Seit Anfang der 1990er Jahren fällt der Begriff der Nichtregierungsorganisationen (kurz NGO) immer mehr in der öffentlichen und politischen Diskussion. Durch die Globalisierung der Märkte heutzutage gewinnt diese Organisationsform immer mehr Aufmerksamkeit und Bedeutung in der modernen Zivilgesellschaft und nimmt stärker Gestaltungsbedarf auf der politischen Ebene. Das „Internationale Rote Kreuz“, gegründet 1864, ist eine der ältesten NGOs, die heutzutage vorwiegend Fremdhilfe in Kriegs-, Not- und Katastrophenfällen leistet, aber auch früher schon advokatorisch für humane Formen der internationalen Kriegsführung und Gefangenenbehandlung eingesetzt hat. Doch was macht diese Art von Initiative zu was Besonderem und Neuen? Und wie sind NGOs intern aufgebaut und was kann sie, was andere Organisationen bislang nicht konnten?
Die folgende Arbeit versucht genau diese Fragen zu beantworten und einen Einblick in ebendiese Organisationspolitik von NGOs zu bekommen. Dabei wird ein direkter Praxisbezug am Fallbeispiel der Johanniter Unfall-Hilfe e.V., die es seit den 1960er Jahren in Deutschland gibt, herzustellen.
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
- Organisation
- Definition/Begriffserklärung
- Organisationstypologien: Formale und informale „Organisation“
- Organisationsmitglieder
- Interne Analyse einer Organisation am Fallbeispiel der „Johanniter Unfall-Hilfe e.V.“
- Die JUH als Interessenorganisation
- Verhältnis zwischen der JUH und deren Mitglieder
- Interne Analyse der „formalen & informalen“ Strukturen der JUH
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. aus organisationssoziologischer Perspektive. Dabei werden die grundlegenden Konzepte der Organisationssoziologie betrachtet und in Beziehung zu den Strukturen und Praktiken der JUH gesetzt. Die Arbeit soll einen Einblick in die interne Organisation einer Hilfsorganisation bieten und die Unterschiede zwischen wissenschaftlicher Theorie und realer Praxis untersuchen.
- Definition und Typologien von Organisationen
- Das Verhältnis zwischen Organisation und ihren Mitgliedern
- Die Rolle von formalen und informalen Strukturen in Organisationen
- Die JUH als Beispiel für eine Interessenorganisation
- Die Bedeutung der Mitgliedschaft und des Einflusses in der JUH
Zusammenfassung der Kapitel
- Das erste Kapitel behandelt die grundlegenden Begriffe der Organisation. Es werden verschiedene Definitionen und Typologien von Organisationen vorgestellt, sowie das Verhältnis zwischen Organisation und ihren Mitgliedern erläutert.
- Das zweite Kapitel befasst sich mit der internen Analyse der Johanniter Unfall-Hilfe e.V. Dabei werden die JUH als Interessenorganisation vorgestellt, das Verhältnis zwischen der Organisation und ihren Mitgliedern beleuchtet und die formalen und informalen Strukturen der JUH untersucht.
Schlüsselwörter
Die Arbeit behandelt die Themen Organisationssoziologie, Interessenorganisation, Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., formale und informale Strukturen, Mitglieder und deren Einfluss, interne Analyse.
Häufig gestellte Fragen
Was ist eine Nichtregierungsorganisation (NGO)?
NGOs sind Organisationen, die unabhängig vom Staat agieren und oft soziale, humanitäre oder politische Ziele verfolgen. Sie spielen eine immer wichtigere Rolle in der modernen Zivilgesellschaft.
Wie ist die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. (JUH) intern strukturiert?
Die JUH verfügt über formale Strukturen (Satzungen, Hierarchien) und informale Strukturen (persönliche Netzwerke, ungeschriebene Regeln), die das tägliche Handeln der Organisation bestimmen.
Was unterscheidet eine Interessenorganisation von anderen Organisationstypen?
Eine Interessenorganisation wie die JUH vertritt spezifische Werte oder Anliegen ihrer Mitglieder und versucht, gesellschaftlichen Einfluss im Sinne dieser Ziele auszuüben.
Welche Rolle spielen die Mitglieder in der Johanniter-Unfall-Hilfe?
Mitglieder sind nicht nur Beitragszahler, sondern oft auch ehrenamtlich aktiv. Das Verhältnis zwischen der Organisation und ihren Mitgliedern ist geprägt von Identifikation und Mitbestimmungsmöglichkeiten.
Warum wird die JUH aus organisationssoziologischer Sicht analysiert?
Die Analyse hilft zu verstehen, wie eine große Hilfsorganisation ihre Ziele effizient verfolgt, wie Macht innerhalb der Strukturen verteilt ist und wie Theorie und Praxis in der Verwaltung einer NGO divergieren.
- Quote paper
- Johnny Lam (Author), 2018, Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.. Eine interne Analyse aus organisationssoziologischer Sicht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/441525