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Soziale Arbeit an der Schnittstelle zwischen Jugendhilfe und Jugendpsychiatrie

Möglichkeiten und Grenzen von interdisziplinärer Kooperation

Título: Soziale Arbeit an der Schnittstelle zwischen Jugendhilfe und Jugendpsychiatrie

Tesis (Bachelor) , 2015 , 53 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Katharina Hitzemann (Autor)

Trabajo social
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Fakt ist: Die Anzahl von psychisch gestörten bzw. auffälligen Kindern und Jugendlichen in Deutschland ist in den letzten Jahren gestiegen. Die KiGGS-Studie hat ergeben, dass insgesamt ein Fünftel der Kinder und Jugendlichen zwischen 3 und 17 Jahren psychische Auffälligkeiten aufweisen und bei etwa 7% eine klinische Behandlungsbedürftigkeit besteht. Die Verantwortung für das gesunde Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen liegt nicht mehr unmittelbar nur in der Verantwortung ihrer Eltern, sondern wird immer weiter in den öffentlichen Bereich übertragen.

Junge Menschen mit einer psychischen Störung weisen einen komplexen Hilfebedarf auf und vor allem die Jugendhilfe und die Jugendpsychiatrie übernehmen eine wichtige Rolle, bei der Versorgung dieser Kinder und Jugendlichen. Dadurch sind in den vergangenen Jahrzehnten in beiden Systemen nicht nur die Fallzahlen, sondern auch die Kooperationsanforderungen, Erwartungshaltungen und Aufgabenstellungen gewachsen. Trotz eines gemeinsamen Auftrages, gelingt die Kooperation zwischen Jugendhilfe und Jugendpsychiatrie nicht immer reibungslos. Durch verbindliche Kooperationsleitfäden zwischen den Systemen, könnten Konflikte bei der interdisziplinären Kooperation verhindert und die Versorgungssituation von psychisch gestörten jungen Menschen verbessert werden. Dafür ist es wichtig die Stolpersteine der Kooperation zu erkennen und aus dem Weg zu räumen.

Charakteristisch für den Aufgabenbereich der Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter in allen Arbeitsfeldern ist, dass die überwiegend im direkten Kontakt mit den jungen Menschen und ihren Familien stehen, mit unterschiedlichen Berufsdisziplinen zusammenarbeiten und oft an Schnittstellen der Versorgung eingesetzt werden, womit sie als Bindeglied zwischen den unterschiedlichen Versorgungssystemen fungieren. Die Versorgung von psychisch gestörten Kindern und Jugendlichen ist demnach eine wichtige Aufgabe der Sozialen Arbeit, an der Schnittstelle zwischen Jugendhilfe und Jugendpsychiatrie. Die fachliche Kompetenz der Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sollte dazu genutzt werden, die interdisziplinäre Kooperation zwischen Jugendhilfe und Jugendpsychiatrie voranzutreiben.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1 Kinder und Jugendliche als Zielgruppe der Sozialen Arbeit

1.1 Die Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen in Deutschland

1.2 Die Bedeutung von Risiko- und Resilienzfaktoren

1.3 Arbeitsfelder der Sozialen Arbeit mit psychisch gestörten Kindern und Jugendlichen

Kapitel 2 Jugendhilfe und Jugendpsychiatrie im Überblick

2.1 Das System der Kinder- und Jugendhilfe

2.1.1 Ziele der Jugendhilfe

2.1.2 Rahmenbedingungen

2.1.3 Sozialpädagogische Diagnostik

2.1.4 Hilfen zur Erziehung

2.2 Das System der Kinder- und Jugendpsychiatrie

2.2.1 Rahmenbedingungen

2.2.2 Ursachen, Klassifikation und Diagnostik von psychischen Störungen

2.2.3 Behandlungsformen

2.2.4 Soziale Arbeit in der Jugendpsychiatrie

Kapitel 3 Interdisziplinäre Kooperation zwischen Jugendhilfe und Jugendpsychiatrie

3.1 Gesetzlich verordnete Schnittstellen der Kooperation

3.2 Grenzen der Kooperation

3.3 Möglichkeiten der Kooperation

3.3.1 Aus Sicht der Hilfesysteme

3.3.2 Auf politischer Ebene

3.3.3 Aus Sicht der Betroffenen

3.4 Konsequenzen für die Soziale Arbeit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Notwendigkeit und Herausforderungen der interdisziplinären Kooperation zwischen der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Jugendpsychiatrie bei der Versorgung psychisch gestörter junger Menschen. Dabei wird analysiert, wie trotz unterschiedlicher gesetzlicher Rahmenbedingungen und Arbeitsansätze eine nahtlose Versorgung sichergestellt werden kann.

