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Wege zur Verberuflichung der Sozialen Arbeit

Titel: Wege zur Verberuflichung der Sozialen Arbeit

Hausarbeit , 2005 , 14 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Christian Dalhoff (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Hausarbeit gibt einen Einblick in die Entstehungsgeschichte der heutigen Sozialen Arbeit und der Sozialpädagogik. Gleichzeitig wird der Weg von früher ehrenamtlicher Tätigkeit bis zu den heutigen professionellen Berufen in diesen Bereichen nachgezeichnet.
Ausgehend von der Zeit des Mittelalters mit der christlichen Pflicht der Armenfürsorge über die Anfänge der Industriealisierung mit der Gründung von sozialen Frauenschulen bis hin zum Ausbildungsfeld des heutigen Sozialarbeiters/ Sozialpädagogen wird ein Überblick über die epochale Entwicklung gegeben.
Ich habe dieses Thema gewählt, um die Entstehungsgeschichte des gewählten Studienfachs kennen zu lernen und zu vertiefen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1) EINLEITUNG

2) ENTWICKLUNG SOZIALER HILFE

3) FORMEN DER HILFE IM MITTELALTER

4) 17. BIS 19. JAHRHUNDERT

5) DAS 20. JAHRHUNDERT

6) SOZIALARBEIT ALS REINER FRAUENBERUF

7) NACHKRIEGSZEIT ERSTER WELTKRIEG

8) NATIONALSOZIALISMUS

9) NACHKRIEGSZEIT ZWEITER WELTKRIEG

10) AUSBLICK

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Hausarbeit besteht darin, die historische Entstehungsgeschichte der Sozialen Arbeit und Sozialpädagogik nachzuzeichnen. Dabei wird der Wandel von primär ehrenamtlichen, durch religiöse Weltbilder geprägten Hilfsformen hin zur heutigen wissenschaftlich fundierten und professionalisierten Disziplin kritisch analysiert.

  • Historische Entwicklung der Armenpflege vom Mittelalter bis zur Moderne
  • Einfluss der Industrialisierung und Urbanisierung auf soziale Problemlagen
  • Professionalisierung durch die bürgerliche Frauenbewegung und Alice Salomon
  • Politischer Wandel und staatliche Wohlfahrtsstrategien im 20. Jahrhundert
  • Konvergenz von Sozialarbeit und Sozialpädagogik zur heutigen Fachwissenschaft

Auszug aus dem Buch

3) Formen der Hilfe im Mittelalter

Die Unterstützung, die den Armen in der Zeit des Mittelalters zuteil wurde, entstand aus der christlichen Pflicht ihrer Mitbewohner. Das Almosengeben galt als religiös-ethische Verpflichtung. Die Unterstützung wurde von den Bürgern direkt verteilt, oder meist der Kirche und den Klöstern zur Verfügung gestellt, die die Mittel an die Bedürftigen austeilten.

In den sich bildenden Städten entwickelten sich regelrechte Stände für Bettler. Die Armenfürsorge betreffend herrschte hier ein anderes Verständnis. Es ging weniger um die soziale Absicherung oder Förderung der Armen, sondern eher um das Seelenheil des Gebers.

„Bedeutsamer war für die Reichen die Auffassung, dass Hingabe von irdischem Gut jenseitigen Lohn hervorrufe bzw. die Sündenstrafe verringere, ein Gedanke, der durch die Predigt und durch die Verankerung des Almosengebens im Bußsakrament weit verbreitet war und die eigentliche Triebfeder der mittelalterlichen Stiftungsbereitschaft abgab“ (Sachße/Tennstedt, 1981, S.55).

Die auf diese Art versorgten Armen bildeten einen Anteil an der Bevölkerung, der sich bescheiden und dankbar einfügte.

Zusammenfassung der Kapitel

1) EINLEITUNG: Die Arbeit gibt einen Überblick über den geschichtlichen Werdegang der Sozialen Arbeit und definiert die Intention des Autors, das gewählte Studienfach zu vertiefen.

2) ENTWICKLUNG SOZIALER HILFE: Dieses Kapitel erläutert den Übergang von archaischen, wechselseitigen Hilfesystemen hin zu einer organisierten Hilfe, die in höherkulturellen Gesellschaften an religiöse und soziale Strukturen gebunden ist.

