Für eine erfolgreiche Bibliothekstätigkeit benötigen Bibliotheken Nutzer, die bereit sind, die angebotenen Dienstleistungen anzunehmen. Die Bibliotheksleistungen sollten daher unbedingt kundenorientiert gestaltet werden. Deshalb sind genaue Kenntnisse über die Benutzergruppe notwendig. Die Maßnahme, die dazu dient, ist die Zielgruppensegmentierung. Dies ist die Basis für das Zielgruppenmarketing von Dienstleistungen. Durch die Zielgruppensegmentierung werden wichtige Fakten und Erkenntnisse über die Informationsbedürfnisse und -verhalten von bestehenden Nutzergruppen gewonnen und gleichzeitig können, damit neue Nutzergruppen identifiziert werden, die es unterschiedlich zu behandeln gilt.
Das Ziel dieser Arbeit ist es die Vielfalt der Zielgruppen aufzuzeigen, Chancen und Herausforderungen der Zielgruppensegmentierung auszuarbeiten und anhand der Zielgruppen der Pfalzbibliothek in Kaiserslautern Möglichkeiten für Bibliotheken im Zielgruppenmarketing darzustellen. Dazu wird zunächst im ersten Teil der Arbeit das Zielgruppenmarketing erläutert, danach folgen Definition und eine Zielbeschreibung von Nutzersegmentierung sowie einige Segmentierungskriterien, die die unterschiedlichen Gruppen kategorisieren. Im zweiten Teil wird die Pfalzbibliothek in Kaiserslautern vorgestellt. Hier werden die Schwerpunkte auf die Beschreibung von Zweck, Dienstleistung und die Benutzer der Bibliothek gelegt. Zum Schluss werden gewonnene Erkenntnisse aus der Zielgruppensegmentierung mit der Pfalzbibliothek verglichen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2. Zielgruppenmarketing
2.1 Begriffsklärung
2.2 Zielgruppensegmentierung / Marktsegmentierung
2.3 Segmentierungskriterien
2.4 Anforderungen an die Segmentierungskriterien
3. Zielgruppenanalyse der Pfalzbibliothek
3.1 Zweck der Bibliothek
3.2 Dienstleistungen
3.3 Bibliotheksbenutzer der Pfalzbibliothek
4. Schlussfolgerung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der Zielgruppensegmentierung für den Erfolg von Bibliotheken, wobei die Pfalzbibliothek Kaiserslautern als praktisches Fallbeispiel dient. Ziel ist es, Möglichkeiten des Zielgruppenmarketings aufzuzeigen, Herausforderungen bei der Umsetzung zu identifizieren und Empfehlungen für eine nutzerorientierte Bibliotheksgestaltung abzuleiten.
- Grundlagen des Zielgruppenmarketings und dessen Anwendbarkeit auf Bibliotheken
- Klassifizierung durch Segmentierungskriterien (geografisch, soziodemografisch, psychografisch, verhaltensbezogen)
- Anforderungen an Segmentierungskriterien in der Bibliothekspraxis
- Analyse der Ist-Situation der Pfalzbibliothek Kaiserslautern bezüglich Zweck, Dienstleistung und Nutzerstruktur
- Notwendigkeit einer präziseren Nutzeranalyse für zukünftige Bibliotheksstrategien
Auszug aus dem Buch
2.2 Zielgruppensegmentierung / Marktsegmentierung
Bei der Zielgruppensegmentierung werden alle potenziellen Kunden in kleine Einheiten, sogenannte Zielgruppensegmente, zerlegt. Die Grundlage dafür bietet die Marktsegmentierung. Eine Definition dafür wird im Gabler Wirtschaftslexikon erläutert. Darunter versteht man die Unterteilung eines Gesamtmarktes nach bestimmten Kriterien in Käufergruppen bzw. –segmente, die hinsichtlich ihres Kaufverhaltens oder kaufverhaltensrelevanter Merkmale in sich homogen und untereinander heterogen sein sollen. Das heißt, dass die Bibliotheksnutzer sich in vieler Hinsicht zum Beispiel in ihren Bedürfnissen, Gewohnheiten, Erwartungen, Lebensumständen und Ressourcen unterscheiden. Anhand dieser Kriterien lässt sich der Markt erfassen und unterteilen sowie Zielgruppen gebildet werden. Bei der Erfassung des Marktes sind folgende Aufgaben zu beachten:
Identifizierung und Abgrenzung der Gesamtzielgruppe (Unterscheidung von Leser/Nutzer, potenziellen Leser/Nutzer sowie Nicht-Leser/Nicht-Nutzer)
Abgrenzung relevanter Teilzielgruppen und Identifikation vernachlässigter Teilzielgruppen (Nischen oder Lücken)
Bestimmung der Potenziale der Teilzielgruppen sowie Prognosen zur Entwicklung dieser Segmente
Beobachtung der Aktivitäten anderer Bibliotheken
Entwicklung von Ideen zur besseren Befriedigung der einzelnen Teilzielgruppen in den Segmenten
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung begründet die Notwendigkeit kundenorientierter Bibliotheksarbeit und führt in die Thematik der Zielgruppensegmentierung als Marketinggrundlage ein.
