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Mitbestimmung in der Grundschulklasse. Wie Lehrkräfte Demokratie für Kinder erlebbar machen können

Title: Mitbestimmung in der Grundschulklasse. Wie Lehrkräfte Demokratie für Kinder erlebbar machen können

Term Paper , 2017 , 23 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anke Binder (Author)

Social Work
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Diese Hausarbeit gibt einen Überblick über Möglichkeiten der Mitbestimmung von Schüler*innen in der Grundschulklasse. Ausgehend von der Schule als Gewaltkontext soll erörtert werden, welche Möglichkeiten einzelne Lehrende haben, Demokratieerziehung als gelebte Mitbestimmung in der Regelschule einzubeziehen. Dabei werden gestaltbare Rahmenbedingungen, demokratische Unterrichtsformen und demokratische Institutionen der Kinder vorgestellt. Hierzu wurde Literatur zu theoretischen Konzepten der Pädagogik, zu gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und insbesondere zu konkreten Lern- und Mitbestimmungsformen ausgewertet. Die Hausarbeit ist vor allem für Studierende Grundschullehramt interessant, aber auch für alle an Demokratiepädagogik Interessierten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Mitbestimmung als Demokratieerziehung

1.1. Begriffsbestimmung

1.2. Demokratische Kompetenzen

2. Gewaltkontext Schule

3. Mitbestimmung im Rahmen der Grundschulklasse

3.1. Von Schüler*innen (mit)gestaltbare Rahmenbedingungen

3.2. Demokratische Arbeitsweisen

3.3. Demokratische Institutionen

3.4. Rahmenbedingungen und Grundeinstellungen

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit untersucht, wie Lehrkräfte durch Mitbestimmungsformen in der Grundschulklasse demokratische Erfahrungen für Kinder erlebbar machen können, um sowohl die individuelle Kompetenzentwicklung zu fördern als auch einen Beitrag zur Gewaltprävention zu leisten.

  • Grundlagen der Demokratieerziehung und demokratische Kompetenzen
  • Schule als Gewaltkontext und das Potenzial von Mitbestimmung zur Prävention
  • Gestaltbare Rahmenbedingungen wie Regeln und Klassenraumgestaltung
  • Methoden wie Freie Arbeit und Entdeckendes Lernen bzw. Projektlernen
  • Demokratische Institutionen wie Kreisgespräche und Klassenrat

Auszug aus dem Buch

3.1. Von Schüler*innen (mit)gestaltbare Rahmenbedingungen

Viele Menschen erinnern sich noch lebhaft an den ersten Schultag des Schuljahres, in dem es zum Ritual gehört, dass die Hausordnung verlesen wird. Oftmals handelte es sich dabei um ein Relikt längst vergangener Zeiten, in dem gelegentlich etwas ergänzt, selten aber etwas herausgestrichen wurde. Dass diese Regeln, die mit den Betroffenen kaum etwas zu tun zu haben scheinen, von diesen wenig ernst genommen werden, verwundert nicht weiter. Es ist anzunehmen, dass Regeln, die die Kinder selbst mit gestalten können, für sie weit mehr Belang haben. Mehr noch: „Da Regeln in Beziehungen, in das Denken und Handeln aller beteiligten Personen eingreifen, sind sie auch Angelegenheit der Betroffenen, sofern diese als Subjekte ihres Lebensplanes und ihrer Alltagsbewältigung verstanden und ernst genommen werden.“ {Kazemi-Veisari 1998 #15D: 34

Es empfiehlt sich also, zu Beginn eines Schuljahres mit den Kindern gemeinsam Regeln für den gemeinsamen Unterricht und das Zusammenleben aufzustellen. Das braucht natürlich Vertrauen in die Fähigkeiten der Kinder, ihre Angelegenheiten selbst zu regeln. Die Lehrkraft sollte an diesem Prozess aber aktiv teilnehmen. Auch sie ist Teil der Gemeinschaft und sollte ihre Vorstellungen äußern. Gerade bei Kindern, die es nicht gewöhnt sind, mitbestimmen zu dürfen, muss sie gegebenenfalls etwas steuern, Bereiche des Zusammenlebens aufzeigen, die Regeln brauchen könnten oder evtl. auf nicht durchführbare Vorstellungen der Kinder hinweisen. Es sollte aber keinesfalls das Ziel sein, dass auf Anhieb ein perfektes Regelwerk entsteht. Kinder sollen lernen, wie man ein Zusammenleben gestalten kann, dazu gehört auch, dass man beobachtet, was dieses oder jenes Handeln für Auswirkungen hat. Entsprechend ist es ein wichtiger Lernschritt, zu sehen, dass manche Regeln eben nicht zielführend sind.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung von Schule als Ort der Sozialisation und die Notwendigkeit, Kindern frühzeitig Möglichkeiten zur Mitbestimmung zu geben, um sie zu handelnden Subjekten zu befähigen.

