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Maria Montessoris Kleinkindpädagogik

Entwicklung eines Kleinkindes

Titre: Maria Montessoris Kleinkindpädagogik

Élaboration , 2017 , 53 Pages

Autor:in: Karina Hausburg (Auteur)

Pédagogie - Général
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Résumé Extrait Résumé des informations

Schon vor Jahrzehnten stellten große Pädagogen fest, dass die ersten drei Lebensjahre die prägendsten und lernintensivsten Jahre sind. Leider wird bisher sehr wenig dafür getan, die Erziehung und Bildung in der frühen Kindheit zu verbessern, obwohl es bereits vielfältige Erkenntnisse darüber gibt, wie lernfähig und kompetent Kinder unter drei Jahren bereits sind. Zwar hat jedes Kleinkind, laut SGB VIII, §24, ab August 2013, Anspruch auf frühkindliche Förderung in einer Tageseinrichtung oder Tagespflege bereits ab dem vollendeten ersten Lebensjahr, doch dies allein reicht nicht aus um den Bedürfnissen kleiner Kinder gerecht zu werden. Dazu müssen wir erst einmal die Entwicklung und Lernfähigkeit von Kindern unter drei Jahren besser verstehen, um zu überlegen wie die Erziehung und Bildung in der frühen Kindheit aussehen soll. Kleine Kinder brauchen mehr als ihre Mutter bzw. ihre Bezugsperson, Essen, ausreichend Schlaf und frische Luft. Sie brauchen Anreize in ihrer Umgebung und genug Raum für eigene Aktivitäten, damit sie angemessen gefördert werden. Bei der Geburt sind alle Sinne funktionsbereit und das angeborene Lernvermögen richtet sich auf seine neue Erfahrungswelt, Familie, Gesellschaft, Kultur, Umgebung und Natur. Sie geben dem Kind die Erfahrungen für seinen Persönlichkeitsaufbau. Ein Kind lernt von Geburt an, es entdeckt und erforscht bereits mit wenigen Monaten intensiv seine Hände, verfeinert aktiv seine Feinmotorik und übt immer wieder seine Augen-Hand Koordination. Mit zwei Jahren ordnet und sortiert es Gegenstände, was als eine Vorläuferfähigkeit für die Mathematik dient. In den ersten drei Lebensjahren verfeinern Kinder alle ihre Sinne und Bewegungen, wodurch sie ihr Gehirn zu einem intelligenten Denkorgan strukturieren. Sie tun dies unbewusst, durch ihre inneren Anlagen und ihren besonderen Lernhunger. Doch diese Anlagen müssen durch Anreize aus der Umwelt aktiviert werden. Somit nimmt die Umwelt, mit der ein Kleinkind in interaktiven Austausch steht, großen Einfluss auf die gesamte Entwicklung und Bildung. Sie sollte auf kindliche Bedürfnisse abgestimmt sein und keine Entwicklungs- und Lernphasen ungenutzt verstreichen lassen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Anthropologisches Menschenbild Maria Montessoris und die Förderung Null-bis Dreijähriger

