Basketball. Einführung des indirekten Blocks in das 3 gegen 3 Spiel und dessen Verteidigungsmöglichkeiten


Hausarbeit, 2018

10 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Stellen des indirekten Blocks

3 Einbeziehung des indirekten Blocks in das Spiel 3 gegen 3

4 Verteidigungsmöglichkeiten des indirekten Blocks

5 Quellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1.a Der Block unter Außenspielern (Bösing, 2012, s. 238)

Abb. 1.b Der Block unter Innenspielern (Bösing, 2012, s. 238)

Abb. 1 .c Der Block von Innen (Bösing, 2012, s. 238)

Abb. 2: Indirekter Block des Aufbauspielers auf der ballfernen Seite (Steinhöfer & Remmert, 2011, S.176)

Abb. 3. a,b: Indirekter Block mit Abrollen zum Korb (a) bzw.: Pop-out(b) (Bösing, 2012, s. 230) Abb. 4. Kontinuum Cutan Fill (Bösing, 2012, s. 229)

1. Einleitung

Der indirekte Block oder auch Screen genannt, stellt ein offensives gruppentaktisches Mittel dar. Er wird auf der ballfernen Seite angewandt und baut auf die Grundprinzipien des Give and Go und der Read and React Offense auf. Die Bewegungsausführung des indirekten Blocks und das vom Blocksteller angewandte Abrollen kann von dem direkten Block übernommen werden. Diese grup­pentaktische Maßnahme erfolgt durch das Zusammenspiel von drei Spielern, einem Aufbauspieler und zwei Flügelspielern, welche sich in einem Dreieck aufstellen. Der Aufbauspieler oderauch Ball- handler genannt spielt das Give and Go mit einem der beiden Flügelspieler. Dabei schneidet der Passgeber nicht wie gewohnt in Richtung Korb, sondern er bewegt sich zur ballfernen Seite, um den indirekten Block an dem Verteidiger des Mitspielers/ Flügelspielers zu stellen. Der freigeblockte Flü­gelspieler (Cutter) schneidet in Richtung Korb und der Blocksteller rollt sich zum Korb ab. Sowohl der direkte Block als auch der indirekte Block dienen zur Blockierung der Bewegungsrichtung des Verteidigers und man verschafft dem eigenen Mitspieler, in dem Falle dem Blocknutzer, einen kur­zen Vorteil (Steinhöfer& Remmert, 2011).

Im 3 gegen 3 Spiel unterscheidet man zwischen drei verschiedene Varianten des indirekten Blocks:

a. ״Der Block unter Außenspielern Z.B. Aufbau-Flügel ( Abb. 1 .a)
b. Der Block unter Innenspielern Z.B. Center-Center (Abb.1 .b)
c. Der Block von Innen- zum Außenspieler Z.B. Center-Aufbau ( Abb. 1.C)“ (Bösing, 2012, s. 237)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.1.a Der Block unter Außenspielern Abb. 1.b Der Block unter Innenspielern Abb. 1.c Der Block von Innen (Bösing, 2012, S. 238)

Die verschiedenen Handlungsmöglichkeiten, die bei der Read and React Offense zum Tragen kom­men, werden auch jetzt eine besondere Bedeutung spielen, wenn es darum geht, den indirekten Block zielgerichtet einzusetzen, sowie auf entsprechende Verteidigungsvarianten zu reagieren und somit Raum für die Mitspieler oder sich selbst zu schaffen (Wissel, 2004).

