Das Ziel meiner Arbeit ist festzustellen, ob bzw. in welchem Maße Doping im Spitzensport eine Rolle spielt. Ich möchte untersuchen, wie sich Doping entwickelt hat, welche Methoden zu welcher Zeit angewendet wurden bzw. werden und inwiefern äußere Faktoren wie Kontrollen Doping beeinflussen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Motivation
1.2 Zielstellung
1.3 Vorgehensweise
2. Was ist Doping?
3. Welche Arten von Doping gibt es?
3.1 Blutdoping
3.2 Gendoping
3.3 Anabole Wirkstoffe
3.4 Sonstige Methoden
4. Leistungsentwicklung im Sport
5. Die Rolle des Dopings bei dieser Entwicklung
6. Dopinggeschichte in der Neuzeit
6.1 Doping bis 1990
6.1.1 Staatsplanthema 14.25
6.1.2 Doping auch in Westdeutschland
6.1.3 Hochzeit des Dopings
6.2 Doping heute
6.2.1 Der Fall Russland
7. Dopingkontrollen
7.1 Ablauf einer Dopingkontrolle
7.2 Geschichte des Anti-Doping-Kampfs
8. Auswertung von Leistungsentwicklungen in im Schwimmen der Frauen (kreativer Eigenanteil)
9. Zusammenfassung und Auswertung
10. Quellen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des Dopings im Spitzensport, dessen historische Entwicklung, die angewandten Methoden sowie den Einfluss von externen Faktoren wie Dopingkontrollen auf die Verwendung illegaler Substanzen.
- Definition und Arten von Dopingmethoden
- Zusammenhang zwischen Leistungsentwicklung und Doping
- Historische Analyse des Staatsdopings (DDR und Westdeutschland)
- Aktuelle Dopingproblematiken am Beispiel Russlands
- Durchführung und Geschichte von Dopingkontrollen
Auszug aus dem Buch
3.1 Blutdoping
Unter Blutdoping versteht man die künstliche Anreicherung von roten Blutkörperchen (Erythrozyten) im Blut. Das Blutdoping ist eine sehr verbreitete Dopingmethode, da das Risiko einer positiven Kontrolle im Falle einer Eigentransfusion sehr gering ist, da ausschließlich körpereigene Stoffe verwendet werden. Das Grundprinzip des Blutdopings besteht darin, die Konzentration an Erythrozyten zu erhöhen. Solch eine Anreicherung kann zum Beispiel durch Höhentraining erreicht werden. Wenn sich ein Mensch weit über dem Meeresspiegel befindet, produziert die Niere ein Hormon, welches die Bildung von roten Blutkörperchen anregt. Erythropoetin (EPO). Da die roten Blutkörperchen den Sauerstoff im Blut transportiert, sorgt die Anreicherung dieser Blutkörperchen für einen erhöhten Sauerstofftransport, und damit zu einer erhöhten Ausdauerfähigkeit. Um diesen Zustand des Blutes auch noch bei den Wettkämpfen gewährleisten zu können, wird dem Patienten nach dem Höhentraining Blut abgenommen und zum Beispiel mit Hilfe einer Zentrifuge die roten Blutkörperchen vom Blutplasma und den anderen Blutbestandteilen getrennt und aufbewahrt. Kurz von dem Wettkampf wird dem Patienten diese Transfusion nun wieder zugeführt. Dieser Prozess kann auch zu Nebenwirkungen wie einer Infektion und ggf. zu einer Blutvergiftung führen. Diese Gefahr ist bei Fremdtransfusionen noch größer. Der Blutmangel nach der Blutentnahme kann zu Schwindel oder sogar zu Thrombose (Verklumpen des Blutes) führen.
Eine modernere Variante des Blutdopings ist das EPO-Doping. Es beruht auf dem gleichen Prinzip der Anreicherung von roten Blutkörperchen, jedoch mir Hilfe von künstlich synthetisiertem EPO. Dieses künstliche Erythropoetin ist bei Kontrollen leichter nachweisbar, weswegen viele Sportler das „klassische“ Blutdoping bevorzugen, welchen bereits seit den 70er-Jahren praktiziert wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Motivation zur Themenwahl und die Zielsetzung der Arbeit werden dargelegt.
