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Der Einfluss des Umfeldes auf die sozial-emotionale Entwicklung von Kindern in der Vorpubertät. Unter Einbezug des montessorisch pädagogischen Gedankens

Title: Der Einfluss des Umfeldes auf die sozial-emotionale Entwicklung von Kindern in der Vorpubertät.  Unter Einbezug des montessorisch pädagogischen Gedankens

Diploma Thesis , 2018 , 24 Pages

Autor:in: Jan Hausburg (Author)

Pedagogy - General
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In der heutigen, von Leistungsdruck, Anpassung und Indoktrination geprägten Gesellschaft wird die Spanne zwischen arm und reich immer größer. Es spielt, trotz unserer modernen aufgeklärten Gesellschaft, eine große Rolle aus welchem Milieu das einzelne Kind entstammt und wie es selbst sowie sein unmittelbares soziales Umfeld finanziell aufgestellt sind und welche Freiheiten und Bildung genossen werden können, bzw. dürfen. Dabei zeigt sich das Armut in unserer so reichen Gesellschaft ein großes Risiko für die Entwicklung von Kindern ist. Entwicklungsdefizite, die in den frühen Jahren gelegt werden, lassen sich später nur noch mit erheblichem Aufwand nachholen. Diese Fehlentwicklung zieht sich bis in das Jugendalter durch und schafft eine hohe Anzahl an „Problemkindern“ mit Verhaltensauffälligkeiten, Verhaltensschwierigkeiten oder Verhaltensstörungen. Irreparable Schäden an Körper und Psyche sind die Folge. Das stellt sich mir die Frage, ist unser Schulsystem, sind unsere Erziehungsmethoden und ist unser Blick auf unserer Kinder von Verantwortung und Partizipation geprägt. Sind wir überhaupt noch in der Lage oder wollen wir unsere Kinder wirklich verstehen. Die Stiftung Achtung! Kinderseele - Stiftung für die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen spricht von knapp 20 Prozent seelischer erkrankter Kinder unter 18 Jahren, d.h. knapp vier Millionen Kinder und Jugendliche, weisen psychische Auffälligkeiten in Deutschland auf.

In meiner erzieherischen Tätigkeit musste ich ein gewaltiges Ausmaß an emotionalen Eindrücken sowie der Umfang der persönlichen Erlebnisse der Kinder erfahren und diese Erkenntnisse trafen mich im besonderen Maße. Diese Flut an Informationen zu bewältigen und geeignete Strategien zu entwickeln, mich selbst zu regulieren sowie den Kindern einige Hilfsangebot anzubieten und damit beidseitig Stabilität und Balance zu schaffen, bedeuteten einen unheimlich großen Kraftakt für mich. Wobei ich das Mitgefühl für die Kinder und die Mitnahme von Traurigkeit in meinen privaten Bereich kaum vermeiden konnte. Ich habe versucht, dieses die Kinder nicht spüren zu lassen. Wobei ich aber immer bestrebt war, kongruent und echt zu sein. Die pädagogischen Ansätze von Maria Montessori halfen mir, mein Handeln und mich selbst zu reflektieren und Handlungsalternativen in der Arbeit mit Heranwachsenden zu entwickeln. Wir als Erziehende sind ein wesentlicher Teil des Umfeldes der Kinder und Jugendlichen.

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Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1 Theoretische Betrachtungsweise der Entwicklung

1.1 Definition und Begriffserklärungen

1.2 Verständnis der Sozialerziehung nach Montessori

1.2 Persönlichkeitsentwicklung

1.3.1 aktive Selbststeuerung

1.3.2 unbewusste Prozessen

1.3.3 Bildung der Persönlichkeit

1.3.4 Selbstwertgefühl

1.3.5 Liebe und Gerechtigkeit

1.3.6 Identität und Rolle

2 Methodik und Möglichkeiten der Umsetzung im pädagogischen Alltag

2.1 Voraussetzungen für eine Unterstützung (Raum, Freiheit, Disziplin)

2.2 Der Erwachsene

2.3 Veränderung der Sinneseindrücke „Polarisation der Aufmerksamkeit“

2.4 Stabilisierung des Selbstkonzepts Moralerziehung

2.5 Erdkinder - Schulen

2.6 Bedeutung des Vorbildes

2.7 Kosmische Erziehung in der Schularbeit

3 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss des sozialen Umfelds auf die sozial-emotionale Entwicklung von Kindern in der Vorpubertät (11–14 Jahre). Dabei wird insbesondere analysiert, wie pädagogische Ansätze nach Maria Montessori dazu beitragen können, Stabilität und eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung in einer von Leistungsdruck geprägten Gesellschaft zu fördern.

  • Sozial-emotionale Entwicklung in der Vorpubertät
  • Montessoripädagogik als unterstützende Erziehungsform
  • Bedeutung von Bindung und Selbstwertgefühl
  • Konzept der Erdkinder-Schulen
  • Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten und Krisen

Auszug aus dem Buch

1.3.2 unbewusste Prozessen

In der Zeitphase des “geistigen bzw. psychischen Embryos”, bis zum dritten Lebensjahr, lernte das Kleinkind auf eine dem Willen nicht unterworfene Art und Weise, unreflektiert und unvoreingenommen. Der absorbierende Geist ist dafür maßgeblich verantwortlich.

