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Trainingsleitfaden zur Stressprävention und -reduktion in der Altenpflege

Titel: Trainingsleitfaden zur Stressprävention und -reduktion in der Altenpflege

Hausarbeit , 2017 , 41 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Christin Hoffmann (Autor:in)

Pflegewissenschaft - Altenpflege, Altenhilfe
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts ist durch tiefgreifende Wandlungsprozesse gekennzeichnet. Der zunehmende globale Wettbewerb erfordert eine rasante Anpassung an den technischen Fortschritt und führt zu einer Beschleunigung aller Produktions-, Dienstleistungs- und Kommunikationsprozesse. Diese Entwicklung zur Dienstleistungsgesellschaft erfordert eine Zunahme von geistigen und interaktiven Tätigkeiten und geht mit steigenden emotionalen und kognitiven Anforderungen einher. Eine ausweitende Informatisierung führt zu einer Durchdringung der Arbeitswelt durch moderne Kommunikationstechnologien, die in immer höherem Maße ortsunabhängiges, zeitlich flexibles Erledigen von Aufgaben ermöglichen bzw. abverlangen und somit zu einer Entgrenzung von Arbeits- und Privatleben beitragen. Ein ergebnisorientiertes Management und entsprechende Entlohnungssysteme vergrößern die Eigenverantwortung für den Ablauf und den Erfolg von Arbeitsprozessen. Weiterhin sind die diskontinuierlichen und flexiblen Beschäftigungsformen, die zunehmenden räumlichen Mobilitätsanforderungen und häufige betriebliche Umstrukturierungen als weitere Faktoren für eine wachsende Instabilität sozialer Positionen und Beziehungen zu nennen. Unter dem Einfluss dieser Veränderungen sind die dominierenden Gesundheitsprobleme der Erwerbstätigen, gemessen an den Kennzahlen der Behandlungskosten, Arbeitsunfähigkeit, Frühberentung und Sterblichkeit, vor allem Erkrankungen des Skelettmuskelsystems, des Herz-Kreislauf- und des Verdauungssystems sowie in zunehmenden Maße psychische Beschwerden und Verhaltensstörungen. An der Inzidenz, Prävalenz sowie der Chronifizierung dieser Erkrankungen sind Umwelteinflüsse wie die Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen, die privaten Lebensumstände sowie persönliche Lebensgewohnheiten in unterschiedlichem Maße beteiligt. Vor diesem Hintergrund ist es notwendig, sich der Thematik der betrieblichen Gesundheitsförderung verstärkt zuzuwenden, um den Erhalt und die Förderung von Gesundheit sowie Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit zu gewährleisten, da dieses sowohl betriebs- als auch volkswirtschaftlich betrachtet immer bedeutsamer wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretischer Hintergrund

2.1 Allgemeine Grundlagen

2.2 Theoretische Stresskonzepte

2.2.1 Transaktionale Stressmodell nach Lazarus

2.2.2 Anforderungs-Kontroll-Modell

2.2.3 Anforderungs-Ressourcen-Modell

2.2.4 Multimodales Stressmanagement

2.3 Arbeitsbedingungen als Belastungsfaktor

2.4 Gesetzliche Rahmenbedingungen einer betrieblichen Gesundheitsförderung

3 Methode

3.1 Festlegung des Belastungspotenzials

3.2 Stressbewältigungstraining

3.3 Ziele und Inhalte

3.4 Interventionen

3.4.1 Einstiegsmodul

3.4.2 Trainingsmodul 1: Entspannen und loslassen − Das Entspannungstraining

3.4.3 Trainingsmodul 2: Förderliche Denkweisen und Einstellungen entwickeln Das Mentaltraining

3.4.4 Trainingsmodul 3: Stresssituationen wahrnehmen, annehmen und verändern Das Problemlösetraining

3.4.5 Trainingsmodul 4: Erholen und genießen − Das Genusstraining

3.4.6 Ergänzungsmodule

3.5 Indikationen und Kontraindikationen

4 Wirksamkeit

4.1 Untersuchungsplan

4.2 Evaluation

5 Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist die Konzeption und Evaluation eines Trainingsleitfadens zur Stressprävention für Beschäftigte in der Altenpflege, um deren psychische Belastungen zu reduzieren und die Arbeitsfähigkeit bis zum Renteneintritt zu erhalten.

  • Analyse psychischer Belastungen in der Altenpflege
  • Vermittlung wissenschaftlich fundierter Stressbewältigungstechniken
  • Strukturierung eines multimodalen Trainingsprogramms
  • Methodik zur Evaluation der Wirksamkeit von Präventionsmaßnahmen

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Transaktionale Stressmodell nach Lazarus

Ein zentraler Aspekt des transaktionalen Stressmodells nach Lazarus und Launier liegt in der subjektiven Bewertung eines Ereignisses. Die Belastung wird nicht als objektiver Situationsparameter beschrieben, sondern postuliert, dass Stress sich zum einen aus der individuellen Bewertung der Situation und zum anderen aus eigener beanspruchter und/ oder überforderter Handlungskompetenzen sowie Handlungsmöglichkeiten entsteht. Hier rückt also die spezifische Mensch-Umwelt-Interaktion in den Vordergrund der Betrachtung (Lazarus & Launier, 1981).

