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Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.. Eine interne Analyse aus organisationssoziologischer Sicht

Title: Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.. Eine interne Analyse aus organisationssoziologischer Sicht

Term Paper , 2018 , 18 Pages

Autor:in: Johnny Lam (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation
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Seit Anfang der 1990er Jahren fällt der Begriff der Nichtregierungsorganisationen (kurz NGO) immer mehr in der öffentlichen und politischen Diskussion. Durch die Globalisierung der Märkte heutzutage gewinnt diese Organisationsform immer mehr Aufmerksamkeit und Bedeutung in der modernen Zivilgesellschaft und nimmt stärker Gestaltungsbedarf auf der politischen Ebene. Das „Internationale Rote Kreuz“, gegründet 1864, ist eine der ältesten NGOs, die heutzutage vorwiegend Fremdhilfe in Kriegs-, Not- und Katastrophenfällen leistet, aber auch früher schon advokatorisch für humane Formen der internationalen Kriegsführung und Gefangenenbehandlung eingesetzt hat. Doch was macht diese Art von Initiative zu was Besonderem und Neuen? Und wie sind NGOs intern aufgebaut und was kann sie, was andere Organisationen bislang nicht konnten?

Die folgende Arbeit versucht genau diese Fragen zu beantworten und einen Einblick in ebendiese Organisationspolitik von NGOs zu bekommen. Dabei wird ein direkter Praxisbezug am Fallbeispiel der Johanniter Unfall-Hilfe e.V., die es seit den 1960er Jahren in Deutschland gibt, herzustellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

1. Organisation

1.1. Definition/Begriffserklärung

1.2. Organisationstypologien: Formale und informale „Organisation“

1.3. Organisationsmitglieder

2. Interne Analyse einer Organisation am Fallbeispiel der „Johanniter Unfall-Hilfe e.V.“

2.1. Die JUH als Interessenorganisation

2.2. Verhältnis zwischen der JUH und deren Mitglieder

2.3. Interne Analyse der „formalen & informalen“ Strukturen der JUH

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Organisationsstruktur der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. (JUH) aus organisationssoziologischer Perspektive. Das primäre Ziel ist es, die Parallelen zwischen wissenschaftlicher Theorie und der realen Praxis einer Hilfsorganisation zu identifizieren, wobei der Fokus insbesondere auf der Mitgliedschaftslogik sowie der Wechselwirkung zwischen formalen und informalen Strukturen liegt.

  • Grundlagen und Definitionen der Organisationssoziologie
  • Interessenorganisationen und das Profil von NGOs
  • Mitgliederklassen und Beitrags-Leistungs-Verhältnisse
  • Formale vs. informale Strukturen in Hilfsorganisationen
  • Herausforderungen für NGOs im modernen gesellschaftlichen Kontext

Auszug aus dem Buch

1.2. Organisationstypologien: Formale und informale „Organisation“

Eine Formale Organisation ist eine fixe Regelung innerbetrieblicher Abläufe und Strukturen. Dabei handelt es sich beispielsweise um die Definition der Arbeitsteilung, Beschreibungen von Arbeitsläufen oder die Festlegung von Weisungsbefugnissen. Doch seit den Hawthorne Experimenten (1924-1932) pflegt die Organisationsforschung nicht nur darauf zu achten, was in Schemata oder Richtlinien für das Funktionieren der Organisation festgelegt sind, umso mehr ist man der Meinung, dass stets ungeplante, spontane, „private“ Beziehungen bestehen, die neben, über und hinter den offiziellen Linien existieren und von dort aus das Funktionieren der Organisation beeinflussen12.

In Niklas Luhmanns Buch – Funktionen und Folgen formaler Organisationen, lautet seine Definition im Kapitel „Organisationen als Systeme“ folgendermaßen: Unter Formalität soll "die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Systemstruktur verstanden werden, die formal ist, weil sie die Identität des Systems gegenüber wechselnden Personen und Orientierungsinhalten sichert."13

Informale Organisationstheorie verwandeln die Organisation in ein geselliges Geschehen. Sie verführen dazu die informale Organisation der formalen Organisation gegenüberzustellen, als ob emotional gebundene Gruppen sich gegen die formale Organisation verteidigen würden.

