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True Sale bei Asset Backed Securities aus Unternehmenssicht

Title: True Sale bei Asset Backed Securities aus Unternehmenssicht

Term Paper , 2005 , 19 Pages , Grade: 2.0

Autor:in: Jens Christoph Schröder (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Eine wesentliche Entwicklung der letzten Jahre an internationalen Finanzmärkten hat der Einsatz von Asset Backed Securities (ABS) zur Unternehmensfinanzierung erfahren. Für Industrieunternehmen stehen die Reduzierung der Finanzierungskosten durch Zugang zum internationalen Kapitalmarkt und die Schaffung von Finanzierungsalternativen zur herkömmlichen Kreditfinanzierung im Vordergrund. Grundgedanke dieses Finanzinstrumentes ist die Verbriefung ursprünglich nicht handelbarer Aktiva in fungible Wertpapiere. Unter Asset Securitisation versteht man klassisch die Umwandlung von Cash-Flow generierenden vormals weitgehend illiquiden Aktiva (Assets) in handelbare Wertpapiere (Securities). Dazu werden zunächst ausgewählte Assets regresslos an eine eigens für die Transaktion gegründete Zweckgesellschaft verkauft. D. h. die Forderungen werden regresslos, unter Überleitung des Bonitätsrisikos an das SPV übertragen (Zession, § 398 BGB). Diese wiederum finanziert den Kaufpreis durch Begebung von Wertpapieren im Kapitalmarkt, welche durch die Cash-Flow generierenden Assets besichert (Backed) sind. Anhand dieser Definition lassen sich die drei Hauptbeteiligten identifizieren. Zum einen der Forderungsveräußerer (Originator), die Zweckgesellschaft als Käufer der Forderungen und Emittent der Wertpapiere und natürlich die Investoren, die die Wertpapiere erwerben. ABS werden zum Bilanz- und Steuermanagement des Unternehmens eingesetzt. Die Verwaltung der übertragenen Vermögensgüter wird durch den Originator im Auftrag der Zweckgesellschaft übernommen. Dabei wird die Änderung der Eigentumsverhältnisse, d. h. meist die Abtretung der Forderungen, grundsätzlich gegenüber den einzelnen Schuldnern des Originators nicht offen gelegt. Hierin liegt ein wesentlicher Unterschied gegenüber dem ansonsten rechtlich artverwandten Factoring. Das sich darin zu ABS unterscheidet, dass die Forderungen als Sicherheit von kapitalmarktgängigen Wertpapieren dienen. ABS bedeuten also einen indirekten Kapitalmarktzugang für das Unternehmen. Ein weiterer Vorteil von ABS gegenüber traditionellen Refinanzierungsformen liegt unter anderem auch in ihren niedrigeren Zinskosten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der True Sale

2.1 Die Verbriefung

2.2 Struktur der Verbriefung

3. Bilanzielle und rechtliche Aspekte der True Sale Verbriefung

3.1 Rechtliche Aspekte

3.2 Bilanzierung, Bewertung und steuerrechtliche Aspekte

4. Der True Sale bei Asset Backed Securities

4.1 Anforderungskriterien und das Prüfschema zur Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte

4.2 Continuing Involvement

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den "True Sale" bei Asset Backed Securities (ABS) aus der Perspektive von Industrieunternehmen, mit dem Ziel, die Voraussetzungen für einen echten Forderungsverkauf unter Berücksichtigung bilanzieller und rechtlicher Anforderungen, insbesondere nach IFRS und IDW-Stellungnahmen, zu analysieren.

  • Grundlagen und Struktur von True Sale Verbriefungen.
  • Rechtliche Anforderungen an die Forderungsabtretung und Insolvenzfestigkeit.
  • Bilanzielle Behandlung von Forderungsverkäufen nach IAS 39.
  • Konsolidierung von Zweckgesellschaften (SPEs).
  • Auswirkungen von "Continuing Involvement" auf die Bilanzentlastung.

Auszug aus dem Buch

4.1 Anforderungskriterien und das Prüfschema zur Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte

Das folgende Prüfschema der Ausbuchungsregelungen in IAS 39 stellt die wichtigsten Kriterien dar, die eine Ausbuchung sicherstellen würde.