Nach diesem Stressmodell erfolgt die Bewertung eines potentiellen Stressors in drei verschiedenen Bewertungsprozessen: der primären Bewertung, der sekundären Bewertung und einer Neubewertung.

In der primären Bewertung erfolgt eine Einschätzung des Stimulus, der möglicherweise Stress auslösen kann. Die betroffene Person stellt sich dabei folgende Fragen: Ist der Stimulus für mich relevant oder kann er ignoriert werden? Werde ich durch den Stimulus in irgendeiner Weise bedroht oder gefährdet? Besteht eine Herausforderung, der ich womöglich nicht gewachsen bin? Nach dieser ersten Einschätzung der Situation folgt die sekundäre Bewertung. Gekoppelt mit der Primärbewertung stellt sich die Person die Frage nach vorhandenen Ressourcen und Bewältigungsmöglichkeiten, die er den Anforderungen entgegen setzen könnte. Im nächsten Schritt erfolgt dann eine Neubewertung der Situation. Dabei wird die Neubewertung je nach Verlauf der primären und sekundären Bewertung entweder als belastend oder nicht belastend wahrgenommen. So kann der Stimulus als irrelevant und nicht bedrohlich eingestuft werden oder die Person verfügt über gute Ressourcen, indem sie zum Beispiel Unterstützung durch andere hinzuzieht (Becker, 2008, S. 17ff). Dies alles beeinflusst die Neubewertung, wie in der Abbilddung 1 dargestellt ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die durch Wandlungsprozesse geprägte Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts und verdeutlicht die Notwendigkeit betrieblicher Gesundheitsförderung in der Altenpflege.

2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert wissenschaftliche Stresstheorien und spezifische Arbeitsbedingungen, die als Belastungsfaktoren für Pflegekräfte fungieren.

3 Methode: Hier wird das Vorgehen zur Erfassung psychischer Belastungen sowie der Aufbau und die Inhalte des Stressbewältigungstrainings detailliert dargelegt.

4 Wirksamkeit: Das Kapitel befasst sich mit dem Untersuchungsplan und der Evaluationsmethodik zur Überprüfung der Wirksamkeit des Trainingsprogramms.

5 Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit resümiert die Bedeutung des Trainingskonzepts für die psychische Gesundheit der Beschäftigten und betont die Relevanz der Unterstützung durch die Geschäftsführung.

Schlüsselwörter

Stressprävention, Altenpflege, psychische Belastung, betriebliche Gesundheitsförderung, Stressbewältigung, Transaktionales Stressmodell, Coping, Arbeitsbedingungen, Training, Evaluation, Mitarbeitergesundheit, Resilienz, Gesundheitspsychologie, Arbeitsfähigkeit, Intervention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Evaluation eines strukturierten Trainingsleitfadens, der speziell darauf ausgerichtet ist, Stress bei Mitarbeitern in der Altenpflege vorzubeugen und zu reduzieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der spezifischen Arbeitsbelastungen in der Pflege, theoretischen Stressmodellen, dem Aufbau multimodaler Interventionstrainings und Methoden der betrieblichen Evaluation.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die Wirksamkeit von Stresspräventionstrainings für Altenpflegekräfte zu verbessern, um eine gesundheitliche Belastung zu verringern und den langfristigen Verbleib im Beruf zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt ein systemisches Rahmenmodell zur Stressanalyse und schlägt ein Evaluationsdesign vor, das auf einem Prä-Post-Vergleich mit Kontrollgruppe basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen (u.a. Lazarus, Anforderungs-Kontroll-Modell), gesetzliche Rahmenbedingungen und das konkrete Interventionsprogramm (Basis- und Ergänzungsmodule) detailliert dargestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den zentralen Begriffen zählen Stressprävention, Altenpflege, psychische Belastung, multimodales Stressmanagement, Evaluation und Betriebliche Gesundheitsförderung.

Wie ist das Trainingsprogramm in Module gegliedert?

Das Programm umfasst fünf Basismodule (Einstieg, Entspannung, Mentaltraining, Problemlösetraining, Genusstraining) sowie fünf optionale Ergänzungsmodule für spezifische Themen.

Welche Rolle spielt die Geschäftsführung für den Erfolg der Maßnahmen?

Die Geschäftsführung fungiert als wesentliche Stütze für die Legitimation und den Ressourcenrahmen; Führungskräfte dienen dabei als Vorbilder, um Akzeptanz für den Veränderungsprozess zu schaffen.

Ende der Leseprobe aus 41 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Trainingsleitfaden zur Stressprävention und -reduktion in der Altenpflege
Hochschule
SRH Hochschule Riedlingen
Note
1,3
Autor
Christin Hoffmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
41
Katalognummer
V441717
ISBN (eBook)
9783668800854
ISBN (Buch)
9783668800861
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Prävention Stressprävention Burn-out Altenpflege Pädagogik Psychologie Gesundheitspsychologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christin Hoffmann (Autor:in), 2017, Trainingsleitfaden zur Stressprävention und -reduktion in der Altenpflege, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/441717
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Leseprobe aus  41  Seiten
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