1. Mitbestimmung als Demokratieerziehung: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe und unterstreicht, dass Demokratieerziehung durch die Stärkung von Selbstwirksamkeit und Autonomie nicht nur gelehrt, sondern durch Handeln erworben werden muss.

2. Gewaltkontext Schule: Hier wird die Schule als Zwangskontext und Ort struktureller Gewalt analysiert, wobei aufgezeigt wird, dass Mitbestimmung und ein wertschätzendes Klima das Auftreten von Gewalt mindern können.

3. Mitbestimmung im Rahmen der Grundschulklasse: Das Kapitel detailliert praktische Umsetzungsformen wie die Partizipation bei Regeln, die Raumgestaltung, Unterrichtsmethoden (Freie Arbeit, Projektlernen) sowie spezifische Institutionen wie Kreisgespräche und Klassenrat.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass vielfältige Möglichkeiten der Mitbestimmung existieren, die bei entsprechender Haltung der Lehrkraft wesentlich zur Identifikation der Kinder mit der Schule und zum Erwerb demokratischer Kompetenzen beitragen.

Schlüsselwörter

Mitbestimmung, Demokratieerziehung, Grundschule, Partizipation, Selbstwirksamkeit, Gewaltprävention, Klassenrat, Freie Arbeit, Projektlernen, Schulklima, Demokratische Kompetenzen, Erziehung zur Demokratie, Schulalltag, Pädagogik, Schülersubjekt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht Möglichkeiten der Mitbestimmung für Kinder im Grundschulalltag, um Demokratie nicht nur als Theorie zu lehren, sondern als lebensnahe Erfahrung zu etablieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretischen Grundlagen der Demokratiepädagogik, die Analyse der Schule als potenziellen Gewaltkontext sowie konkrete Methoden und Institutionen zur Partizipation von Schülern.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie auch einzelne Lehrkräfte im Rahmen der Regelschule Mitbestimmung realisieren können, um Schüler zu stärken und demokratische Kompetenzen zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung einschlägiger pädagogischer Literatur und fachwissenschaftlicher Konzepte zur Demokratieerziehung und Schulentwicklung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Gestaltung von Rahmenbedingungen (Regeln, Klassenraum), verschiedene Unterrichtsformen (Freie Arbeit, Projektlernen) und die Etablierung demokratischer Institutionen wie dem Klassenrat.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Mitbestimmung, Partizipation, Selbstwirksamkeit, Demokratieerziehung, Klassenrat und Gewaltprävention.

Warum spielt die Selbstwirksamkeit eine so wichtige Rolle?

Das Gefühl, durch eigenes Handeln Einfluss nehmen zu können, wird als essenzielle Grundvoraussetzung definiert, um sich als aktives Subjekt in der demokratischen Gesellschaft zu verstehen.

Welche Rolle nimmt die Lehrkraft bei der Einführung von Mitbestimmungsformen ein?

Die Lehrkraft fungiert als Impulsgeberin und Lernbegleiterin, die einen klaren Rahmen bietet, sich jedoch zunehmend zurückzieht, um den Kindern Raum für eigenständige Verantwortungsübernahme zu geben.

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Details

Title
Mitbestimmung in der Grundschulklasse. Wie Lehrkräfte Demokratie für Kinder erlebbar machen können
College
University of Applied Sciences Potsdam
Grade
1,3
Author
Anke Binder (Author)
Publication Year
2017
Pages
23
Catalog Number
V441885
ISBN (eBook)
9783668802018
ISBN (Book)
9783668802025
Language
German
Tags
Demokratieerziehung Mitbestimmung Partizipation Grundschule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anke Binder (Author), 2017, Mitbestimmung in der Grundschulklasse. Wie Lehrkräfte Demokratie für Kinder erlebbar machen können, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/441885
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