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Großbritanniens Seeherrschaft. Aufstieg und Verfall eines Weltreiches

Title: Großbritanniens Seeherrschaft. Aufstieg und Verfall eines Weltreiches

Term Paper , 2018 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Hoang Long Nguyen (Author)

Earth Science / Geography - History of Geography
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Summary Excerpt Details

Folgende Leitfragen sollen in dieser Arbeit beantwortet werden: Wie hatte sich die britische Schifffahrt im Laufe der Zeit entwickelt? Welche Außenpolitik verfolgte das Empire zur Festigung ihrer Rolle als Weltmacht? Welchen Einfluss übte sie bis heute in der heutigen Welt aus? Zu Beginn wird auf die geographische Lage der britischen Inseln eingegangen, die nicht maßgeblich aber grundlegend für die darauffolgende Entwicklung zur größten Seemacht entscheidend ist. Aufbauend darauf wird das Zeitalter der Entdeckungen knapp erläutert und die Bedeutung der Fischerei für das Empire zu diesem Zeitpunkt in Bezug gesetzt. In den darauffolgenden Kapiteln werden die wichtigsten historischen Ereignisse ab dem Ersten Empire im 16. Jahrhundert bis zum Ende des Weltreiches im 20. Jahrhundert vorgestellt. Aspekte wie nationale Identität, Schiffswesen und britische Außenpolitik werden hier ausführlich erläutert.

Fast 400 Jahre lang ist das sogenannte Empire aus bescheidenen Anfängen bis etwa Mitte des letzten Jahrhunderts zum größten Weltreich in der Geschichte der Menschheit gewachsen. Aufgrund ihres langen Bestehens unterteilen Historiker die Ära sogar in mehreren Epochen. Zur Zeit seiner größten Ausdehnung im Jahre 1922 umfasste es mit rund 460 Millionen Menschen ein Viertel der gesamten Weltbevölkerung. Das Empire erstreckte sich zudem über eine Fläche von ca. 34 Millionen km², was einem Viertel der gesamten Landmasse auf der Erde entspricht. Nicht umsonst wird es daher auch als das Reich bezeichnet, wo die Sonne nie untergeht.

Das britische „way of life“ prägte das Leben auf sämtlichen Kontinenten. Sprache, Kultur und Politik des einstigen Weltreiches wirken bis heute in vielen Teilen der Welt nach. Willkürliche Grenzziehungen, die zur Zeit des Kolonialismus entstanden sind, sind teilweise bis heute bestehen geblieben. Der Weg zum Weltreich war dabei nicht immer einfach, sondern war geprägt von zahlreichen Kriegen mit rivalisierenden Großmächten aus Europa auf hoher See. Während die ersten Konkurrenten Spanien und Portugal bereits frühzeitig damit angefangen haben die Welt unter sich aufzuteilen, war das noch kleine Reich auf den Britischen Inseln gerade erst dabei das Meer für sich zu entdecken. Entscheidend für die Expansion ist nämlich die Entwicklung der eigenen Seeschifffahrt, die im späteren Verlauf dazu geführt hatte, dass das Empire zur unangefochtenen Seemacht wurde und eine Hegemonialstellung eingenommen hatte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geographische Lage der Britischen Inseln

3. Erste Expansionsbestrebungen (15. Jahrhundert)

3.1 Erstes Britisches Weltreich (16. – 18. Jahrhundert)

3.2 Zweites Britisches Weltreich (18. – 19. Jahrhundert)

3.3 Das Empire vom 19. Jahrhundert bis 20. Jahrhundert

4. Nachwirkungen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht den Aufstieg und Fall des Britischen Empires mit besonderem Fokus auf die Rolle der maritimen Hegemonie, die durch die geographische Lage sowie die Entwicklung der Schifffahrt und Außenpolitik geprägt wurde.

