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Darstellung und kritische Diskussion der Argumente für und wider die Verwendung des Debt Beta bei der Bestimmung der Kapitalkosten

Título: Darstellung und kritische Diskussion der Argumente für und wider die Verwendung des Debt Beta bei der Bestimmung der Kapitalkosten

Trabajo de Seminario , 2018 , 47 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: René Zdebel (Autor)

Economía de las empresas - Contabilidad e impuestos
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Die Unternehmensbewertungspraxis steht vor der Herausforderung, realitätsnahe Ergebnisse unter Beachtung von Finanzierungsstrukturen zu liefern. Insbesondere hinsichtlich der Kapitalisierungssätze ergeben sich bei der Bestimmung von Eigen- und Fremdkapitalkosten Bewertungsherausforderungen. Speziell der Umgang mit ausfallbedrohtem Fremdkapital stellt sowohl Literatur als auch Praxis in Hinblick auf konsistente und korrekte Bewertungen vor Probleme.

Die im Rahmen der Bewertungsverfahren oftmals unterstellte Annahme eines risikolosen Fremdkapitals erschwert eine realitätsnahe Annäherung und kann zu Bewertungsungenauigkeiten führen. Ein in der Literatur diskutiertes Konzept zur Berücksichtigung von Fremdkapitalrisiken bei der Kapitalkostenbestimmung ist das Debt Beta. Während in Deutschland das IDW noch nicht explizit diese Thematik aufgegriffen hat, fordert die österreichische Kammer der Wirtschaftstreuhänder unter gewissen Umständen eine Anpassung der gängigen Kapitalkostenbestimmung: „Die Berücksichtigung des Debt Betas ist erforderlich, wenn die zum Basiszinssatz aufzeitäquivalenten Fremdkapitalkosten des Unternehmens wesentlich vom Basiszinssatz abweichen.
Vor dem Hintergrund einer ähnelnden Rechnungslegung dieser Länder erstaunt die unterschiedliche Handhabung. Ausgehend von der österreichischen Empfehlung soll die vorliegende Arbeit die Argumente für und wider die Verwendung eines Debt Beta als Anpassungsfaktor bei der Kapitalkostenbestimmung darstellen und eine kritische Einordnung ermöglichen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung

2 Grundlagen der Unternehmensbewertung

2.1 Discounted Cash-Flow Verfahren

2.1.1 Entity-Methode

2.1.2 Equity-Methode

2.2 Capital Asset Pricing Model

2.2.1 Herleitung der Renditegleichung

2.2.2 Interpretation

3 Kapitalkostenbestimmung in der Praxis

4 Vor- und Nachteile der Einbeziehung eines Debt Beta bei der Kapitalkostenbestimmung

4.1 Motivation/Notwendigkeit der Berücksichtigung

4.2 Erweiterung der Kapitalkostenbestimmung um Debt Beta

4.3 Auswirkungen der Berücksichtigung von Debt Beta – Ein Beispiel

4.4 Kritische Würdigung

5 Thesenförmige Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und praktischen Auswirkungen der Berücksichtigung eines Debt Beta bei der Kapitalkostenbestimmung. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob und unter welchen Umständen die Einbeziehung eines Debt Beta als Anpassungsfaktor zu einer präziseren und konsistenteren Unternehmensbewertung beiträgt, um die teilweise als realitätsfern kritisierte Annahme eines risikolosen Fremdkapitals zu überwinden.

  • Grundlagen der Unternehmensbewertung (DCF-Verfahren und CAPM)
  • Inkonsistenzen bei der Kapitalkostenbestimmung ohne Debt Beta
  • Theoretische Herleitung und Bestimmungsmöglichkeiten eines Debt Beta
  • Quantitative Auswirkungen auf die WACC-Berechnung anhand von Fallbeispielen
  • Kritische Diskussion der Relevanz für die Bewertungspraxis

Auszug aus dem Buch

4.1 Motivation/Notwendigkeit der Berücksichtigung

Die zuvor vorgestellten DCF-Verfahren basieren auf Annahmen des CAPM. Eine implizite Annahme des CAPM ist die Unterstellung, dass Fremdkapital risikolos sei. Diese Annahme erscheint bereits widersprüchlich: Investoren würden nicht in ein Unternehmen investieren, falls ihr Investment nur mit dem risikolosen Zins vergütet würde und das übernommene Risiko unberücksichtigt bliebe. Weiterhin zeigt auch die Empirie, dass Fremdkapital sehr wohl Ausfallrisiken unterliegt und dass sich die Fremdkapitalgeber dieses Risiko durch einen Risikozuschlag vergüten lassen.

Unter der Annahme eines risikolosen Fremdkapitals folgt bei konsequenter Anwendung, dass die Fremdkapitalrendite rFK dem risikolosen Basiszins i entspricht. Die CAPM-Renditegleichung (Formel 8) bestimmt die Eigenkapitalrendite rEK unter Annahme eines risikolosen Fremdkapitals, d. h. der Beta-Faktor βk bildet nur das systematische Risiko des Eigenkapitals ab. Die gezeigten Bewertungsformeln (Kapitel 2.1) ziehen zur Bestimmung der Diskontierungssätze dementsprechend Kapitalkosten unter Annahme eines risikolosen Fremdkapitals heran. Dies führt u. a. zu folgenden Inkonsistenzen:

Bei der Bestimmung des wacc (Formel 2) werden in der Praxis regelmäßig die tatsächlich beobachteten, häufig vom Basiszins abweichenden Fremdkapitalkosten herangezogen. Die Differenz zwischen Fremdkapitalkosten und Basiszins kann als Risikozuschlag (Credit Spread) für das übernommene systematische Risiko seitens der Fremdkapitalgeber interpretiert werden. Einerseits wird also zur Ermittlung der Eigenkapitalrendite ein risikoloses Fremdkapital (Risikomaß βk) unterstellt, andererseits bei der Ermittlung der Fremdkapitalkosten ein Risikozuschlag berücksichtigt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung: Einleitung in die Problematik der realitätsnahen Kapitalkostenbestimmung und Vorstellung der Forschungsfrage zur Verwendung des Debt Beta.

