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Die Ungleichheiten in der Erwerbstätigkeit von Vätern und Nicht-Vätern in Ost- und Westdeutschland

Titel: Die Ungleichheiten in der Erwerbstätigkeit von Vätern und Nicht-Vätern in Ost- und Westdeutschland

Bachelorarbeit , 2014 , 26 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Annika Frings (Autor:in)

Sozialwissenschaften allgemein
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit möchte ich mich näher mit dem Thema der Ungleichheiten in der Erwerbstätigkeit von Männern im Hinblick auf den Einfluss der Einstellung gegenüber Familie und Kindern beschäftigen.

Meine Motivation mich näher mit diesem Thema zu befassen, liegt zum einem darin, dass es immer häufiger wird, dass auch Väter sich aktiv um die Erziehung der Kinder kümmern wollen und die Zahl der Väter die Elternzeit nehmen ansteigend ist. Dies wird durch die Politik sogar noch gefördert, indem die Bezugsdauer des Elterngeldes um zwei Monate (Vätermonate) verlängert wird, wenn auch der Vater einen Teil der Elternzeit nimmt. Laut dem Statistischen Bundesamtes nahmen im Jahr 2011 27,3% aller Väter Elternzeit, allerdings ging die Mehrzahl der Väter (77%) höchstens für zwei Monate in Elternzeit.

Des Weiteren möchte ich dieses Thema wählen, da es zwar bereits viele Arbeiten darüber gibt, wie sich Kinder auf die Erwerbstätigkeit der Mütter auswirken und bekannt ist, dass Mütter schlechtere Karrierechancen und ein geringeres Einkommen haben als Frauen ohne Kinder, es gleichzeitig aber nur wenige Arbeiten gibt, die sich mit den Auswirkungen auf die Väter befassen.

Wirken sich Kinder positiv oder negativ auf den Erwerbsverlauf der Väter aus? Ich möchte dabei vor allem näher auf die Bereiche Einkommen und berufliche Führungsverantwortung eingehen und betrachten, wie sich diese zwischen Vätern und Nicht-Vätern unterscheiden. Verdienen Männer ohne Kinder mehr als Väter? Oder gibt es gar keinen Unterschied? Arbeiten mehr Väter in Führungspositionen oder haben Männer ohne Kinder im Beruf bessere Karriere und Aufstiegschancen zu erwarten?

Außerdem interessiert es mich, ob in der Gruppe der Väter noch weitergehende Unterschiede bestehen zwischen traditionellen und modernen Vätern. Dabei geht es mir hauptsächlich darum, ob moderne Väter die sich stark in die Erziehung der Kinder einbringen, eine egalitäre Aufteilung der Haushalts- und Familienarbeit befürworten, sowie Elternzeit nehmen eher negative Einflüsse auf ihre Erwerbstätigkeit haben, als jene Väter, die ein traditionelles Rollenbild pflegen, Vollzeit arbeiten und die Kindererziehung ihrer Frau überlassen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer und empirischer Hintergrund

3. Hypothesen

4. Methoden, Daten und Variablen

4.1 Unabhängige Variablen

4.2 Abhängige Variablen

4.3 Kontrollvariablen

4.4 Deskriptive Ergebnisse

5. Ergebnisse

5.1 Regressionsanalysen

5.2. Anwendung der Kontrollvariablen

6. Zusammenfassung und Schlussfolgerungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Vaterschaft und Erwerbstätigkeit von Männern, mit einem besonderen Fokus auf Einkommensunterschiede und berufliche Führungspositionen im Vergleich zwischen Ost- und Westdeutschland sowie zwischen verschiedenen Vatertypen.

  • Einfluss der Vaterschaft auf das monatliche Einkommen und die berufliche Karriere.
  • Unterscheidung zwischen modernen und traditionellen Rollenverständnissen bei Vätern.
  • Komparative Analyse der regionalen Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland.
  • Überprüfung des sogenannten "male breadwinner wage premium" mittels des ALLBUS 2012 Datensatzes.
  • Einbezug von Kontrollvariablen wie Bildung, Alter und Familienstand zur Validierung der Ergebnisse.

Auszug aus dem Buch

2. Theoretischer und empirischer Hintergrund

Wie bereits in der Einleitung erwähnt, gibt es bisher nur wenige Studien, die sich mit dem Einfluss der Vaterschaft auf die Erwerbstätigkeit von Männern befassen. Die bereits vorhandenen Studien befassen sich dabei thematisch hauptsächlich mit den Auswirkungen der Vaterschaft auf die Arbeitszeit und das Einkommen und kommen dabei zu teils widersprüchlichen Ergebnissen.

So kommen Rege und Solli (2013) in ihrer Untersuchung zu dem Ergebnis, dass Väter die Elternzeit nehmen negative Auswirkungen auf die Höhe ihres zukünftigen Einkommens erfahren. Ihre Ergebnisse zeigen, dass Männer die vier Wochen Elternzeit nahmen dadurch etwa 1 bis 3 % weniger verdienen, als Männer die keine Elternzeit genommen haben. Dieser Effekt nahm zwar mit zunehmendem Alter des Kindes ab, behielt aber selbst noch Bestand, als das Kind für das Elternzeit genommen wurde bereits fünf Jahre alt war. Weiter spricht für einen negativen Einfluss der Vaterschaft auf die Erwerbstätigkeit, dass in deren Folge eine Konkurrenz zwischen Investition in die Erwerbstätigkeit und Investition in die Familienarbeit auftritt, welche sich ungünstig auf die weitere berufliche Entwicklung auswirken könnte (Pollmann-Schult/Diewald,2007).

