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Platons Höhlengleichnis als Paradigma. Visualität und Wirklichkeitskonstruktionen im populären US-Film "The Matrix"

Título: Platons Höhlengleichnis als Paradigma. Visualität und Wirklichkeitskonstruktionen im populären US-Film "The Matrix"

Trabajo Escrito , 2017 , 26 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Jessie Kristen (Autor)

Filosofía - Otras
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Unter dem Begriff „Visualität“, um den es zentral in der nachfolgenden Arbeit gehen wird, versteht man laut Duden grundlegend den „Gesamtbereich der optischen Wahrnehmung, Auffassung und Vorstellung“. Er bezeichnet folglich eine Sinneswahrnehmung mittels der Augen, die die Menschen die vor ihnen liegende Welt zunächst objektiv wahrnehmen und ein Weltbild entstehen lässt. Eine Auffassung oder Vorstellung dessen unterliegt allerdings auch subjektiven Empfindungen, je nachdem, welches Weltbild im Kopf des Rezipienten vorherrscht. Eine visuelle Wahrnehmung kann zudem, wie man speziell im Bereich von Literatur und Film erfährt, getrübt und eingeschränkt werden, wodurch das Subjekt zu der Frage gelangen kann, was überhaupt real und was Fiktion ist. Wir haben es also mit einem sehr komplexen Feld zu tun, das nicht nur medienwissenschaftlichen, sondern auch philosophischen Fragestellungen unterliegt, die näher analysiert werden sollen. Thema der Arbeit sind die Visualität und Wirklichkeitskonstruktionen im populären US-Film am Beispiel von „The Matrix“ unter Rückkopplung auf das „Höhlengleichnis“ des Philosophen Platon. Es wird der zentralen Fragestellung nachgegangen, inwiefern durch visuelle Darstellungsweisen eine Wirklichkeit im Spiel mit Fiktion in den Medien Literatur und Film konstruiert werden kann. Dazu wurde zunächst die Arbeit „Visualität in Literatur und Film: Eine medienkomparatistische Untersuchung moderner Erzähltexte und ihrer Verfilmungen“ von Sandra Poppe analysiert, um einen theoretischen Hintergrund zu schaffen und Gemeinsamkeiten sowie Übergänge zwischen den Medien Literatur und Film herauszustellen. Im dritten Kapitel werden Poppes Erkenntnisse schließlich auf das Sehen und „Nicht-Sehen“ im platonischen Höhlengleichnis sowie auf den Film „The Matrix“ übertragen. Die Konstruktion von Wirklichkeitsmodellen in Abgrenzung zur Fiktion durch die Visualität soll dabei im Vordergrund stehen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aspekte der Visualität nach Sandra Poppe (2007)

2.1 Visualität in der Literatur

2.2 Visualität im Film

2.3 Überschneidungen von Visualität in Literatur und Film

3. Beispiele für literarische und filmische Visualität

3.1 Sehen und „Nicht-Sehen“ im „Höhlengleichnis“ von Platon

3.2 Filmische Visualität am Beispiel von „The Matrix“ (1999)

3.3 Visuelle und philosophische Ansätze vom Höhlengleichnis im Film „The Matrix“

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern visuelle Darstellungsweisen in Literatur und Film dazu beitragen können, Wirklichkeit im Spiel mit Fiktion zu konstruieren, wobei das platonische Höhlengleichnis als zentrales Paradigma für den Film „The Matrix“ (1999) dient.

  • Grundlagen der Visualität in Literatur und Film nach Sandra Poppe
  • Die medienkomparatistische Verknüpfung von Sehen und „Nicht-Sehen“
  • Analyse filmischer Darstellungsmittel in „The Matrix“ (Leitmotive, Kameraeinstellungen)
  • Intermediale Bezüge zwischen antiker Philosophie und moderner Science-Fiction
  • Die Konstruktion und Dekonstruktion von Wirklichkeitsmodellen

Auszug aus dem Buch

3.1 Sehen und „Nicht-Sehen“ im „Höhlengleichnis“ von Platon

Das Höhlengleichnis des griechischen Philosophen Platon ist ein Gedankenexperiment und in Form eines Dialoges zwischen seinem Lehrer Sokrates und Glaukon verfasst, bei dem es um Bildung und Unbildung der Menschen und den Weg hin zur Erkenntnis geht. Das Gleichnis visualisiert die Überwindung der materiellen Welt hin zur wahren Welt der „Ideen“, wobei die Sonne als substantiell höchstes Gut und Grund für Wahrheit und Wirklichkeit der Dinge steht (vgl. Steenblock 2013, 43).

