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Die soziale Integration lernbehinderter Schülerinnen und Schüler in Deutschland. Eine Utopie der Bildungspolitik?

Titre: Die soziale Integration lernbehinderter Schülerinnen und Schüler in Deutschland. Eine Utopie der Bildungspolitik?

Dossier / Travail , 2017 , 19 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Monique Peldschus (Auteur)

Pédagogie - Système scolaire, Politique d'enseignement et de l'école
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Seitdem die BRD die UN-Behindertenrechtskonvention 2009 ratifizierte, ist Inklusion ein stark umstrittenes Thema, welches sowohl kritisiert, als auch gelobt wird. Im Rahmen dieser Arbeit folgt einer kurzen Erklärung der Termini eine Zusammenfassung verschiedener Studien, welche dazu dienen, herauszufinden wie sich Schülerinnen und Schüler (SuS) mit sonderpädagogischem Förderbedarf (SFB) sozial in Regelschulklassen integriert fühlen.

Auf Grundlage der Erkenntnisse der erörterten Studien und nach einer Betrachtung der analysierten Bedingungsfaktoren, sollen Rückschlüsse hinsichtlich der Umsetzung des Inklusionskonzepts an deutschen Schulen gezogen werden. Mögliche Ursachen für eine negative soziale Integration sollen herausgearbeitet werden und es wird geschaut, wie man diese folglich vermeiden kann.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmung

2.1. Zur Entwicklung des Integrationsbegriffs hin zur Implementierung der Inklusion

2.2. Was ist soziale Integration?

3. Studien

3.1. Wocken; Antor; Hinz. (1988): „Integrationsklassen in Hamburger Grundschulen“

3.2. Dumke & Schäfer (1993): „Entwicklung behinderter und nichtbehinderter Schüler in Integrationsklassen“

3.3. Haeberlin; Bless; Moser; Klaghofer. (1991): „Integration von Lernbehinderten“

3.4. Huber, Christian (2006): „Soziale Integration in der Schule?“

3.5. Huber, Christian (2011): „Lehrerfeedback und soziale Integration“

3.6. Eckhardt; Haeberlin; Lozano; Blanc. (2011): „Langzeitwirkungen schulischer Integration“

3.7. Huber; Wilbert (2012): „Soziale Ausgrenzung von Schülern mit SFB und niedrigen Schulleistungen im gemeinsamen Unterricht“

4. Diskussion

5. Verzeichnis verwendeter Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht auf Grundlage verschiedener Studien, ob Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Gemeinsamen Unterricht an Regelschulen tatsächlich sozial integriert sind oder ob die Inklusion in der Bildungspolitik eine Utopie bleibt. Dabei wird analysiert, welche Faktoren – wie Lehrerfeedback, Lerngruppenheterogenität und Schulleistungen – die soziale Integration begünstigen oder behindern.

  • Entwicklung des Integrationsbegriffs und der Inklusionspädagogik
  • Bedeutung der sozialen Integration im schulischen Kontext
  • Empirische Befunde zur sozialen Situation von Schülern mit Förderbedarf
  • Einfluss von Lehrern und Schulleistungen auf den sozialen Status
  • Herausforderungen der Umsetzung inklusiver Schulpraxis

Auszug aus dem Buch

3.1. Wocken; Antor; Hinz. (1988): „Integrationsklassen in Hamburger Grundschulen“

Die Autorengruppe um Wocken resümierte in ihrer Bilanz eines Modellversuchs zu Integrationsklassen in Hamburger Grundschulen (1988), dass es keine signifikanten Unterschiede in der soziometrischen Position von SuS mit SFB gäbe (zitiert nach Sonntag, 2013).