2. Das Stellen des indirekten Blocks

Das Stellen des indirekten Blocks kann in seiner grundsätzlichen Ausführung vom direkten Block übernommen werden. Der Unterschied besteht jedoch darin, dass der indirekte Block im Gegensatz zum direkten Block ballfern erfolgt (Partnerhilfe ohne Ball). Das Abrollen des Blockstellers zum Korb gleicht dem Ablauf beim direkten Block. Nach dem Auftaktpass auf einen der beiden Flügelspieler begibt sich der Aufbauspieler zum Flügelspieler auf der ballfernen Seite, um den indirekten Block am Verteidiger des Mitspielers zu setzen. Dabei ist es wichtig, dass der Flügelspieler ohne Ball den Verteidiger mit einer Backdoorbewegung zum Absinken in Richtung Korb und zu einer engen Ver­teidigung zwingt. Der Aufbauspieler orientiert sich in dem Fall an der Position des abgesunkenen Verteidigers um den Block zu stellen (vgl. Abb. 2).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Indirekter Block des Aufbauspielers auf der ballfernen Seite (Steinhöfer & Remmert, 2011, S.176)

Unabhängig davon ob es sich um einen direkten oder einen indirekten Block handelt, muss für einen erfolgreichen Block, eine bestimmte Einigkeit zwischen den Mitspielern bestehen. ״Diese Einigkeit kann entweder über Blickkontakt hergestellt werden (erfordert Erfahrung und ist anfällig für Missver­ständnisse), durch Zeichen oder Signale (müssen eindeutig und beiden bekannt sein) oder durch explizite Abmachungen (wenn-dann)“ (Bösing, 2012, s. 211).

Nach Wissel (2004, s. 136) besteht ein erfolgreicher Block aus 4 Phasen:

a) . das Stellen eines Blocks
b) . die Intention des Mitspielers, derden Block stellen will zu erkennen
c) . den Block nutzen
d) . den Blockfreistellen

Das Stellen des Blocks:

Als Blocksteller sollte man eine stabile Haltung einnehmen in dem man einen Einkontaktstopp durch­führt. Der Blocksteller sollte sich zum Gegenspieler des Blocknutzers so positionieren, dass der geblockte Gegenspieler keine enge Verteidigung am Flügelspielerführen kann. Der Fuß des Geg­ners befindet sich im Idealfall zwischen denen des Blockstellers. Die Fußstellung erfolgt schulterbreit und die Knie sind gebeugt. Sobald der Block gestellt wurde ist es dem Blocker erst erlaubt sich abzurollen nach dem der Block vom Flügelspieler ausgenutzt wurde. Die Arme sollten schützend vor der Brust aufgestellt werden (Wissel, H. 2004, s. 136).

Den Block erkennen:

Wie schon erwähnt sollte der Block erst ausgenutzt werden, wenn der auch gestellt wurde. Auf der anderen Seite sollte der Blocker das Pick and Roll erst einsetzen, wenn der Flügelspieler den Block ausgenutzt hat. Außerdem ist es wichtig den verteidigenden Spieler zu beobachten um dessen Ver­teidigung lesen zu können, um entsprechend darauf reagieren zu können (Wissel, H. 2004, s. 136).

Den Block nutzen:

Als Blocknutzer sollten man seinen Verteidiger durch ״Blick- und Schrittfinten täuschen (Gegenbe- wegungen)“(Remmert, H. 2006, s. 111). Der Flügelspieler zwingt seinen Verteidiger in den Block zu laufen. Dies tut er durch einen Backdoor-Angriff und das führt dazu, dass der abgesunkene Vertei­diger seine volle Aufmerksamkeit auf ihn richtet und ihn eng deckt. Daraufhin, kann der Flügelspieler mit einer explosiven Bewegung den Block nutzen und sich anschließend anbieten. Der Blocknutzer sollte eng am Block Vorbeigehen, so dass es einen Schulterkontakt zwischen Blocksteller und Block­nutzer gibt. Somit hat der Verteidiger keine Chance sich zwischen Blocker und Blocknutzer zu stel­len. Gleichzeitig muss beachtet werden, dass weit genug weg vom Block geschnitten wird. Damit wird mehr Raum für den Flügelspieler geschaffen und dem Blocker wird ermöglicht frei zu stehen, um für einen Pass anspielbarzu sein (Wissel, H. 2004, s. 136).

