Die Erweiterung der Spielfähigkeit im Fußball durch Funiño

Unterrichtsentwurf für das Fach Sport in einer 8. Klasse


Unterrichtsentwurf, 2018
18 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Lerngruppenanalyse
1.1 Beschreibung der Lerngruppe
1.2 Lernausgangslage
1.3 Lernstand

2 Didaktische Überlegungen zur Reihe

3 Didaktische Überlegungen zur Stunde

4 Didaktische Analyse des Materials

5 Hauptlernziel und Kompetenzen

6 Methodische Überlegungen zur Stunde

7 Literatur

8 Anhang
8.1 Reihenplanung
8.2 Verlaufsplan: Wie können wir uns erfolgreich anbieten?
8.3 Hallenaufbauplan
8.4 Arbeitsauftrag für nicht aktiv teilnehmende SuS
8.5 Plakat „Wie macht Fußball Spaß?“
8.6 Plakat Bewertungskriterien Spiel
8.7 Plakat „Wie können wir uns erfolgreich anbieten?“
8.8 Teameinteilung
8.9 Ausgefüllter Fragebogen

1 Lerngruppenanalyse

1.1 Beschreibung der Lerngruppe

Die Klasse 8f setzt sich aus 22 Mädchen und 10 Jungen zusammen, die ich seit drei Wochen unterrichte. Im Unterricht herrscht eine angenehme Lernatmosphäre, es kommt nur selten zu Unterrichtsstörungen und die Schülerinnen und Schüler1 bearbeiten Auf- gaben größtenteils konzentriert. Das allgemeine Leistungsniveau der Klasse schätze ich aufgrund meiner Beobachtungen und eines Diagnosebogens2 im mittleren bis guten Be- reich ein. Indikatoren für die zum Teil gut entwickelte Sozialkompetenz der SuS ist das gemeinsame konzentrierte Auf- und Abbauen und die Integration von XXX bei der Tea- meinteilung, dessen motorische Fähigkeiten weit unter denen seiner Klassenkameraden liegen (Verantwortung übernehmen und Rücksichtnahme praktizieren). Die SuS können in heterogenen Kleingruppen arbeiten und erkennen den Sinn dieser Konstellationen (Kooperations- und Teamfähigkeit). Entwicklungsbedarf gibt es bei Konflikten, denn diese können häufig nur mit Hilfe der Lehrkraft gelöst werden (Umgang mit Konflikten).

1.2 Lernausgangslage

Der ausgeteilte Fragebogen ergab, dass die SuS überwiegend an Fußball interessiert sind3, ihre eigenen Fähigkeiten jedoch als eher mittelmäßig einschätzen4. Meine Be- obachtungen bestätigen dies, denn die Klasse begegnet der Sportart aufgeschlossen und spielt bei der ersten Konfrontation mit dem Spiel (Diagnose) engagiert mit5, was jedoch nur bedingt gelingt. SuS mit Vorerfahrung im Fußball6 dominieren das Spiel mit sicheren Ballannahmen und -weitergaben und spielen meist nur untereinander. XXX haben eine gute allgemeine Sportspielfähigkeit7, da sie andere Ballsportarten treiben, tun sich jedoch mit den technischen Anforderungen schwer. Das Leistungs-Mittelfeld bilden einige SuS8, die Fußball mitspielen können, sich jedoch häufig nicht aktiv anbieten und zur „Haufenbildung“ um den Ball beitragen. Diese Probleme teilen XXX, die kaum Ballkontakte haben, da sie sich nicht anbieten, technische Schwierigkeiten haben und häufig Fehlpässe spielen.

1.3 Lernstand

In den ersten fünf Stunden der Reihe war Funiño9 Thema sowie das Spiel im Dreieck und die Notwendigkeit den Blick vom Ball zu lösen, um auf dem Feld kommunizieren zu können. Dabei spielen die SuS in festen heterogenen Teams und beachten Sicherheits- regeln.10 Die Kommunikation im Spiel und das Lösen des Blickes vom Ball sind noch ausbaufähig, weshalb sie in einfachen Übungsformen immer wieder angebahnt werden. Die SuS kennen Voraussetzungen, unter denen Fußballspielen Spaß macht11, doch ge- rade die erfahrenen Fußballer müssen häufig daran erinnert werden. Das Aufwärmen, der selbständige Spielbeginn und das selbständige Auswechseln sind ritualisiert.12

