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Moderation von Assessment Centern: Methoden - Instrumente – Grundlagen - Ein Abgleich von pädagogischen Konzepten und Praxiserfahrungen

Title: Moderation von Assessment Centern: Methoden - Instrumente – Grundlagen - Ein Abgleich von pädagogischen Konzepten und Praxiserfahrungen

Diploma Thesis , 2005 , 112 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Silke Schrupp (Author)

Pedagogy - Adult Education
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Im Rahmen meiner Moderationsausbildung an der Universität Bielefeld konnte ich erfahren, wie wichtig die innere Haltung des Moderators ist. Ich habe Moderationstechniken und Interventionsmöglichkeiten bei der Arbeit mit Gruppen kennen gelernt. Ich konnte erfahren, welche gruppendynamischen Effekte in den einzelnen Lern- und Arbeitsphasen entstehen und wie man als Moderator mit Konflikten in der Gruppe umgehen sollte. Immer wieder wurde mir dabei bewusst, dass man bei der Arbeit mit Gruppen Menschen und deren Bedürfnisse ernst nehmen muss. Außerdem konnte ich feststellen, dass nicht nur die Methode, sondern auch die Persönlichkeit, das Auftreten und die Art zu kommunizieren, Erfolgsfaktoren für Moderation sind. Diese Erkenntnisse sind für mich auch bei meiner Arbeit als Moderatorin von Beobachtergruppen bei Assessment Centern sehr hilfreich gewesen. Andererseits musste ich feststellen, dass ich nicht alles, was ich gelernt und für richtig und gut befunden habe, in diesem Rahmen umsetzen konnte. Das Verfahren Assessment Center ist so angelegt, dass organisatorische Rahmenbedingungen und Wünsche des Kunden die Möglichkeiten einschränken, die Moderationssituationen in jeder Hinsicht teilnehmer-orientiert zu gestalten.
Ausgehend von dieser Erfahrung möchte ich nun die Moderation von Assessment Centern genauer betrachten. Es soll dabei zunächst um eine allgemeine Beschreibung der moderierten Situationen in einem Assessment Center gehen und um die Methoden, die dabei eingesetzt werden. Der Fokus der vorliegenden Arbeit soll allerdings auf der Moderation der Beobachterdiskussionen liegen. Im Verlauf dieser Diskussionen wird die Entscheidungsfindung der Beobachter hinsichtlich einer Beurteilung der Teilnehmer moderiert (im Anschluss an die Übungen, die die Teilnehmer absolvieren).