3) FORMEN DER HILFE IM MITTELALTER: Hier wird die christlich motivierte Armenpflege beschrieben, die im Spätmittelalter aufgrund von Krisen und Massenarmut zunehmend kommunalisiert und reglementiert wurde.

4) 17. BIS 19. JAHRHUNDERT: Das Kapitel beleuchtet den Einfluss von Vorreitern wie Francke und Pestalozzi sowie die Auswirkungen der industriellen Revolution und des Elberfelder Systems auf die soziale Fürsorge.

5) DAS 20. JAHRHUNDERT: Die zunehmende Urbanisierung erforderte das Straßburger System, welches den Übergang von rein ehrenamtlicher Hilfe hin zur Einbindung hauptamtlicher, verwaltender Kräfte markiert.

6) SOZIALARBEIT ALS REINER FRAUENBERUF: Die Rolle der Frauenbewegung und von Alice Salomon bei der Etablierung der sozialen Arbeit als Berufsfeld und Emanzipationsmöglichkeit steht hier im Mittelpunkt.

7) NACHKRIEGSZEIT ERSTER WELTKRIEG: Mit dem Aufstieg zum Wohlfahrtsstaat nach dem Ersten Weltkrieg wuchs der Bedarf an fachlich ausgebildeten Beamten und Wohlfahrtspflegerinnen.

8) NATIONALSOZIALISMUS: Dieses Kapitel dokumentiert das jähe Ende der fachlichen Entwicklungen und die Gleichschaltung sozialer Institutionen zugunsten politischer Ideologie.

9) NACHKRIEGSZEIT ZWEITER WELTKRIEG: Nach der Zerstörung durch die NS-Herrschaft fand eine Neuorientierung statt, bei der US-amerikanische Methoden wie Casework integriert wurden.

10) AUSBLICK: Das Fazit widmet sich der Konvergenzthese, die Soziale Arbeit und Sozialpädagogik als Einheit betrachtet, was zur heutigen Zusammenfassung der Studiengänge geführt hat.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Sozialpädagogik, Armenfürsorge, Industrialisierung, Professionalisierung, Elberfelder System, Alice Salomon, Wohlfahrtsstaat, Frauenbewegung, Soziale Hilfe, Wissenschaftlichkeit, Geschichte, Sozialarbeitswissenschaft, Wohlfahrtspflege, Strukturwandel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung der Sozialen Arbeit von der mittelalterlichen Armenpflege bis hin zur heutigen wissenschaftlichen Disziplin.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den Schwerpunkten zählen die Professionalisierung des Berufsstandes, der Einfluss von gesellschaftlichen Umbrüchen wie der Industrialisierung und die Entstehung der sozialen Ausbildung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Nachzeichnung der Entstehungsgeschichte, um den Weg von der ehrenamtlichen Tätigkeit zum heutigen professionellen Berufsbild verständlich zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine historische Dokumentenanalyse, die auf einschlägiger Fachliteratur zur Geschichte der Sozialen Arbeit basiert.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in epochale Abschnitte, beginnend im Mittelalter über das 19. Jahrhundert bis zur Professionalisierung im 20. Jahrhundert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Soziale Arbeit, Professionalisierung, Geschichte, Armenpflege, Wohlfahrtsstaat, Sozialpädagogik.

Welche Rolle spielte die bürgerliche Frauenbewegung für die Soziale Arbeit?

Sie war entscheidend für die Professionalisierung, da sie soziale Arbeit als Betätigungsfeld für Frauen erschloss und Strukturen wie soziale Frauenschulen etablierte.

Wie begründet der Autor die heutige Zusammenführung von Sozialarbeit und Sozialpädagogik?

Durch die Konvergenzthese, welche die Trennung als historisch überholt und künstlich betrachtet, da beide Bereiche ein einheitliches Funktionssystem gesellschaftlicher Hilfe bilden.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wege zur Verberuflichung der Sozialen Arbeit
Hochschule
Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen  (Katholisch Fachhochschule Paderborn)
Note
1,3
Autor
Christian Dalhoff (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
14
Katalognummer
V43824
ISBN (eBook)
9783638415439
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wege Verberuflichung Sozialen Arbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christian Dalhoff (Autor:in), 2005, Wege zur Verberuflichung der Sozialen Arbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43824
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Leseprobe aus  14  Seiten
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