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Wie lässt sich die Benachteiligung der Frau auf dem Arbeitsmarkt erklären?

Title: Wie lässt sich die Benachteiligung der Frau auf dem Arbeitsmarkt erklären?

Term Paper (Advanced seminar) , 2016 , 23 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Laura Hartmann (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation
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Die Gleichstellung der Frauen und Männer auf dem Arbeitsmarkt ist ein zentrales Thema in der Politik. Tatsache ist, dass Frauen weniger verdienen als Männer und in unterschiedlichen Berufen arbeiten (berufliche Segregation). Das Gender Pay Gap macht deutlich, dass die Differenz mit 23 % sehr hoch ausfällt.

Das Gender Pay Gap repräsentiert einen hohen Verdienst der Männer und eine geringere Entlohnung der Frauen. In einer Studie zeigten Gartner und Hinz, dass Frauen mit der identischen Ausstattung von Humankapital wie Männer im gleichen Beruf und Unternehmen deutlich weniger verdienen. Sie erzielten 12 % weniger Lohn als Männer, obwohl sie die gleichen Qualifikationen besaßen und die gleiche Arbeit leisteten. Auch in der nachfolgenden Untersuchung von Gartner und Hinz bestätigten sie erneut, dass Männer 12 % mehr als Frauen mit identischer Ausbildung und Erfahrung verdienen. Dies verdeutlicht, dass der Ertrag der Bildung und die Bemühungen der Frauen, ihr Humankapital auszubauen, nicht den gewünschten Erfolg bringt und sie trotz gleicher Ausbildung und der identischen Berufserfahrung wie ein Mann letztendlich einen geringeren Lohn dafür erhalten. Auffallend ist außerdem, dass Männer vermehrt in der Führungsebene angesiedelt sind (Zweidrittel der Männer sind in der Führungsebene vorzufinden), währenddessen Frauen eine niedrigere Stelle besetzen. Frauen sind somit in der Führungsebene unterrepräsentiert.

Doch welche Gründe sind für die schlechteren Chancen der Frauen auf dem Arbeitsmarkt verantwortlich? Welche Faktoren behindern den identischen Verdienst der Frauen, wie den der Männer? Wie kann der schlechtere Verdienst der Frauen erklärt werden? Welche Rolle spielen die Familienplanung oder die Erwerbsunterbrechungen und wie kommt es zu der unterschiedlichen Berufswahl von Männern und Frauen?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Ungleichheit zwischen Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt

2. Theorien

2.1 Die Humankapitaltheorie

2.2 Die Sozialisationstheorie

3. Forschungsstand

3.1 Studien zu der Humankapitaltheorie

3.2 Empirische Befunde zur Sozialisationstheorie

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Ursachen für die fortbestehende Benachteiligung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt, insbesondere das Gender Pay Gap, und analysiert, inwieweit die Humankapitaltheorie und die Sozialisationstheorie diese Ungleichheiten erklären können.

  • Analyse des Gender Pay Gap und der beruflichen Segregation
  • Überprüfung der Humankapitaltheorie durch relevante Studien
  • Untersuchung der Sozialisationstheorie und intergenerationaler Transmission
  • Kritische Bewertung der Erklärungsansätze für Lohnunterschiede
  • Diskussion politischer Maßnahmen zur Förderung der Geschlechtergleichstellung

Auszug aus dem Buch

3.1 Studien zu der Humankapitaltheorie

Busch und Holst (2010) fokussierten sich bei ihrer empirischen Untersuchung (basierend auf dem sozioökonomischen Panel, 2006) auf das Gender Pay Gap in Führungspositionen. Sie fanden heraus, dass ein hohes Humankapital vor allem für Frauen Vorteile auf den Lohn hat, da sich der Bruttolohn der Frauen pro „zusätzlichem Ausbildungsjahr auf 8,3 %“ erhöht, bei Männern hingegen nur um 1,3 % (vgl. Busch und Holst, 2010, 96). Teilzeitbeschäftigungen, die von Frauen öfters eingegangen werden, werden als negativ angesehen und schlagen sich auf einen niedrigeren Lohn nieder, da dies laut Busch und Holst (2010, 96) für den Arbeitgeber ein Symbol für Familie darstellen könnte. Das „firmenspezifische Humankapital“ wirke sich positiv auf den Verdienst der Frau aus, eine lange Betriebszugehörigkeit verspreche höhere Löhne (vgl. ebd., 2010, 96). Mütter und verheiratete Frauen verdienen mehr, als alleinstehende und kinderlose Frauen in der Führungsebene (vgl. ebd., 2010, 97). In Frauenberufen sei der Verdienst geringer als in Männerberufen und in den typischen Frauenberufen werden Frauen schlechter entlohnt (allokative Diskriminierung) (vgl. ebd., 2010, 98). Busch und Holst (2010, 98) meinen, dass in Führungspositionen die Berufserfahrung und die Ausbildung einen Einfluss auf das Einkommen haben, jedoch schlägt sich neben dem Humankapital auch die Segregation auf den Lohn nieder.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Ungleichheit zwischen Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt: Das Kapitel führt in das Thema der Lohnungleichheit ein und verdeutlicht anhand von Statistiken und Studien die anhaltende Relevanz des Gender Pay Gap und der beruflichen Segregation.