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Moderationsmethode

2.1 Geschichte der Moderation

2.2 Aufgaben eines Moderators

2.3 Moderationstechniken

2.4 Auftreten und Persönlichkeit des Moderators

2.5 Anwendungsbereiche und Arten der Moderation

2.5.1 Konfliktmoderation

2.5.2 Entscheidungsmoderation

3. Das Assessment Center

3.1 Geschichte des Assessment Centers

3.2 Ziele der Methode Assessment Center im Sinne der Personalauswahl und Personalentwicklung

3.3 Konstruktionsregeln und Qualitätsmaßstäbe für Assessment Center

3.4 Kritische Elemente der Methode Assessment Center

3.4.1 Validierungsprobleme

3.4.2 Wahrnehmung und Beurteilung

3.4.3 Kommunikationsprobleme

3.5 Durchführung eines Assessment Centers

3.5.1 Ablauf und Übungen

4. Pädagogischer Hintergrund der Moderationsmethode

4.1 Theoretische Grundlagen der Moderationsmethode

4.2 Gruppenpädagogik und Moderation

4.3 Erwachsenenbildung und Moderation

4.4 Elemente der Moderationsmethode betrachtet unter pädagogischer Perspektive

4.4.1 Die Kommunikationsregeln und der Ansatz der Humanistischen Pädagogik

4.4.1.1 Das Menschenbild der Humanistischen Pädagogik

4.4.1.2 Gruppenleitung und Kommunikationsregeln bei der Themenzentrierten Interaktion

4.4.2 Der Austausch von Beobachtungen, Wissen und Erfahrungen und der Ansatz des pädagogischen Konstruktivismus

4.4.2.1 Das Menschenbild des Konstruktivismus

4.4.2.2 Die Moderationsmethode als konstruktivistischer Lernansatz

5. Betrachtung der Moderationsmethode im Rahmen des Assessment Center

5.1 Moderierte Situationen im Assessment Center

5.2 Die Moderation als Aufgabe des Unternehmensberaters

5.3 Anwendung der Themenzentrierten Interaktion auf eine moderierte Konfliktsituation im Assessment Center

5.3.1 Fallbeispiel: Beobachterdiskussion nach der Übung „Verhandlungsführung“

5.3.2 Analyse des Praxisbeispiels (Konfliktsituation)

5.4 Anwendung des konstruktivistischen Lernansatzes auf eine moderierte Entscheidungssituation im Assessment Center

5.4.1 Die Konstruktion diskursiv hergestellter Wirklichkeiten im Assessment Center

5.4.2 Fallbeispiel: Beobachterdiskussion zur „richtigen“ Mitarbeiterführung

5.4.3 Analyse des Praxisbeispiels (Entscheidungssituation)

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Moderation im Kontext von Assessment Centern. Das primäre Ziel ist es, die Aufgaben eines Moderators in diesem spezifischen Setting zu analysieren, das Konzept der Moderationsmethode auf Assessment Center anzuwenden und dabei sowohl die pädagogischen Prinzipien (Humanistische Pädagogik, pädagogischer Konstruktivismus) als auch die praktischen Grenzen und Herausforderungen kritisch zu beleuchten.

  • Theoretische Grundlagen und pädagogische Einflüsse der Moderationsmethode.
  • Aufgaben und Rolle des Moderators in Assessment-Center-Situationen.
  • Analyse kritischer Elemente wie Wahrnehmung, Beurteilung und Kommunikation bei Beobachterkonferenzen.
  • Anwendung der Themenzentrierten Interaktion (TZI) und konstruktivistischer Ansätze auf Konflikt- und Entscheidungssituationen im Assessment Center.

Auszug aus dem Buch

2.4 Auftreten und Persönlichkeit des Moderators

Von einem Menschen, der die Moderation von Gruppenprozessen bzw. –arbeiten übernimmt, wird in der Regel ein gewisses Auftreten verlangt, welches dazu beiträgt, dass er als „professionell“ wahrgenommen wird. Natürlich gehört zum Auftreten des Moderators der routinierte Umgang mit Moderationstechniken und Hilfsmitteln, aber auch das Verhalten, welches er gegenüber der Gruppe zeigt, ist ausschlaggebend für die Wahrnehmung seiner Professionalität. So sind z.B. ein selbstsicheres Auftreten und kommunikative Fähigkeiten Schlüsselkompetenzen, die dem Moderator seine Aufgaben erheblich erleichtern. Letztendlich sind die Aspekte Auftreten, Schlüsselkompetenzen, Verhaltensweisen und Persönlichkeit des Moderators nur schwer voneinander zu trennen. Beispielsweise gehört zu der Anforderung „Aktiv Zuhören“ nicht nur eine antrainierte Fähigkeit, die sich in der konkreten Situation als Verhalten darstellt, sondern auch eine entsprechende Persönlichkeitsstruktur, die es dem Moderator erst möglich macht, als einfühlsamer Zuhörer aufzutreten.

Es ist auffällig, dass in der Literatur über Moderation die Persönlichkeit eines Moderators immer wieder Thema ist. Dabei werden die Anforderungen an sein Auftreten und die dafür erforderlichen Persönlichkeitsmerkmale meist sehr ähnlich beschrieben. Über den gesamten Moderationsprozess hinweg sollte ein Moderator z.B. in der Lage sein, Wertschätzung zu vermitteln, ein harmonisches Gesprächsklima aufrecht zu halten, Strukturen zu schaffen, Rückmeldung zu geben und auch als Vorbild für andere (u. a. was sein Gesprächsverhalten angeht) zu gelten. Um eine Diskussion teilnehmerorientiert moderieren zu können, muss ein Moderator also gewisse Kompetenzen mitbringen, die sich in seiner Persönlichkeit widerspiegeln.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autorin legt ihre Motivation dar, die Moderation in Assessment Centern zu untersuchen, und leitet aus der Beobachtung eines Defizits in der Fachliteratur ihre Forschungsfragen ab.