2 Didaktische Überlegungen zur Reihe

Fußball ist für die SuS relevant, da es als die weltweit verbreitetste Sportart gilt13, auf- grund der medialen Präsenz, durch Großereignisse wie die WM und weil viele SuS in Fußballvereinen aktiv sind (Gegenwartsbedeutung). Gute Fußballmannschaften zeich- nen sich nicht nur durch ein hohes Maß an individuellen Fertigkeiten, sondern auch durch ein erfolgreiches Zusammenspiel (Kooperation) aus. Aufgrund der heterogenen Ausgangsvoraussetzungen gelingt das Zusammenspiel aller SuS im Schulsport nur sel- ten, weshalb dieses den Förderschwerpunkt der vorliegenden Reihe darstellt.14 Wie im Inhaltsfeld „Spielen“ des Kerncurriculums verankert, wird Fußball unter den Leitideen

„Leisten“ und vor allem „Soziale Interaktion“15 vermittelt, weshalb bei allem Einsatz der Schwerpunkt auf das Spielerische, Kooperative und Integrative gelegt wird.16 In Anleh- nung an das schuleigene Curriculum geht es in dieser vertiefenden Fußballreihe vor al- lem um die spielspezifische Anwendung von Grundfertigkeiten (Bewegungskompetenz) sowie um das spielbezogene Kommunizieren und Kooperieren (Teamkompetenz). 17 Ei- nen Überblick über die sich am Prozessmodell18 orientierende Reihenplanung liefert An- hang 8.1. Die Vermittlung des erfolgreichen Zusammenspiels orientiert sich am spielge- mäßen Konzept sowie am Tactical games teaching 19, wobei auf drei Kleinspielfeldern vor allem Varianten von Funiño gespielt werden. Beim Spielen von Beginn an werden immer wieder taktische Aufgabenstellungen in den Blick genommen. Zur Festigung der dafür nötigen Techniken dienen vereinfachte Spielsituationen sowie Übungsphasen. An- hang 8.6 zeigt die Kriterien zur Bewertung der Spielfähigkeit im Funiño, die den SuS zu Beginn der Reihe vorgestellt wurden (Transparenz).

3 Didaktische Überlegungen zur Stunde

In den vergangenen Stunden übten die SuS das Zusammenspiel ausgehend vom Spie- ler in Ballbesitz ein20. Der folgende logische Lernschritt ist nun zu betrachten, wie sich die anderen Spieler dem Ballführenden für einen Pass anbieten können (Lernwege er- öffnen und gestalten). Damit die SuS beim Anbieten eine grobe Orientierungsrichtlinie haben, wurde die Formation im Dreieck bereits thematisiert. Das didaktische Zentrum der Stunde ist also „ Wie können wir uns erfolgreich anbieten ?“. Gerade schwächere SuS profitieren von der Schulung des Anbietens, da sie so ein nützliches Werkzeug erhalten, durch das sie besser am Spielgeschehen partizipieren können. Häufig ist der Grund für ihre wenigen Ballkontakte nämlich, dass sie gedeckt und deshalb nicht anspielbar sind. Anbieten und Freilaufen sind wichtige Individualtaktiken des Fußballspiels und beinhal- ten viele zum Teil recht komplizierte Handlungsanweisungen21, die passend zur Lern- gruppe auf wenige umsetzbare Merkmale (siehe 5 Hauptlernziel) des Anbietens didak- tisch reduziert werden (Schülerorientierung).

4 Didaktische Analyse des Materials

Die Bewegungsaufgabe Funiño22 mit Kontaktzahlbegrenzung23 eignet sich sehr gut, um das Anbieten zu erlernen. Neben den Vorteilen von Funiño ist die Kontaktzahlbegren- zung dahingehend differenzierend, dass sie vor allem gute Fußballer trifft, die sich keine Alleingänge mehr erlauben können und gezwungen sind häufiger abzuspielen. Im Um- kehrschluss heißt das, dass auch schwächere zurückhaltende SuS sich dauerhaft an- bieten müssen und ihr Einsatz noch bedeutsamer wird, da ein stärkeres gegenseitiges Abhängigkeitsverhältnis besteht. Um zu verhindern, dass bei fünf SuS pro Team mit nur drei Feldspielern manche SuS immer auf der Bank bleiben, wurde ritualisiert, dass nach jedem Tor ausgewechselt wird. Möglicherweise könnten Streitigkeiten innerhalb der Teams entstehen, wenn das Zusammenspiel nicht funktioniert, da sich schwächere Mit- SuS nicht erfolgreich anbieten. Fußballexperten werden dann zur konstruktiven Kritik und Unterstützung ihrer Mit-SuS angehalten. Die Bewegungsaufgabe Tigerball24 eignet sich sehr gut, um das Anbieten mit geringerem Gegnerdruck und in einer vereinfachten Situation zu üben. Da keine Tore angesteuert werden müssen, steht nur das Passen und Anbieten im Zentrum. Die Hütchen, zwischen denen sich die SuS bewegen sollen, schaffen Struktur und geben gerade schwächeren SuS einfache Laufwege vor. Falls die

