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Massenmedien in der DDR von 1949-1961 - Ein Überblick

Titre: Massenmedien in der DDR von 1949-1961 -  Ein Überblick

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2002 , 14 Pages , Note: 1,15

Autor:in: B.A. Mario Müller (Auteur)

Médias / Communication - Histoire des médias
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Résumé Extrait Résumé des informations

Bereits unmittelbar nach Kriegsende begannen auf dem Gebiet der sowjetischen Besatzungszone (SBZ) die Arbeiten zum Wiederaufbau der Massenmedien. Den verantwortlichen Befehlshabern war absolut bewusst, welchen Einfluss die Medien auf die Bürger hatten und welche Bedeutung ihnen daraus für die Kontrolle des Volkes erwuchs, und sie standen auch im medialen Wettkampf mit den alliierten Konkurrenten in den westlichen Sektoren. Wer am schnellsten wieder über ein intaktes Presse- und Rundfunkwesen verfügte, konnte nicht nur die eigene Bevölkerung über aktuelle Ereignisse unterrichten, sondern vor allem auch propagandistisch für die Ziele der Staatsführung werben bzw. die gegnerischen Parteien medial angreifen. Besonders fällt hier die große Anzahl und hohe Verbreitungsdichte von Tageszeitungen in der DDR auf, deren Inhalte sich zwar, da zentral gelenkt, nicht wesentlich voneinander unterschieden, die jedoch von nahezu allen Haushalten rezipiert wurden.

In der vorliegenden Hausarbeit werde ich anhand eines Überblicks über Entstehung, Struktur und Inhalte der DDR-Presse, des Radios und Fernsehens zeigen, welche zentrale Bedeutung diese Massenmedien in den ersten Jahren der DDR hatten.

Als Basisquellen dienen mir Konrad Dussels „Deutsche Rundfunkgeschichte“ und Band 1 von Heinz Pürers und Johannes Rabes Publikation „Medien in Deutschland“.
Ergänzend möchte ich noch hinzufügen, dass sämtliches erhaltenes Ton- und Filmmaterial aus dem Rundfunk und Fernsehen der DDR im Deutschen Rundfunkarchiv in Potsdam-Babelsberg aufbewahrt wird und dort für die mediale Verwertung oder für wissenschaftliche Recherchen zur Verfügung steht.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. PRESSE

2.1 Pressefreiheit und Grundlagen des Pressewesens

2.2 Die ersten Zeitungen

2.3 Aufgaben der Presse

2.4 Sicherung der Linientreue

3. HÖRFUNK

3.1 Wiederaufnahme des Sendebetriebs nach Kriegsende

3.2 Struktur des Hörfunks

3.3 Reformen und Programme

3.4 Technische Umsetzung

4. FERNSEHEN

4.1 Die ersten Bilder im Wettlauf mit dem Westen

4.2 Infrastruktur und Empfang

4.3 Programm und Programmerweiterung

4.4 Das Fernsehen als Propaganda-Werkzeug

5. RESÜMEE

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit gibt einen strukturierten Überblick über die Entstehung, die organisatorischen Strukturen und die inhaltliche Ausgestaltung der Massenmedien (Presse, Hörfunk und Fernsehen) in der DDR zwischen 1949 und 1961. Ziel ist es aufzuzeigen, welche zentrale politische Bedeutung diese Medien für die Staatsführung zur Durchsetzung ihrer Ideologie und zur Kontrolle der Bevölkerung hatten.

  • Entwicklung und Aufbau des Pressewesens unter staatlicher Lenkung.
  • Organisation und Transformation des Rundfunkbetriebs.
  • Wettlauf um die mediale Vorherrschaft mit dem Westen mittels Fernsehen.
  • Die Rolle der Medien als Instrumente für Propaganda und Agitation.
  • Technologische Rahmenbedingungen und staatliche Kontrolle der Berichterstattung.

Auszug aus dem Buch

4.1 Die ersten Bilder im Wettlauf mit dem Westen

Im Vergleich zum Hörfunk wurde die Entwicklung eines eigenen Fernsehens bedeutend langsamer vorangetrieben. Fernsehgeräte waren noch sehr rar und unter Hitler lediglich in Testprojekten im Einsatz. Das Radio war wesentlich stärker verbreitet und zur Informationsübermittlung somit besser geeignet.

Nachdem der „Deutsche Wirtschaftsrat“ als höchstes deutsches Verwaltungsorgan in der sowjetischen Besatzungszone beschlossen hatte, in Ostdeutschland ein Fernsehen zu installieren, begannen am 30.10.1949 die ersten konkreten Planungen für ein Fernsehzentrum in Berlin-Adlershof. Die Organisation lag zunächst, wie beim Radio, in den Händen des Staatlichen Rundfunkkomitees.

Am 13.5.1950 beschloss die Generalintendanz des Rundfunks, dass ab 1951 ein Testprogramm gestartet werden solle. Daraufhin reiste am 16.7.1951 eine Delegation aus Fernsehtechnikern und Programmmitarbeitern zur Weiterbildung nach Moskau, wo bereits seit Dezember 1945 wieder ein Fernsehprogramm ausgestrahlt wurde.