2. Theorien: Es werden mit der Humankapitaltheorie und der Sozialisationstheorie zwei zentrale angebotsseitige Ansätze zur Erklärung der Benachteiligung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt erläutert.

3. Forschungsstand: Dieses Kapitel prüft empirische Befunde zu den beiden Theorien und hinterfragt kritisch, inwieweit diese die Lohnunterschiede sowie die Segregation erklären können.

4. Fazit: Die Arbeit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und diskutiert mögliche politische Maßnahmen, um die Benachteiligung von Frauen abzubauen und das Gender Pay Gap zu verringern.

Schlüsselwörter

Gender Pay Gap, Arbeitsmarkt, Humankapitaltheorie, Sozialisationstheorie, berufliche Segregation, Lohnungleichheit, Erwerbsbiografie, Führungspositionen, Arbeitswerte, intergenerationale Transmission, Geschlechterrollen, Diskriminierung, Frauenerwerbstätigkeit, Berufswahl, Vereinbarkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Benachteiligung von Frauen auf dem deutschen Arbeitsmarkt und untersucht insbesondere die Ursachen für das bestehende Gender Pay Gap.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern, berufliche Segregation (horizontal und vertikal) sowie der Einfluss von Bildung und individuellen Lebensentscheidungen auf das Einkommen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu analysieren, ob und wie die Humankapitaltheorie und die Sozialisationstheorie die Benachteiligung und die schlechteren Karrierechancen von Frauen auf dem Arbeitsmarkt erklären können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung und einer anschließenden kritischen Literaturanalyse empirischer Studien, die unterschiedliche Datensätze (z.B. SOEP, ALLBUS) auswerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erläuterung der Humankapital- und Sozialisationstheorie sowie eine detaillierte Prüfung dieser Theorien anhand aktueller empirischer Forschungsbefunde.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Gender Pay Gap, Humankapital, Geschlechtersegregation, Sozialisation und Lohndiskriminierung definiert.

Welche Rolle spielt die Humankapitaltheorie bei der Erklärung von Lohnunterschieden laut der Autorin?

Die Humankapitaltheorie kann laut der Arbeit Lohnunterschiede nur zum Teil erklären, da Faktoren wie Erwerbsunterbrechungen und Bildungsentscheidungen nicht das gesamte Ausmaß der Ungleichheit abbilden.

Warum ist die Sozialisationstheorie für das Verständnis der Berufswahl wichtig?

Sie ist relevant, da sie aufzeigt, dass bereits in der Kindheit und durch das Elternhaus geprägte Werte und Normen das Berufswahlverhalten beeinflussen, was wiederum zur geschlechtsspezifischen Segregation beiträgt.

Welche Bedeutung kommt der intergenerationalen Transmission zu?

Die Autorin verdeutlicht, dass sich Kinder bei ihrer Berufswahl an den Rollenbildern und Berufsentscheidungen ihrer Eltern orientieren, was die Persistenz von traditionellen Geschlechterrollen auf dem Arbeitsmarkt erklärt.

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Details

Title
Wie lässt sich die Benachteiligung der Frau auf dem Arbeitsmarkt erklären?
College
University of Kaiserslautern
Grade
1,3
Author
Laura Hartmann (Author)
Publication Year
2016
Pages
23
Catalog Number
V441995
ISBN (eBook)
9783668807433
ISBN (Book)
9783668807440
Language
German
Tags
Benachteiligung Frau Arbeitsmarkt Humankapitaltheorie Sozialisationstheorie Ungleichheit Gender Pay Gap Lohnunterschied Geschlechtersegregation Entlohnung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Laura Hartmann (Author), 2016, Wie lässt sich die Benachteiligung der Frau auf dem Arbeitsmarkt erklären?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/441995
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