Diese Hausarbeit befasst sich mit dem Thema „Die Eroberung des Aztekenreiches“. Ziel ist es, die Eroberung des Aztekenreiches kritisch mithilfe verschiedener Quellen darzustellen und den Kontakt der spanischen Sprache mit Nahuatl im 16. Jahrhundert zu analysieren. Der erste Teil handelt von der Vorgeschichte der Eroberung. Im zweiten Teil wird die Eroberung dargestellt und auch die Quellen der Chroniken, die im 16. Jahrhundert verfasst wurden, kurz präsentiert. Der dritte Teil dieser Hausarbeit befasst sich mit dem Sprachkontakt der spanischen Sprache mit der Aztekensprache Nahuatl und seinen Folgen für die Lexik der spanischen Sprache, die während und nach der Eroberung stattfand und noch heutzutage aktuell ist.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Eroberung des Aztekenreiches
a. Vorgeschichte der Eroberung
i. Kurze Vorgeschichte der Eroberten
ii. Kurze Vorgeschichte der Eroberer
b. Eroberung des Aztekenreiches
i. Ablauf der Eroberung des Aztekenreiches
ii. Vergleich der Quellen
c. Sprachkontakt nach der Eroberung und seine Folgen für die Lexik der spanischen Sprache im 16. Jahrhundert
3. Fazit
4. Resumen en Español
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Eroberung des Aztekenreiches durch die Spanier historisch kritisch aufzuarbeiten und dabei den Einfluss des Sprachkontakts zwischen dem Spanischen und der indigenen Sprache Nahuatl im 16. Jahrhundert zu analysieren.
- Vorgeschichte der aztekischen Zivilisation und der spanischen Reconquista.
- Chronologischer Ablauf der Eroberung des Aztekenreiches durch Hernán Cortés.
- Kritische Analyse und Vergleich zeitgenössischer spanischer und aztekischer Quellen.
- Linguistische Untersuchung der Einführung von Indigenismen aus dem Nahuatl in das Spanische.
- Bedeutung des Kampfes der Kulturen (Clash of Civilizations) im kolonialen Kontext.
Auszug aus dem Buch
i. Kurze Vorgeschichte der Eroberten
Schon Jahrhunderte bevor die Spanier den Azteken begegnet waren, existierte in Mittelamerika das Reich der Azteken, welches vom „Volk der Mexica oder Azteken, benannt nach ihrem mythischen Ursprungsort Aztlán“, gebildet worden war. Dieses Volk begründete um 1325 die Stadt Tenochtitlán, welche die Hauptstadt des Aztekenreiches war und später „die […] größte Stadt der Welt“ werden sollte. Weiterhin gelang es den Azteken durch kriegerische Erfolge im Jahre 1431 ihre Unabhängigkeit zu erlangen. Kurz danach stiegen sie „[…] zur führenden Macht in Zentralmexiko auf und begründeten mit den benachbarten Stadtstaaten Texcoco und Tlacopan den Dreibund, den sie beherrschten.“ Dies geschah unter der Herrschaft von Itzcóatl (1427-1440). Dem folgte 1440 Moctezuma I(1440-1469). Während der Herrschaften von Moctezuma I., Axayacatl (1469-1481), Tizoc (1481-1486), Ahuizotl (1486-1502) und Moctezuma II. (1502-1520) breitete sich der Einflussbereich der Azteken von den Küsten des Golfs von Mexiko bis zu den Küsten des pazifischen Ozeans aus.
Die Bevölkerungszahl der Azteken vor der Eroberung ist unklar. Nach Angaben hatte die Hauptstadt Tenochtitlán etwa 200.000 bis 300.000 Einwohner als die Spanier sich vor den Toren der Stadt befanden. Den Großteil dieser Bevölkerung machten die Zuwanderer aus anderen Gebieten aus.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung legt den theoretischen Rahmen des „Clash of Civilizations“ dar und umreißt die Zielsetzung, die Eroberung sowie den Sprachkontakt wissenschaftlich zu untersuchen.
2. Eroberung des Aztekenreiches: Dieses Hauptkapitel beleuchtet die historischen Voraussetzungen beider Kulturen, den Verlauf der militärischen Eroberung durch Cortés und vergleicht die unterschiedlichen Perspektiven der spanischen und aztekischen Chroniken.
2.a. Vorgeschichte der Eroberung: Es wird die Entwicklung des Aztekenreiches unter dem Dreibund sowie die gleichzeitige politische Einigung Spaniens unter den Katholischen Königen und die Expansion der Kolonialmacht beschrieben.