  • Bedeutung der geographischen Lage und der Fischerei für die maritime Entwicklung Großbritanniens.
  • Analyse der historischen Phasen des Britischen Weltreichs vom 15. bis zum 20. Jahrhundert.
  • Einfluss von Seekriegen und technologischem Fortschritt auf die globale Vormachtstellung.
  • Untersuchung der langfristigen politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Nachwirkungen der Kolonialzeit.

Auszug aus dem Buch

3.1 Erstes Britisches Weltreich (16. – 18. Jahrhundert)

Als die Macht Spaniens auf dem amerikanischen Kontinent immer weiter anwuchs, ordnete Queen Elizabeth I. an die Piraterie an feindlichen Schiffen durch englische Freibeuter wie John Hawkins sowie Francis Drake zu autorisieren und sogar zu finanzieren (THOMAS 2006: 155). Ziel war es, den transatlantischen Sklavenhandel von Spanien und Portugal an der Westküste Afrikas entscheidend zu stören, indem sie die dortigen Schiffe angriffen (ebd.). Elizabeth I. erweiterte das Abkommen mit den Freibeutern, welches letzteren zusätzlich erlaubte spanische Häfen und Güterschiffe im Atlantischen Ozean zu überfallen, um deren Schätze aus der Neuen Welt zu plündern (FERGUSON 2004: 7). Der Konflikt nahm aufgrund der britischen Intervention in spanische Interessenssphären und den zunehmenden religiösen sowie politischen Unterschiede seinen Höhepunkt im Englisch-Spanischen-Seekrieg im Jahre 1588 (HANSON 2011: 379). Die Invasion durch die spanische Armada über den Ärmelkanal auf die britischen Inseln konnte erfolgreich abgewehrt werden (MENZEL 2009: 24).

Der Sieg bei der Schlacht über den Erzfeind Spanien hatte weitreichende Auswirkungen auf die britische Identität, den Schiffsbau und die Kolonialpolitik gehabt. Die Verhinderung einer Invasion war ausschlaggebend für die Bildung bzw. Festigung der Britischen Identität. Dieser Sieg war insofern wichtig, weil die Briten der Welt demonstrieren konnten, dass sie in der Lage waren mit der bis dato mächtigsten Seemacht mithalten können. Aus diesem Grunde prägte der einflussreiche Gelehrte John Dee zur gleichen Zeit erstmals in der Geschichte den Begriff „British Empire“, um die Expansionsbestrebungen der englischen Krone ideologisch zu unterstützen (Canny & Low 1998: 62). Aus religiöser Sicht war der Sieg über die spanische Armada ein Zeichen dafür, dass Gott mithilfe des „protestantischen Windes“ die Schlacht zugunsten der Briten entschied und damit schwere Schäden an spanische Schiffe verursachte (HICKMANN 2017).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert den Aufstieg des Britischen Empires zur Weltmacht und definiert die Leitfragen bezüglich der Entwicklung der Schifffahrt, der Außenpolitik und der langfristigen Auswirkungen.

2. Geographische Lage der Britischen Inseln: Dieses Kapitel erläutert, wie die Insellage und der Golfstrom die Grundlage für die Fischerei, das Schiffswesen und die maritime Identität Englands bildeten.

3. Erste Expansionsbestrebungen (15. Jahrhundert): Hier wird der Beginn der britischen Suche nach Handelsrouten und der erste Wettlauf mit anderen europäischen Mächten, insbesondere in Bezug auf Neufundland, beschrieben.

3.1 Erstes Britisches Weltreich (16. – 18. Jahrhundert): Dieser Abschnitt analysiert den Konflikt mit Spanien, die Bedeutung der Freibeuterei unter Elizabeth I. und die ideologische Festigung der nationalen Identität.

3.2 Zweites Britisches Weltreich (18. – 19. Jahrhundert): Dieses Kapitel beleuchtet die Professionalisierung der Marine, die Trennung von Handels- und Kriegsflotte sowie die strategische Bedeutung der Seeschlacht von Trafalgar.