In Platons Höhlengleichnis bekommt man durch die anschauliche Beschreibung des Raumes, hier einer Höhle mit einem gegen das Licht geöffneten Zugang, beim Lesen des Textes unmittelbar ein Bild vor Augen projiziert. Die visuelle Darstellung erfüllt auch zugleich die Semantik, durch den Höhlenzustand die Eingeschränktheit der Bewohner zu verdeutlichen. Im Folgenden werden schließlich die Figuren, die Bewohner der Höhle, explizit beschrieben, die seit der Kindheit gefesselt sind und sich nicht umdrehen können. So werden lediglich Schatten als einzig wahre Wirklichkeit wahrgenommen, die durch ein Feuer hinter den Gefangenen an die alleinig sichtbare Mauer projiziert werden. Sie zeigen Kunststücke von „Gauklern“, die Gefäße sowie „[…] steinerne und hölzerne Bilder […]“ tragen (vgl. Eigler 1971, 555).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definition des Begriffs Visualität und Einführung in die zentrale Fragestellung der Wirklichkeitskonstruktion im Vergleich zwischen Literatur und Film anhand von „The Matrix“.

2. Aspekte der Visualität nach Sandra Poppe (2007): Theoretische Fundierung der Visualität als konstitutives Element von Ästhetik und Semantik in beiden Medien.

2.1 Visualität in der Literatur: Untersuchung der schriftsprachlichen Darstellung visueller Wahrnehmung durch Deskription und Narration.

2.2 Visualität im Film: Analyse filmischer Darstellungsmittel als synästhetische Medienkombination, die durch Kameraführung und Montage Wirklichkeit konstruiert.

2.3 Überschneidungen von Visualität in Literatur und Film: Erörterung der Intermedialität und der gemeinsamen Funktion der Semantisierung durch visuelle Mittel.

3. Beispiele für literarische und filmische Visualität: Überleitung zur praktischen Anwendung der erarbeiteten Theorie auf konkrete Beispiele.

3.1 Sehen und „Nicht-Sehen“ im „Höhlengleichnis“ von Platon: Analyse des Höhlengleichnisses als ein „visuelles Denkbild“ für das Spiel mit Schein und Sein.

3.2 Filmische Visualität am Beispiel von „The Matrix“ (1999): Detaillierte Untersuchung ausgewählter Filmszenen hinsichtlich ihrer visuellen Metaphern und semantischen Funktionen.

3.3 Visuelle und philosophische Ansätze vom Höhlengleichnis im Film „The Matrix“: Synthese der philosophischen Erkenntnisse durch den Vergleich zwischen dem platonischen Höhlenkino und der fiktiven Matrix.

4. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Bestätigung der Hypothese, dass visuelle Mittel maßgeblich zur Konstruktion von Wirklichkeit beitragen.

Schlüsselwörter

Visualität, Wirklichkeitskonstruktion, The Matrix, Höhlengleichnis, Platon, Intermedialität, Filmtheorie, Literaturwissenschaft, Semantik, Wahrnehmung, Fiktion, Erkenntnistheorie, Filmanalyse, Deskription, Narration

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, wie durch visuelle Darstellungsmittel in Literatur und Film Wirklichkeit konstruiert und als solche wahrgenommen wird, wobei das platonische Höhlengleichnis als philosophischer Referenzpunkt dient.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die visuelle Wahrnehmung, das Spiel zwischen Realität und Fiktion, medienkomparatistische Ansätze sowie die philosophische Auseinandersetzung mit Erkenntnis und Schein.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie mediale Mittel wie Metaphern und Leitmotive genutzt werden, um eine „Wirklichkeit“ zu erzeugen, die das Publikum in eine fiktionale Welt eintauchen lässt und diese als real akzeptieren lässt.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Es handelt sich um eine medienkomparatistische Untersuchung, die auf theoretischen Grundlagen (insb. Sandra Poppe) basiert und diese durch eine szenenanalytische Methode auf den Film „The Matrix“ anwendet.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur Visualität, die Analyse des platonischen Höhlengleichnisses und die detaillierte Untersuchung visueller Leitmotive im Film „The Matrix“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Visualität, Wirklichkeitskonstruktion, The Matrix, Höhlengleichnis, Intermedialität und Erkenntnistheorie.

Welche Rolle spielt die „rote Pille“ im Kontext der Arbeit?

Die rote Pille dient im Film als visuelles Symbol für die Entscheidung zur Erkenntnis und den Ausbruch aus der konstruierten Scheinwelt der Matrix, analog zum Aufstieg aus der Höhle bei Platon.

Warum wird das Spiegelmotiv in „The Matrix“ so intensiv analysiert?

Das Spiegelmotiv fungiert als semantisches Zeichen für die Fiktionalität der Matrix; die Verzerrungen und Spiegelungen hinterfragen die Existenz der Protagonisten und verdeutlichen deren Gefangenschaft im System.

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Detalles

Título
Platons Höhlengleichnis als Paradigma. Visualität und Wirklichkeitskonstruktionen im populären US-Film "The Matrix"
Universidad
University of Paderborn
Calificación
1,0
Autor
Jessie Kristen (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
26
No. de catálogo
V441097
ISBN (Ebook)
9783668795259
ISBN (Libro)
9783668795266
Idioma
Alemán
Etiqueta
Platon Philosophie Höhlengleichnis Matrix US Film Kino Sokrates
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jessie Kristen (Autor), 2017, Platons Höhlengleichnis als Paradigma. Visualität und Wirklichkeitskonstruktionen im populären US-Film "The Matrix", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/441097
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