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Ein Überblick zur Christianisierung Iberiens (Ostgeorgiens)

Título: Ein Überblick zur Christianisierung Iberiens (Ostgeorgiens)

Trabajo de Seminario , 2017 , 20 Páginas , Calificación: 1,00

Autor:in: Mag. Siegfried Höfinger (Autor)

Teología - Teología histórica, historia eclesiástica
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Georgien ist ein Teil Kaukasiens, eines Gebiets an der Grenze von Europa und Asien, das eine Landbrücke zwischen dem Schwarzen Meer und dem Kaspischen Meer bildet. Die Georgier bezeichnen sich nach einem legendären Stammvater Kartlos als Kartveli, ihr Land als Sakartvelo. Georgien konvertierte als einer der ersten Staaten der Welt zum Christentum. Die Arbeit untersucht die frühe Geschichte der Christianisierung Georgiens.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Vorbemerkungen (Forschungsfragen, Methodik und Quellen)

2 Allgemeine historische und geographische Voraussetzungen

2.1 Das westliche Georgien

2.2 Das östliche Georgien

3 Über die Ursprünge des Glaubens

3.1 Die Notiz des Rufinus von Aquileia

3.2 Die Berichte von der Bekehrung des Königreiches

3.3 Die zweite Variante der Christianisierung Georgiens

4 Eine Historiographie mit doppeltem Boden

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Seminararbeit verfolgt das Ziel, die frühen Prozesse der Christianisierung in Iberien (Ostgeorgien) historisch und quellenkritisch nachzuzeichnen. Dabei steht insbesondere die Analyse der Missionslegende um die heilige Nino sowie deren historiographische Einbettung im Verhältnis zu den Entwicklungen im benachbarten Armenien im Mittelpunkt der Untersuchung.

  • Historische und geographische Grundlagen Georgiens in der Spätantike.
  • Quellenkritische Untersuchung der frühen Berichte zur Bekehrung Iberiens.
  • Die Rolle der heiligen Nino und die Entwicklung der georgischen Missionslegende.
  • Vergleichende Analyse der Christianisierungsprozesse im Kaukasus (Georgien und Armenien).
  • Historiographische Wechselwirkungen und die Konstruktion religiöser Identität.

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Berichte von der Bekehrung des Königreiches

Nino ist die Hauptgestalt der georgischen Missionslegende. Die historische Faktenlage ist dünn: sie scheint eine namenlose Gefangene aus dem römischen Reich gewesen zu sein, die angeblich unter Konstantin dem Großen, wahrscheinlicher unter Constantius II., den Iberer-König, in der Legende Mirian genannt, für das Christentum gewann. Ihr Grab wird in Bodbe in der Region Kachetien verehrt. König Mirian ließ über ihrem Grab eine Kirche errichten. Später wurde dort das orthodoxe Kloster Ninozminda gegründet. Das Kloster Bodbe beherbergt den Nonnenkonvent des heiligen Georg. Die Quelle der Nino gilt als einer der heiligsten Plätze in Georgien. Die in einer Schlucht unter dem Kloster Bodbe befindliche Quellfassung dient als Taufplatz. Dem Quellwasser werden heilende Kräfte zugeschrieben.

Der Überlieferung zufolge soll die heilige Nino aus Kappadokien stammen. Sie war eine nahe Verwandte des heiligen Georg. Ihr Vater war ein römischer Feldherr, ihre Mutter die Schwester des Patriarchen von Jerusalem. Die Mutter erzog das Mädchen zu Gottesfurcht und Barmherzigkeit gegenüber den Elenden und Unterdrückten. Als Nino zwölf Jahre alt geworden war, verkauften die Eltern ihr ganzes Eigentum, zogen nach Jerusalem und verteilten es unter die Armen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Vorbemerkungen (Forschungsfragen, Methodik und Quellen): Dieses Kapitel erläutert die methodischen Grundlagen, insbesondere die verschiedenen Transkriptionsweisen georgischer Begriffe, und stellt die drei zentralen Primärquellen für die Untersuchung vor.

