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Transition in Guatemala. Ein gelenkter Prozess zwischen den Interessen von Machteliten, Auslandsimage und Reifung zur Demokratie

Title: Transition in Guatemala. Ein gelenkter Prozess zwischen den Interessen von Machteliten,  Auslandsimage und Reifung zur Demokratie

Term Paper , 2012 , 15 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Mariela Drexel (Author)

History - America
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In Guatemala, einem Land, das seit den sechziger Jahren durch Militärdiktaturen und einen blutigen Bürgerkrieg geprägt wurde, soll ab Anfang der achtziger Jahre eine Rückkehr zu Zivilregierungen eingeleitet werden. Die Bevölkerung ist durch die bereits über Jahre andauernde staatliche Repression massiv verängstigt und die Wirtschaft des Landes am Tiefpunkt angelangt, wodurch die Militärherrschaft zunehmend an Legitimität verliert. Festgefahrene Positionen der Akteure, ein erhebliches Misstrauen und Uneinigkeiten zwischen den Eliten gestalteten die Phase der Transition in Guatemala als einen konfliktreichen und langwierigen Prozess, sodass es erst im Jahre 1996 zu einer offiziellen Beendigung des Krieges kommt. Was an dieser Stelle aufgezeigt werden soll, sind die genauen Bedingungen und Schwierigkeiten einer durch ihre Akteure gelenkten Transition, die sich in Guatemala als ein Prozess zwischen den Interessen von Machteliten, Auslandsimage und Reifung zur Demokratie darstellte. Diese Arbeit konzentriert sich auf den Zeitraum der Phase der Übergangsregierungen (1982/83) und der beiden zivilen Regierungen Cerezo (1986-1991) und Serrano (1991-1993).

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundproblematik lateinamerikanischer Staaten

3. Historischer Überblick

4. Die Akteure und ihre Interessen

4.1. Definition Transition

4.2. Eine gelenkte Transition

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit analysiert die spezifischen Bedingungen und Hindernisse während der Transitionsphase in Guatemala im späten 20. Jahrhundert. Dabei wird untersucht, wie sich der Übergang von einem autoritären Militärregime zu einer zivilen Regierung als ein komplexes Zusammenspiel zwischen den Interessen von Machteliten, dem internationalen Auslandsimage und den Bemühungen um eine Demokratisierung darstellte.

  • Die historische Genese der Machtstrukturen in Guatemala seit der Kolonialzeit.
  • Die Rolle des Militärs und der Unternehmer als zentrale Machteliten während der Transition.
  • Die Analyse der Regierungszeiten von Cerezo und Serrano.
  • Die Bedeutung internationaler Rahmenbedingungen für den Friedensprozess.
  • Die Schwierigkeiten bei der Etablierung ziviler Institutionen in einem von Misstrauen geprägten Umfeld.

Auszug aus dem Buch

4.2. Eine gelenkte Transition

Die gesamte Phase der Transition war geprägt von einem „Spannungsverhältnis zwischen gewohnter autoritärer Macht der Eliten und einem vorsichtigen Versuch, die politischen Verhältnisse zu demokratisieren“. Es wurde eine Art Fassade einer konstitutionellen Demokratie aufgebaut, die dazu führen sollte, dass die Wiedersprüche der Militärdiktatur überwunden werden konnten. Das Militär plante zunächst keineswegs ihren Status und ihre Macht abzugeben, stattdessen stand das Aufstellen von gewissen „Spielregeln“ im Vordergrund. Es wurde ziemlich schnell deutlich, dass die eingeführte zivile Regierung in ihrer Handlungsfreiheit enorm eingeschränkt wurde.

Während des Wahlkampfes war die Partei der Christdemokraten sehr vorsichtig und versuchte sich mit den Eliten gut zu stellen, indem sie ihnen umfangreiche Zugeständnisse machte. Der zivile Präsident Cerezo vermied jegliche Konfrontation mit dem Militär und versprach seine militärischen Vorhaben zu unterstützen. Letztendlich nutzte Cerezo seinen politischen Spielraum nicht genügend aus, obwohl der Zeitpunkt, dadurch dass die Armee bereits an Legitimation verloren hatte, eigentlich günstig war.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die Ausgangslage in Guatemala, geprägt durch Militärherrschaft und Bürgerkrieg, und definiert den Fokus auf die Übergangsregierungen zwischen 1982 und 1993.