2 Grundlagen der Unternehmensbewertung: Darstellung der relevanten Bewertungsverfahren wie DCF und CAPM als theoretisches Fundament der Arbeit.

3 Kapitalkostenbestimmung in der Praxis: Erläuterung, wie Unternehmen in der Realität Eigen- und Fremdkapitalkosten bestimmen und welche methodischen Vereinfachungen dabei getroffen werden.

4 Vor- und Nachteile der Einbeziehung eines Debt Beta bei der Kapitalkostenbestimmung: Zentrale Auseinandersetzung mit den Inkonsistenzen, der mathematischen Herleitung sowie der praktischen Relevanz des Debt Beta anhand von Fallbeispielen.

5 Thesenförmige Zusammenfassung: Kompakte Darstellung der wichtigsten Ergebnisse und Erkenntnisse aus den vorangegangenen Kapiteln.

Schlüsselwörter

Unternehmensbewertung, Kapitalkosten, Debt Beta, Discounted Cash Flow, WACC, CAPM, Eigenkapitalkosten, Fremdkapitalkosten, Credit Spread, Beta-Faktor, systematische Risiko, Unternehmenswert, Finanzierungsstruktur, Bewertungsfehler, Relevering

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Problematik der Kapitalkostenbestimmung in der Unternehmensbewertung, insbesondere die Frage, ob Fremdkapital als risikolos oder riskant eingestuft werden sollte und welche Rolle das sogenannte Debt Beta dabei spielt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Discounted Cash Flow-Verfahren, das Capital Asset Pricing Model (CAPM) sowie die Anpassung von Beta-Faktoren an die tatsächliche Finanzierungsstruktur durch Unlevering und Relevering.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Argumente für und gegen die Verwendung eines Debt Beta als Anpassungsfaktor zu analysieren, um die Inkonsistenzen zu beheben, die aus der Annahme von risikolosem Fremdkapital bei der Kapitalkostenbestimmung resultieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Herleitung der Zusammenhänge auf Basis der Literatur und veranschaulicht die Auswirkungen der Modellannahmen durch ein eigens erdachtes Rechenbeispiel sowie eine Anwendung auf reale Marktdaten der Automobilindustrie.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Inkonsistenzen des aktuellen Ansatzes aufgezeigt, das Debt Beta mathematisch hergeleitet, notwendige Anpassungen an bestehenden Formeln vorgestellt und die Auswirkungen durch ein Berechnungsbeispiel quantifiziert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Debt Beta, WACC, DCF-Verfahren, systematische Risiko, Eigenkapitalkosten und die Bewertungspraxis nach IDW S1 und KFS/BW1.

Wie unterscheidet sich die "direkte" von der "indirekten" Methode zur Bestimmung des Debt Beta?

Bei der direkten Methode erfolgt die Schätzung über eine Regression von Fremdkapitalrenditen zu einem Vergleichsindex, während die indirekte Methode das Debt Beta als Verhältnis des Credit Spreads zur Marktrisikoprämie bestimmt.

Warum wird in der Praxis oft auf die Berücksichtigung eines Debt Beta verzichtet?

Die Analyse zeigt, dass das Debt Beta in vielen Sektoren nur knapp über der Wesentlichkeitsgrenze von 0,1 liegt, was die resultierenden Bewertungsfehler als vernachlässigbar erscheinen lässt.

Welchen Einfluss hat die Abstrahierung von Steuern auf die Ergebnisse des Beispiels?

Ohne Steuern ist die Inkonsistenz bei Nichtberücksichtigung eines Debt Beta direkter sichtbar, da hier die gewichteten Kapitalkosten und die Eigenkapitalrendite des unverschuldeten Unternehmens exakt übereinstimmen sollten.

Final del extracto de 47 páginas  - subir

Detalles

Título
Darstellung und kritische Diskussion der Argumente für und wider die Verwendung des Debt Beta bei der Bestimmung der Kapitalkosten
Universidad
University of Osnabrück
Calificación
1,3
Autor
René Zdebel (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
47
No. de catálogo
V441600
ISBN (Ebook)
9783668799363
ISBN (Libro)
9783668799370
Idioma
Alemán
Etiqueta
Fremdkapital-Beta CAPM Discounted Cash Flow Unternehmensbewertung Kapitalkosten Kapitalkostenbestimmung Betafaktor Systematische Risiken Unlevering Relevering Levering Praktische Relevanz Theoretisches Fundament Kapitalkostenbestimmung in der Praxis
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
René Zdebel (Autor), 2018, Darstellung und kritische Diskussion der Argumente für und wider die Verwendung des Debt Beta bei der Bestimmung der Kapitalkosten, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/441600
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