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Geschichte und Funktion der Getrennt- und Zusammenschreibung. Ist sie systematisch vermittelbar?

Title: Geschichte und Funktion der Getrennt- und Zusammenschreibung. Ist sie systematisch vermittelbar?

Term Paper , 2017 , 24 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Teresa Dinkel (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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Summary Excerpt Details

Die Frage ob ein Wort – oder besser: mehrere Wörter – getrennt- oder zusammengeschrieben werden, stellt sich nicht selbstverständlich, unterliegt doch Sprache und ihre Schrift einem stetigen Wandel. Angefangen bei einer Orthographie, die sich von der heutigen (bezieht man sich nur auf den deutschen Sprachraum) weitgehend unterscheidet, bis hin zu den Rechtschreibreformen der letzten Jahrzehnte. Nicht anders liegt es mit der Getrennt- und Zusammenschreibung; wurde zu den Anfängen der Schriftsprache noch am Stück geschrieben, sieht es heute ganz anders aus, sodass einzelne Wörter auseinander geschrieben werden müssen. Doch spätestens hier stellt sich dann die Frage – und damit ist man schon mitten in der Thematik der Arbeit – wann ist ein Wort ein Wort?

Im Verlauf dieser Arbeit soll sich unter anderem dieser Frage zugewandt werden. Jedoch nach Beantwortung dieser Frage entstehen zwangsläufig weitere Fragen. Es geht daher weiterhin darum, entlang der Problematiken der Getrennt- und Zusammenschreibung eine Systematisierung der zugrunde liegenden Regeln unter Rückgriff auf die Grammatik zu finden, um dann die Theorie und die Praxis miteinander zu vergleichen und damit mögliche didaktische Umsetzungen zu analysieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 WIE HAT SICH DIE GETRENNT- UND ZUSAMMENSCHREIBUNG IN DER DEUTSCHEN SCHRIFTSPRACHE ENTWICKELT UND WELCHE FUNKTIONEN HAT SIE?

2.1 FUNKTION UND GRUNDLAGEN DER GETRENNT- UND ZUSAMMENSCHREIBUNG

2.2 ENTWICKLUNG DER GETRENNT- UND ZUSAMMENSCHREIBUNG

3 KLASSIFIZIERUNG DER GETRENNT- UND ZUSAMMENSCHREIBUNG NACH DER AMTLICHEN REGELUNG

4 KLASSIFIZIERUNG DER GETRENNT- UND ZUSAMMENSCHREIBUNG NACH FUHRHOP

4.1 UNPROBLEMATISCHE FÄLLE (KERNBEREICH)

4.2 PROBLEMATISCHE FÄLLE (RANDBEREICH)

5 ZUSAMMENFÜHRUNG DES AMTLICHEN REGELWERKS UND DER HERANGEHENSWEISE VON FUHRHOP

6 WELCHE DIDAKTISCHEN MÖGLICHKEITEN GIBT ES, DIE GETRENNT- UND ZUSAMMENSCHREIBUNG ZU VERMITTELN? – DIDAKTISCHE ÜBERLEGUNGEN

7 WIE WERDEN DIESE DIDAKTISCHEN ÜBERLEGUNGEN KONKRET IN SCHULBÜCHERN REALISIERT?

7.1 LEHRWERKANALYSE

8 FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern die Getrennt- und Zusammenschreibung systematisch vermittelbar ist, indem sie theoretische Ansätze der Linguistik mit der aktuellen schulpraktischen Umsetzung in Lehrwerken vergleicht.

  • Historische Entwicklung und Funktion der Getrennt- und Zusammenschreibung
  • Klassifizierung nach der amtlichen Regelung und dem Ansatz von Fuhrhop
  • Vergleich theoretischer Systematisierung und schulpraktischer Anwendung
  • Didaktische Möglichkeiten zur Vermittlung systematischer Sprachkompetenz
  • Kritische Analyse der Behandlung in aktuellen Schulbüchern

Auszug aus dem Buch

2.1 Funktion und Grundlagen der Getrennt- und Zusammenschreibung

Zuerst soll der Frage nachgegangen werden, welche Funktion die Getrennt- und Zusammenschreibung in der Orthographie einnimmt.

Dürscheid führt aus, dass die Getrennt- und Zusammenschreibung hauptsächlich die Funktion hat, dem Leser Erleichterung zu schaffen; dies erfolgt durch eine grammatische Strukturierung der Sätze (vgl. Dürscheid 2006, S. 148). Diese Strukturierung der Sätze durch die Getrennt- und Zusammenschreibung betrifft „Einheiten, die im Text unmittelbar benachbart und aufeinander bezogen sind“ (amtl. Regelung 2017, S.33). Dabei folgt die Getrennt- und Zusammenschreibung zunächst dem grundlegenden Prinzip: „Wörter werden zusammengeschrieben. Entsprechend werden ‚Nicht-Wörter‘ (Syntagmen) getrennt geschrieben“ (Fuhrhop 2015 a, S. 54). Die getrenntgeschriebenen Wörter werden laut Dürscheid durch Leerstellen zwischen den Wörtern, sogenannte Spatien, graphisch kenntlich gemacht (vgl. Dürscheid 2006, S. 148). Die Problematik im Bereich der Getrennt- und Zusammenschreibung existiert häufig in den „Unsicherheiten darüber, ob benachbarte Wörter getrennt oder zusammengeschrieben werden“ (ebd., S. 149). Diese Unsicherheiten kommen dann zustande, „wenn sich die Wörter in einer Univerbierungs- oder Inkorporationsprozess befinden“ (ebd.). Dürscheid erläutert den Univerbierungs- und die Inkorporationprozess wie folgt:

Unter Univerbierung […] versteht man den Prozess des Zusammenwachsens einer zwei- und mehrgliedrigen syntaktischen Konstruktion zu einem Wort. Eine Inkorporation liegt vor, wenn das Objekt eines transitiven Verbs zum Erstglied eines komplexen Worts wird. (ebd.)