2. Zielgruppenmarketing: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des Zielgruppenmarketings, definiert zentrale Kriterien zur Marktsegmentierung und nennt Anforderungen, die an diese Kriterien gestellt werden.
3. Zielgruppenanalyse der Pfalzbibliothek: Das Kapitel liefert eine Bestandsaufnahme der Pfalzbibliothek Kaiserslautern bezüglich ihrer Rolle, ihrer Dienstleistungen und der aktuellen Nutzerstruktur anhand statistischer Daten.
4. Schlussfolgerung: Die Schlussfolgerung fasst die Herausforderungen bei der Umsetzung der Segmentierung in Bibliotheken zusammen und gibt Empfehlungen zur Differenzierung der Nutzergruppen.
Schlüsselwörter
Zielgruppenmarketing, Zielgruppensegmentierung, Marktsegmentierung, Bibliotheksmanagement, Pfalzbibliothek, Nutzerbedürfnisse, Segmentierungskriterien, Dienstleistungsmarketing, Kundenorientierung, Nutzerverhalten, Spezialbibliothek, Marketing-Mix, Zielgruppenanalyse
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Chancen und Herausforderungen der Zielgruppensegmentierung als Werkzeug für ein kundenorientiertes Bibliotheksmanagement.
Welche thematischen Schwerpunkte werden gesetzt?
Die Schwerpunkte liegen auf den theoretischen Grundlagen der Marktsegmentierung sowie deren praktischer Anwendung und Analyse am Beispiel der Pfalzbibliothek Kaiserslautern.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Bibliotheken durch präzise Segmentierung ihre Dienstleistungen besser an die Bedürfnisse ihrer Zielgruppen anpassen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu Marketingtheorien und einer fallbezogenen Analyse der internen Struktur und Benutzerstatistik der Pfalzbibliothek.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Zielgruppenmarketings und eine empirische Analyse der Pfalzbibliothek hinsichtlich ihrer Ziele, Dienstleistungen und Nutzergruppen.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Zentrale Begriffe sind Zielgruppensegmentierung, Bibliotheksmarketing, Nutzerspezifische Dienstleistungen und Kundenorientierung.
Warum führt die Pfalzbibliothek laut Arbeit bisher keine Zielgruppenanalysen durch?
Da Bibliotheken als gemeinnützige Organisationen nicht gewinnorientiert arbeiten, fehlt oft die wirtschaftliche Notwendigkeit, die in profitorientierten Unternehmen Standard ist.
Welche Empfehlung gibt die Autorin für die Zukunft der Pfalzbibliothek?
Es wird empfohlen, die Nutzergruppen feiner zu definieren – beispielsweise durch Differenzierung nach Lebenssituationen oder Mediennutzungsverhalten – statt nur auf eine breite Masse zu setzen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2015, Chancen und Herausforderungen der Zielgruppensegmentierung für Bibliotheken, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/438446