Ab 1.8.1951 konnten dann erste sporadische Testsendungen gesendet werden, und am 4.6.1952 begann das erste inoffizielle Testprogramm mit der täglichen Ausstrahlung der „Aktuellen Kamera“, der ersten Fernseh-Nachrichtensendung Deutschlands. Der Vorsprung der ostdeutschen Fernsehmacher vor dem Westfernsehen bedeutete einen riesigen Propagandaerfolg für die DDR-Führung und die Ankündigung des Starts des offiziellen Versuchsprogramms „Fernsehsender Berlin“ für den 21.12.1952, den 73. Geburtstag Stalins, veranlasste die BRD, den ursprünglich erst für das Jahr 1953 vorgesehenen Beginn seines Fernsehprogrammes auf Weihnachten ’52 vorzuziehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Arbeit beleuchtet die Bedeutung der Massenmedien in der SBZ und DDR als Instrumente zur staatlichen Kontrolle und Propaganda im medialen Systemwettstreit.

2. PRESSE: Dieses Kapitel analysiert die Etablierung der Presse unter staatlicher Lenkung, die zentralistische Kontrolle der Inhalte und die gesetzliche Sicherung der politischen Linientreue.

3. HÖRFUNK: Hier wird die organisatorische Neuausrichtung des Rundfunks nach 1945, die Senderstrukturreformen und der gezielte Einsatz als Propagandamittel gegen die Bundesrepublik beschrieben.

4. FERNSEHEN: Das Kapitel behandelt den langsamen Aufbau des Fernsehsektors, den technologischen Wettlauf mit dem Westen und den Versuch, das Fernsehen propagandistisch zu nutzen.

5. RESÜMEE: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass trotz technischer Infrastruktur und flächendeckender Versorgung die Pressefreiheit durch staatliche Kontrolle zugunsten der SED-Ideologie vollständig untergraben wurde.

Schlüsselwörter

DDR, Massenmedien, Pressefreiheit, Propaganda, Rundfunk, Fernsehen, SBZ, Agitation, Staatliches Rundfunkkomitee, SED, Deutsche Volkszeitung, Aktuelle Kamera, Linientreue, DDR-Geschichte, Medienpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet einen historischen Überblick über den Aufbau und die Entwicklung der Massenmedien (Presse, Rundfunk und Fernsehen) in der DDR zwischen 1949 und 1961.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die staatliche Lenkung der Medien, die Rolle der Propaganda zur Mobilisierung der Bevölkerung und der mediale Systemwettstreit mit Westdeutschland.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Bedeutung der Massenmedien als entscheidende Werkzeuge der SED-Staatsführung zur Informationskontrolle und ideologischen Indoktrination aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Übersichtsarbeit, die auf der Analyse von Fachliteratur (u.a. Pürer, Raabe, Dussel) und historischen Dokumenten basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Presse, Hörfunk und Fernsehen, wobei jeweils auf die institutionelle Struktur, die Programminhalte und den politischen Auftrag eingegangen wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind DDR-Medien, Pressefreiheit, staatliche Agitation, Propaganda, Rundfunkorganisation und DDR-Rundfunkgeschichte.

Warum wurde das Fernsehen in der DDR als "Propaganda-Werkzeug" bezeichnet?

Es sollte neben der eigenen Bevölkerung auch Zuschauer im Westen erreichen, um politische Ziele zu vermitteln und das westliche System in einem schlechten Licht darzustellen.

Welche Rolle spielte das "Staatliche Rundfunkkomitee" bei der Strukturierung der Medien?

Es übernahm die inhaltliche Produktionskontrolle und ermöglichte der SED eine direktere Steuerung der Sendeinhalte, was unter anderem durch Reduzierung regionaler Strukturen und Mitarbeiterzahlen umgesetzt wurde.

Warum blieb der erhoffte propagandistische Erfolg im Westen laut der Arbeit gering?

Studien zeigten, dass westliche Zuschauer die DDR-Programme fast ausschließlich wegen des Unterhaltungsangebots nutzten, während die beabsichtigte politische Indoktrination wirkungslos blieb.

Was unterscheidet die DDR-Presse von den westlichen Modellen nach 1945?

Anders als im Westen wurden in der SBZ keine Lizenzen an Privatpersonen vergeben; alle Presseorgane unterstanden direkt partei- und organisationsgebundenen, staatlich gelenkten Strukturen.

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Résumé des informations

Titre
Massenmedien in der DDR von 1949-1961 - Ein Überblick
Université
University of Erfurt  (Philosophische Fakultät)
Cours
Seminar: 'Die DDR 1945/49-61'
Note
1,15
Auteur
B.A. Mario Müller (Auteur)
Année de publication
2002
Pages
14
N° de catalogue
V44140
ISBN (ebook)
9783638417938
ISBN (Livre)
9783638750370
Langue
allemand
mots-clé
Massenmedien Seminar
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
B.A. Mario Müller (Auteur), 2002, Massenmedien in der DDR von 1949-1961 - Ein Überblick, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/44140
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Extrait de  14  pages
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