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Multitasking. Inwieweit ist die Aufgabenkoordination durch Prozesse der endogenen Aufgabenvorbereitung gesteuert?

Titre: Multitasking. Inwieweit ist die Aufgabenkoordination durch Prozesse der endogenen Aufgabenvorbereitung gesteuert?

Thèse de Bachelor , 2017 , 50 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Marie Bahnsen (Auteur)

Psychologie - Généralités
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Multitaskingsituationen sind heutzutage in vielen Lebensbereichen alltäglich. Um zwei oder mehrere Aufgaben zu koordinieren, werden die exekutiven Funktionen benötigt. Dieses kognitive System wird bei Doppelaufgaben stark beansprucht, weshalb oftmals die Leistung reduziert ist. Der Leistungsabfall kann anhand des Paradigmas der psychologischen Refraktärperiode erklärt werden. In diesem Paradigma werden zwei Reize kurz nacheinander präsentiert, auf die jeweils reagiert werden soll und als einen „Trial“ zusammengefasst werden. Die Leistung wird durch die Reaktionszeiten bestimmt. Das Zeitintervall zwischen den Reizen wird als Stimulus-Onset-Asynchrony (SOA) bezeichnet. Je kleiner die SOA desto länger die Reaktionszeit auf den zweiten Reiz. Die Reaktionszeit auf den ersten Reiz bleibt unverändert. Das Engpassmodell bildet die dahinterstehende Theorie, bei dem sich ein Flaschenhals auf der perzeptuellen Ebene befindet, sodass hier nur ein Reiz zurzeit verarbeitet werden kann. Im folgendem Reiz-Reaktions-Experiment werden zwei Reize mit jeweils drei Antwortmöglichkeiten kurz nacheinander präsentiert, wobei es Blöcke mit einer festen und randomisierten Reihenfolge gibt und diese den Probanden vorab gesagt wird. Eine endogene Aufgabenvorbereitung kann somit stattfinden. Zusätzlich sind zwischen den Trials nur 700ms. Bei den Blöcken mit einer festen Reihenfolge wurde schneller reagiert als bei Blöcken mit einer randomisierten. Die endogene Aufgabenvorbereitung wurde trotz der 700ms zwischen den Trials erfolgreich umgesetzt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund

2.1 Exekutive Funktionen

2.2 Paradigma der psychologischen Refraktärperiode

2.3 Flaschenhalsmodell

2.4 Stand der Forschung

2.5 Fragestellung und Hypothesen

3. Methode

3.1 Versuchspersonen

3.2 Design

3.3 Materialien und Stimuli

3.4 Durchführung

3.5 Auswertung

4. Ergebnisse

4.1 Analyse der ersten Reaktionszeit

4.2 Analyse der zweiten Reaktionszeit

4.3 Ergänzende Grafiken

5. Diskussion

5.1 Interpretation der Ergebnisse

5.2 Kritische Betrachtung der Methode

5.3 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit endogene Aufgabenvorbereitung die Aufgabenkoordination in Doppelaufgabensituationen steuert, insbesondere bei sehr kurzen Intervallen zwischen den Durchgängen. Ziel ist es zu ermitteln, ob eine gezielte Vorbereitung auf die Aufgabenreihenfolge den typischen Leistungsabfall (PRP-Effekt) mindern kann.

  • Exekutive Funktionen und deren Rolle bei der Aufgabensteuerung
  • Das Paradigma der psychologischen Refraktärperiode (PRP)
  • Einfluss von fester versus randomisierter Aufgabenreihenfolge
  • Auswirkungen endogener Aufgabenvorbereitung auf Reaktionszeiten

Auszug aus dem Buch

2.3 Flaschenhalsmodell

Insgesamt ergibt sich eine wissenschaftliche Evidenz dafür, dass für den Großteil der Reaktionszeitkosten ein Verarbeitungsengpass verantwortlich ist (Pashler, 1994; Pashler & Johnston, 1998), aus dem sich verschiedene sogenannte Flaschenhalsmodelle entwickelt haben. Diese stellen in empirischen Arbeiten die meist angewendeten und geprüften Theorien dar, welche die Annahme eines kapazitätsbegrenzten, seriell arbeitenden Verarbeitungskanals beinhalten. Die erste Theorie zur Informationsverarbeitung stellte Broadbent 1958 auf, die den Ausgangspunkt für alle später entwickelten Theorien im Rahmen der Flaschenhalsmodelle bildet. Seine „Single-Channel-Theorie“ geht bei der Reizverarbeitung von einem zentralen Prozessor aus, bei dem Informationen nur nacheinander bearbeitet werden können. Werden zwei Reize gleichzeitig präsentiert, gelangt erstmal nur ein Stimulus in den Verarbeitungskanal. Ist die Bearbeitung vollzogen, wird der nächste Stimulus in dem Kanal verarbeitet. Das derzeit führende und am meist gestützte Flaschenhalsmodell ist das zentrale Engpass-Modell von Pashler (1984), welches die theoretische Grundlage dieser Arbeit bildet. Aus dieser Theorie geht hervor, dass jede Reaktion auf einen Reiz einen zentralen Engpass durchläuft (siehe Abbildung 4).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Komplexität der Arbeitswelt und die Bedeutung von Multitasking als Bewältigungsstrategie sowie die damit einhergehenden Leistungseinbußen.