Den Block befreien:

Nach der Blockstellung und nach dem der Block vom Flügelspieler genutzt wurde, kann der Blocker sich zum Korb abrollen (vgl. Abbildung 3. a). Sollte er keinen Pass bekommen, kann er sich mit einer Pop-out Bewegung (vgl. Abbildung 3. b) vom Korb weg bewegen und sich in das Angriffsdreieck einfügen und die Flügelposition besetzen. Zusammenfassend kann man sagen, dass sich aus einem erfolgreichen Block 2 Spielsituationen ergeben können:

a) Der freigeblockte Flügelspieler schneidet zum Korb und der Blocksteller rollt sich vom Korb weg und fügt sich dem Angriffsdreieck zu. Der freigeblockte Spieler ist idealerweise anspiel­bar und kann frei zum Korb schneiden.
b) Der Verteidiger des Blockspielers übernimmt den Blocknutzer (Switch). Der Blocksteller steht dadurch frei zum Korb und bekommt im besten Fall den Ball zugespielt (vgl. steinhöfer & Remmert, 2011).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3. a, b: Indirekter Block mit Abrollen zum Korb (a) bzw.: Pop-out(b) (Bösing, 2012, s. 230)

Fehlverhalten beim indirekten Block:

Bei der Vermittlung des indirekten Blocks entstehen öfter gewisse Fehlverhalten sei es von Sei­ten des Blockstellers oder des Blocknutzers. Die häufigsten Fehler nach steinhöfer & Remmert (2011, S.165) sind folgende:

- Der Block wird zu weit entfernt vom Verteidiger gestellt.
- Der Blocksteller behält seine standfeste Position nicht.
- Der Blocksteller hält den Verteidiger mit Armen oder Händen fest.
- Die Arme werden nicht schützend vor der Brust positioniert.
- Der Flügelspieler nutzt den Block aus bevor der überhaupt steht.
- Der Blocksteller rollt zu früh oder zu spät ab.
- Der Blocknutzer wird durch das schnelle Switchen der Verteidigung überrascht.

3. Eingliederung des indirekten Blocks in den Spielverlauf

Nachfolgend möchte ich die Integration des indirekten Blocks in die Spielstruktur erläutern. In diesem Zusammenhang führe ich kurz folgende Begriffe zum besseren Verständnis auf.

- Offense- Angriff
- Defense-Verteidigung
- Screener- Blocksteller
- Cutter- der zum Korb schneidende Spieler
- Ballhandler- der Spieler mit Ball
- Switch- Wechsel/Übergabe des Gegenspielers seitens der Verteidigung (Wissel, H. 2004)

Der Angriff erfolgt durch das Zusammenspiel dreier Außenspieler, die sich im Dreieck außerhalb der Drei-Punktelinie positionieren. Dieses Dreieck kann aus zwei Standardvarianten bestehen, die als Kontinuum gespielt werden:

1. Variante Cut and Fill

Der Aufbauspieler schneidet nach seinem Auftaktpass auf die Flügelposition auf der ball­fernen Seite. Die offene Position des Aufbauspielers wird durch den ballfernen Flügel aufgefüllt. Alle Spieler werden in das Cut and Fill Prinzip integriert.

[...]

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Basketball. Einführung des indirekten Blocks in das 3 gegen 3 Spiel und dessen Verteidigungsmöglichkeiten
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Note
1,7
Autor
Jahr
2018
Seiten
10
Katalognummer
V441540
ISBN (eBook)
9783668800045
ISBN (Buch)
9783668800052
Sprache
Deutsch
Schlagworte
basketball, einführung, blocks, spiel, verteidigungsgsmöglichkeiten
Arbeit zitieren
Valentin Quandt (Autor:in), 2018, Basketball. Einführung des indirekten Blocks in das 3 gegen 3 Spiel und dessen Verteidigungsmöglichkeiten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/441540

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