Ein echter Forderungsverkauf liegt auch dann vor, wenn z. B. ein Tochterunternehmen seine Forderungen an die Konzernmutter verkaufen würde. Das Problem liegt aber nicht in der Klassifizierung des True Sales, sondern vielmehr in seinem Zusammenwirken mit der Finanzierungsform der Asset Backed Securities (ABS). Die Konsolidierungspflicht ist von sehr großer Bedeutung, denn durch diese kann es passieren, dass ein vermeintlicher erster echter Forderungsverkauf sich im nach hinein nicht als ein solcher herausstellt und es nicht zu einer Ausbuchung und Bilanzentlastung kommt. Eine Klassifizierung als True Sale bei Asset Backed Securities findet statt, wenn das Kriterium der Konsolidierung erfüllt wurde, denn in Konzernabschlüssen werden die Regelungen zur Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte auf konsolidierter Basis angewendet. Daher hat ein Unternehmen zuerst alle Tochterunternehmen in Übereinstimmung mit IAS 27 und SIC-12, Konsolidierung – Zweckgesellschaften, zu konsolidieren und dann die Regelungen zur Ausbuchung (IAS 39.16-23 sowie IAS 39.AG34-52) auf den daraus resultierenden Konzern anzuwenden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Asset Backed Securities als Finanzierungsinstrument ein und skizziert die Fragestellung sowie den Aufbau der Arbeit.

2. Der True Sale: Es wird das Wesen des "True Sales" erläutert und die grundlegende Verbriefungsstruktur sowie deren Klassifizierungsmerkmale dargelegt.

3. Bilanzielle und rechtliche Aspekte der True Sale Verbriefung: Dieses Kapitel behandelt die rechtlichen Rahmenbedingungen der Abtretung sowie die bilanziellen und steuerlichen Konsequenzen bei der Einordnung als Forderungsverkauf versus Darlehen.

4. Der True Sale bei Asset Backed Securities: Hier erfolgt eine detaillierte Analyse der Ausbuchungskriterien nach IAS 39 anhand eines Prüfschemas sowie eine Diskussion der Problematik des "Continuing Involvement".

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Bedeutung der IDW-Stellungnahmen für die praktische Umsetzung von True Sale Transaktionen in Deutschland.

Schlüsselwörter

Asset Backed Securities, True Sale, Verbriefung, Bilanzentlastung, IAS 39, Zweckgesellschaft, Forderungsverkauf, Credit Enhancement, Konsolidierung, Continuing Involvement, Unternehmensfinanzierung, Risikotransfer, IDW Stellungnahme, Forderungspool, Kapitalmarkt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Nutzung von Asset Backed Securities (ABS) durch Industrieunternehmen zur Unternehmensfinanzierung und der zentralen Frage, wann ein Forderungsverkauf als rechtlich und bilanziell wirksamer "True Sale" einzustufen ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Fokus stehen die rechtliche Wirksamkeit der Forderungsabtretung, die bilanzielle Ausbuchung nach internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS/IAS 39) sowie die steuerlichen Implikationen bei der Ausgestaltung von Verbriefungstransaktionen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Hauptziel besteht darin, die Anforderungen an einen "True Sale" bei ABS aus Unternehmenssicht transparent zu machen und aufzuzeigen, unter welchen Bedingungen eine tatsächliche Bilanzentlastung erreicht werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich primär auf eine theoretische Analyse der geltenden Rechnungslegungsvorschriften (insb. IAS 39), gesetzlicher Bestimmungen (BGB, GewStG) und einschlägiger Stellungnahmen des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW RS HFA 8).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur Verbriefung, eine Untersuchung rechtlicher und bilanzieller Aspekte sowie eine detaillierte Anwendung von Prüfschemata zur Ausbuchung von Vermögenswerten nach IFRS.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind True Sale, Asset Backed Securities, Bilanzentlastung, IAS 39, Zweckgesellschaft (SPE), Risikotransfer und Continuing Involvement.

Warum ist die Konsolidierung der Zweckgesellschaft so entscheidend?

Wird eine Zweckgesellschaft in den Konsolidierungskreis einbezogen, gilt der Forderungsverkauf bilanziell nicht als "True Sale" gegenüber dem Konzern, wodurch die angestrebte Bilanzentlastung beim Originator ausbleibt.

Was passiert, wenn ein Forderungsverkauf nicht als True Sale qualifiziert wird?

Wenn die Anforderungen nicht erfüllt sind, wird die Transaktion steuerlich und bilanziell als besichertes Darlehen eingestuft, was beispielsweise zu einer Gewerbesteuerbelastung durch die Hinzurechnung von Zinsen führen kann.

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Details

Title
True Sale bei Asset Backed Securities aus Unternehmenssicht
College
University of Lüneburg
Course
Corporate Finance
Grade
2.0
Author
Jens Christoph Schröder (Author)
Publication Year
2005
Pages
19
Catalog Number
V43905
ISBN (eBook)
9783638415972
ISBN (Book)
9783638763394
Language
German
Tags
True Sale Asset Backed Securities Unternehmenssicht Corporate Finance
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jens Christoph Schröder (Author), 2005, True Sale bei Asset Backed Securities aus Unternehmenssicht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43905
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