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Hinführung zur Thematik der Getrennt- und Zusammenschreibung sowie Darlegung des Ziels, die theoretische Systematisierung mit der schulpraktischen Didaktik zu vergleichen.

2 WIE HAT SICH DIE GETRENNT- UND ZUSAMMENSCHREIBUNG IN DER DEUTSCHEN SCHRIFTSPRACHE ENTWICKELT UND WELCHE FUNKTIONEN HAT SIE?: Untersuchung der historischen Genese der Orthographie und der Funktion von Worttrennungen zur Entlastung des Lesers.

3 KLASSIFIZIERUNG DER GETRENNT- UND ZUSAMMENSCHREIBUNG NACH DER AMTLICHEN REGELUNG: Analyse der Struktur und Reichweite des amtlichen Regelwerks hinsichtlich ihrer Eignung als didaktische Grundlage.

4 KLASSIFIZIERUNG DER GETRENNT- UND ZUSAMMENSCHREIBUNG NACH FUHRHOP: Erläuterung der morphologischen und syntaktischen Prinzipien nach Fuhrhop zur Systematisierung von Kern- und Randbereichen der Schreibung.

5 ZUSAMMENFÜHRUNG DES AMTLICHEN REGELWERKS UND DER HERANGEHENSWEISE VON FUHRHOP: Kritische Gegenüberstellung des amtlichen Regelwerks mit dem systematischen Ansatz von Fuhrhop.

6 WELCHE DIDAKTISCHEN MÖGLICHKEITEN GIBT ES, DIE GETRENNT- UND ZUSAMMENSCHREIBUNG ZU VERMITTELN? – DIDAKTISCHE ÜBERLEGUNGEN: Erörterung der Notwendigkeit von Sprachbewusstheit und systematischen operativen Verfahren für den Unterricht.

7 WIE WERDEN DIESE DIDAKTISCHEN ÜBERLEGUNGEN KONKRET IN SCHULBÜCHERN REALISIERT?: Überprüfung von Schulbuchaufgaben anhand der zuvor erarbeiteten theoretischen und didaktischen Kriterien.

8 FAZIT: Zusammenfassende Beantwortung der Leitfrage hinsichtlich der systematischen Vermittelbarkeit und Ausblick auf künftigen Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Getrenntschreibung, Zusammenschreibung, Orthographie, Sprachbewusstheit, Didaktik, Wortbildung, Relationsprinzip, Schulbuchanalyse, Regelwerk, Sprachreflexion, Univerbierung, Inkorporation, Linguistik, Zweifelsfälle, Grammatikunterricht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, ob die Regeln zur Getrennt- und Zusammenschreibung im Deutschen systematisch vermittelbar sind, anstatt nur auswendig gelernt zu werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die historische Entwicklung der Rechtschreibung, die theoretische Fundierung durch linguistische Prinzipien sowie die Analyse, wie diese Themen aktuell in Schulbüchern didaktisch umgesetzt werden.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu klären, ob ein systematischerer, auf Grammatik basierender Zugang zur Getrennt- und Zusammenschreibung möglich ist, der über das reine Auswendiglernen von Regeln hinausgeht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung (insb. Fuhrhop) sowie eine qualitative Analyse von Schulbüchern, um die Umsetzung der Didaktik zu prüfen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des amtlichen Regelwerks, die systematische Herangehensweise nach Fuhrhop, didaktische Überlegungen zur Sprachbewusstheit und die konkrete Prüfung von Lehrwerken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Getrennt- und Zusammenschreibung, Sprachbewusstheit, Wortbildungsprinzip, Relationsprinzip und didaktische Reduktion.

Warum kritisiert die Autorin die Behandlung in vielen Schulbüchern?

Die Autorin bemängelt, dass Schulbücher oft nur die Zweifelsfälle thematisieren und Regeln lediglich als Imperative zum Auswendiglernen präsentieren, ohne ein tieferes Verständnis für die sprachsystematischen Hintergründe zu fördern.

Welche Rolle spielen die operativen Verfahren nach Mesch?

Diese Verfahren (wie Umstell- oder Erweiterungsproben) dienen als Werkzeuge für Schülerinnen und Schüler, um selbstständig zu prüfen, ob eine Getrennt- oder Zusammenschreibung sinnvoll ist.

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Details

Title
Geschichte und Funktion der Getrennt- und Zusammenschreibung. Ist sie systematisch vermittelbar?
College
University of Education Heidelberg
Grade
1,0
Author
Teresa Dinkel (Author)
Publication Year
2017
Pages
24
Catalog Number
V439448
ISBN (eBook)
9783668792081
ISBN (Book)
9783668792098
Language
German
Tags
Grammatik Rechtschreibung Lehramt Fuhrhop Didaktik Deutschunterricht Deutsch Unterricht Schule Schulbuch Getrennt- und Zusammenschreibung Geschichte Funktion Getrenntschreibung Zusammenschreibung Orthographie Vermittlung morphologisches Prinzip syntaktisches Prinzip Kernbereich Randbereich Lehrwerkanalyse Relationsprinzip Wortbildungsprinzip Regeln Wortgruppen Zusammensetzung Fachdidaktik Bildung
Product Safety
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Quote paper
Teresa Dinkel (Author), 2017, Geschichte und Funktion der Getrennt- und Zusammenschreibung. Ist sie systematisch vermittelbar?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/439448
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