3. Wie Kleinkinder sich entwickeln

3.1 Der innere Bauplan

3.2 Die sensiblen Phasen

3.3 Zusammenfassungen der kindlichen Entwicklung

3.4 Bestätigung der Arbeit Maria Montessori mit moderner Wissenschaft und

3.4.1 Montessori-Pädagogik und Fröbels Einflüsse

3.4.2 Montessori und Pikler

3.4.3 Montessori und Ko-Konstruktivistische Ansatz

4. Kleinkindgerechte Umgebung

4.1 Kleinkindgerechte Umgebung

4.2 Die Aufgaben der Erzieherin/ des Erziehers bei der Erziehung der Null- bis Dreijährigen

4.3 Gestaltung der Räume

4.4 Kleinkinder einfühlsam beobachten

4.5 Freiheit als pädagogisches Prinzip

5. Arbeit und Spiel

5.1 Das Spiel der Null- bis Dreijährigen

5.2 Arbeit aus der Sicht Maria Montessori

6. Gestaltung und Vergleich von Spielräumen

6.1 Grundlagen der Spielraumidee

6.2 Montessori-Spielraum

6.2.1 Ziel

6.2.2 Rolle der Eltern

6.2.3 Räumliche Gestaltung

6.3 Pikler-Spielraum

6.3.1 Ziel

6.3.2 Rolle der Eltern

6.3.3 Räumliche Gestaltung

7.Zusammenfassung und persönliches Resümee

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Montessori-Pädagogik als fundierten Ansatz für die Erziehung und Bildung von Kleinkindern zwischen null und drei Jahren zu etablieren. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie eine kindgerechte Umgebung gestaltet werden muss, damit sich Kinder gemäß ihrem eigenen Rhythmus und ihrer Persönlichkeit optimal entfalten können.

  • Die Bedeutung der sensiblen Phasen und des absorbierenden Geistes im Kleinkindalter.
  • Die Rolle der vorbereiteten Umgebung als Schlüssel zur Welt für das Kind.
  • Die Differenzierung zwischen Spiel und Arbeit sowie deren Bedeutung für die kindliche Entwicklung.
  • Der Vergleich pädagogischer Konzepte, insbesondere zwischen Montessori- und Pikler-Spielräumen.
  • Die Haltung der pädagogischen Fachkraft als begleitende Unterstützung im Sinne von "Hilf mir, es selbst zu tun".

Auszug aus dem Buch

Die Aufgaben der Erzieherin/ des Erziehers bei der Erziehung der Null- bis Dreijährigen

Das Verhalten des Erwachsenen gegenüber dem Kind nimmt großen Einfluss auf dessen gesamtes Leben. Für Montessori bildet dies einen Teil der vorbereiteten Umgebung. Von der Art, wie er einem Kind begegnet, hängt im Wesentlichen der Entwicklungsprozess des Kindes ab. Eltern und Erzieher sind die Beschützer der Kinder, jedoch nicht ihre Schöpfer. Nur wenn sie zur Offenheit gegenüber den Rechten des Kindesbereit sind, kann es sich frei entwickeln. Erst wenn der Erwachsene sich zurückzieht und nicht in das Geschehen des Kindes eingreift, wird sein Blick für das Kind frei. Nur durch intensive Beobachtung hat man die Möglichkeit zu sehen, wo die individuellen Bedürfnisse liegen und was sich in seinem Leben ereignet. Oft kommen Eltern in die Krippe und erzählen mir, dass ihre Kinder unfähig sind, alleine zu spielen. Unverständlich reagieren sie, wenn ich ihnen erkläre, dass das passive Verhalten der Kinder aus ihrem Verhalten resultiert. Sie können sich nur schwer vorstellen, dass dieses auf das Kind ungeduldig, verständnislos und widersprüchlich wirkt.

Kaum einem ist bewusst, dass das Kind viel mehr erreicht, wenn eigenes Entdecken ermöglicht wird. Zum Beispiel muss einem Kind nicht erklärt werden, das ein großer Baustein vom Stapelturm nicht auf einen kleinen passt. Das die Steine verschiedene Größen haben, entdeckt es von ganz alleine. Man muss ihm nur die Möglichkeit geben, diese Tatsache selbst zu erforschen. Fehlt dem Kind dieses selbstständige Entdecken, wird es auch in Zukunft Probleme haben, die für uns alltäglichen Vorgänge zu verstehen. Sein natürlicher Wissensdrang geht ihm verloren. Oft werden die Kinder aber auch von uns Erwachsenen im Spiel unterbrochen, weil wir meinen, es ist jetzt Zeit eine neue Tätigkeit zu beginnen. Wir wissen alle, wie schnelllebig und hektisch sich unsere heutige Umwelt darstellt. Alles muss schnell abgehandelt werden. Schon morgens beim Frühstück oder beim Zähneputzen bleibt kaum Zeit für die Kinder, die Dinge nach ihrem eigenen Tempo auszuprobieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Es wird die besondere Bedeutung der ersten drei Lebensjahre hervorgehoben und die Notwendigkeit betont, die kindliche Entwicklung und Lernfähigkeit besser zu verstehen.

