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Vaterschaft im Strafvollzug

Kontaktmöglichkeiten zwischen Vätern und ihren Kindern in einer sächsischen Justizvollzugsanstalt

Título: Vaterschaft im Strafvollzug

Trabajo Escrito , 2016 , 70 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Maria-Kristin Fleischer (Autor)

Trabajo social
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Diese Hausarbeit gibt einen Überblick über die Kontaktmöglichkeiten zwischen Kindern und ihren inhaftierten Vätern. Ziel dabei ist es, allen Angehörigen und Ratsuchenden einige grundlegende Informationen zukommen zu lassen. Zunächst werden neben den gesetzlichen Gegebenheiten auch die Bedeutung von Vaterschaft, vergangene sowie aktuelle Studien, Begriffsbestimmungen und Statistische Angaben theoretisch untersucht.

Die zentralen Themen der nachfolgenden empirischen Untersuchung sind die Rahmenbedingungen der JVA während des Besuches von Kindern, sowie die schnellsten Kontaktmöglichkeiten von Angehörigen außerhalb der JVA. Hierzu wurden qualitative Interviews mit Bediensteten einer sächsischen JVA durchgeführt und ausgewertet.

Dabei konnte gezeigt werden, dass bei Kontaktmöglichkeiten und den dazu gehörenden Rahmenbedingungen durchaus auf die Bedürfnisse von Kinder geachtet wird, jedoch nicht vollumfänglich. Ein schnelles Telefonat, eine SMS oder ein Bild vom Kind per MMS, wie heute üblich, ist nicht möglich. Die schnellste Kontaktmöglichkeit ist der Brief.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Vaterschaft

2.1 Wer ist Vater?

2.2 Rolle des Vaters

3 Vaterschaft bei Inhaftierung

3.1 Begriffserläuterungen

3.2 Statistische Angaben

3.3 Vaterverlust durch Inhaftierung

4 Familienorientierung im sächsischen Vollzug

4.1 Grundrechte der Inhaftierten und ihrer Angehörigen

4.2 Erweiterte Kontaktmöglichkeiten

4.2.1 Allgemein

4.2.2 Familiennachmittage

4.2.3 Vätergruppen

4.3 Fragestellung

5 Empirische Untersuchung

5.1 Planung der Datenerhebung

5.2 Auswahl der Interviewpartner

5.3 Konzeption des Interviewleitfadens

5.4 Durchführung der Befragung

5.5 Auswertung der Befragung

6 Darstellung der Ergebnisse und Vergleich mit dem literarischem Material

6.1 Statistische Angaben

6.2 Besuche

6.3 Telefonate und Postalische Kontakte

6.4 Sonstige Kontaktmöglichkeiten in der JVA

6.5 Klärung der Fragestellungen

7 Reflexion

7.1 Diskussion und Reflexion der Ergebnisse

7.2 Reflexion und Anregung für Forschung und Praxis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die bestehenden Kontaktmöglichkeiten zwischen Vätern in einer sächsischen Justizvollzugsanstalt und ihren Kindern. Das Ziel besteht darin, Angehörigen und Ratsuchenden fundierte Informationen über die Rahmenbedingungen der Kontaktaufnahme sowie die praktische Umsetzung innerhalb des Vollzugs zu vermitteln, um bestehende Wissenslücken zu schließen.

  • Bedeutung der Vaterrolle und Folgen von Trennung durch Inhaftierung
  • Rechtliche Grundlagen der Familienorientierung im sächsischen Strafvollzug
  • Empirische Analyse der Kontaktwege (Besuche, Briefe, Vätergruppen)
  • Herausforderungen durch Sicherheitsaspekte bei der Kontaktgestaltung

Auszug aus dem Buch

2.2 Rolle des Vaters

Die elterliche Sorge der Männer wird heute gesellschaftlich ganz anders definiert als noch vor wenigen Jahren. Fläschchen geben, Baden, Wickeln, in den Schlaf wiegen, aber auch Kochen, Wäschewaschen und Putzen sind Aufgaben, welche noch Ende der 70er Jahre als Aufgabe der Mutter galten. Dies hat sich geändert. Männer spielen nicht nur mit ihren Kindern, sondern pflegen und erziehen sie auch.4 Die Aufgabe des Vaters ist heute, unabhängig vom Alter der Kinder, immer gleich. Er soll eine enge, liebevolle Bindung aufbauen, sodass sich sein Kind in der Beziehung zu ihm sicher und ermutigt fühlt, die Welt zu entdecken. Väter sind dabei Menschen der Tat. Häufig umfasst die gemeinsame Zeit das spielerische Kämpfen und Toben, mit der Bereitschaft eine Beule oder Verletzung zu riskieren. Die Ermutigung zu diesen körperlichen Aktivitäten ist entscheidend für das Selbstbewusstsein und die geistige Entwicklung wie auch grundlegend für die körperliche Gesundheit des Kindes.5

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz der Vater-Kind-Beziehung bei Inhaftierung und definiert die Forschungsfrage sowie die methodische Vorgehensweise.