2.a.i. Kurze Vorgeschichte der Eroberten: Dieses Unterkapitel beschreibt die soziokulturelle Struktur, die Stadtentwicklung und die politische Machtbasis der Azteken vor Ankunft der Europäer.
2.a.ii. Kurze Vorgeschichte der Eroberer: Hier wird der Aufstieg Kastiliens, die Reconquista und der Weg von Hernán Cortés von Hispaniola bis nach Mexiko nachgezeichnet.
2.b. Eroberung des Aztekenreiches: Dieser Abschnitt beschreibt die militärischen und diplomatischen Strategien von Cortés, inklusive der Bündnisse mit indigenen Feinden der Azteken.
2.b.i. Ablauf der Eroberung des Aztekenreiches: Eine chronologische Darstellung der Kämpfe, der Geiselnahme Moctezumas II. und des Falls von Tenochtitlán im Jahr 1521.
2.b.ii. Vergleich der Quellen: Kritische Gegenüberstellung von spanischen Berichten (wie den Briefen von Cortés) und aztekischen Dokumenten zur Wahrheitsfindung.
2.c. Sprachkontakt nach der Eroberung und seine Folgen für die Lexik der spanischen Sprache im 16. Jahrhundert: Analyse des linguistischen Austauschs, der zur Aufnahme zahlreicher Lehnwörter aus dem Nahuatl in das Spanische führte.
3. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und betont die langfristigen Auswirkungen der Begegnung der Zivilisationen und der sprachlichen Bereicherung.
Schlüsselwörter
Aztekenreich, Hernán Cortés, Tenochtitlán, Moctezuma II., Spanische Eroberung, Sprachkontakt, Nahuatl, Indigenismen, Kolonialgeschichte, Clash of Civilizations, Tlaxcalteken, Reconquista, Kulturbegegnung, Nueva España, Mexiko.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Eroberung des Aztekenreiches durch spanische Truppen unter Hernán Cortés und analysiert dabei sowohl die historischen Abläufe als auch die daraus resultierenden sprachlichen Folgen für das Spanische.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Themen sind die politische Vorgeschichte des Aztekenreiches und der Eroberer, der chronologische Ablauf des Feldzuges und die Auswirkungen des Sprachkontakts zwischen dem Spanischen und dem Nahuatl.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist eine kritische, quellenbasierte Darstellung der Eroberung sowie eine Analyse, wie die Begegnung zweier Zivilisationen im 16. Jahrhundert die Lexik der spanischen Sprache dauerhaft prägte.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?
Die Arbeit nutzt die Methode der historischen Quellenanalyse, um die oft subjektiven Berichte der spanischen Chronisten den aztekischen Überlieferungen gegenüberzustellen und so eine objektivere historische Einordnung vorzunehmen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die politische Vorgeschichte, den militärischen Verlauf der Eroberung, eine Quellenkritik sowie eine sprachwissenschaftliche Betrachtung der in den spanischen Wortschatz integrierten Begriffe.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Aztekenreich, Cortés, Nahuatl, Indigenismen, Tenochtitlán, Kolonialgeschichte und Clash of Civilizations.
Warum spielt der Begriff „Clash of Civilizations“ eine Rolle für das Verständnis?
Er verdeutlicht, dass die Begegnung zwischen den Spaniern und den Azteken nicht nur ein militärischer Konflikt war, sondern der Zusammenprall zweier grundverschiedener Zivilisationen mit unterschiedlichen Werten, Religionen und Sprachen.
Wie hat sich der Sprachkontakt nach der Eroberung konkret auf das Spanische ausgewirkt?
Durch die Eroberung gelangten Begriffe für Dinge, die in Europa unbekannt waren – wie bestimmte Lebensmittel oder geografische Bezeichnungen – direkt aus dem Nahuatl in das Spanische, was den Wortschatz nachhaltig bereicherte.
Warum ist die Quellenkritik bei diesem Thema so essenziell?
Da sowohl die spanischen Berichte (um Taten zu rechtfertigen) als auch die aztekischen Chroniken (um die Tragödie zu verarbeiten) sehr subjektiv verfasst sind, ist ein Vergleich notwendig, um die historischen Ereignisse wissenschaftlich zu datieren.
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- Anonym (Autor), 2013, Eroberung des Aztekenreichs. Mexikanische Geschichte, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/441910