"Im allgemeinen werden formale und informale Organisationen nur noch als zwei komplementäre Aspekte eines sozialen Systems aufgefasst, die sich nur analytisch, nicht aber im Sinne gegensätzlicher konkreter Untersysteme, trennen lassen."14 Es fehlt der Organisationsforschung die Einheit der Theorie.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort: Einführung in die Relevanz der Organisationssoziologie und die zunehmende Bedeutung von NGOs in der modernen Gesellschaft.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.: Kurzvorstellung der Organisation, ihrer Geschichte und ihres Aufgabenspektrums als eine der größten Hilfsorganisationen Europas.

1. Organisation: Theoretische Auseinandersetzung mit der Definition von Organisationen, verschiedenen Typologien und der Rolle der Organisationsmitglieder.

2. Interne Analyse einer Organisation am Fallbeispiel der „Johanniter Unfall-Hilfe e.V.“: Praktische Analyse der JUH hinsichtlich ihres Charakters als Interessenorganisation, ihrer Mitgliederstrukturen sowie der formalen und informalen Abläufe.

Fazit: Zusammenführende Betrachtung der theoretischen Erkenntnisse mit der praktischen Realität und Ausblick auf zukünftige Herausforderungen für NGOs.

Schlüsselwörter

Organisationssoziologie, Johanniter-Unfall-Hilfe, NGO, Hilfsorganisation, Formale Organisation, Informale Strukturen, Interessenorganisation, Mitgliedschaftslogik, Freiwilligenarbeit, Rettungsdienst, Sozialstruktur, Bürokratie, Zweck-Rationalität, Ehrenamt, Sozialwesen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Thema der Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. (JUH) aus organisationssoziologischer Sicht, um zu verstehen, wie Theorie und Praxis in einer großen Hilfsorganisation ineinandergreifen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Der Schwerpunkt liegt auf den formalen und informalen Organisationsstrukturen, dem Selbstverständnis als NGO sowie der Rolle und den verschiedenen Klassen von Mitgliedern.

Was ist die Forschungsfrage?

Die zentrale Frage lautet: Inwieweit finden sich Parallelen zwischen der wissenschaftlichen Theorie der Organisationssoziologie und der realen Praxis bei der Johanniter-Unfall-Hilfe?

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse soziologischer Konzepte sowie auf der empirischen Fallanalyse der JUH, ergänzt durch die subjektiven Arbeitserfahrungen des Autors.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Im Hauptteil werden Organisationstypologien definiert, die JUH als Interessenorganisation charakterisiert, das Beitrags-Leistungs-Verhältnis der Mitglieder untersucht und die Bedeutung informaler Strukturen für den Arbeitsalltag herausgearbeitet.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Kernbegriffe sind Organisationssoziologie, NGO, Formale vs. Informale Struktur, Interessenorganisation und Ehrenamt.

Inwiefern beeinflussen informale Strukturen die Arbeit bei der JUH?

Da die Arbeit der JUH oft in emotionalen und unvorhersehbaren Situationen stattfindet, ergänzen oder ersetzen informale, spontane Beziehungen die starren formalen Regeln, um eine effektive Betreuung zu gewährleisten.

Warum sind ehrenamtliche Mitglieder für die JUH so essenziell?

Mit fast zwei Dritteln der Mitarbeiter stellen Ehrenamtliche ein tragendes Element dar, das für die Aufrechterhaltung der zahlreichen karitativen Projekte unerlässlich ist und das Solidaritätsprinzip der Organisation stützt.

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Details

Title
Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.. Eine interne Analyse aus organisationssoziologischer Sicht
College
University of Tubingen
Author
Johnny Lam (Author)
Publication Year
2018
Pages
18
Catalog Number
V441525
ISBN (eBook)
9783668798632
ISBN (Book)
9783668798649
Language
German
Tags
johanniter-unfall-hilfe eine analyse sicht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Johnny Lam (Author), 2018, Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.. Eine interne Analyse aus organisationssoziologischer Sicht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/441525
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