2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert exekutive Funktionen, das Paradigma der psychologischen Refraktärperiode und das Flaschenhalsmodell als theoretische Basis für die Untersuchung der Aufgabenkoordination.

3. Methode: Hier werden das Design, die Stichprobe sowie die Durchführung des Reiz-Reaktions-Experiments beschrieben, bei dem die Auswirkungen der endogenen Aufgabenvorbereitung bei kurzen Inter-Trial-Intervallen untersucht wurden.

4. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die statistische Auswertung der Reaktionszeiten, wobei signifikante Unterschiede zwischen festen und randomisierten Aufgabenabfolgen aufgezeigt werden.

5. Diskussion: Im letzten Teil werden die Ergebnisse interpretiert, kritisch gewürdigt und ein Fazit hinsichtlich der Wirksamkeit endogener Aufgabenvorbereitung in Doppelaufgaben gezogen.

Schlüsselwörter

Multitasking, Doppelaufgabe, Aufgabenkoordination, exekutive Funktionen, psychologische Refraktärperiode, PRP-Effekt, Flaschenhalsmodell, endogene Aufgabenvorbereitung, Reaktionszeit, Aufgabenreihenfolge, Inter-Trial-Intervall, Kognitionspsychologie, Leistungseinbußen, experimentelle Psychologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit?

Die Arbeit untersucht, wie Menschen zwei Aufgaben gleichzeitig koordinieren und ob sie sich auf diese Aufgaben vorbereiten können, um Leistungseinbußen zu minimieren.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf kognitiven Prozessen wie dem Arbeitsgedächtnis, dem Engpassmodell der Informationsverarbeitung und der Auswirkung von Aufgabenreihenfolgen.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Das Ziel ist herauszufinden, ob eine endogene Aufgabenvorbereitung trotz sehr kurzer Zeitintervalle zwischen den Aufgaben wirksam ist, um Reaktionszeiten zu verkürzen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?

Es wurde ein empirisches Reiz-Reaktions-Experiment mit einem zweifaktoriellen Design mit Messwiederholung im Labor durchgeführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen, die methodische Vorgehensweise bei der Datenerhebung sowie die detaillierte statistische Analyse der Reaktionszeiten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Multitasking, PRP-Effekt, Flaschenhalsmodell und endogene Aufgabenvorbereitung.

Warum wurde das Inter-Trial-Intervall auf 700ms verkürzt?

Die Verkürzung sollte testen, ob die Probanden in der Lage sind, eine endogene Aufgabenvorbereitung auch bei extremem Zeitdruck erfolgreich umzusetzen.

Welche Rolle spielt die „feste Reihenfolge“ im Vergleich zur „randomisierten“?

Blöcke mit fester Reihenfolge ermöglichen den Probanden eine Vorbereitung, die sich in signifikant schnelleren Reaktionszeiten im Vergleich zu unvorhersehbaren (randomisierten) Abläufen niederschlägt.

Konnte eine Interaktion zwischen Block-Design und Reihenfolge-Modus nachgewiesen werden?

Nein, die Ergebnisse zeigen, dass trotz der Verbesserung durch die Blöcke keine spezifische Interaktion zwischen den Effekten von Block und Trial festgestellt werden konnte.

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Résumé des informations

Titre
Multitasking. Inwieweit ist die Aufgabenkoordination durch Prozesse der endogenen Aufgabenvorbereitung gesteuert?
Université
University of Applied Sciences and Medical University
Note
1,3
Auteur
Marie Bahnsen (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
50
N° de catalogue
V439007
ISBN (ebook)
9783668787988
ISBN (Livre)
9783668787995
Langue
allemand
mots-clé
Multitasking Prozesse Aufgaben Koordination Vorbereitung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Marie Bahnsen (Auteur), 2017, Multitasking. Inwieweit ist die Aufgabenkoordination durch Prozesse der endogenen Aufgabenvorbereitung gesteuert?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/439007
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