24.4 SuS passen sich im Viereck den Ball zu. Zur Orientierung gibt es 4 Hütchen. Die SuS bewegen sich immer auf der Linie zwischen zwei Hütchen. Ein Schüler in der Mitte versucht den Ball zu erobern. Ist er erfolgreich, wechselt er die Position mit dem Schüler der zuletzt am Ball war.

SuS an einem Hütchen stehenbleiben, werden sie an ihre Verantwortung für die Mitspie- ler erinnert und durch die „Heißer Sand“-Metapher zum dauerhaften Bewegen angehal- ten. Um schwächeren SuS das Mitspielen bei Tigerball zu vereinfachen, dürfen starke SuS in der Mitte nur mit Händen hinter dem Rücken spielen. Die Teams wählen dafür jeweils die zwei stärksten SuS aus, die dieses Handicap erhalten.

5 Hauptlernziel und Kompetenzen

Die SuS bieten sich bei der Übungsform (Tigerball) und der Spielform 2 (Funiño) Mit- spielenden in Ballbesitz an, indem sie aus dem Verteidigungsschatten ihres Gegenspie- lers herauslaufen (BK). Dabei kommunizieren sie mit Mitspielenden verbal oder nonver- bal und signalisieren, dass sie frei sind (TK) (Maximallernziel).25

- BK: Die SuS bleiben auf dem Spielfeld in Bewegung, um anspielbar zu sein.

- TK: Die SuS sind sich bewusst, dass sie möglichst immer anspielbar sein sollten.

- UK: Die SuS nennen Merkmale des erfolgreichen Anbietens.

6 Methodische Überlegungen zur Stunde

Das Aufwärmspiel Nummernpassen26 hat neben der Erwärmung die Funktion vorange- gangene Inhalte ohne Gegenerdruck zu wiederholen. Daran schließt sich im Sinne des Tactical games teaching eine erste Spielphase an (Funiño mit Kontaktzahlbegrenzung), die die Frage aufwirft, wie man sich erfolgreich anbieten kann (Problemorientierung). In einer kognitiven Phase erarbeitete Merkmale27 sollen in der folgenden komplexitätsre- duzierten Übungsphase (Tigerball) umgesetzt werden sowie in Ansätzen in der zweiten Spielphase (Funiño mit Kontaktzahlbegrenzung, anschließend Anwendung im Funiño ohne Zusatzregel) (Progression). Während der Spiel- und Übungsphasen achte ich da- rauf, dass die SuS den Arbeitsauftrag korrekt umsetzen, korrigiere ihr Anbiete-Verhalten und verstärke erwünschtes Spielverhalten durch Lob (Lehrerrolle). Das „Einfrieren“ von Spielsituationen zum Erläutern von situationsbezogenen Handlungsmöglichkeiten ver- suche ich zu vermeiden, da dies die Bewegungszeit reduziert und in einer vertiefenden Stunde sinnvoller wäre. Da das Zusammenspiel aller SuS sowie die soziale Interaktion im Mittelpunkt der Reihe stehen, wurden feste heterogene (hinsichtlich fachlicher sowie überfachlicher Kompetenzen) Fünfer- bzw. Sechsergruppen gebildet. Da das drei gegen drei sehr intensiv ist, ist es ideal, dass die SuS sich immer wieder gegenseitig auswech- seln, um kurze Pausen zu haben. Bisherige Beobachtungen zeigen, dass schwächere SuS vom Zusammenspiel mit stärkeren Teamkameraden profitieren und besser am Spiel teilnehmen können. Sollten die SuS mehr Zeit für die Übungsphase benötigen,

wird in der zweiten Spielphase direkt Funiño ohne Kontaktzahlbegrenzung gespielt. Die Stunde wird mit einer Reflexion und einem Ausblick auf die nächste Einheit beendet.

7 Literatur

Amt für Lehrerbildung (Hrsg.) (2011). Auf dem Weg zum kompetenzorientierten Unter- richt – Lehr- und Lernprozesse gestalten. Ein Prozessmodell zur Unterstützung der Un- terrichtsentwicklung. Frankfurt am Main.