  • Lebenssituation psychisch belasteter Kinder und Jugendlicher in Deutschland
  • Strukturelle Analyse von Jugendhilfe und Jugendpsychiatrie
  • Identifikation von Kooperationshemmnissen und Lösungsansätzen
  • Die zentrale Rolle der Sozialen Arbeit als Schnittstellenakteur

Auszug aus dem Buch

Die Bedeutung von Risiko- und Resilienzfaktoren

Die gesunde Entwicklung von jungen Menschen wird maßgebliche durch förderliche und riskante Erfahrungen beeinflusst (vgl. Fegert/ Besier 2010, S. 999). „Psychische Gesundheit ist die Fähigkeit zur Bewältigung von Anforderungen mithilfe von Ressourcen“ (Becker 2006 zit.n. DKSB 2011, S. 18). Ressourcen und Schutzfaktoren haben eine große Bedeutung für die seelische und körperliche Gesundheit eines Menschen und Belastungen und Risikofaktoren begünstigen die Entstehung von Krankheiten (vgl. Denner 2008a, S. 20).

Das Vorhandensein von Risikofaktoren, muss nicht zwangsläufig auch zu der Entwicklung einer psychischen Störung bei Kindern und Jugendlichen führen. Der „Entwicklungsverlauf und vor allem das Gelingen von Entwicklungsübergängen im Kindesalter […] vom Vorhandensein und der Verfügbarkeit von kind- und umgebungsbezogenen Ressourcen bestimmt“ wird (Petermann/ Petermann 2011, S. 37).

Im Wechselspiel zwischen Risiko- und Schutzfaktoren des Kindes entstehen Bewältigungsstrukturen, die zur Entwicklung der Resilienz führen.

Zusammenfassung der Kapitel

Kapitel 1: Dieses Kapitel thematisiert die Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen unter Berücksichtigung von Risiko- und Resilienzfaktoren sowie die Rolle der Sozialen Arbeit als helfende Profession.

Kapitel 2: Hier werden die organisatorischen Strukturen, gesetzlichen Grundlagen und Arbeitsweisen der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Jugendpsychiatrie detailliert gegenübergestellt.

Kapitel 3: Dieses Kapitel fokussiert auf die interdisziplinäre Kooperation, analysiert bestehende Barrieren und diskutiert Lösungswege sowie die spezifischen Anforderungen an Sozialarbeiterinnen an dieser Schnittstelle.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Jugendhilfe, Jugendpsychiatrie, interdisziplinäre Kooperation, psychische Störungen, Resilienz, Risikofaktoren, Kindeswohl, Hilfe zur Erziehung, Schnittstellenfach, stationäre Behandlung, Diagnostik, Kooperationsleitfaden, Fallverstehen, psychosoziale Versorgung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der notwendigen Zusammenarbeit zwischen den Systemen der Kinder- und Jugendhilfe und der Jugendpsychiatrie bei der Betreuung von psychisch belasteten Kindern und Jugendlichen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Kernbereichen zählen die Lebenswelten von Kindern mit psychischen Störungen, die Strukturen der beteiligten Hilfesysteme und die Analyse der interdisziplinären Zusammenarbeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, wie eine gelingende interdisziplinäre Kooperation zwischen Jugendhilfe und Jugendpsychiatrie gestaltet sein muss, um eine lückenlose Versorgung zu gewährleisten.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse, die theoretische Konzepte und aktuelle Forschungsergebnisse zusammenführt, um die Kooperationsstrukturen zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der beiden Systeme, die Analyse ihrer gesetzlichen Schnittstellen, die kritische Betrachtung von Kooperationshemmnissen und die Ableitung professioneller Kompetenzen für die Soziale Arbeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Soziale Arbeit, Jugendhilfe, Jugendpsychiatrie, interdisziplinäre Kooperation, Resilienz, stationäre Hilfen und die professionelle Schnittstellenfunktion.

Wie unterscheidet sich die Rolle der Sozialen Arbeit in der Jugendpsychiatrie vom Jugendamt?

Während im Jugendamt die Bedarfsanalyse und Steuerung der Hilfe im Vordergrund steht, agiert die Soziale Arbeit in der Klinik stärker im therapeutisch-pflegerischen Team und unterstützt die Integration nach der stationären Behandlung.

Warum wird im Dokument so viel Wert auf das "Fallbeispiel Anne" gelegt?

Das Fallbeispiel verdeutlicht beispielhaft den typischen, oftmals holprigen Hilfeverlauf eines Kindes, das zwischen verschiedenen Systemen hin- und herpendelt und verdeutlicht so den praktischen Kooperationsbedarf.

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Detalles

Título
Soziale Arbeit an der Schnittstelle zwischen Jugendhilfe und Jugendpsychiatrie
Subtítulo
Möglichkeiten und Grenzen von interdisziplinärer Kooperation
Universidad
University of Applied Sciences Hanover
Calificación
1,7
Autor
Katharina Hitzemann (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
53
No. de catálogo
V438293
ISBN (Ebook)
9783668784789
ISBN (Libro)
9783668784796
Idioma
Alemán
Etiqueta
Jugendhilfe Jugendpsychiatrie interdisziplinäre Kooperation Soziale Arbeit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Katharina Hitzemann (Autor), 2015, Soziale Arbeit an der Schnittstelle zwischen Jugendhilfe und Jugendpsychiatrie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/438293
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