2. Grundproblematik lateinamerikanischer Staaten: Dieses Kapitel erläutert die historischen, sozioökonomischen und ethnischen Ursachen für das hohe Konfliktpotenzial, das den Weg zur Demokratie in Guatemala maßgeblich erschwerte.

3. Historischer Überblick: Der Abschnitt bietet einen Abriss über die ökonomische und politische Krise der achtziger Jahre sowie die ersten zaghaften Schritte zur Wiederherstellung ziviler Regierungsstrukturen.

4. Die Akteure und ihre Interessen: Das Kapitel analysiert die Rollen von Militär, Unternehmen und Guerilla sowie deren wechselnde Allianzen und Machtinteressen während des Transformationsprozesses.

4.1. Definition Transition: Hier werden theoretische Grundlagen des Begriffs Transition erläutert und der Idealzustand einer demokratischen Konsolidierung gegenübergestellt.

4.2. Eine gelenkte Transition: Dieses Kapitel beschreibt, wie die Transition durch elitäre Vorgaben und strategische Einschränkungen der zivilen Regierung "gelenkt" wurde, um bestehende Machtverhältnisse zu schützen.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Transition maßgeblich durch die Machteliten kontrolliert wurde und erst durch den Druck und Reformwillen innerhalb dieser Gruppen Friedensverhandlungen ermöglicht wurden.

Schlüsselwörter

Guatemala, Transition, Militärdiktatur, Demokratisierung, Friedensprozess, Machteliten, Bürgerkrieg, Politische Öffnung, Zivilregierung, Autoritäre Herrschaft, Machtstruktur, Reformbewegung, Interne Konflikte, Konsolidierung, Menschenrechte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den schwierigen Prozess des demokratischen Übergangs in Guatemala vom Ende der Militärdiktaturen bis hin zum Friedensprozess der 1990er Jahre.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Machtverhältnisse zwischen Militär und Unternehmern, die Rolle der Zivilregierung sowie die historischen Ursachen für soziale und politische Instabilität in Guatemala.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Transition durch die Akteure gelenkt wurde und welche Bedingungen einen ernsthaften Verhandlungsprozess zwischen Regierung und Guerilla schließlich ermöglichten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse politikwissenschaftlicher und historischer Quellen, um die komplexen politischen Abläufe der betroffenen Regierungsperioden nachzuvollziehen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Analyse der Akteure (Militär, Unternehmer, URNG), der theoretischen Definition einer Transition und der konkreten Ausgestaltung der gelenkten Transition durch die Regierungen Cerezo und Serrano.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Transitionsphase, Militärregime, Demokratisierungsversuche, politische Eliten und Friedensabkommen beschreiben.

Welche Rolle spielte das Militär bei der politischen Öffnung?

Das Militär versuchte, durch eine „kontrollierte politische Öffnung“ und die Etablierung von „Spielregeln“ seinen Status und seine Machtposition abzusichern, anstatt eine vollständige Demokratisierung zuzulassen.

Warum war der Verhandlungsprozess unter Serrano so instabil?

Serranos Regierung war durch interne Korruption und den Druck, Allianzen mit konservativen Unternehmern einzugehen, geschwächt, was letztlich in einem erfolglosen Selbstputsch mündete.

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Details

Title
Transition in Guatemala. Ein gelenkter Prozess zwischen den Interessen von Machteliten, Auslandsimage und Reifung zur Demokratie
College
University of Cologne
Grade
1,3
Author
Mariela Drexel (Author)
Publication Year
2012
Pages
15
Catalog Number
V439299
ISBN (eBook)
9783668791268
ISBN (Book)
9783668791275
Language
German
Tags
Bürgerkrieg Guatemala Transition Demokratie Diktatur Militärputsch Politische Geschichte Politik Militärherrschaft Übergangsregierungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mariela Drexel (Author), 2012, Transition in Guatemala. Ein gelenkter Prozess zwischen den Interessen von Machteliten, Auslandsimage und Reifung zur Demokratie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/439299
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