Balz, E. (2012). Schulfußball für alle: Fachdidaktische Anstöße. Sportunterricht 61 (1), S. 2-7.

Balz, E. & Frohn, J. (2016). Mit allen Fußball spielen. Sportpädagogik 40 (5), S. 2-6.

Diltheyschule, Fachschaft Sport (2017). Schulcurriculum Sport. Unveröffentlichtes Ma- nuskript.

Hessisches Kultusministerium (2016). Kerncurriculum Sekundarstufe I – Gymnasium. Sport. Wiesbaden.

Kolb, M. (2011). Sportspieldidaktische Konzepte. Sportpädagogik 35 (3+4), S. 68-77.

König, S.; Memmert, D. & Moosmann, K. (2011). Das große Limpert-Buch der Sport- spiele. Wiebelsheim: Limpert Verlag.

Memmert, D. & Breihofer P. (2010). Doppelstunde Fußball. Unterrichtseinheiten und Stundenbeispiele für Schule und Verein. Schorndorf: Hofmann-Verlag.

Wein, H. (2015). FUNiño. Ein Spiel auf 4 Tore für Kinder von 7-10 Jahren. Zur optima- len Stimulation der Kreativität und Spielintelligenz. Buchrain.

8 Anhang

8.1 Reihenplanung

Abbildung in dieser leseprobe nicht enthalten

Das Plakat mit den Bewertungskriterien dient den SuS als Art Fahrplan durch die Reihe, damit sie wissen, warum bestimmte Themen behandelt werden (hinsichtlich der Leistungsüberprüfung). In der obigen Tabelle wurde in kursiv vermerkt, wann welches Bewertungskriterium schwerpunktmäßig behandelt wurde, was natürlich nicht heißt, dass die einzelnen Kriterien nur in den jeweiligen Stunden eine Rolle spielten und geübt wurden.

Kompetenzen der Unterrichtsreihe Fachliche Kompetenzen:

Bewegungskompetenz: Die SuS spielen Funiño gegeneinander, indem sie…

- in Ballbesitz den Blick kurz vom Ball lösen, mit dem Ziel die Umgebung wahrzunehmen,
- stellenweise Dreiecke im Angriffsspiel bilden,
- sich Mit-SuS in Ballbesitz anbieten,
- schlecht positionierte Gegenspieler mit Doppelpässen überwinden,
- die Grundfertigkeiten Passen, Ballannahme und -kontrolle, Dribbling und Schießen spielspezifisch anwenden.

Urteils- und Entscheidungskompetenz: Die SuS…

- sorgen für ein sicheres Spiel, indem sie gefährliche Situationen meist erfolgreich vermeiden (Kommando „Störball“, herumliegende Bälle ein- sammeln, kein unkontrolliertes Wegschießen von Bällen).
- beurteilen ihre Spielfähigkeit gegenseitig nach vereinbarten Kriterien und versuchen Verbesserungsvorschläge umzusetzen.
Teamkompetenz: Die SuS spielen im eigenen heterogenen Team erfolgreich zusammen, indem sie…
- alle Teammitglieder in das Spiel einbeziehen und sich gegenseitig unterstützen,
- gelegentlich verbal und nonverbal auf dem Spielfeld kommunizieren,
- bei wenig Zeitdruck vor einem Pass den Blickkontakt zum Mitspieler suchen.

Überfachliche Kompetenzen:

Soziale Kompetenz: Die SuS…

- arbeiten in vorgegebenen Gruppen konstruktiv zusammen.

- können auftretende Konflikte konstruktiv lösen.

8.2 Verlaufsplan: Wie können wir uns erfolgreich anbieten?

Abbildung in dieser leseprobe nicht enthalten

[...]


1 Im Folgenden durch SuS abgekürzt.

2 Beispielbogen siehe Anhang 8.9 Ausgefüllter Fragebogen. 17 SuS treiben häufig Sport, 7 manchmal und 2 selten.

3 Ich bin am Sportspiel Fußball interessiert: 19 stimmen voll/eher zu, 8 stimmen eher/überhaupt nicht zu.

4 Ich bin gut in Fußball: 4 stimmen voll zu, 12 stimmen eher zu, 6 stimmen eher nicht zu, 5 stimmen überhaupt nicht zu.

5 Ausgenommen XXX, die sich auf dem Feld eher zurückhalten und lieber zuschauen würden.

6 Viel Vorerfahrung: XXX. Etwas Vorerfahrung: XXX.

7 König, Memmert & Moosmann 2011, S. 9f.

8 XXX.

9 Funiño wird 3-3 auf einem Kleinfeld mit 2 Toren pro Team, einer Schusszone und ohne Torwart gespielt. Von Horst Wein entwickelt wird es von vielen Vereinen, wie z.B. dem FC Barcelona, im Jugendtraining genutzt (Wein 2015, S. 186f).