2. Anthropologisches Menschenbild Maria Montessoris und die Förderung Null-bis Dreijähriger: Dieses Kapitel erläutert, warum die Bedürfnisse kleiner Kinder oft verkannt werden und welch hohe Kompetenzen sie bereits von Geburt an besitzen.

3. Wie Kleinkinder sich entwickeln: Hier werden die Grundlagen des inneren Bauplans, der sensiblen Phasen sowie die Bedeutung des absorbierenden Geistes für den kindlichen Lernprozess dargelegt.

4. Kleinkindgerechte Umgebung: Das Kapitel beschreibt, wie eine vorbereitete Umgebung beschaffen sein muss, um die Selbstständigkeit zu fördern und welche Rolle die einfühlsame Beobachtung spielt.

5. Arbeit und Spiel: Hier wird der für Montessori zentrale Begriff der "Arbeit des Kindes" analysiert und von der allgemeinen Vorstellung des Spiels abgegrenzt.

6. Gestaltung und Vergleich von Spielräumen: Dieses Kapitel bietet einen praktischen Vergleich zwischen Montessori- und Pikler-Spielräumen in Bezug auf Zielsetzung, Rolle der Eltern und Raumgestaltung.

7.Zusammenfassung und persönliches Resümee: Die Autorin fasst die reformpädagogischen Kerngedanken zusammen und reflektiert deren Relevanz für moderne öffentliche Einrichtungen.

Schlüsselwörter

Maria Montessori, Kleinkindpädagogik, Sensible Phasen, Absorbierender Geist, Vorbereitete Umgebung, Selbstständigkeit, Freispiel, Emmi Pikler, Entwicklung, Beobachtung, Humankompetenz, Pädagogik, Kleinkindalter, Lernfähigkeit, Erziehung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der frühkindlichen Erziehung von Kindern im Alter von null bis drei Jahren auf Basis der Montessori-Pädagogik.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der kindlichen Entwicklung, der Gestaltung einer vorbereiteten Lernumgebung und der Rolle der begleitenden Erwachsenen.

Was ist das primäre Ziel dieser Arbeit?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie durch eine Umgebung, die den kindlichen Bedürfnissen und dem inneren Bauplan entspricht, eine optimale Entfaltung der Persönlichkeit gelingen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf die Analyse der pädagogischen Schriften Maria Montessoris sowie auf Beobachtungen aus der eigenen pädagogischen Praxis und den Vergleich mit anderen Ansätzen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Entwicklung der Kleinkinder, der Bedeutung der Arbeit als kindliche Tätigkeit und einem detaillierten Vergleich von Spielraum-Konzepten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind "Vorbereitete Umgebung", "Absorbierender Geist", "Sensible Phasen" und "Selbstständigkeit".

Warum ist der Begriff "Arbeit" bei Montessori so zentral?

Für Montessori ist das intensive, konzentrierte Tun des Kindes nicht als Spiel, sondern als essenzielle Entwicklungsarbeit zu verstehen, die den Menschen bildet.

Wie unterscheiden sich Montessori- und Pikler-Spielräume?

Obwohl beide Ansätze die Eigeninitiative und freie Entfaltung in den Mittelpunkt stellen, zeigen sich Unterschiede in der räumlichen Strukturierung und der expliziten Rolle der Eltern während der Treffen.

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Résumé des informations

Titre
Maria Montessoris Kleinkindpädagogik
Sous-titre
Entwicklung eines Kleinkindes
Auteur
Karina Hausburg (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
53
N° de catalogue
V439567
ISBN (ebook)
9783668792555
ISBN (Livre)
9783668792562
Langue
allemand
mots-clé
Kinder Maria Montessori Kleinkind Entwicklung Lernfähigkeit Baby
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Karina Hausburg (Auteur), 2017, Maria Montessoris Kleinkindpädagogik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/439567
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Extrait de  53  pages
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