In dieser Arbeit wird das Thema Nachhaltiges Personalmanagement in der österreichischen Beherbergungsindustrie im Detail analysiert.
Das Thema Personal spielt in der heutigen Zeit eine sehr wichtige Rolle; Veränderungen stehen bevor, unter anderem aus demographischen Gründen. In den nächsten Jahren wird am Personalmarkt ein Umbruch erfolgen.
Der Personalmangel ist in vielen Beherbergungsbetrieben bereits heute schon spürbar. Da die Hotellerie ein Dienstleistungsbetrieb ist, ist es umso wichtiger, geeignetes Personal zu rekrutieren, zu entwickeln und vor allem an das Hotel zu binden. Aufgrund des Fachkräftemangels und der Internationalisierung ist es von großer Bedeutung, sich schon frühzeitig mit dem Thema zu beschäftigen, um ein Weiterbestehen der Beherbergungsbetriebe am Markt zu sichern. In dieser Arbeit wird das Thema Nachhaltiges Personalmanagement in der österreichischen Beherbergungsindustrie im Detail analysiert.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Nachhaltigkeit
2.2 Nachhaltigkeit im Tourismus
2.3 CSR im Tourismus
2.4 Nachhaltiges Personalmanagement
2.5 Nachhaltiges Personalmanagement im Tourismus
2.5.1 Anforderungen an ein nachhaltiges Personalmanagement (allgemein)
2.5.2 Entwicklungstendenzen und Zukunftstrends
2.5.3 Herausforderungen
2.5.4 Messung der Qualität – Zertifizierungen
3 Methodik
3.1 Empirisches Untersuchungsdesign
3.2 Analysen
4 Empirische Ergebnisse
4.1 Beschreibung der Stichprobe
4.2 Nachhaltigkeit und nachhaltiges Personalmanagement
4.3 Unterschiede beim nachhaltigen Personalmanagement zwischen großen und kleinen Betrieben
4.4 Unterschiede zwischen der Markenhotellerie und der Individualhotellerie
5 Praxisbeispiel
6 Diskussion und Reflexion der Ergebnisse
6.1 Theoretische Implikationen
6.2 Limitationen und weiterer Forschungsbedarf
6.3 Handlungsleitfaden für Beherbergungsbetriebe
6.4 Conclusio
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den aktuellen Status quo der Nachhaltigkeit im Bereich des Personalmanagements innerhalb der österreichischen Beherbergungsindustrie, um konkrete Handlungsfelder und Potenziale zur Bewältigung des Fachkräftemangels durch nachhaltige Strategien zu identifizieren.
- Analyse der theoretischen Verknüpfung von Nachhaltigkeit, CSR und Personalmanagement.
- Untersuchung der Unterschiede in Personalmanagement-Maßnahmen zwischen kleinen und großen Betrieben.
- Vergleich der Rekrutierungspraktiken zwischen Marken- und Individualhotellerie.
- Entwicklung von Handlungsempfehlungen zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität.
Auszug aus dem Buch
2.4 Nachhaltiges Personalmanagement
Die Definition des nachhaltigen Personalmanagements ist derzeit noch nicht durch klare Linien geprägt und somit ist Gestaltungsspielraum gegeben. Jedoch wird von einer Mehrzahl von Ansätzen ausgegangen (Ehnert & Harry, 2012).
Das Gabler Wirtschaftslexikon (2017) definiert nachhaltiges Personalmanagement wie folgt: „Es steht für ein Personalmanagement, das seine Handlungen, Konzepte und Strategien an langfristigem, wirtschaftlichem Erfolg und an allen betroffenen Stakeholdern ausrichtet. Es spricht dabei sowohl die Funktion der Personalführung, als auch die der Personalverwaltung an“. Weiters wurde im Wirtschaftslexikon erläutert, dass es das Ziel des nachhaltigen Personalmanagements ist, den langfristigen Erfolg des Unternehmens zu sichern und das im Einklang mit zufriedenen Arbeitnehmer/inne/n, welche innovativ, gesund und produktiv im Betrieb arbeiten. Nachhaltiges Personalmanagement bedeutet jedoch auch die Arbeitgebermarke attraktiv am Arbeitsmarkt zu präsentieren, um die besten Bewerber/innen anzuziehen und durch ein geeignetes Management das Klima im Betrieb optimal zu gestalten, sodass die Ziele klar definiert sind und die Arbeitnehmer/innen an einem Strang ziehen (Gabler Wirtschaftslexikon, 2017).