10 siehe Anhang 8.8 Teameinteilung und 8.1 Reihenplanung.

11 siehe Anhang 8.5 Plakat „Wie macht Fußball Spaß?“.

12 Dies gilt nur bedingt für XXX, die in den vergangenen Stunden häufig fehlten oder als Beobachter teilnahmen.

13 vgl. Balz & Frohn 2016, S. 4.

14 „Zusammenspiel“ meint in diesem Kontext einerseits das integrative Fußballspielen von SuS verschiedener Leistungs- niveaus (vgl. Balz 2012, S. 3.), andererseits aber auch die Basistaktik „Bälle situationsgerecht und schnell zu Partnern weiterzuspielen“ (Memmert & Breihofer 2010, S. 14). In dieser Reihe wird nur das offensive Zusammenspiel thematisiert, um gerade schwächeren SuS zu ermöglichen daran teilzuhaben und ihre Aktionen nicht sofort durch die passenden defensiven Gegenmaßnahmen zu unterbinden.

15 vgl. HKM 2016, S. 20.

16 vgl. Balz 2012, S. 3

17 vgl. Diltheyschule 2015: Schulcurriculum Sport, S.10.

18 vgl. Amt für Lehrerbildung 2011, o.S.

19 vgl. Kolb 2011, S. 72-76.

20 Blick vom Ball lösen, Namen des Spielers sagen, den man anspielt.

21 Anweisungen für die SpielerInnen, die nicht in Ballbesitz sind: Aus dem „Schatten“ des Verteidigers herauslaufen, immer darauf achten anspielbar zu sein, lokale Überzahl bilden; anzeigen/-sagen, wohin man laufen wird; Dreiecke bilden, in freie Räume laufen, in Bewegung bleiben, nach einem Pass direkt wieder anbieten, Antäuschen, Tempowechsel, sich nicht zu dicht am ballführenden Spieler anbieten (vgl. Memmert & Breihofer 2010, S. 55f).

22 Vorteile Funiño: Bei drei Spielern ist jeder verantwortlich für den Erfolg der Mannschaft und muss sich dementsprechend anbieten, sich hochintensiv bewegen, es kommen viele Ballkontakte zustande sowie immer wiederkehrende Spielsituati- onen, die die Möglichkeit zum Ausprobieren von Neuem bieten, den SuS steht relativ viel Platz zur Verfügung und die Wahrnehmungs- und Entscheidungsleistungen sind recht überschaubar.

23 Ein Spieler darf nur drei Ballkontakte haben, was heißt, dass er nach dem zweiten Ballkontakt abspielen muss.

24 4 SuS passen sich im Viereck den Ball zu. Zur Orientierung gibt es 4 Hütchen. Die SuS bewegen sich immer auf der Linie zwischen zwei Hütchen. Ein Schüler in der Mitte versucht den Ball zu erobern. Ist er erfolgreich, wechselt er die Position mit dem Schüler der zuletzt am Ball war

25 Da das Anbieten ein komplexer Vorgang ist, wird nicht erwartet, dass alle SuS die (bereits didaktisch reduzierten) Merkmale gleichermaßen umsetzen. Schwächere SuS erfahren schon einen enormen Lernzuwachs, indem sie sich be- wusst machen, dass sie sich jederzeit anbieten sollen und dafür den Verteidigungsschatten des Gegenspielers verlassen müssen, während stärkere SuS schon gezielt mit dem Ballführenden kommunizieren.

26 Die Spieler eines Teams passen sich den Ball in einer festgelegten Reihenfolge zu, bewegen sich dabei über das Feld und nennen den Namen des Mit-SuS, den sie anspielen.

27 siehe 5 HLZ.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Die Erweiterung der Spielfähigkeit im Fußball durch Funiño
Untertitel
Unterrichtsentwurf für das Fach Sport in einer 8. Klasse
Note
1,3
Autor
Jahr
2018
Seiten
18
Katalognummer
V441053
ISBN (eBook)
9783668819023
ISBN (Buch)
9783668819030
Sprache
Deutsch
Schlagworte
erweiterung, spielfähigkeit, fußball, funiño, unterrichtsentwurf, fach, sport, klasse
Arbeit zitieren
Andreas Bonß (Autor), 2018, Die Erweiterung der Spielfähigkeit im Fußball durch Funiño, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/441053

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