Die Generation Z hat die Kaufkraft von morgen inne. Unternehmen müssen deshalb Kommunikationsmaßnahmen entwickeln, die bei der neuen Generation wirklich ankommen. Dementsprechend braucht es ein Umdenken von den klassischen hin zu neuen Medien.
Die Generation Z stellt aber nicht nur die Kundschaft, sondern auch die Arbeitskraft von morgen. Daher verlangt auch der Rekrutierungsablauf von Unternehmen eine Anpassung. Lara Stommel erarbeitet in dieser Publikation Handlungsempfehlungen für eine neue Kommunikations- und Rekrutierungsstrategie, die sich auf die neue Generation konzentriert.
Aus dem Inhalt:
- Generation Z;
- Konsument;
- Customer Touchpoint Management;
- Kommunikation;
- Rekrutierung
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
1.3 Begriffliche und thematische Abgrenzungen
2 Charakteristika der Generation Z
2.1 Grundlegende Eigenschaften der Generation Z
2.2 Das Konsumentenverhalten der Generation Z
2.3 Die Generation Z als potenzieller Arbeitnehmer
2.4 Abgrenzung zu anderen Generationen
3 Customer Touchpoints
3.1 Customer Touchpoint Management
3.2 Neue Wege der Kommunikation
3.3 Potenzielle Touchpoints zur Generation Z
4 Strategische Handlungsempfehlungen für Kommunikationsstrategien
4.1 Die Beeinflusser
4.2 Inhalte
4.3 Kanäle
5 Strategische Handlungsempfehlungen für Rekrutierungsstrategien
5.1 Die Spannungsfelder
5.2 Drei Phasen des Kommunizierens
5.3 Kanäle und Inhalte
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Entwicklung einer Doppelziel-Strategie für Unternehmen: Einerseits sollen Handlungsempfehlungen für eine Kommunikationsstrategie zur Ansprache der Generation Z als Konsumenten erarbeitet werden, andererseits steht die Konzeption einer Rekrutierungsstrategie im Fokus, um diese Generation als potenzielle Arbeitnehmer zu gewinnen.
- Charakteristika und Lebensauffassung der Generation Z
- Customer Touchpoint Management als Basis für Unternehmensinteraktionen
- Anforderungen an moderne Kommunikationsstrategien für die junge Generation
- Strategische Ansätze für zeitgemäßes Employer Branding und Rekrutierung
- Analyse relevanter Kanäle und Kontaktpunkte im digitalen Zeitalter
Auszug aus dem Buch
1.3.1 Definition der Generation Z im soziologischen Sinne
Im Laufe des Heranwachsens entwickelt jeder Mensch aus dem gleichen Genmaterial verschiedene Verhaltensmuster und –strukturen, die sich aufgrund von Umwelteinflüssen und persönlichen Charaktereigenschaften individuell entwickeln. Schlussfolgernd darauf besagt die Soziologie, dass eine Generation eine mehrheitliche Bevölkerungsgruppe bildet, die meist aufgrund ihres Alters „weitgehend ähnlich geprägt“ wurde, und hierdurch eine analoge soziale Orientierung und Lebensauffassung entsteht. Diese externen Umstände können historische Ereignisse, gesellschaftliche oder soziale Veränderungen sowie spezielle kalendarische Vorkommnisse sein. Bei der Zuordnung einer Person zu einer Generation ist jedoch nicht das Geburtsjahr entscheidend, sondern vielmehr das entstandene Wertemuster, das durch die Weitergabe, Modifizierung und dem Verfall von Wissensbeständen, Denk- und Gefühlsweisen, Problemlösungen sowie soziale Verhaltensweisen entstanden ist. Das „idealtypische Konstrukt“ ist somit die Folge eines einschneidenden sozialen Wandels.