In der Zeit von 3-6 Jahren beginnt das Kind seine zuvor unbewusst absorbierten Umwelterfahrungen bewusst zu analysieren. Es reflektiert und realisiert die aufgenommene Umwelt. Es ist bestrebt selbständig und unabhängig zu werden. In der Jugendphase befindet sich das Kind im Aufbau, dabei steht das Bedürfnis nach gesellschaftlichem Leben die Eroberung der Welt durch wissenserwerb im Vordergrund. Im Alter der Pubertät, des Umbaus, ist das Kind von Labilität und körperlichen Veränderungen geprägt. Es geplagt von Zweifeln und oft unschlüssig. Des Weiteren treten heftige Bewegungen des Gemüts und Entmutigungen auf. In diese Phase ist der Phase ist der Jugendliche besonders sensible im Bezug auf Menschenwürde und Gerechtigkeit.

Er muss die Umgebung nicht nur erforschen, sondern sie zu beherrschen lernen.

Das Kind handelt immer nach einem Grundsatz, ohne dass es ihn formulieren kann. Ein lieblos erzogenes Kind kann sich dabei z. B. neurotisch oder mangelnd wertschätzend entwickeln.

Ein schwaches Kind wird sich höchstwahrscheinlich als minderwertig definieren, wird z. B. Empfindungen wahrnehmen, dass es schlecht ist und gehasst wird. Ein resilienteres Kind wird sich bei liebloser Erziehung eher feindselig und aggressiv entwickeln.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Theoretische Betrachtungsweise der Entwicklung: Dieses Kapitel erläutert die psychologischen und pädagogischen Grundlagen der kindlichen Entwicklung und definiert zentrale Begriffe im Kontext des sozialen Umfelds und der Montessori-Pädagogik.

2 Methodik und Möglichkeiten der Umsetzung im pädagogischen Alltag: Hier werden konkrete pädagogische Strategien und Rahmenbedingungen dargestellt, wie die Entwicklung Heranwachsender in der Praxis durch Montessoriprinzipien gezielt gefördert werden kann.

3 Zusammenfassung und Ausblick: Der Autor reflektiert die persönlichen Erfahrungen in der pädagogischen Arbeit und betont die Notwendigkeit einer individuellen, wertschätzenden Begleitung Heranwachsender.

Schlüsselwörter

Montessoripädagogik, Vorpubertät, Sozialerziehung, Persönlichkeitsentwicklung, Selbstwertgefühl, soziale Kompetenz, Erdkinder-Schulen, Verhaltensstörungen, Bindungstheorie, individuelle Förderung, Selbststeuerung, psychische Gesundheit, Jugendalter, Resilienz, soziale Interaktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der sozial-emotionalen Entwicklung von Kindern im Alter von 11 bis 14 Jahren und untersucht, wie das Umfeld und die pädagogischen Ansätze nach Montessori diese beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Persönlichkeitsentwicklung, der Einfluss sozialer Milieus, die Bedeutung von Bindung und Liebe sowie die praktische Umsetzung montessorischer Erziehungsgedanken im Schulalltag.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Erziehende durch Montessori-Methoden Heranwachsende in ihrer Findungsphase unterstützen und zu einer gesunden, selbstständigen Persönlichkeit führen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturrecherche und der Verknüpfung psychologischer Entwicklungsmodelle mit der spezifischen Reformpädagogik Maria Montessoris.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl theoretische Entwicklungsphasen (wie Selbststeuerung und Identitätsfindung) als auch praktische Umsetzungsbereiche wie die Gestaltung der Umgebung, die Rolle des Erziehers und das Konzept der Erdkinder-Schulen erläutert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Charakterisierende Begriffe sind unter anderem Montessori-Pädagogik, Vorpubertät, Sozialerziehung, Selbstwertgefühl und Resilienz.

Warum ist die "Polarisation der Aufmerksamkeit" für Montessori so wichtig?

Sie beschreibt einen Zustand tiefer Konzentration, der es Kindern ermöglicht, sich selbst durch Aktivität aufzubauen und natürliche Kooperationsfähigkeit sowie soziales Gefühl zu entwickeln.

Was sind Erdkinder-Schulen?

Erdkinder-Schulen sind spezielle Lernumgebungen nach Montessori, in denen Heranwachsende in überschaubaren Gruppen praktisches Leben und wirtschaftliche Zusammenhänge erproben, um Unabhängigkeit und soziale Verantwortung zu erlernen.

Welche Rolle spielt der Erwachsene laut Montessori?

Der Erwachsene fungiert nicht als autoritärer Bestimmer, sondern als vorbereiteter Begleiter, Helfer und Beobachter, der eine Umgebung schafft, in der das Kind seine Persönlichkeit entfalten kann.

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Details

Title
Der Einfluss des Umfeldes auf die sozial-emotionale Entwicklung von Kindern in der Vorpubertät. Unter Einbezug des montessorisch pädagogischen Gedankens
Author
Jan Hausburg (Author)
Publication Year
2018
Pages
24
Catalog Number
V439569
ISBN (eBook)
9783668797499
ISBN (Book)
9783668797505
Language
German
Tags
einfluss umfeldes entwicklung kinder beispiel vorpubertät alter jahren einbeziehung gedankens
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jan Hausburg (Author), 2018, Der Einfluss des Umfeldes auf die sozial-emotionale Entwicklung von Kindern in der Vorpubertät. Unter Einbezug des montessorisch pädagogischen Gedankens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/439569
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