Die Grundschule in D geht von zweierlei Prinzipien aus: Alter (Differenzierung nach Jahrgangsklassen) und Leistung (Sitzen bleiben...). Das widerum führt zu der theoretischen Annahme, dass Homogenität von Lerngruppen besser, bzw. effektiver sei als gemeinsamer Unterricht (Wocken et al., 1988, S. 397f.). Die Merkmale der leistungsorientierten Gesellschaft spiegeln sich auch im mehrgliedrigen Schulsystem Deutschlands wieder. Wocken ist gegen die konservative Schulkritik, welche klagt, dass Öffnung des Gymnasiums und starke Heterogenität auch Leistungsgefälle mit sich bringt, denn für diese Aussage gibt es keine wissenschaftlichen Belege (1988, S. 404)! Auch Ergebnisse von Goldberg u.a. (1969) zeigen, dass die „Leistungsentwicklung (...) im Allgemeinen bei großem Gefälle positiver als bei geringem Gefälle [war]“ (zitiert nach Wocken et al., 1988, S. 404). Allerdings war der Leistungszuwachs bei heterogenen Gruppen quantitativ nicht signifikant und auch nicht durchgängig in allen Schulfächern (Wocken et al., 1988, S. 404f.). Allgemein kann aber festgehalten werden, dass die Anwesenheit lernschwacher SuS keinerlei (positive oder negative) Auswirkungen auf die Leistungen leistungsstarker SuS hat (ebd. 405).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema Inklusion und soziale Integration von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in der BRD ein und formuliert das Ziel der Arbeit, Ursachen für negative soziale Integration zu erörtern.

2. Begriffsbestimmung: Dieses Kapitel erläutert die historische Entwicklung vom Integrationsbegriff zur Inklusion und definiert soziale Integration als Prozess, der auf ein angenehmes Klassenklima abzielt.

3. Studien: Hier werden diverse empirische Untersuchungen zur sozialen Integration von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf vorgestellt und kritisch beleuchtet.

4. Diskussion: Das Kapitel diskutiert die Forschungsergebnisse und stellt fest, dass die Diskrepanz zwischen bildungspolitischem Anspruch und der Realität im Klassenzimmer weiterhin besteht, wobei die Rolle der Lehrenden betont wird.

5. Verzeichnis verwendeter Literatur: Dieses Kapitel listet alle in der Arbeit verwendeten Quellen auf.

Schlüsselwörter

Inklusion, soziale Integration, sonderpädagogischer Förderbedarf, Regelschule, Gemeinsamer Unterricht, Lehrerfeedback, Schulleistung, Lerngruppenheterogenität, Chancengleichheit, Soziogramm, soziale Ausgrenzung, Leistungsgesellschaft, Bildungsforschung, Selbstbild, Sonderpädagogik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, ob Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf in deutschen Regelschulen tatsächlich sozial integriert sind oder ob die Inklusion bildungspolitisch eine Utopie bleibt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die theoretischen Grundlagen von Inklusion und Integration, die empirische Studienlage zur sozialen Position von Schülern mit Förderbedarf sowie die Einflussfaktoren auf diesen Status.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, auf Basis existierender Studien herauszufinden, wie sich Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf in Regelschulklassen sozial integriert fühlen und welche Ursachen für eine gegebenenfalls negative soziale Integration vorliegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturanalyse und Zusammenfassung verschiedener wissenschaftlicher Studien und Forschungsberichte zum Thema soziale Integration.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert verschiedene Studien, die sich mit der sozialen Situation von Schülern mit Förderbedarf, der Rolle der Lerngruppenheterogenität sowie der Bedeutung des Lehrerfeedbacks und der Schulleistung auseinandersetzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Inklusion, soziale Integration, sonderpädagogischer Förderbedarf, Lehrerfeedback, Schulleistung, Gemeinsamer Unterricht und soziale Ausgrenzung.

Welche Bedeutung kommt dem Lehrerfeedback laut der zitierten Studien zu?

Das Lehrerfeedback spielt eine zentrale Rolle für den sozialen Status eines Kindes, da die Lehrkraft durch ihr Verhalten und ihre Rückmeldungen das Klassenklima und die Akzeptanz unter den Mitschülern maßgeblich beeinflussen kann.

Warum ist die soziale Integration von Schülern mit Förderbedarf in Regelschulen problematisch?

Die Studien verdeutlichen, dass Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf trotz inklusiver Ansätze häufiger von sozialer Ausgrenzung betroffen sind und dass das leistungsorientierte deutsche Schulsystem diese Ausgrenzung tendenziell eher forciert.

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Résumé des informations

Titre
Die soziale Integration lernbehinderter Schülerinnen und Schüler in Deutschland. Eine Utopie der Bildungspolitik?
Université
University of Potsdam
Note
2,0
Auteur
Monique Peldschus (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
19
N° de catalogue
V438873
ISBN (ebook)
9783668790131
ISBN (Livre)
9783668790148
Langue
allemand
mots-clé
integration schülerinnen schüler deutschland eine utopie bildungspolitik
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Monique Peldschus (Auteur), 2017, Die soziale Integration lernbehinderter Schülerinnen und Schüler in Deutschland. Eine Utopie der Bildungspolitik?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/438873
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