Zaugg (2009) hat den Begriff Personalmanagement folgendermaßen definiert: Die Führungsphilosophie soll eng mit der Unternehmenskultur, der organisatorischen und strategischen Unternehmensführung verknüpft sein. Des Weiteren führt Zaugg (2009) aus, dass es das Ziel des Unternehmens sei, motivierte und qualifizierte Mitarbeiter/innen langfristig an das Unternehmen zu binden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die Begrifflichkeiten Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility im Kontext der Tourismusbranche.
2 Theoretische Grundlagen: Erläuterung der Konzepte für nachhaltiges Personalmanagement unter Einbeziehung von Stakeholder-Ansätzen und spezifischen Anforderungen im Tourismus.
3 Methodik: Beschreibung des quantitativen Untersuchungsdesigns mittels Online-Fragebogen sowie ergänzender qualitativer Analysen zur Erfassung der Situation in Beherbergungsbetrieben.
4 Empirische Ergebnisse: Detaillierte Auswertung der erhobenen Daten, inklusive der Überprüfung von Hypothesen zu Betriebsgrößenunterschieden und verschiedenen Personalmanagement-Prozessen.
5 Praxisbeispiel: Fallstudie eines führenden Pongauer 4*S Hotels, das aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze in der Praxis illustriert.
6 Diskussion und Reflexion der Ergebnisse: Zusammenführung der theoretischen Implikationen, kritische Würdigung der Studienergebnisse und Ableitung eines praktischen Handlungsleitfadens.
Schlüsselwörter
Nachhaltiges Personalmanagement, Beherbergungsindustrie, Tourismus, CSR, Stakeholder-Ansatz, Personalknappheit, Arbeitgebermarke, Personalrekrutierung, Personalbindung, Mitarbeiterorientierung, Gesundheitsförderung, Fachkräftemangel, Nachhaltigkeitszertifizierung, Österreich, Arbeitsmarktservice.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelorarbeit?
Die Arbeit untersucht, wie das Konzept der Nachhaltigkeit auf das Personalmanagement in österreichischen Beherbergungsbetrieben angewendet wird, um den gegenwärtigen Herausforderungen wie dem Fachkräftemangel zu begegnen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind Nachhaltigkeit im Tourismus, Corporate Social Responsibility (CSR), Arbeitgebermarkenbildung, Mitarbeiterbindung, Rekrutierung und Personalentwicklung.
Was ist das primäre Forschungsziel?
Ziel ist es, den Status quo nachhaltiger Personalpraktiken zu erfassen und herauszufinden, welche Maßnahmen Betriebe ergreifen, um attraktiv zu bleiben und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine quantitative Analyse mittels eines österreichweiten Online-Fragebogens durchgeführt, ergänzt durch ein qualitatives Experteninterview mit einem Hotelier.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Literaturanalyse sowie eine empirische Untersuchung, in der zahlreiche Hypothesen zu Unterschieden zwischen kleinen und großen Betrieben sowie Marken- und Individualhotellerie statistisch getestet werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Nachhaltiges Personalmanagement, Tourismus, Fachkräftemangel, Arbeitgebermarke, CSR und Mitarbeiterbindung.
Welche Rolle spielt die Betriebsgröße bei den Ergebnissen?
Die Studie zeigt signifikante Unterschiede: Große Betriebe nutzen häufiger strategische Instrumente wie Personalmarketing, während kleine Betriebe teilweise mitarbeiterorientiertere Strukturen aufweisen.
Wie bewertet der Hotelier aus dem Praxisbeispiel die aktuelle Lage?
Der Hotelier beschreibt eine drastische Verschlechterung im Personalmarkt, sieht die Gründe jedoch weniger in der Ausbeutung, sondern in mangelnder Attraktivität der Branche, Sprachbarrieren bei ausländischen Kräften und dem Lohnabstand zum Arbeitslosengeld.
- Arbeit zitieren
- Claudia Haslauer (Autor:in), 2017, Nachhaltiges Personalmanagement in der österreichischen Beherbergungsindustrie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/439015