Andere Studien sehen dagegen einen positiven Effekt der Vaterschaft sowohl auf die beruflichen Aufstiegschancen, als auch auf die Einkommenshöhe. Allerdings sind diese Auswirkungen hauptsächlich bei Vätern mit hoher Qualifikation zu finden, nicht aber bei geringer qualifizierten Vätern.(vgl. Pollmann-Schult/Diewald 2007) So verzeichneten Väter mit einem Hochschulabschluss durch die Familiengründung einen Einkommensanstieg um 5,9%, während Väter mit niedriger Bildung lediglich 2,8% mehr verdienten nach der Geburt des ersten Kindes (Pollmann-Schult 2012).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung motiviert die Fragestellung zur Vätererwerbstätigkeit und stellt die Relevanz einer Untersuchung der Auswirkungen von Vaterschaft auf Karriere und Einkommen dar.

2. Theoretischer und empirischer Hintergrund: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu Vaterschaftseffekten und den unterschiedlichen Modellen wie dem Ernährer-Modell oder dem Modell der neuen Vaterschaft.

3. Hypothesen: Hier werden die Erwartungen formuliert, dass Kinder einen negativen Einfluss auf die Karriere von Vätern haben und regionale Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland bestehen.

4. Methoden, Daten und Variablen: Beschreibung der Datengrundlage (ALLBUS 2012) sowie die Definition und Operationalisierung der unabhängigen, abhängigen und Kontrollvariablen.

5. Ergebnisse: Darstellung und Interpretation der statistischen Analysen und Regressionen, wobei die Kontrollvariablen Bildung, Alter und Familienstand schrittweise einbezogen werden.

6. Zusammenfassung und Schlussfolgerungen: Synthese der Ergebnisse, welche zeigen, dass bei Vätern eher positive als negative Effekte auf die Erwerbstätigkeit festzustellen sind und dass diese stark durch sozioökonomische Faktoren moderiert werden.

Schlüsselwörter

Vaterschaft, Erwerbstätigkeit, Einkommen, Führungsposition, Ostdeutschland, Westdeutschland, ALLBUS 2012, Vatertyp, modernes Rollenverständnis, traditionelles Rollenverständnis, Bildung, Familienstand, Karrierechancen, Regressionsanalyse, Ernährer-Modell.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie sich die Vaterschaft auf die Erwerbssituation von Männern auswirkt, insbesondere im Hinblick auf Einkommen und Führungspositionen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Einfluss der Familiengründung auf den Erwerbsverlauf, der Vergleich zwischen modernen und traditionellen Vätern sowie regionale Unterschiede in Ost- und Westdeutschland.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Es wird untersucht, ob Vaterschaft zu Nachteilen im Erwerbsleben führt oder ob Männer durch Kinder möglicherweise berufliche Vorteile oder Nachteile im Vergleich zu Nicht-Vätern erfahren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine quantitative Analyse mittels Regressionsmodellen auf Basis des Datensatzes ALLBUS 2012 durchgeführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert deskriptive Daten sowie multivariate Regressionen unter Einbezug von Kontrollvariablen wie Bildung, Alter und Familienstand, um den Einfluss der Vaterschaft isoliert zu betrachten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Vaterschaft, Erwerbstätigkeit, Einkommensvorteil, Rollenverständnis und sozioökonomische Einflussfaktoren beschreiben.

Warum zeigt die Untersuchung keinen negativen Effekt für Väter?

Die Datenanalyse ergibt, dass der beobachtete Einkommensvorteil von Vätern primär durch andere Variablen wie den höheren Bildungsgrad oder den Familienstand erklärt wird, statt durch die Vaterschaft an sich.

Welche Rolle spielt die Bildung bei den Ergebnissen?

Die Bildung ist eine zentrale Einflussgröße; ein akademischer Abschluss führt zu signifikant höheren Einkommen und einer höheren Wahrscheinlichkeit, eine Führungsposition inne zu haben.

Gibt es signifikante Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland?

Ja, die Ergebnisse zeigen regionale Unterschiede, etwa beim Einfluss der Vaterschaft auf Führungspositionen, die in Westdeutschland stärker ausgeprägt sind als in Ostdeutschland.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Ungleichheiten in der Erwerbstätigkeit von Vätern und Nicht-Vätern in Ost- und Westdeutschland
Hochschule
Universität zu Köln
Note
2,3
Autor
Annika Frings (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
26
Katalognummer
V438614
ISBN (eBook)
9783668786738
ISBN (Buch)
9783668786745
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erwerbstätigkeit Väter Einkommensungleichheiten Ost-und Westdeutschland
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Annika Frings (Autor:in), 2014, Die Ungleichheiten in der Erwerbstätigkeit von Vätern und Nicht-Vätern in Ost- und Westdeutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/438614
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  26  Seiten
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