Die Gen Z wird ab dem Geburtsjahr 1995 bis etwa 2010 definiert, was jedoch wegen der vorherigen Erläuterung Spielraum innerhalb der Festlegung des Geburtszeitraumes erlaubt. Die heute etwa fünf- bis 20-jährigen befinden sich in der Entwicklungsphase, sodass ihr Charakter, die Denk- und Verhaltensweisen sowie ihre Ansichten noch weiter geprägt werden. Die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit können daher nur die Ist-Situation auf Basis bisheriger Erkenntnisse widerspiegeln. Durch den fehlenden zeitlichen Abstand, um die Geschehnisse abschließend fachlich reflektieren und einordnen zu können, besteht zwangsläufig die Gefahr, heute Einflüsse falsch zu interpretieren. Jedoch wurden repräsentative Studien durch Befragungen und Beobachtungen entwickelt, die stichhaltige Muster und Merkmale empirisch nachweisen. Zudem geben die Resultate der Erfahrungen und Umweltentwicklungen der Vor-Generation Aufschluss über mögliche Konsequenzen. Die Normen, Werte, Verhaltensweisen und Weltansichten der Gen Z sind somit ein Produkt aus der Vergangenheit und Gegenwart und dürfen daher auch faktisch bei einer späteren Rückbetrachtung nur wenig von den heutigen Bewertungen abweichen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit sowie den soziologischen Begriff der Generation Z und die externen Einflüsse auf diese Personengruppe.
2 Charakteristika der Generation Z: Das Kapitel identifiziert spezifische Merkmale der Gen Z, analysiert ihr Konsumentenverhalten und beleuchtet ihre Rolle als potenzielle Arbeitnehmer im Vergleich zu anderen Generationen.
3 Customer Touchpoints: Hier werden theoretische Grundlagen des Customer Touchpoint Managements erläutert und die spezifischen Kommunikationswege sowie Kontaktpunkte der Generation Z analysiert.
4 Strategische Handlungsempfehlungen für Kommunikationsstrategien: Dieses Kapitel bietet konkrete Empfehlungen zur Gestaltung von Botschaften, Inhalten und der Kanalauswahl für eine zielgruppengerechte Marktbearbeitung.
5 Strategische Handlungsempfehlungen für Rekrutierungsstrategien: Es werden Ansätze zur Einbindung der Gen Z in das Berufsleben entwickelt, wobei der Fokus auf Influenzern, Phasen der Kommunikation und relevanten Rekrutierungskanälen liegt.
6 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit für Unternehmen, sich auf die veränderten Anforderungen und den Paradigmenwechsel einzustellen.
Schlüsselwörter
Generation Z, Customer Touchpoint Management, Konsumentenverhalten, Employer Branding, Rekrutierungsstrategie, Kommunikation, Digitalisierung, soziale Netzwerke, Zielgruppenanalyse, Marketing, Arbeitgebermarke, Mediennutzung, Generationsvergleich, Influencer, Fachkräftemangel.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen die Generation Z sowohl als Konsumenten ansprechen als auch als potenzielle neue Mitarbeiter für sich gewinnen können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die soziologische Einordnung der Generation Z, ihre veränderten Konsum- und Lebensgewohnheiten sowie moderne Strategien für Kommunikation und Personalgewinnung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Erarbeitung einer Doppelziel-Strategie, die sowohl Kommunikationsmaßnahmen für das Marketing als auch Rekrutierungsmaßnahmen für die Personalsuche umfasst.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, dem Vergleich von Generationenmerkmalen und der praktischen Anwendung des Customer Touchpoint Management-Prozesses, ergänzt durch eigene qualitative Interviews.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die Merkmale der Generation Z analysiert, theoretische Ansätze zur Kundenansprache (Touchpoints) erläutert und konkrete Handlungsempfehlungen für Kommunikations- und Rekrutierungsstrategien formuliert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Generation Z, Customer Touchpoint Management, Arbeitgebermarke, Rekrutierung, Kommunikation und digitale Medien.
Warum spielt das Thema "Sicherheit" für die Generation Z eine so große Rolle?
Aufgrund verschiedener Krisenerfahrungen (Finanz-, Europa-, Klimakrisen) und eines unsicheren Arbeitsumfelds hat die Generation Z ein starkes Bedürfnis nach Geborgenheit, Verlässlichkeit und einem sicheren beruflichen Platz.
Wie unterscheidet sich die Gen Z von der Generation Y bei der Informationsbeschaffung?
Während die Generation Y oft nach umfassenden Vergleichen und Bewertungen sucht, agiert die Generation Z pragmatischer und bevorzugt rationale Fakten und direkte, authentische Informationen ohne aufwendig inszenierte Werbung.
- Arbeit zitieren
- Lara Stommel (Autor:in), 2018, Die Kauf- und Arbeitskraft von morgen. Wie Unternehmen die Generation Z ansprechen können, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/439387