Im Rahmen der Lehrveranstaltung Supply Chain Management (SCM) bestand die Möglichkeit, am Planspiel TOPIQ teilzunehmen, in welchem die einzelnen Fertigungsschritte und logistischen Prozesse eines Uhrenherstellers simuliert wurden. Das Planspiel beinhaltet insgesamt 3 Spielrunden, von denen die ersten zwei bereits in der Lehrveranstaltung gemeistert wurden. Zwischen der ersten und zweiten Runde wurden Anpassungen zur Optimierung in der jeweiligen Gruppe vorgenommen. Die Konzeption, um nochmals steigernde Verbesserungen der Kennzahlen in Runde 3 erzielen zu können, wird in dieser Seminararbeit ausgearbeitet.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2. Planspiel TOPIQ
2.1 Ergebnisse Planspielrunde 1
2.2 Ergebnisse Planspielrunde 2
3. Theorieteil zur Konzeption
3.1 Verschwendungsarten
3.2 Prozessoptimierung
3.3 Lean Production
3.4 Steuerungsprinzipien
3.5 Kanban
3.5.1 Ablauf des Kanban-Prinzips
3.5.2 Kanban Varianten
3.5.3 Voraussetzungen
3.6. One-piece-flow Prinzip (Einzelstückfluss)
4. Meine Konzeption zur dritten Spielrunde im Planspiel TOPIQ
5. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die Seminararbeit analysiert die Optimierungsmöglichkeiten der Produktionsprozesse im Planspiel TOPIQ, um durch eine effiziente Fertigungssteuerung die Liefertreue zu steigern, Bestände zu reduzieren und Lohnkosten zu optimieren.
- Analyse und Optimierung von Produktionsabläufen
- Anwendung des Pull-Prinzips und Kanban-Systems
- Reduktion von Durchlaufzeiten und Verschwendungen
- Strategien zur Steigerung der Liefertreue und Qualität
- Konzeption einer Einzelstückfließfertigung
Auszug aus dem Buch
3.6. One-piece-flow Prinzip (Einzelstückfluss)
Dieses Konzept besteht darin, dass ein gefertigtes Werkstück unmittelbar nach der Bearbeitung an die nächste Fertigungsstation weitergegeben wird. Zunächst bezieht sich der Begriff auf den Transport des Stücks von einem Fertigungsprozess zum Nächsten. Bei dieser Methode können sich keinerlei Bestandsanhäufungen zwischen den einzelnen Stellen ansammeln. (Vgl. Dickmann 2009, S. 18f)
Die Vorteile dieses Konzepts liegen vor allem in der Verkürzung der Durchlaufzeiten. Die Bestände werden ebenfalls gering gehalten, da die unfertigen Erzeugnisse direkt in die nächste Station fließen. Dies führt sogleich zu einem verringerten Flächen- und Kapitalbedarf. Auch die Transportkosten werden niedrig gehalten, da sich die Wege, die das Material zurücklegt, verkürzen.
Nachteile finden sich vor allem in der hohen Störanfälligkeit dieser Methode. Die Arbeitsabläufe und Prozesse sind sehr eng miteinander verbunden. Da dadurch keine Pufferzeiten zur Verfügung stehen, führen selbst die kleinsten Störungen bereits zu einem Fertigungsstopp der gesamten Linie. (Vgl. Tegel 2012, S. 19 f)
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die Ausgangslage des Planspiels TOPIQ und definiert die angestrebten Zielwerte für die dritte Spielrunde hinsichtlich Liefertreue, Qualität, Beständen und Lohnkosten.
2. Planspiel TOPIQ: In diesem Kapitel werden die Ergebnisse der ersten zwei Spielrunden analysiert, wobei die Schwachstellen der bisherigen Push-Produktion identifiziert werden.
3. Theorieteil zur Konzeption: Dieser theoretische Rahmen erläutert die Grundlagen von Verschwendungsarten, Prozessoptimierung, Lean Production, verschiedenen Steuerungsprinzipien, Kanban sowie dem One-Piece-Flow.
4. Meine Konzeption zur dritten Spielrunde im Planspiel TOPIQ: Hier wird ein konkretes Konzept entwickelt, das durch die Integration von Kanban und einer Einzelstückfließfertigung die gesetzten Ziele für die dritte Runde erreichen soll.
5. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung rekapituliert die wesentlichen Maßnahmen der entwickelten Konzeption zur Prozessoptimierung und deren erwarteten Nutzen.
Schlüsselwörter
Planspiel TOPIQ, Supply Chain Management, Lean Production, Kanban, Pull-Prinzip, One-Piece-Flow, Durchlaufzeit, Fertigungssteuerung, Prozessoptimierung, Bestandsreduktion, Liefertreue, Lohnkosten, Qualitätssicherung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Es geht um die methodische Optimierung eines Uhrenherstellungs-Planspiels namens TOPIQ, um durch eine effizientere Konzeption die Kennzahlen für eine dritte Spielrunde zu verbessern.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themenfelder umfassen Logistikmanagement, Lean Production, Kanban, verschiedene Fertigungssteuerungsprinzipien und die praktische Anwendung von Prozessoptimierungsmethoden.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Erreichung spezifischer Kennzahlen: eine Liefertreue von über 97%, eine Produktionsqualität von 97%, eine Reduktion der Bestände auf unter 1200 Einheiten und eine Senkung des Lohnanteils auf 5,5 Minuten pro Uhr.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die Analyse von Ist-Zuständen aus vorherigen Spielrunden, eine fundierte Literaturrecherche zu Lean-Management-Instrumenten und die daraus abgeleitete Entwicklung eines optimierten Fertigungskonzepts.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die bisherigen Spielergebnisse, erarbeitet einen theoretischen Rahmen zu Lean-Methoden und formuliert darauf basierend eine detaillierte, neue Konzeption für die dritte Spielrunde.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Besonders prägend sind Begriffe wie Kanban, Pull-Prinzip, One-Piece-Flow, Bestandsreduktion und Fertigungssteuerung.
Wie trägt die Einführung des Kanban-Systems konkret zur Verbesserung bei?
Kanban ermöglicht eine bedarfsorientierte Steuerung (Pull-Prinzip), wodurch Überbestände abgebaut, Zwischenlagerstufen aufgelöst und die Materialbereitstellung effizienter gestaltet werden.
Warum wurde die Stelle der Nachbearbeitung in der neuen Konzeption eliminiert?
Durch die Zusammenlegung der Montage mit der Qualitätssicherung wird eine direkte Fehlerkorrektur ermöglicht, was unnötige Rückschleifen in die Nachbearbeitung überflüssig macht und die Durchlaufzeit verkürzt.
- Citar trabajo
- Melanie Gasser (Autor), 2016, Das Planspiel TOPIQ. Umsetzbare Konzeption der Runde 3, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/441105