2. Was ist Doping?: Es wird eine grundlegende Definition von Doping erarbeitet und das Gefahrenpotenzial hervorgehoben.
3. Welche Arten von Doping gibt es?: Eine Unterscheidung zwischen verschiedenen Mitteln und Methoden des Dopings wird vorgenommen.
4. Leistungsentwicklung im Sport: Die theoretischen Modelle sportlicher Entwicklung, wie die S-Kurve, werden erläutert.
5. Die Rolle des Dopings bei dieser Entwicklung: Der Zusammenhang zwischen Doping und den beobachteten Leistungskurven im Sport wird analysiert.
6. Dopinggeschichte in der Neuzeit: Die Entwicklung von Doping bis 1990 inklusive Staatsdoping sowie die aktuelle Lage werden dargestellt.
7. Dopingkontrollen: Abläufe und die Geschichte der Dopingkontrollen bilden den Fokus dieses Abschnitts.
8. Auswertung von Leistungsentwicklungen in im Schwimmen der Frauen (kreativer Eigenanteil): Eine Analyse anhand von Diagrammen zur Leistung im Schwimmsport wird durchgeführt.
9. Zusammenfassung und Auswertung: Die Arbeit schließt mit einer Gesamtbetrachtung der Rolle des Dopings und der Wirksamkeit von Anti-Doping-Maßnahmen.
10. Quellen: Auflistung aller verwendeten Literatur- und Internetquellen.
Schlüsselwörter
Doping, Spitzensport, Leistungssteigerung, Blutdoping, Gendoping, Anabole Steroide, Staatsdoping, DDR, Anti-Doping-Kampf, Dopingkontrollen, EPO, Sportgeschichte, Athleten, Ethik, Leistungskurven.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle von Doping im Spitzensport, dessen historischer Genese sowie den Methoden zur Leistungsmanipulation und deren Nachweis.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit umfasst die Definitionen von Doping, verschiedene Dopingmethoden, historische Doping-Skandale in Ost- und Westdeutschland, aktuelle Entwicklungen wie den Fall Russland sowie die Systematik von Dopingkontrollen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, zu untersuchen, in welchem Maße Doping im Spitzensport existiert, wie es sich historisch entwickelt hat und inwiefern externe Faktoren wie Kontrollen das Dopingverhalten beeinflussen.
Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?
Der Autor stützt sich auf theoretische Untersuchungen mittels Fachliteratur und Quellenanalysen sowie einen praktischen Eigenanteil durch die Auswertung von Leistungsdaten im Frauenschwimmen.
Was steht im Fokus des Hauptteils?
Im Hauptteil werden zunächst die verschiedenen Dopingmethoden erläutert, gefolgt von einer Analyse der sportlichen Leistungsentwicklung und einer historischen Aufarbeitung der Doping-Vergangenheit inklusive der Doping-Kontrollmechanismen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Doping, Spitzensport, Leistungsmanipulation, historische Entwicklung, Gendoping, Staatsdoping und Dopingkontrollsysteme.
Was besagt das „Staatsplanthema 14.25“?
Dabei handelte es sich um ein staatlich angeordnetes Zwangsdopingsystem in der DDR, bei dem Sportlern ohne ihr Wissen leistungssteigernde Mittel verabreicht wurden.
Warum ist Blutdoping trotz der Risiken verbreitet?
Blutdoping ist besonders schwer nachweisbar, da bei der Eigentransfusion körpereigene Stoffe verwendet werden, was das Risiko einer positiven Dopingprobe verringert.
Welche Bedeutung hat der „McLaren-Report“?
Der Bericht enthüllte die systematische Manipulation von Dopingproben durch russische Labors unter staatlicher Leitung, was zu weitreichenden Konsequenzen für russische Athleten führte.
Welche Schlussfolgerung zieht der Autor zur Wirksamkeit von Kontrollen?
Der Autor folgert, dass Anti-Doping-Bemühungen zwar oft den neuen Methoden hinterherlaufen, dennoch aber nicht nutzlos sind, da sie viele Vergehen präventiv verhindern und eine ständige Abschreckung darstellen.
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- Leo Laif (Author), 2018, Doping im Spitzensport. Ein Überblick, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/439022