3.3 Das Empire vom 19. Jahrhundert bis 20. Jahrhundert: Hier werden die Doktrinen Pax Britannica und Splendid Isolation sowie der massive Gebietszuwachs des Imperial Century thematisiert.

4. Nachwirkungen: Dieser Teil befasst sich mit den kulturellen, sprachlichen, architektonischen und wirtschaftlichen Spuren, die das Empire in seinen ehemaligen Kolonien hinterlassen hat.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Erfolgsfaktoren des Empires zusammen und reflektiert kritisch über die Ambivalenz des Erbes, von technologischer Entwicklung bis hin zu anhaltenden sozioökonomischen Problemen.

Schlüsselwörter

Britische Empire, Seeherrschaft, Royal Navy, maritime Hegemonie, Kolonialismus, Pax Britannica, Splendid Isolation, Schifffahrt, Weltreich, Nationalstaatsbildung, Handelsrouten, Dekolonisation, Geographie, Geschichte, Expansion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung des Britischen Empires von seinen Anfängen bis zu seinem Zerfall, wobei der Fokus auf dem Zusammenhang zwischen geographischen Gegebenheiten und der Etablierung als globale Seemacht liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die maritime Tradition Großbritanniens, der Aufbau der Royal Navy, die strategische Außenpolitik durch verschiedene Jahrhunderte sowie die weitreichenden globalen Folgen der britischen Kolonialherrschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit zielt darauf ab, zu erklären, wie sich die britische Schifffahrt entwickelte, welche außenpolitischen Strategien zur Festigung der Weltmachtrolle dienten und welchen Einfluss diese Epoche bis heute auf die moderne Welt ausübt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historische Analyse, bei der historische Ereignisse im Kontext geographischer Gegebenheiten und außenpolitischer Strategien interpretiert werden, unterstützt durch ein umfangreiches Literaturverzeichnis.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die historische Chronologie der Expansion – vom ersten Interesse an Fischgründen über die Rivalität mit Spanien bis hin zur Dominanz durch die Doktrinen der Pax Britannica und Splendid Isolation im 19. Jahrhundert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Britisches Empire, Seeherrschaft, maritime Hegemonie, Kolonialismus, Pax Britannica und Dekolonisation charakterisiert.

Welche Bedeutung hatte die Schlacht von Trafalgar für die britische Geschichte?

Die Schlacht von Trafalgar 1805 festigte die absolute Seeherrschaft Großbritanniens, indem sie die französisch-spanische Koalition entscheidend schwächte und dem Empire über ein Jahrhundert lang die Kontrolle über die Weltmeere sicherte.

Wie unterscheidet sich die Doktrin der Pax Britannica von der der Splendid Isolation?

Während die Pax Britannica eine aktive Rolle als "Weltpolizei" zur Sicherung der eigenen Handelsinteressen einnahm, beschrieb die Splendid Isolation eine eher passive, diplomatische Außenpolitik, die darauf abzielte, langfristige Bündnisverpflichtungen mit europäischen Großmächten zu vermeiden.

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Details

Title
Großbritanniens Seeherrschaft. Aufstieg und Verfall eines Weltreiches
College
University of Bonn  (Geographisches Institut der Universität Bonn)
Course
Wasser in der (Kulturlandschafts-) Geschichte
Grade
1,0
Author
Hoang Long Nguyen (Author)
Publication Year
2018
Pages
17
Catalog Number
V439028
ISBN (eBook)
9783668788084
ISBN (Book)
9783668788091
Language
German
Tags
Großbrittannien Empire Seeherrschaft Seemacht Weltmacht Weltreich Postkolonialismus Seeweg
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hoang Long Nguyen (Author), 2018, Großbritanniens Seeherrschaft. Aufstieg und Verfall eines Weltreiches, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/439028
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