2 Vaterschaft: Dieses Kapitel behandelt theoretische Grundlagen zur Vaterrolle und deren gesellschaftliche Entwicklung im Laufe der Zeit.

3 Vaterschaft bei Inhaftierung: Es werden statistische Daten sowie die psychologischen Auswirkungen des Vaterverlusts für Kinder durch Inhaftierung analysiert.

4 Familienorientierung im sächsischen Vollzug: Hier werden die rechtlichen Rahmenbedingungen für Kontakte sowie spezifische Angebote wie Vätergruppen im sächsischen Justizvollzug dargelegt.

5 Empirische Untersuchung: Dieses Kapitel beschreibt die Planung, Durchführung und Auswertung der qualitativen Experteninterviews mit Bediensteten der JVA.

6 Darstellung der Ergebnisse und Vergleich mit dem literarischem Material: Die empirischen Befunde werden präsentiert und den theoretischen Erkenntnissen aus der Literatur gegenübergestellt.

7 Reflexion: Zum Abschluss erfolgt eine kritische Diskussion der Ergebnisse sowie ein Ausblick auf zukünftige Forschungsansätze und Praxisanregungen.

Schlüsselwörter

Vaterschaft, Strafvollzug, JVA, Vater-Kind-Beziehung, Familienorientierung, Inhaftierung, Kontaktmöglichkeiten, Vätergruppen, Sozialpädagogik, Empirische Sozialforschung, Besuchskontakte, Erziehung, Kindeswohl, Resozialisierung, Langzeitbesuche

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Situation von Vätern im Strafvollzug und analysiert die Möglichkeiten, wie diese ihre Beziehung zu ihren Kindern aufrechterhalten können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Bedeutung der Vaterrolle, den Auswirkungen der Haft auf Kinder, den rechtlichen Rahmenbedingungen sowie der tatsächlichen Umsetzung von Kontaktmöglichkeiten in der JVA.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel ist es, Angehörigen und Fachkräften grundlegende Informationen über die Kontaktpraxis in einer sächsischen JVA zur Verfügung zu stellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin führt eine empirische Sozialforschung durch, basierend auf qualitativen Experteninterviews mit Bediensteten einer sächsischen Justizvollzugsanstalt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Vater-Kind-Beziehung bei Trennung sowie eine empirische Untersuchung, die den Alltag der Besuchs- und Kontaktgestaltung beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Vaterschaft, Inhaftierung, Familienorientierung, Kontaktmöglichkeiten, Besuchskontakte und Vätergruppen.

Warum sind Langzeitbesuche in der untersuchten JVA nicht möglich?

Laut den befragten Experten liegt dies primär an den räumlichen Gegebenheiten, die solche Besuche derzeit nicht zulassen.

Welche Rolle spielt der Sicherheitsaspekt bei der Kontaktgestaltung?

Der Sicherheitsaspekt ist zentral und schränkt teilweise die Möglichkeiten der Familienorientierung ein, da beispielsweise Versteckmöglichkeiten für illegale Gegenstände bei Kindern verhindert werden müssen.

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Detalles

Título
Vaterschaft im Strafvollzug
Subtítulo
Kontaktmöglichkeiten zwischen Vätern und ihren Kindern in einer sächsischen Justizvollzugsanstalt
Universidad
Fachhochschule Dresden - University of Applied Sciences
Calificación
1,3
Autor
Maria-Kristin Fleischer (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
70
No. de catálogo
V441145
ISBN (Ebook)
9783668794887
ISBN (Libro)
9783668794894
Idioma
Alemán
Etiqueta
vaterschaft strafvollzug kontaktmöglichkeiten vätern kindern justizvollzugsanstalt
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Maria-Kristin Fleischer (Autor), 2016, Vaterschaft im Strafvollzug, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/441145
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