2 Allgemeine historische und geographische Voraussetzungen: Hier wird der historische Kontext Georgiens skizziert, wobei die klimatischen und geopolitischen Unterschiede zwischen West- und Ostgeorgien sowie deren jeweilige politische Anbindung an Byzanz oder Persien hervorgehoben werden.

3 Über die Ursprünge des Glaubens: Dieser Abschnitt analysiert die Bekehrung Iberiens durch die heilige Nino und beleuchtet sowohl die Notizen des Rufinus als auch alternative historiographische Erklärungsmodelle zur Christianisierung im Kaukasus.

4 Eine Historiographie mit doppeltem Boden: Das abschließende Kapitel kritisiert die Konstruktion der georgischen Missionslegende im Kontext der politischen Spannungen zum armenischen Umfeld und bewertet den historischen Gehalt der Überlieferungen.

Schlüsselwörter

Christianisierung, Georgien, Iberien, heilige Nino, Rufinus von Aquileia, Missionsgeschichte, Kaukasus, Armenien, König Mirian, Kartli, Kirchengeschichte, Spätantike, Religionsgeschichte, Historiographie, Vita Ninos.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit behandelt die historischen Ursprünge des Christentums im antiken Iberien (Ostgeorgien) und untersucht kritisch die überlieferten Missionsberichte.

Welche zentralen Themenfelder werden analysiert?

Zentrale Themen sind die Geographie Georgiens, die Rolle der heiligen Nino, die Überlieferung durch antike Autoren wie Rufinus und der Einfluss des benachbarten Armeniens auf die georgische Historiographie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Entwicklung der Missionslegende von einer „namenlosen Gefangenen“ hin zur heiligen Nino quellenkritisch zu hinterfragen und historisch einzuordnen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es wird eine historisch-theologische Quellenanalyse angewandt, die unterschiedliche Fassungen der Bekehrungsberichte vergleicht und in ihren politischen Kontext setzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historischen Rahmenbedingungen Georgiens, die Analyse der verschiedenen Quellen zur Christianisierung und die historiographische Untersuchung der Legendenbildung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem mit den Begriffen Christianisierung, Iberien, Kaukasus, heilige Nino und Kirchengeschichte beschreiben.

Welche Bedeutung kommt der „Notiz des Rufinus“ zu?

Sie gilt als das älteste Zeugnis für das Wirken der Gefangenen (Nino) und dient als fundamentaler Ausgangspunkt für die spätere legendenhafte Ausschmückung der Bekehrungsgeschichte.

Warum wird von einer „Historiographie mit doppeltem Boden“ gesprochen?

Der Begriff beschreibt den Umstand, dass georgische und armenische Traditionen einander beeinflussten und teils konkurrierende historische Identitäten konstruierten, um die Unabhängigkeit der jeweiligen Kirchen zu legitimieren.

Welche Rolle spielte König Mirian III. bei der Christianisierung?

Er gilt als der Herrscher, der das Christentum im 4. Jahrhundert zur Staatsreligion in Iberien erhob, nachdem er durch die heilige Nino zum Glauben gefunden hatte.

Wie unterscheidet sich die georgische von der armenischen Überlieferung?

Die Arbeit verdeutlicht, dass die georgische Tradition versucht, ein eigenständiges apostolisches Erbe zu betonen, während sie gleichzeitig literarische Muster der armenischen Bekehrungsberichte widerspiegelt.

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Detalles

Título
Ein Überblick zur Christianisierung Iberiens (Ostgeorgiens)
Universidad
University of Vienna  (Institut für Historische Theologie)
Curso
Seminar: Christentum im Kaukasus
Calificación
1,00
Autor
Mag. Siegfried Höfinger (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
20
No. de catálogo
V438686
ISBN (Ebook)
9783668785076
ISBN (Libro)
9783668785083
Idioma
Alemán
Etiqueta
Iberien Ostgeorgien Hṙip‘simē Nino Christentum
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Mag. Siegfried Höfinger (Autor), 2017, Ein Überblick zur Christianisierung Iberiens (Ostgeorgiens), Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/438686
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