort Motivationspsychologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christopher Horn (Autor:in), 2018, Der Einfluss von außerschulischen Lernorten mit starker emotionaler Wirkung auf die Motivation von Schülern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/438035
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Leseprobe aus  15  Seiten
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