2. Die Moderationsmethode: Dieses Kapitel beschreibt die historischen Wurzeln der Moderation, die Aufgaben des Moderators sowie die Techniken und persönlichen Voraussetzungen für eine professionelle Moderation.

3. Das Assessment Center: Es erfolgt eine detaillierte Darstellung des Assessment-Center-Verfahrens, seiner Geschichte, Konstruktionsregeln, Qualitätsmaßstäbe sowie der kritischen Elemente wie Wahrnehmung, Beurteilung und Kommunikation.

4. Pädagogischer Hintergrund der Moderationsmethode: Hier wird der theoretische Rahmen durch die Betrachtung der Humanistischen Pädagogik und des pädagogischen Konstruktivismus aufgespannt und auf die Moderation übertragen.

5. Betrachtung der Moderationsmethode im Rahmen des Assessment Center: Die theoretischen Ansätze werden anhand von Fallbeispielen auf konkrete Konflikt- und Entscheidungssituationen im Assessment Center angewendet und analysiert.

Schlüsselwörter

Moderation, Assessment Center, Gruppenpädagogik, Humanistische Pädagogik, Konstruktivismus, Beobachterdiskussion, Konfliktmoderation, Entscheidungsmoderation, Themenzentrierte Interaktion, TZI, Wahrnehmung, Beurteilung, Personalentwicklung, Kommunikation, Gruppendynamik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit untersucht die Anwendung der Moderationsmethode innerhalb von Assessment-Center-Verfahren, insbesondere mit Fokus auf Beobachterdiskussionen und Entscheidungsprozesse.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf Moderationstechniken, der psychologischen und pädagogischen Fundierung von Gruppenprozessen sowie der spezifischen Anwendung dieser Methoden in der Personalauswahl und -entwicklung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Rolle des Moderators im Assessment Center zu definieren, pädagogische Prinzipien (wie die Themenzentrierte Interaktion) nutzbar zu machen und Grenzen der Moderationspraxis in diesem professionellen Umfeld aufzuzeigen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Autorin kombiniert eine fundierte Literaturanalyse pädagogischer und psychologischer Theorien mit einem Theorie-Praxis-Abgleich anhand eigener Fallbeispiele aus ihrer Moderationspraxis.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Moderationsmethode und des Assessment-Center-Verfahrens sowie deren Zusammenführung unter Berücksichtigung pädagogischer Perspektiven wie der Humanistischen Pädagogik und des Konstruktivismus.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Moderation, Assessment Center, TZI (Themenzentrierte Interaktion), Konstruktivismus, Validität, Beobachterdiskussion und Gruppendynamik.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen Konflikt- und Entscheidungsmoderation im AC?

Während die Konfliktmoderation darauf abzielt, Spannungen zwischen Beobachtern und die Ursachen für Aversionen zu klären, dient die Entscheidungsmoderation der Strukturierung des Auswahlprozesses, der Eingrenzung des Themas und der Sicherstellung einer konsensualen oder zumindest begründeten Urteilsbildung.

Welche Bedeutung hat das Menschenbild für den Moderator?

Die Autorin betont, dass eine ethische Haltung, etwa geprägt von humanistischen oder konstruktivistischen Annahmen, entscheidend dafür ist, wie der Moderator Teilnehmer und Beobachter wahrnimmt und inwieweit er einen offenen, wertschätzenden Diskurs fördern kann.

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Details

Title
Moderation von Assessment Centern: Methoden - Instrumente – Grundlagen - Ein Abgleich von pädagogischen Konzepten und Praxiserfahrungen
College
Bielefeld University
Grade
1,3
Author
Silke Schrupp (Author)
Publication Year
2005
Pages
112
Catalog Number
V44071
ISBN (eBook)
9783638417310
Language
German
Tags
Moderation Assessment Centern Methoden Instrumente Grundlagen Abgleich Konzepten Praxiserfahrungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Silke Schrupp (Author), 2005, Moderation von Assessment Centern: Methoden - Instrumente – Grundlagen - Ein Abgleich von pädagogischen Konzepten und Praxiserfahrungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/44071
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